Dahlemer Diwan: FU-Studierende machen Uniradio zum Thema Literatur

Der „Dahlemer Diwan“ ist eine monatliche Sendung, die der Vermittlung zwischen der Universität und dem literarischen Leben der Großstadt dient und die im Lehrangebot des Institutes für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität verankert ist.

Wussten Sie, dass man in Süßigkeitenautomaten auf Berliner S-Bahnsteigen sogar Bücher kaufen kann? Sind Sie an finnischer, schweizer oder mexikanischer Literatur interessiert? Das und vieles mehr sind die Themen, die im „Dahlemer Diwan“ gesendet werden. Einfach mal auf Uniradio (Berliner Kabelnetz 92,6, über Antenne 97, 2 oder über den Livestream) täglich von 17-18 Uhr reinhören! Oder Podcasts anklicken.

Leider ist auf der Webseite nicht zu erkennen, wann genau der Dahlemer Diwan wieder sendet.

ECONIS Select: Literaturauswahl zu aktuellen Wirtschaftsthemen

Managerhaftung, Weltklimagipfel, Griechenland bankrott?! Das sind die derzeit neuesten Themen, für die es Literaturzusammenstellungen von ECONIS Select, eines Dienstes der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW), gibt.

ECONIS Select erstellt fortlaufend Literaturauswahlen zu aktuellen Themen aus der Wirtschaftspolitik und den Wirtschaftswissenschaften – hier findet man vieles, was auch in der Presse gerade diskutiert wird und wurde. Die Listen werden von den wissenschaftlichen Referentinnen und Referenten der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) aus der Datenbank ECONIS zusammengestellt. Im Archiv findet man die Literaturlisten der vorangegangenen Wochen und Monate thematisch gebündelt.

Ein prima Service, um bequem aktuelle Literatur zu aktuellen Wirstschaftsthemen zu finden! Diesen Dienst gibt es übrigens auch speziell für die BWL – ECONIS Select BWL.

Buchtipp: Die Bibliothek bei Nacht

Jedes Buch, das Alberto Manguel in die Hand nimmt, erzählt von einer anderen Bibliothek, von verbotenen Archiven und geheimen Kammern und den großen Bibliotheken der Menschheit – von der untergegangenen Bibliothek in Alexandria genauso wie von der Bibliothek im Ghetto Theresienstadt. Das Buch ist eine Schatzkiste und nicht nur von Berufs wegen eine überaus empfehlenswerte Lektüre für Bibliothekare und Bücherliebhaber.

Manguel wurde 1948 in Buenos Aires geboren. Er wirkte unter anderem in Buenos Aires, Paris, London, Mailand und Toronto als Verlagslektor und Literaturdozent, übersetzte zahlreiche Bücher und ist Herausgeber von Anthologien und Kurzgeschichten. Er lebt vorwiegend in Toronto und Paris und ist seit 1988 kanadischer Staatsbürger. Für sein Buch „Eine Geschichte des Lesens“ wurde er mit dem Prix Medicis ausgezeichnet.

manguelWer mehr über die Person Alberto Manguels und seine eigene, circa 30.000 Bände umfassende Bibliothek erfahren möchte, der lese den Artikel von Ulrich Greiner in der Zeit vom 4.8.2009 oder natürlich die „Bibliothek bei Nacht“, ein Buch, das viel über Bücher und Bibliotheken erzählt, aber auch viel über seinen Autor verrät.

Neue Datenbanken: Geschichte, Handschriften, Frauenforschung und mehr

Auch in der letzten Woche haben wieder diverse freie Ressourcen Aufnahme in die Digitale Bibliothek der Freien Universität Berlin gefunden:

100(0) Schlüsseldokumente zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert: Das Projekt unter der Federführung des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und des Instituts für Allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften (Moskau) hat wichtige Dokumente wie den Friedensvertrag von Brest-Litovsk oder die Pariser Verträge von 1954 zusammengestellt und bietet diese als Volltexte und Faksimiles an. Zur Zeit sind es noch nicht hundert Quellentexte, aber die Sammlung wird noch erweitert.

