Internationale Perspektiven auf Open Science: Rückblick auf die Staff Training Week 2026

Vom 23. bis 25. Juni 2026 begrüßte die Universitätsbibliothek der Freien Universität 20 Bibliothekskolleg*innen aus verschiedenen Ländern zum Library Track der International Staff Training Week. Unter dem Titel „Open Science in Libraries“ standen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen rund um Open Access, Forschungsdatenmanagement, Data Literacy und Wissenschaftskommunikation im Mittelpunkt.

In Vorträgen, Workshops und Diskussionen tauschten sich die Teilnehmenden über die Rolle von Bibliotheken in einer offenen Wissenschaft aus und brachten dabei Erfahrungen aus unterschiedlichen Hochschul- und Bibliothekssystemen ein.

Besonders bereichernd war der Blick auf die vielfältigen Wege, mit denen Open Science weltweit gefördert wird. Während einige Einrichtungen mit kreativen Anreizsystemen arbeiten, von Open-Science-Awards bis hin zu Kuchen für die Veröffentlichung besonders vieler Preprints, setzen andere auf verpflichtende Vorgaben, etwa zur Ablage von Publikationen in Repositorien. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die institutionelle Verankerung von Open Science sehr unterschiedlich ist: In manchen Hochschulen liegt die Verantwortung bei den Bibliotheken, in anderen bei Forschungsabteilungen oder zentralen Verwaltungseinheiten. Auch personelle Ressourcen, Aufgabenverteilungen und die Sichtbarkeit entsprechender Tätigkeiten unterscheiden sich erheblich. Darüber hinaus wurden Fragen des Zugangs zu Sammlungen und des Umgangs mit kolonial geprägten Beständen diskutiert, Themen, die Bibliotheken weltweit beschäftigen, wenn auch aus unterschiedlichen Perspektiven.

Deutlich wurde während der drei Tage, dass Bibliotheken weltweit vor ähnlichen Fragen stehen: Wie können Forschende für Open Science gewonnen werden? Welche Unterstützungsangebote werden benötigt? Und wie lassen sich neue Kompetenzen nachhaltig vermitteln?

Neben den fachlichen Inhalten bot die Veranstaltung zahlreiche Gelegenheiten zur Vernetzung und zum persönlichen Austausch. Die Gespräche zeigten, wie wertvoll internationale Perspektiven für die Weiterentwicklung bibliothekarischer Angebote sind. Trotz aller Unterschiede verband die Teilnehmenden eine große Offenheit, Neugier und Bereitschaft, voneinander zu lernen und sich für die eigene Praxis inspirieren zu lassen.

„Spannend war zu sehen, wie unterschiedlich Open Science in den einzelnen Ländern organisiert wird. Viele Herausforderungen ähneln sich, aber die Lösungsansätze sind oft überraschend kreativ, davon nehme ich viele Anregungen für meine eigene Arbeit mit“,

fasste eine Teilnehmerin ihre Eindrücke zusammen.

Die abschließende Podiumsdiskussion griff viele der Themen und Impulse der vergangenen Tage auf und machte deutlich, wie wichtig internationale Zusammenarbeit für die Zukunft von Bibliotheken und Open Science bleibt.

Wir danken allen Teilnehmenden für die inspirierenden Gespräche, die Offenheit im Austausch und die vielen Anregungen, die über die Veranstaltung hinaus nachwirken werden.

Wissen bewahren: Workshops zu Interviews in universitären Sammlungen

Interview mit Prof. Klaus Kisker am 5.11.2018.

Vieles, was wir über universitäre Sammlungen wissen, steht in keinem Katalog und in keiner Datenbank. Es steckt in Erinnerungen, Arbeitspraktiken und Erfahrungswissen der Menschen, die Sammlungen über Jahre aufgebaut, betreut, erforscht und erschlossen haben.

Interviews können dazu beitragen, dieses Wissen als Forschungsressource zu sichern – vorausgesetzt, sie werden methodisch fundiert vorbereitet, technisch sauber umgesetzt und langfristig nutzbar archiviert.

