vascoda bloggt!

Mehr zufällig stoße ich auf das vascoda-Blog, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Aktuelles rund um das Wissenschaftsportal vascoda und die an vascoda beteiligten Virtuellen Fachbibliotheken und Fachportale bereitzustellen. Wer also auf dem Laufenden bleiben will bei Fachinformationsangeboten im deutschsprachigen Web, ist mit dem vascoda-Blog gut beraten.

Da sich bei den i.d.R. DFG-geförderten Fachportalen online erfahrungsgemäß eine ganze Menge Wissenswertes tut, haben wir das vascoda-Blog auch gleich in unsere kleine Sammlung besonders empfehlenswerter Blogs (siehe unter „Blogroll“) aufgenommen.

Interessant sind sicherlich auch die im vascoda-Blog verlinkten einzelnen Blogs und RSS-Feeds verschiedener Fachportale, so etwa von clio-online (Geschichte), ViFa Bio, ViFa Recht usw.

Also, RSS-Reader anwerfen, Feed abonnieren und nie mehr die neuesten Entwicklungen bei Fachinformationsportalen in Deutschland verpassen … 😉

Erfahrungsbericht aus dem Stadtarchiv Köln

Franziska Hauser in Schutzkleidung
Vom Sonntag den 26.07. bis Freitag den 31.07.09 durften Chantal Alten und ich, Auszubildende im 2. Ausbildungsjahr als Fachangestellte für Medien und Informationsdienste (FAMI), nach Köln, um beim Historischen Stadtarchiv Köln mit anzupacken.
Als uns wir zum ersten Mal von dem Angebot hörten, haben wir sofort zugesagt. Ich habe mich besonders gefreut, da ich den „Ruhrpott“ sehr mag. „Erfahrungsbericht aus dem Stadtarchiv Köln“ weiterlesen

Buchtipp: Bibliotheken gestalten Zukunft

Die Festschrift zur Verabschiedung von Dr. Friedrich Geißelmann im September 2008, seines Zeichens Direktor der UB Regensburg, ist auf dem Dokumentenserver der Universität Regensburg als E-Buch erreichbar:

Hutzler, Evelinde und Schröder, Albert und Schweikl, Gabriele, eds. (2008) Bibliotheken gestalten Zukunft: Kooperative Wege zur Digitalen Bibliothek. Dr. Friedrich Geißelmann zum 65. Geburtstag. Universitätsverlag Göttingen, Göttingen. ISBN 978-3-940344-43-4

„Bibliotheken stehen dem raschen und tiefgreifenden digitalen Wandel nicht passiv gegenüber. Sie haben die Aufgabe und Chance erkannt und angenommen, aktiv an der Gestaltung einer zukunftsfähigen Informationsinfrastruktur für eine moderne Wissensgesellschaft mitzuarbeiten. Sie nutzen die Möglichkeiten der neuen Informationstechnologien, um Digitale Bibliotheken aufzubauen und ihr Servicespektrum durch innovative Dienstleistungen zu erweitern. Ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Bibliotheken und Wissenschaft geben in diesem Buch einen fundierten Einblick in aktuelle Entwicklungen in diesem für die Bibliotheken ganz wesentlichen Zukunftsbereich. Die Themen der Beiträge spannen einen Bogen von Konzepten und Strategien zur Verbesserung der Informationsstruktur wissenschaftlicher Bibliotheken über konkrete Beispiele für den Auf- und Ausbau Digitaler Bibliotheken in der Praxis bis hin zu Perspektiven für zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten und Handlungsfelder.“ (Zitat: Abstract zum Buch)

Ein Buchtipp für das interessierte Fachpublikum und alle, die vielleicht mal schauen wollen, womit sich Bibliothekare so beschäftigen …

BibliotheksmitarbeiterInnen in Cottbus

Ab und zu sollte man ja über den eigenen Tellerrand schauen … genau das haben einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsbibliothek am 27.6.2009 getan und haben sich den Bibliotheksneubau der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) in Cottbus angesehen. Der Neubau, geplant von dem renommierten Schweizer Architektenbüro Jacques Herzog & Pierre de Meuron, wurde 2005 eröffnet und besticht durch moderne Formen und Farben. Von außen mit runden Formen versehen, komplett mit einer Glasfassade ausgestattet auf die das Weltalphabet gepixelt ist, ist die Bibliothek mittlerweile ein Wahrzeichen von Cottbus geworden.