100(0) Schlüsseldokumente der russischen und sowjetischen Geschichte 1917-1991): Diese Datenbank ist ein Schwesterprojekt von „100(0) Schlüsseldokumente zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert“ und ist auch ähnlich aufgebaut.

1848 – Flugschriften im Netz: Bietet den Online-Zugang zu Kleinschrifttum (Flugblätter, Anschläge, Aufrufe, Affiche, Plakate, Protokolle) der Revolution von 1848 aus den Sammlungen der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main.“

Women Working, 1800-1930: Zum Thema der Rolle von Frauen in der Wirtschaft der USA im Zeitraum von 1800 bis 1930 bietet die Datenbank Zugang zu digitalisierten Quellen aus den Sammlungen der Harvard University Library und des Museums der Harvard University. Sie enthält etwa 500.000 digitalisierte Seiten und Bilder (7.500 Manuskriptseiten, 3.500 Bücher und Broschüren, 1.200 Fotografien). Das Projekt ist Teil des Open Collections Program der Harvard University.

E-Codices – Virtuelle Handschriftenbibliothek der Schweiz: Ziel von E-Codices ist es, die mittelalterlichen Handschriften der Schweiz durch eine virtuelle Bibliothek zu erschliessen. Die integralen digitalen Reproduktionen der Handschriften sind in E-Codices mit wissenschaftlichen Beschreibungen verknüpft. Das Angebot richtet sich an die handschriftenorientierte Forschung, aber auch an interessierte Laien. Zurzeit (Stand: Dezember 2008) sind 363 digitalisierte Handschriften aus 16 verschiedenen Bibliotheken verfügbar. Die virtuelle Bibliothek wird laufend ausgebaut.

Gallica: Die Datenbank Gallica enthält mehr als 900.000 Dokumente, darunter über
350.000 durchsuchbare Textdateien, überwiegend aus den Beständen der
Bibliothèque nationale de France. Die BnF dokumentiert die französische
Kulturgeschichte vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert, darunter
Belletristik, wissenschaftliche Literatur, Wörterbücher, Zeitschriften,
Handschriften. Der Schwerpunkt von «Gallica» liegt zwar bei der Digitalisierung von Publikationen und Dokumenten des französischen Kulturerbes, es sind jedoch auch viele bedeutende Schriften des Auslands enthalten, sei es in französischer Übersetzung oder im Original.

Philpapers – Online Research in Philosophy: Philpapers verzeichnet online verfügbare Publikationen zur Philosophie, d.h. Aufsätze in Zeitschriften, Bücher, Online-Veröffentlichungen, vor allem aus dem englischsprachigen Raum. Die Datenbank weist gegenwärtig (Stand: Januar 2009) über 180.000 Einträge auf und bietet neben vielfältigen Recherchemöglichkeiten auch Personalisierungsfunktionen, u.a. die Möglichkeit, eigene Bibliographien zu erstellen.

Sie haben eine interessante Webressource, die in der Digitalen
Bibliothek nicht fehlen darf? Wir freuen uns über Ihre Vorschläge!

Dank für dieses Posting an Martin Lee, Bibliotheksreferendar an der UB!

Freies Influenza-Portal von EBSCO-Host

In Anbetracht der möglichen Pandemiegefahr durch den H1N1-Grippevirus (Schweinegrippe) und der bevorstehenden Grippesaison 2009/10 stellt die Firma EBSCO Publishing relevante Inhalte aus ihren Datenbanken DynaMed™, Nursing Reference Center™ (NRC) and Patient Education Reference Center™ (PERC) in einem Influenza-Portal weltweit frei zur Verfügung.

Das englischsprachige Portal bietet Einstiege für Klinikärzte, Pflegepersonal und Patienten. Patienteninformationen gibt es hier auch auf Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Farsi, Französisch, Hindi, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Tagalog und Vietamesisch.

Neues Wissenschaftsmagazin fundiert zum Thema „Räume“

Das Wissenschaftsmagazin fundiert der Freien Universität Berlin erscheint bereits seit 2001 und bietet den Leserinnen und Lesern spannende Einblicke in die Welt der Wissenschaft.
„Licht + Finsternis“, „Freiheit“, „Emotionen“, „Amerika, Amerikas“, „Arbeit“, „Wasser“ oder „Energie“ sind Beispiele für die Themen der Hefte. Sie sind online abrufbar oder können in der Kommunikations- und Informationsstelle der Freien Universität kostenfrei bestellt werden.

