{"id":620,"date":"2015-06-13T09:37:26","date_gmt":"2015-06-13T09:37:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/babylonianmedicine\/?p=620"},"modified":"2015-06-13T12:55:08","modified_gmt":"2015-06-13T12:55:08","slug":"drei-dinge-lassen-den-korper-wachsen-ein-vergleichender-blick-auf-die-regeln-zur-gesunden-lebensweise-dieita-in-den-beiden-talmudtraditionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/babylonianmedicine\/2015\/06\/13\/drei-dinge-lassen-den-korper-wachsen-ein-vergleichender-blick-auf-die-regeln-zur-gesunden-lebensweise-dieita-in-den-beiden-talmudtraditionen\/","title":{"rendered":"\u201eDrei Dinge lassen den K\u00f6rper wachsen\u201c- ein vergleichender Blick auf die Regeln zur gesunden Lebensweise (dieita) in den beiden Talmudtraditionen."},"content":{"rendered":"<p>Dr. des Lennart Lehmhaus (SFB 980) und Tanja Hidde, M.A. (BabMed) werden im Rahmen des Arbeitskreises \u201cAlte Medizin\u201d an der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t, der unter der Leitung von Prof. Tanja Pommerening am 20. und 21. Juni 2015 in Mainz stattfindet, einen Vortrag halten zu einem Teilgebiet der talmudischen Medizin: den \u201eRegeln zur gesunden Lebensweise\u201c (gr. <em>dieita<\/em>).<\/p>\n<p>Konzepte und Anweisungen zur richtigen Ern\u00e4hrung, K\u00f6rperpflege, Bewegung und gesundem Sexualleben finden sich in unterschiedlichen Bereichen und verschiedenem Umfang in den beiden talmudischen Traditionscorpora, die zwischen dem 5.-7. Jahrhundert in Syro-Pal\u00e4stina (Talmud <em>Jerushalmi<\/em>) und Mesopotamien (Talmud <em>Bavli<\/em>) entstanden. Im Gegensatz zu anderen antiken Medizintraditionen wird medizinisches Wissen in den beiden Talmudtraditionen weit verstreut in religionsgesetzlich oder ethisch-normativ ausgerichteten Diskussionen weiter gegeben. In einer Detailanalyse von Beispielen soll gekl\u00e4rt werden, mit welchen diskursiven Strategien medizinisches Wissen in diese \u00fcbergeordneten Diskussionen adaptiert und integriert wurde.<\/p>\n<p>Ein Vergleich der beiden <em>Talmudim<\/em> vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Umgebungskulturen soll einen Einblick gew\u00e4hren in die Interaktion rabbinischer Epistemologie mit benachbarten Medizintraditionen. W\u00e4hrend die <em>dieita<\/em> einen eigenen Fachbereich der griechischen Medizintradition bildete, sind der alt-mesopotamischen Medizin Ern\u00e4hrungsregeln, Sport und Aderlass v\u00f6llig fremd. Umso erstaunlicher mutet es daher an, wenn in der westlichen Tradition (<em>Jerushalmi<\/em>) nur wenige einschl\u00e4gige Lehren zur <em>dieita<\/em> vorkommen, w\u00e4hrend der <em>Bavli<\/em> eine wahre F\u00fclle solcher Ideen \u00fcberliefert. Daher gilt es nach Erkl\u00e4rungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die \u00dcberlieferung und den transregionalen wie auch transkulturellen Wissenstransfer zu suchen. Wurden diese Lehren durch pal\u00e4stinische Autorit\u00e4ten \u00fcberliefert und daher als fremdes Wissen in Babylonien rezipiert, oder gab es, trotz anderslautender Forschungsmeinungen, doch einen gewissen Grad der \u201eHellenisierung\u201c in Mesopotamien, durch die solche Traditionen bereits fr\u00fcher bekannt waren oder zumindest leichter Aufnahme fanden?<\/p>\n<p>Das vollst\u00e4ndige Programm zum 35. Interdiszizlin\u00e4ren Arbeitskreis &#8220;Alte Medizin&#8221; der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t finden sie <a href=\"https:\/\/www.iak-alte-medizin.uni-mainz.de\/35-treffen-des-interdisziplinaeren-arbeitskreises-alte-medizin\/\">hier. <\/a><\/p>\n<p>Tanja Hidde<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. des Lennart Lehmhaus (SFB 980) und Tanja Hidde, M.A. (BabMed) werden im Rahmen des Arbeitskreises \u201cAlte Medizin\u201d an der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t, der unter der Leitung von Prof. Tanja Pommerening am 20. und 21. Juni 2015 in Mainz stattfindet, einen Vortrag halten zu einem Teilgebiet der talmudischen Medizin: den \u201eRegeln zur gesunden Lebensweise\u201c (gr. dieita). [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1825,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-620","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/babylonianmedicine\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/620","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/babylonianmedicine\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/babylonianmedicine\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/babylonianmedicine\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1825"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/babylonianmedicine\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=620"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/babylonianmedicine\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/620\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":735,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/babylonianmedicine\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/620\/revisions\/735"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/babylonianmedicine\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/babylonianmedicine\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/babylonianmedicine\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}