{"id":731,"date":"2018-06-22T18:00:16","date_gmt":"2018-06-22T16:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ber\/?p=731"},"modified":"2018-06-26T07:59:29","modified_gmt":"2018-06-26T05:59:29","slug":"der-alb-traum-vom-eigenheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ber\/2018\/06\/22\/der-alb-traum-vom-eigenheim\/","title":{"rendered":"Der ALB-Traum vom Eigenheim"},"content":{"rendered":"<p>Stellen Sie sich vor: Vor kurzem haben Sie und Ihr Mann geheiratet und nun wollen Sie als ersten Schritt Ihrer Familienplanung ein Haus f\u00fcr Ihre geplanten Kinder bauen. Sie hatten schon mal etwas von einem neuen Hauptstadtflughafen geh\u00f6rt, hatten damals allerdings das Thema aus den Augen verloren. Da Sie aber von Ihrer Familie in der N\u00e4he eines potentiellen Standortes ein gro\u00dfes, wundersch\u00f6nes Grundst\u00fcck geerbt haben und dieses gerne bebauen wollen, erkundige Sie sich am zust\u00e4ndigen Amt, ob der Standort Sch\u00f6nefeld noch zur Diskussion stehen w\u00fcrde. Diese Frage wird Ihnen verneint. Somit steht dem Bau Ihres Traumhauses nichts mehr im Weg!<br \/>\nDoch falsch gedacht! Genau durch solch eine Geschichte wird der Traum Christine Dorns vom ruhigen Eigenheim schnell zum Albtraum!<\/p>\n<p><em>\u201cJetzt wollen die Leute ihr Recht!\u201d<\/em><\/p>\n<p>Durch dieses Statement dr\u00fcckt <strong>Christine Dorn<\/strong> ihre Meinung \u00fcber das Verhalten des BER Managements gegen\u00fcber den B\u00fcrgern aus. Die <strong>Vorsitzende des BVBB (B\u00fcrgerverein Brandenburg-Berlin e.V.)<\/strong> tritt f\u00fcr die Anliegen der B\u00fcrger Brandenburgs als auch Berlins ein:\u00a0sie k\u00e4mpft f\u00fcr die Rechte der vom Flughafenprojekt BER Betroffenen\u00a0und ist st\u00e4ndig bem\u00fcht, diese die \u00d6ffentlichkeit betreffenden\u00a0\u00a0Probleme zu l\u00f6sen. Denn die Er\u00f6ffnung eines Grossflighafens bedeutet eine enorme Einschr\u00e4nkung der Lebensqualit\u00e4t in der Region .<\/p>\n<p>Einerseits gibt es das schon sehr diskutierte Thema der Flugrouten, die aber, wie Dorn sagt, betreffen vor allem B\u00fcrger, die weit weg vom Flughafen wohnen. Das wahre Problem ist der Flugl\u00e4rm und der damit verbundene Aspekt des Nachtflugverbots. Besonders dar\u00fcber hat die Vorsitzende des B\u00fcrgervereins, Diplom-Ingenieurin und Expertin f\u00fcr Schallschutz, viel zu sagen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Aber jetzt gehen wir zur\u00fcck zum Anfangsthema: warum spricht Dorn \u00fcberhaupt \u00fcber die verbrieften\u00a0Rechte der B\u00fcrger.\u00a0Christine Dorn beschreibt mehrmals w\u00e4hrend des Interviews, wie die B\u00fcrger \u201evon dem BER Management irgendwie verlassen wurden\u201c. Sogar mehr: sie spricht sogar \u00fcber einen Betrug, \u201eeinen echten Betrug\u201c. Auch sie selbst wurde mehrmals betrogen und belogen. Nicht nur hat das BER Management eine falsche Entscheidung \u00fcber den Standort getroffen, sondern jetzt sollen die Anwohner auch den Preis daf\u00fcr bezahlen. Christine Dorn ist damit nicht einverstanden &#8211; es sollte umgekehrt sein.<br \/>\nDas BER Management ist ihrer Meinung nach verpflichtet, den Preis f\u00fcr diese Fehler zu bezahlen. Und wie? Mindestens mit der Umsetzung der Schallschutzma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Die Vorsitzende des BVBB unterstreicht diese Benachteiligung der B\u00fcrger, die nicht ansatzweise so viel Gewicht wie andere Stakeholder haben. Denn die Letzteren haben mehr Infos \u00fcber das BER Projekt, mehr \u00f6ffentlichen Einfluss oder mehr Geld. Tats\u00e4chlich wurden die Anwohner nicht nur nicht geh\u00f6rt, sondern gar ausgeschlossen. Dieses Empfinden versucht sie in dem