Bibliothek kommt übrigens im Namen nicht mehr vor: IKMZ, nicht gerade eine sprechbare Abkürzung, steht für Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum und beherbergt außer der Bibliothek auch das Medienzentrum und den E-Learningbereich. Organisatorisch gehört auch das Rechenzentrum dazu.

Wirklich spektakuär ist die Gestaltung der Bibliothek von innen – kaum zu glauben, dass sich eine Bibliothek, eine Stätte konzentrierten Lernens an solch poppige Farben heranwagt: Magenta, Rot, Neongrün dominieren die Wände und die sehr schön anzuschauende Wendeltreppe, die bis ins 6. Stockwerk führt.

Nachfragen unsererseits haben denn auch ergeben, dass es Diskussionen zwischen Architekten und Bibliothekaren gegeben hat, bei denen sich oftmals die Architekten durchsetzen konnten.

Und so gibt es durchaus das ein oder andere Problem. Die Farben gefallen natürlich nicht allen. Die durch die Treppe offene Bauweise mit Lesesälen, die die Raumhöhe mehrerer Stockwerke haben, wird von den MitarbeiterInnen und NutzerInnen oftmals als zu laut empfunden. Räume der FachreferentInnen beispielsweise sind in die Benutzungsbereiche integriert und nicht schalldicht abgetrennt. Aus Kostengründen wurde auf Veranstaltungsräume verzichtet, was zur Folge hat, dass eine Bibliotheksetage für „Events“ zweckentfremdet werden muss und die BibliotheksnutzerInnen sich nach einem anderen stillen Plätzchen umsehen müssen.

Neugierig, wie es dort ausschaut? Einen prima Gesamteindruck bietet ein in Zeitraffertechnik aufgenommener Film, der im Morgengrauen beginnt und mit dem Löschen der letzten Lichter endet.

2006 wurde das IKMZ zur Bibliothek des Jahres gekürt. Anlässlich dieses Festaktes entstand ein weiterer Film, der auch einige verborgene Bereiche zeigt: Von der Haustechnik im Keller bis zur Wetterstation auf dem Flachdach durchstreift der Film das gesamte Gebäude.

Auf der Webseite des IKMZ finden sich natürlich noch mehr Informationen über die Bibliothek und auch über die besondere Architektur.

Das Fazit der UB-Kollegen: toller Neubau, tolle Farben – aber vermutlich gewöhnungsbedürftig! Und die meisten fanden die (Grossraum-)Büros für die MitarbeiterInnen nicht attraktiv. Schön, dass es auch etwas an der guten alten UB gibt, was man schätzen kann.

Ein paar visuelle Eindrücke vom Besuch des IKMZ verschafft die Fotostrecke auf der Webseite der UB.


Wir bedanken uns an dieser Stelle auch ganz herzlich für die nette Betreuung sowie die fachlich kompetente Führung und Diskussion bei Frau Kusebauch und Frau Frewer-Sauvigny!

Vom Palast zum Flugfeld

Die Idee ist nicht neu. Schon Anfang der 90er Jahre wurde das Konzept zur Zusammenlegung von Berliner Stadtbibliothek und Amerika-Gedenkbibliothek verknüpft mit der Forderung nach einem gemeinsamen Haus.
Anvisiert wurde der ehemalige Palast der Republik. Auch ein Name kursierte schon in den Medien: „Palast der Republik des Geistes“. Mit dem Beschluss, den Palast der Republik abzureißen und das Berliner Stadtschloss neu aufzubauen, war der Plan für ein gemeinsames Haus dort nicht mehr zu realisieren.
Die 5000 Quadratmeter Nutzfläche, die Berlin im künftigen Humboldt-Forum zustehen, teilen sich die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) (4000 m²) zusammen mit der Humboldt-Universität (1000 m²). Benötigen würde die ZLB, die aus allen Nähten platzt und zu der seit 2005 auch die Senatsbibliothek an der Straße des 17. Juni gehört, eine Fläche von 63 000 Quadratmetern.

