Einführung

Dies ist der Blog zum Podcast, der Berlin als Literaturstadt zu Gehör bringt.

Mit Berliner Straßen Zeilen bringen wir Berlin als Literaturstadt zu Gehör. Literarische Texte aus und über Berlin werden an Ort und Stelle neu gelesen, die heutige Stadt soll durch die Wahrnehmung von AutorInnen neuerer und älterer Texte zum Sprechen gebracht werden.

Jede Folge geht von einer Stadtgegend oder einem Thema aus, die oder das heute Menschen in Berlin bewegt. Wir beginnen damit, zu fragen, wie diese Stadt eigentlich tickt. Und wir wollen wissen, ob in der Gegend, wo vor hundert Jahren das Leben in Berlins vielleicht größtem literarischen Wurf pulsierte – in Döblins Roman Berlin Alexanderplatz –, ob hier auch heute noch das Herz der Stadt schlägt oder, wenn nicht hier, dann wo?

Literatur ist ein Archiv von Wahrnehmungen, wir sehen die Stadt Berlin mit den Augen der Menschen, die über sie geschrieben haben. Dabei geht es nicht um eine Rekonstruktion der in der Literatur aufbewahrten Vergangenheit, sondern darum, sie als Wahrnehmungsschule zu gebrauchen, die uns die heutige Stadt nicht nur sehen, sondern als Gewordene auch verstehbar werden lässt.

Hinter jedem *Berlin* steht eine bestimmte Lesart. Aber Berlin ist mehr als die Gesamtheit seiner Lesarten. Den Berliner Straßen Zeilen liegt ein offenes Literaturverständnis zu Grunde: Indem wir wachsam Berlins Straßenzeilen und Schreibereien lesen, erkennen wir einen schier unbändigen Ausdruckswillen seiner BewohnerInnen, der sozusagen den Hintergrundbass abgibt zu der eigentlichen Literaturproduktion, die sich in den täglichen Neuerscheinungen von publizierten Texten und Büchern äußert.

Jede Folge wird durch eine Text-Bild-Strecke ergänzt, mit der das Gehörte nachgelesen und vertieft werden kann.