Interview zu verdeutlichen. Sie schildert ihre Erfahrungen:\u00a0Christine Dorn muss wirklich k\u00e4mpfen, um Informationen zu bekommen, geschweige denn vom BER Management geh\u00f6rt zu werden. Christine Dorn fasst diese Situation in einem Statement zusammen:<\/p>\n<p><em>\u201eDie B\u00fcrger konnten gar nicht, wenn sie das Wort ergreifen wollten, das sagen, was Sie auf dem Herzen hatten\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Bei der Berechnung f\u00fcr das Schallschutzverfahren konnten die Beh\u00f6rden keine Auskunft dar\u00fcber geben, wie die Schallbelastungsma\u00dfnahmen sein werden. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr, war das \u00f6ffentliche Treffen zwischen dem BER Management und den interessierten B\u00fcrgern, das aber gerade werktags und mitten am Tag stattfand: Die Schlussfolgerung daraus war, dass fast niemand teilnehmen konnte und die wenigen, die es schaffen konnten, durften zu ihrem Anliegen nicht das Wort ergreifen.\u00a0Die B\u00fcrger wurden auf diese Weise vom Verfahren ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Um Christine Dorn zu entmutigen, muss man aber mehr machen!\u00dcberzeugt, dass ihr Kampf eine gute Resonanz und einen sichtbaren Erfolg hatte, wie beispielsweise die Verteidigung der B\u00fcrgerrechte, brachte sie weiter voran und befl\u00fcgelte sie mit neuer Kraft. Der Wunsch nach Gerechtigkeit st\u00e4rkt sie immer weiter in ihrer Rolle\u00a0als Vertreterin der betroffenen B\u00fcrger. \u00a0Bis jetzt hat diese B\u00fcrgerinitiative schon viel geschafft: der gr\u00f6\u00dfte Erfolg war eine erste\u00a0Durchsetzung\u00a0von Schalschutzma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Und das ist ein erster gewaltiger Schritt in die richtige Richtung. Aber Dorn ist noch nicht endg\u00fcltig zufrieden mit den Bedingungen dieser Ma\u00dfnahmen, die nicht allen Bed\u00fcrfnisse der B\u00fcrger gerecht werden.\u00a0Welche Wohnr\u00e4ume in Bezug auf Schallschutz sch\u00fctzenswert sind, l\u00e4sst einen nur an den Kopf fassen und an der Gutwilligkeit der Beteiligten seitens des BER zweifeln (https:\/\/www.bvbb-ev.de\/index.php\/schallschutz\/zum-schallschutz\/1390-abgelehnte-raeume).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-732 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ber\/files\/2018\/06\/Beitrag-300x197.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ber\/files\/2018\/06\/Beitrag-300x197.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ber\/files\/2018\/06\/Beitrag.png 758w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/>Mal ist der Raum zu klein, mal zu niedrig und das n\u00e4chste Mal ist er zu schr\u00e4g. Doch warum wurde dann einst \u00fcberhaupt eine Baugenehmigung f\u00fcr diese anscheinend unbewohnbaren Objekte erteilt, wenn sie nun schallschutztechnisch nicht als sch\u00fctzenswert bewertet werden, weil sie nun angeblich keine Wohnr\u00e4ume mehr sind?!<\/p>\n<p>Die Absurdit\u00e4t dieser Situation zeigt, dass es noch viel zu tun gibt, um die B\u00fcrgerrechte in Bezug auf den BER zu verteidigen. Die weitere Entwicklung muss sorgsam im Auge behalten werden und Christine Dorn, zusammen mit ihrem BVBB Team, ist bereit, f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Umsetzung ihrer Vorschl\u00e4ge zu k\u00e4mpfen. Nicht nur f\u00fcr ihre Familie und sich selbst, sondern ebenso f\u00fcr die Gemeinden, Kommunen, Brandenburg und Berlin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellen Sie sich vor: Vor kurzem haben Sie und Ihr Mann geheiratet und nun wollen Sie als ersten Schritt Ihrer Familienplanung ein Haus f\u00fcr Ihre geplanten Kinder bauen. 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