Am 29. und 30. Juni 2026 laden die Koordinatorin der Universitätssammlungen, das Team Digitale Interview-Sammlungen der Universitätsbibliothek und das BUA-Projekt Digitales Netzwerk Sammlungen zu einem praxisorientierten Workshop rund um Interviews in universitären Sammlungen ein.

Tag 1: Methodik
Montag, 29. Juni 2026 | 10:00–14:00 Uhr
Der erste Workshop vermittelt Grundlagen der Interviewführung und behandelt unter anderem:

  • Vorbereitung und Strukturierung von Interviews
  • Fragetechniken und Gesprächsführung
  • Reflexion der Rolle von Interviewenden

Tag 2: Technik, Rechtliches & Nachnutzung
Dienstag, 30. Juni 2026 | 10:00–16:00 Uhr
Der zweite Workshop richtet den Blick auf die praktische Umsetzung und nachhaltige Nutzung von Interviews:

  • Aufnahmetechnik (inkl. Hands-on-Übung)
  • Rechteklärung und Nutzungsvereinbarungen
  • Archivierung und Nachnutzung von Interviews
  • Spracherkennung und Transkription in der Interviewauswertung

Ort: CoWorking Space der Zentralbibliothek der Freien Universität Berlin, Garystr. 39, 14195 Berlin.

Anmeldung bis 18. Juni 2026 per E-Mail an: collections@berlin-university-alliance.de

Wir freuen uns auf den Austausch mit allen Interessierten aus Sammlungen, Forschung und Infrastrukturarbeit.

Von KI bis Klimakommunikation: Die UB auf der BiblioCon 2026

Vom 19. bis 22. Mai 2026 findet die BiblioCon in Berlin statt: die wichtigste Fachkonferenz für Bibliotheken im deutschsprachigen Raum.

Wir freuen uns, auch in diesem Jahr mit zahlreichen Beiträgen vertreten zu sein. Kolleg*innen aus verschiedenen Bereichen unserer UB gestalten Vorträge, Hands-on-Labs, Panels und Arbeitssitzungen zu Themen wie UX-Forschung, Informationskompetenz, Open Access, Forschungsdatenmanagement, generativer KI, Nachhaltigkeit und Liaison Librarianship.

Eine chronologische Übersicht unserer Programmpunkte:

Dienstag, 19. Mai

  • Zwischen Auskunft und Schreibberatung: Niederschwellige Wege für Hochschulbibliotheken
  • Schätzen, wiegen, handeln – die Klimowaage unterstützt Bibliotheken in einer wirksamen Klimakommunikation!
  • AG „Vereinbarungen zu Nutzungsrechten an Forschungsdaten“
  • Quo vadis DH-Zentren/Labs: Kompetenzen der Digital Humanities kollaborativ vermitteln (Öffentliche Arbeitssitzung)
  • Gute wissenschaftliche Praxis und generative KI in wissenschaftlichen Bibliotheken“

Mittwoch, 20. Mai

  • Bedarf und Angebot – ist es ein Match? Vermittlung von Publikationsdienstleistungen für Diamond Open Access durch SeDOA
  • Arbeitskreistreffen „Liaison Librarianship D-A-CH
  • Qualitative Daten auswerten – UX-Roundtable für Informationsspezialist*innen
  • Smørrebrød, Salsa und Sushi: Das vielseitige Menü der regionalen Fachinformationsdienste
  • Luft raus beim Thema Nachhaltigkeit? Praxistipps konkret und wirksam: Wie Sie sich und ihr Team wieder boostern!

Donnerstag, 21. Mai

  • oa.atlas zum Mitmachen: Chancen, Herausforderungen und neue Features diskutieren
  • BOOM! PAF! ¡BUM! – Comicsammlungen in den Fachinformationsdiensten (FID)
  • Kommunikation als Kernaufgabe oder warum wir als Bibliotheksbeschäftigte alle kommunizieren sollten
  • Algorithmic Literacy im Spannungsfeld von KI-Effizienz und Informationskompetenz

Freitag, 22. Mai

  • Willkommen?! Untersuchung der emotionalen und sozialen Dimensionen der Bibliotheksnutzung für First Generation Studierende

Wir freuen uns auf spannende Gespräche, neue Impulse und den Austausch mit Kolleg*innen aus Bibliotheken und Wissenschaftseinrichtungen.

