{"id":1106,"date":"2018-07-17T18:00:19","date_gmt":"2018-07-17T16:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ber\/?p=1106"},"modified":"2018-07-09T14:37:15","modified_gmt":"2018-07-09T12:37:15","slug":"ein-letzter-beitrag-zur-kommunalpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ber\/2018\/07\/17\/ein-letzter-beitrag-zur-kommunalpolitik\/","title":{"rendered":"Ein letzter Beitrag zur Kommunalpolitik"},"content":{"rendered":"<p>Wer h\u00e4tte es gedacht, dass bei einem Flughafenprojekt, das der Bev\u00f6lkerung zugute kommen sollte,die Bev\u00f6lkerung so missachtet wird.<br \/>\nIm Verlauf unserer gemeinsamen Vertiefung und Untersuchung des Gro\u00dfprojekts BER erhielten wireinen interessanten Einblick sowohl unter anderem auf den Verlauf des Projekts als auch die Involvierung verschiedener Akteure in das Projekt. Was sich aus unseren Untersuchungen ergab war wie auch in vielen anderen F\u00e4llen teils absehbar aber dennoch interessant. Man w\u00fcnscht sich idealerweise immer eine Kooperation \u201eHand in Hand\u201c oder das Finden einer gemeinsamen L\u00f6sung bei der Feststellung eines Problems. Die Realit\u00e4t und insbesondere das Bauprojekt BER beweist etwas anderes.<br \/>\nDie Wahrheit ist, dass es am Ende des Projektes klare Gewinner und klare Verlierer im Stakeholdergef\u00fcge gibt. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen nicht alle Interessen realisiert werden, aber es muss doch zu mindestens ansatzweise m\u00f6glich sein auf Basis der Fairness auf einen gemeinsamen Konsens zu kommen. Nicht aber beim BER und nicht immer f\u00fcr die involvierten B\u00fcrgerinitiativen. Nehmen wir beispielsweise das Raumordnungsverfahren in den 90er Jahren. Es wurden die Standorte J\u00fcterborg-Ost und Sperenberg empfohlen. Wohingegen Sch\u00f6nefeld an letzter Stelle stand . Dennoch w\u00e4hlte man Sch\u00f6nefeld. Sei es wegen politischer Motivation oder der Durchsetzung von Eigeninteressen, den K\u00fcrzeren haben schon von Beginn an die Anwohner um das Gebiet Sch\u00f6nefeld gezogen.<br \/>\n<!--more-->Im Verlauf der letzten Wochen haben wir verstanden, dass B\u00fcrgerinitiativen konsistent als letztes Glied der Kette angesehen werden, gar sogar als l\u00e4stig, obwohl sie direkt von den Auswirkungen des Projekts entweder profitieren oder direkt darunter leiden. \u00d6ffentliche Meinungen scheiden sich ebenfalls. Wohingegen einige die ge\u00e4u\u00dferten Bedenken verstehen, nehmen andere Personen die zahlreichen B\u00fcrgerinitiativen gar nicht erst war. Bedenkenloses Vernachl\u00e4ssigen der B\u00fcrgerinitiativen ist gegebene Sache f\u00fcr beispielsweise die involvierte Verwaltung und aktives Ausschlie\u00dfen der Leute, die doch wohl ein Recht darauf haben, wor\u00fcber in ihrem Interesse entschieden wird.<\/p>\n<p>Beispielsweise konnten bei der Berechnung f\u00fcr das Schallschutzverfahren die Beh\u00f6rden keine Auskunft dar\u00fcber geben, wie die Schallbelastung gemessen wird. Nur durch Eigeninitiative und der Mobilisierung von kompetenten Leuten war es m\u00f6glich f\u00fcr das B\u00fcrgerverein Brandenburg Berlin e.V. eigene Messungen durchzuf\u00fchren. Von Kooperation kann man hier nicht sprechen.<br \/>\nJe gr\u00f6\u00dfer das Projekt, desto gr\u00f6\u00dfer wird die Kluft zwischen der Projektleitung und der anderen internen Stakeholder und den externen Involvierten und vielleicht stehen die Gewinner und Verlierer schon bei der Konzeption eines Projektes fest. Dennoch haben Personen wie Matthias Schubert, Christine Dorn und Ortwin Baier in ihren Aktionen \u00fcber die Jahre bewiesen, dass es unter anderem Courage bedarf, wenn man es darum geht \u00f6ffentliche Probleme anzugehen und nennenswerte Erfolge zu erzielen.<br \/>\nDie betroffene Bev\u00f6lkerung zum Mitwirken zu bewegen, zu zeigen, dass die ge\u00e4u\u00dferten Bedenken und Proteste diese direkt betrifft und allgemein als M\u00f6glichkeit f\u00fcr die B\u00fcrger als eine Stimme ihre Bedenken und Forderungen auszusprechen machen ihre Funktion als externe Stakeholdergruppe so wichtig. Der Flugl\u00e4rm oder die Flugroutenwahl scheinen im ersten Moment triviale Teile des gesamten Puzzles zu sein. Aber was z\u00e4hlt ist, dass sie von jemandem als Problem wahrgenommen werden und diskussionsw\u00fcrdig sind, da sie sich auf das gesellschaftliche Leben der Betroffenen auswirken. Trotzdem erweist sich der \u201eKampf\u201c der B\u00fcrgerinitiativen gegen die Projektleitung und die Verwaltung als ein langes Geduldsspiel, das nur durch Ausdauer und permanenter Initiative gewonnen werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer h\u00e4tte es gedacht, dass bei einem Flughafenprojekt, das der Bev\u00f6lkerung zugute kommen sollte,die Bev\u00f6lkerung so missachtet wird. Im Verlauf unserer gemeinsamen Vertiefung und Untersuchung des Gro\u00dfprojekts BER erhielten wireinen interessanten Einblick sowohl unter anderem auf den Verlauf des Projekts als auch die Involvierung verschiedener Akteure in das Projekt. 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