Das neueste Heft behandelt das Thema „Räume“:

Fragen von Standort und Grenze, vom Wechselspiel zwischen Mensch und Umwelt und von den Ausmaßen des Universums haben sich Menschen seit alters her gestellt. In der Neuzeit hat sich die Erforschung von Raum und Wissen oftmals zwischen verschiedenen Disziplinen der Natur-, Geistes und Sozialwissenschaften aufgeteilt.

In der Erforschung der antiken Vorstellungen von Räumlichkeit die Disziplinen wieder zueinander zu führen – dieses Ziel verfolgen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters TOPOI (griech.: Orte), das im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder an der Freien Universität Berlin gefördert wird. Einige der Forschungsthemen von TOPOI werden in dieser Ausgabe vorgestellt. Das Thema wird zudem von Wissenschaftlern der Freien Universität aus einer Vielzahl unterschiedlicher Blickwinkel beleuchtet – von der Philosophie über die Politikwissenschaft bis zur Nanophysik. [ Text: Webseite der Kommunikations- und Informationsstelle der Freien Universität Berlin.]

Hört sich doch spannend an … Die Artikel sind übrigens auch für interessierte Laien verständlich geschrieben.
Die neuesten Heft von fundiert gib in der Zeitschriftenauslage im Lesesaal der UB unter der Signatur 28/2001/ 59. Gebundene Jahrgänge stehen im Zeitschriftenfreihandmagazin.

Über Aktuelles zum Bereich Forschung an der Freien Universität Berlin informiert auch das Online-Magazin campus.leben in der Rubrik Forschen.

[Dank für die Idee zu diesem Posting an Marion Pohl aus der UB!]

Buchtipp: Literaturen

Heute ist der Buchtipp eigentlich ein Zeitschriftentipp – aber einer für Buchfreunde. Es geht um die Zeitschrift „Literaturen“, das Magazin für Leser. Literaturen erscheint seit 2001 und ist ein Literaturmagazin mit eher intellektuellem Anspruch. Bis September 2008 war das Magazin ein Projekt von Sigrid Löffler, die der geneigte Bücherfreund ja noch aus dem „Literarischen Quartett“ des ZDF (Texte und mp3-Hörbeispiele gibt es übrigens als Datenbank auf CD-ROM) kennt.
Literaturen berichtet über Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt und bietet Hintergrundinformationen in Form von Essays, Gesprächen und Reportagen.
Mit der Ausgabe Oktober 2009 hat die Zeitschrift ein Relaunch bekommen und wird zukünftig nur noch 6 statt 10 Mal pro Jahr erscheinen – wahrscheinlich muss auch hier gespart werden … leider wohl auch an einigen Redakteuren. In einer kleinformatigen Vorschau lässt sich das aktuelle Heft auf der Webseite komplett durchblättern – wirklich lesbar sind hier allerdings nur die Überschriften. Themenschwerpunkt ist diesmal übrigens der Musikpoet Bob Dylan.

Auf der Literaturen-Webseite kann man sich auch über die vorherigen Heftinhalte informieren und auch einige Artikel gratis online lesen.

Die Zeitschrift ist mit einem Preis von 9,80 Euro nicht ganz billig, aber in der UB (Signatur: 28/2000/ 91 – neueste Hefte in der Zeitschriftenauslage, älteres im ZFM) wie auch der Philologischen Bibliothek zu bekommen – kostenfrei natürlich. Wie gut, dass es Bibliotheken gibt.

myCCBio: Current Contents als E-Mail abonnieren

Seit Ende September 2009 steht myCCBio, ein Service des DFG-Sondersammelgebiets Biologie bzw. der Virtuellen Fachbibliothek Biologie in Zusammenarbeit mit HeBIS der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Basierend auf der Datenbank Online Contents Biologie können hier Inhaltsverzeichnisse für neu erscheinende Zeitschriftenhefte kostenlos als E-Mail abonniert werden. Insgesamt stehen die Inhaltsdaten von über 1500 Zeitschriften zur Verfügung, die dem Sammelprofil der Sondersammelgebiete Biologie, Botanik und Zoologie an der Universitätsbibliothek Frankfurt entsprechen.

