Wissenschaftsbücher des Jahres in Österreich gesucht

Seit gestern sucht die Alpenrepublik wieder nach den besten Wissenschaftsbüchern des Jahres. 2008 vom Wissenschaftsministerium gemeinsam mit dem österreichischen Buchhandel und dem Verlag Buchkultur initiiert, kürt der Wettbewerb die besten Sachbücher aus den Kategorien „Naturwissenschaft/Technik“, „Medizin/Biologie“, „Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaften“ sowie „Junior-Wissensbücher“. Nicht nur die Werke deutschsprachiger Autoren sind willkommen, sondern auch Übersetzungen aus anderen Sprachen. Die Vorauswahl zur sogenannten Shortlist (5-6 Titel pro Kategorie) tätigte eine Expertenjury. Die Preisträger dürfen aber in einer Publikumsabstimmung ermittelt werden. Dies kann u. a. online geschehen; anscheinend sind wir „Piefkes“ nicht ausgenommen ;-).

Auf der Shortlist befinden sich auch einige Titel, die an den Bibliotheken der FU bzw. der Charité vorrätig sind. So erzählt Bestsellerautorin Dava Sobel in Und die Sonne stand still von der Kopernikanischen Revolution, die in die Geschichte der Astronomie von Aristoteles bis zum Mittelalter eingebettet wird (Universitätsbibliothek). Siddhartha Mukherjee, Krebsforscher und Onkologe, stellt mit Der König aller Krankheiten: Krebs eine bereits viel gelobte Kulturgeschichte über die Krankheit vor (Charité ZHGB Gesch. d. Medizin). Widersprüche und Kontroversen decken Abhijit V. Banerjee und Esther Duflo in Poor Economics auf – sie reisten in arme Länder und untersuchten mit Zufallsexperimenten und Kontrollgruppen was gegen Hunger, Armut und Misswirtschaft wirklich helfen könnte (englischsprachige Originalausg. bei den Wirtschaftswissenschaften). Bereits mit dem Pulitzerpreis und National Book Award ausgezeichnet wurde Die Wende: wie die Renaissance begann vom Bestsellerautor Stephen Greenblatt – er folgt Lukrez’ antikem Meisterwerk De rerum natura, dessen einziges Exemplar in einem deutschen Kloster gefunden und die Welt erschüttern wird (Theaterwissenschaft, englischsprachige Originalausg. u. a. in der UB vormerkbar). Ebenfalls bereits mehrfach preisgekrönt wurde David van Reybrouck Kongo, das von der kolonialen Gewaltherrschaft bis in die Gegenwart aus der Perspektive der notleidenden Bevölkerung berichtet (Kunstgeschichte – KHI, englischsprachige Originalausg. u. a. in der UB vormerkbar).

Noch in Erwerbung bei der UB aber schon griffbereit an der Charité (Charité ZHGB Gesch.d. Medizin) befindet sich Eric Kandels Das Zeitalter der Erkenntnis, das den Leser ins Wien Sigmund Freuds, Gustav Klimts und Arthur Schnitzlers entführt. Ebenfalls noch in Erwerbung befindet sich die englische Originalausgabe von Richard Sennetts Zusammenarbeit, eine Analyse der modernen Arbeits- und Lebenswelt (Universitätsbibliothek).

Abgestimmt werden darf bis zum 7. Jänner Januar 2013.

Autor: Marc Spieseke

Universitätsbibliothek, Team Digitale Dienste und Team des Informationszentrums

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