Jetzt ist die Idee für ein gemeinsames Gebäude wieder aktuell.
Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof soll bis 2015 die neue Zentral- und Landesbibliothek als „zeitgemäße Metropolenbibliothek“ entstehen. So will es jedenfalls die ZLB, und auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit unterstützt den Plan.
Die Vorstellung von einer großen öffentlichen Bibliothek in zentraler Innenstadtlage, ausgestattet mit modernster IT-Infrastruktur, ist äußerst attraktiv, zudem würde eine solche „Metropolenbibliothek“ zu einer sinnvollen Belebung des riesigen Geländes führen.
Bei der Opposition stößt das 270 Millionen Euro teure Projekt allerdings auf Kritik.

Derzeit läuft auf Tagesspiegel.de eine Umfrage zum Thema: „Soll Berlin eine neue Landesbibliothek auf dem Flugfeld Tempelhof bauen?“. Außerdem findet heute Abend im Alten Museum die Eröffnung der Ausstellung „Anders zur Welt kommen: Das Humboldt-Forum im Schloss. Ein Werkstattblick“ (9. Juli 2009 bis 17. Januar 2010) statt, in der die Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Humboldt-Universität und die Zentral- und Landesbibliothek als Partner und zukünftige Akteure des Humboldt-Forums gemeinsame Leitideen vorstellen.

Buchtipp: Bibliotheksflirt

Wer hier eine Anleitung zum Flirten in Bibliotheken erwartet, der wird durch das Buch von Jonas Fansa enttäuscht werden.

Wer sich jedoch schon immer gefragt hat, wie sich NutzerInnen in Bibliotheken fühlen, was sie motiviert, dort zu arbeiten, was sie schätzen, was sie furchtbar finden und letztlich, wie Bibliotheken sein sollten, damit NutzerInnen sich dort wohl fühlen können – der sollte sich das Buch einmal anschauen.

Fansa, Jonas : Bibliotheksflirt : Bibliothek als öffentlicher Raum / Jonas Fansa. –
1. Aufl.. –
Bad Honnef : Bock + Herchen, 2008. – 195 S. . –
ISBN 978-3-88347-264-5

Etwa die Hälfte des Buches besteht aus Auszügen von Interviews mit BibliotheksnutzerInnen, aber auch mit einer Innenarchitektin und „bauenden“ Bibliotheksdirektoren, die ja gerade gestalterische Möglichkeiten haben, die Bibliotheken in älteren Häusern in Zeiten knapper Haushalte nicht oder kaum haben.

Bibliothekare fragen sich zu Recht in Zeiten zunehmender digitaler Services (Online-Kataloge und – Datenbanken, E-Bücher, E-Zeitschriften), welche Bedürfnisse Bibliotheken zukünftig erfüllen können. Bei der Beantwortung dieser Frage spielt dann auch der Bibliotheksflirt eine Rolle – wobei eher der Flirt mit der Bibliothek selbst, als der Flirt mit Menschen in Bibliotheken gemeint ist. Und Fansa meint, dass Bibliotheken ihre NutzerInnen mehr als Gäste denn als Leser, Kunden oder Bibliothekbesucher betrachten sollten, und dass Bibliotheken sich entwickeln können zu „knisternden Orten der Zivilisation“ [Fansa S. 83].

Eine ausführliche Rezension geschrieben von Maria-Inti Metzendorf ist nachzulesen in: Libreas. 1/2009.

Das Buch kann aus dem Offenen Magazin in der Universitätsbibliothek ausgeliehen oder in der Philologischen Bibliothek eingesehen werden.