Zum vollständigen Programm

Universitätsbibliothek unterzeichnet das Open Heritage Statement

Wir haben das Open Heritage Statement unterzeichnet und unterstützen damit diese internationale Initiative für einen gerechteren und offenen Zugang zum kulturellen Erbe im digitalen Raum.

Das Statement wurde im Rahmen der Open Heritage Coalition von mehr als 60 Organisationen aus 25 Ländern entwickelt und von Creative Commons koordiniert. Es formuliert eine gemeinsame Vision für den Abbau von Barrieren beim Zugang zu kulturellem Erbe und setzt sich für dessen freie Nutzbarkeit in Forschung, Bildung und kreativen Kontexten ein.

Mit der Unterzeichnung schließen wir uns einer wachsenden internationalen Gemeinschaft von Institutionen an, die sich für offene, nachhaltige und zukunftsorientierte Zugänge zu kulturellen Ressourcen einsetzen. Das Open Heritage Statement versteht sich dabei als Grundlage für einen globalen Dialog über den Umgang mit digitalem Kulturerbe und als Beitrag zur Weiterentwicklung entsprechender politischer und institutioneller Rahmenbedingungen.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Unterzeichnung finden Sie unter: https://openheritagestatement.org/


University Library signs the Open Heritage Statement

We have signed the Open Heritage Statement, and are thereby supporting an international initiative promoting more equitable and open access to cultural heritage in the digital environment.

The Statement was developed within the Open Heritage Coalition by more than 60 organizations across 25 countries and coordinated by Creative Commons. It articulates a shared vision to remove barriers to cultural heritage and to enable its use in research, education, and creative contexts.

By signing the Statement, we join a growing international community of institutions committed to open, sustainable, and future-oriented access to cultural resources. The Open Heritage Statement aims to foster global dialogue on digital cultural heritage and to contribute to the development of supportive policy and institutional frameworks.

More information and the possibility to sign: https://openheritagestatement.org/

Wiederaufnahme der Open-Access-Buchförderung zum 15.04.2026

Bildquelle: Canva

Ab dem 15. April 2026 wird die Förderung für Buchpublikationen wieder aufgenommen.

Aufgrund bestehender Verpflichtungen gegenüber der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Förderlinie „Open-Access-Publikationskosten“ sowie der aktuellen Haushaltslage erfolgt die Mittelvergabe ab sofort gestaffelt.

Was bedeutet das konkret?

  • Publikationen aus DFG-geförderten Projekten werden vorrangig berücksichtigt.
  • Weitere Anträge können – je nach verfügbarem Restbudget – ebenfalls gefördert werden.
  • Die Bearbeitung erfolgt weiterhin in der Reihenfolge des Antragseingangs.

Wir bitten um Verständnis, dass infolge begrenzter Mittel dieses Jahr voraussichtlich nicht alle Anträge berücksichtigt werden können. Der Publikationsfonds für Bücher wird geschlossen, sobald die verfügbaren Mittel verbraucht sind.

Weitere Details und aktuelle Informationen finden Sie auf dieser Seite im Bereich „Für Bücher“.


Restart of Open Access Book Funding from 15 April 2026

Funding for book publications will resume from 15 April 2026.

Due to commitments to the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) under the “Open Access Publication Funding” programme and the tight budgetary situation, a phased allocation of funds is now necessary.

What does this mean in concrete terms?

  1. Publications arising from DFG-funded projects will be given priority.
  2. Additional applications may also be funded, depending on the remaining available budget.
  3. Applications will continue to be processed in the order in which they are received.

We kindly ask for your understanding that, due to limited funds, it may not be possible to consider all applications this year. The publication fund for books will be closed as soon as the available funds have been exhausted.

Further details and up-to-date information can be found on this page.