Für den Dienst ist eine kostenlose Registrierung erforderlich. Die Inhaltsverzeichnisse werden im RIS-Format ausgeliefert, das direkt in viele Literaturverwaltungsprogramme importiert werden kann.

Die Bezeichnung myCCBio steht für my Current Contents Biologie.

Den gleichen Dienst gibt es übrigens auch für Linguistik: myCCL

[Dank für dieses Posting an Petra Buchholz aus der Bereichsbibliothek Biologie!]

Neu im Buchregal: “Geschichte des Westens”

Aus dem „Klappentext“: „Der Westen – seit dem Zeitalter der Entdeckungen ist er gleichsam das welthistorische Maß aller Dinge. Er hat fremde Reiche erobert und ganze Kontinente unterworfen, die Erde bis in ihre entlegensten Winkel erschlossen, die Naturwissenschaften und die moderne Technik hervorge­bracht, die Menschen- und Bürgerrechte, die Herrschaft des Rechts und die Demokratie erfunden. Aber er hat auch oft genug seine Werte verraten, Freiheit gepredigt und Habgier gemeint und mit dem Kapitalismus eine Ökonomisierung aller Lebensverhältnisse entfesselt, die bis heute die Menschheit in Atem hält. In einem grandiosen Panorama erzählt Heinrich August Winkler zum ersten mal überhaupt die Geschichte des Westens – und damit auch die Geschichte unserer eigenen Identität.“

Winkler behandelt im vorliegenden Werk die Zeit von den Anfängen der westlichen Welt in der Antike bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs. Ein Nachfolgeband ist angekündigt für 2012.

Heinrich August Winkler, Jg. 1938, war von 1964 bis 1970 als wissenschaftlicher Assistent an der Freien Universität Berlin tätig, wo er sich 1970 in den Fächern Neuere Geschichte und Wissenschaftliche Politik habilitierte. Nach langjähriger Professur in Freiburg im Breisgau, übernahm er 1991 einen Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin (emeritiert nach dem Wintersemester 2006/07). Winkler gilt als einer der renommiertesten und einflussreichsten deutschen Historiker der Nachkriegszeit.

Das Buch mit der Signatur 18/2009/2857 ist 2009 im Verlag C.H. Beck erschienen, geht gerade in der UB durch den Geschäftsgang und ist – wenig überraschend – bereits vorgemerkt …

Wer mehr erfahren möchte: Der SPIEGEL befragte Winkler kürzlich in einem Interview (Heft 39/2009 vom 21.09.2009, Seite 58 ff.) zu den wesentlichen Motiven und Aussagen seines neuen Buchs.

OECD-Studie zur Finanzkrise – just in time

Die OECD hat gerade eine aktuelle Studie zur Finanzkrise veröffentlicht: The Financial Crisis: Reform and Exit Strategies. Diese Studie ist für FU-Angehörige im Volltext zugänglich – und nicht nur diese, sondern das gesamte Spektrum der OECD-Publikationen steht FU-Angehörigen durch die von der Universitätsbibliothek lizenzierte Volltext-Datenbank SourceOECD zur Verfügung. Die einzelnen Publikationen sind nicht im FU-Katalog erschlossen. Es lohnt sich also, in SourceOECD immer mal wieder nach Neuigkeiten zu schauen.

Im Vorwort der neuen Studie heißt es: „The crisis that struck in 2008 forced governments to take unprecedented action to shore up financial systems. As economic recovery takes hold, governments will want to withdraw from these extraordinary measures to support financial markets and institutions. This will be a complex task. Correct timing is crucial. Stepping back too soon could risk undoing gains in financial stabilisation and economic recovery. It is also important to have structural reforms in place so that markets and institutions operate in a renewed environment with better incentives. From the start OECD has said ‚Exit? Yes. But exit to what?‘ … Two questions, then, are at the core of this report: How and when can governments safely wind down their emergency measures? And how can we sensibly reform financial markets?“