Schlagwortnormdatei frei zugänglich im Internet

Seit Kurzem es die Schlagwortnormdatei (SWD) frei zugänglich im Internet. Die SWD ist ein umfangreiches Schlagwortverzeichnis, das von den meisten wissenschaftlichen Bibliotheken im deutschsprachigen Raum zur inhaltlichen Erschließung verwendet wird – so auch von der UB der FU und von einigen FU-Fachbibliotheken. Mit Hilfe der SWD kann man passende Schlagwörter für die eigene Katalogrecherche ermitteln und dadurch die Ergebnisse thematischer Suchen deutlich verbessern. „Verbessern“ heißt in diesem Zusammenhang: einerseits mehr Relevantes, Zutreffendes finden, andererseits Ballast, Unzutreffendes in der Ergebnisliste weitgehend vermeiden.

Im FU-Katalog gibt es ein eigenes Formular für die Suche mit SWD-Schlagwörtern:
Suche » Thematisch » Schlagwortsuche. Weitere Informationen gibt es in den Hilfetexten zur thematischen Suche, speziell zur Schlagwortsuche.

ZEFYS startet am 3. Juni 2009 zum Deutschen Bibliothekartag

ZEFYS, das Zeitungsinformationssystem der Staatsbibliothek zu Berlin ist ein neues Portal für den Nachweis und den Zugriff auf aktuelle und historische Zeitungen aus Deutschland und der ganzen Welt.

„Derzeit sind Informationen zu über 500 Internetquellen mit mehreren tausend Zeitungstiteln verfügbar. Das Angebot von ZEFYS wird ausgebaut und verfeinert sowie um weitere Module ergänzt: Künftig wird es auch Informationen zu Neuerscheinungen auf dem Zeitungsmarkt, einen ZEFYS-Newsletter, umfassende Informationen zu Trägern von Zeitungssammlungen und Digitization-on-demand von Zeitungen in Mikroformen geben.“ (gekürzt aus: Pressemitteilung der Staatsbibliothek zu Berlin).

Ganz interessant sind momentan die oben erwähnten Internetressourcen, die digitalisierte Zeitungsbestände auflisten.

Vieles befindet sich aber noch im Aufbau – wir sind gespannt auf die angekündigten Module.

HU-Bibliotheken ziehen ab Juni um

Im Zuge der Konzentration des Bibliothekssystems der HU auf größere und leistungsfähigere moderne Standorte werden im Zeitraum Juni bis Oktober 2009 die Zentralbibliothek sowie mehrere Zweig- und Teilbibliotheken umziehen.
Die Zentralbibliothek wird daher ab dem 13.06.2009 geschlossen sein. Bereits ab dem 09.06.2009 können keine Magazinbestellungen mehr bearbeitet werden. Der Lesesaal wird vom 02.06. bis zum 12.06. nur bis 15:00 Uhr geöffnet sein und bleibt am 06.06. geschlossen.

Mehr dazu auf der Webseite der UB der HU Berlin.

Mitte Oktober wird der Neubau, das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, Zentralbibliothek und Computer- und Medienservice (Standort Mitte) eröffnet werden.

Buchtipp: 450 Jahre Bayerische Staatsbibliothek: Festschrift

2008 feierte die Bayerische Staatsbibliothek ihr 450jähriges Gründungsjubiläum. Die aus diesem Anlass herausgegebene Festschrift hat die Universitätsbibliothek jetzt als E-Buch über de Gruyter lizenziert (vgl. auch: Zugangsberechtigungen):

Information, Innovation, Inspiration / 450 Jahre Bayerische Staatsbibliothek
Herausgegeben von Griebel, Rolf; Ceynowa, Klaus; Haller, Klaus
Berlin, New York (Walter de Gruyter – K. G. Saur) 2008
eBook ISBN: 978-3-598-44089-2
Print ISBN: 978-3-598-11772-5

1558 gründet Herzog Albrecht V. von Bayern die wittelsbachische Hofbibliothek. 450 Jahre später haben wir in München eine Bibliothek mit einem ehrwürdigen Alter – aber auch ganz modernen Anwandlungen wie z. B. den Auftritt in Second Life. Gratulation!

2008 wurde die Bayerische Stabi übrigens auch vom Deutschen Bibliotheksverband e. V. zur Bibliothek des Jahres gekürt.