Lesung: Luo Lingyuan liest aus ihrem Buch ,,Die Sterne von Shenzhen“

Die chinesische Autorin Luo Lingyuan liest am 16. September 2009 um 18 Uhr aus ihrem jüngsten Buch ,,Die Sterne von Shenzhen“ am Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin. Die Lesung ist kostenlos.

Inhalt: Während ein junges, aufstrebendes Unternehmen in der Sonderwirtschaftszone Shenzhen die große Nachfrage nach seinen Produkten – lernfördernde Kräuterelixiere und Laptops – feiert, lernt es auch die Schattenseiten des Erfolgs kennen: unbrauchbarer Baugrund, gewaltbereite Produktpiraten und die Waffen der Frauen …

Luo Lingyuan lebt seit 1990 in Berlin. Sie hat in Deutschland bereits drei Romane und zwei Bände mit Erzählungen vorgelegt.

Buchtipp: Die Kunst des Bücherliebens

Geschrieben von Umberto Eco, der ja nicht nur der Autor von Romanen wie „Der Name der Rose“ oder des „Foucaultschen Pendels“ ist, sondern Philosoph, Medienwissenschaftler und Professor für Semiotik an der Universität in Bologna. Und er ist Bücherliebhaber mit einer Privatbibliothek von 30.000 Bänden.

Die Kunst des Bücherliebens / Umberto Eco. – 1. Aufl.
München : Hanser, 2009. – 194 S. – ISBN: 978-3-446-23293-8

Das Büchlein setzt sich zusammen aus Aufsätzen und Vorträgen aus den letzten 20 Jahren und spannt den Bogen vom Mittelalter, beispielsweise mit Bemerkungen zu verschiedenen Lesarten des Stundenbuches des Duc de Berry [als Faksimile in der UB vorhanden] bis hin zum Inneren Monolog eines E-Books [Leseprobe auf faz.net].

Amüsant ist das Kapitel „Verrücktheiten der Experten“ auf S. 157ff mit Verrissen von Literatur, Musik und Filmen durch Verlagsgutachter und andere Experten … so kann man sich irren.

Empfohlen seien hier die ausführlichen Rezensionen von Gerrit Bartels auf kulturradio.de und in Zeit-Online.

Umberto Eco wurde übrigens von der Freien Universität Berlin 1998 mit dem Ehrendoktortitel geehrt.

Neu im Buchregal: „Vandalismus als Alltagsphänomen“

Aus der Verlagsanzeige: „Moderner Vandalismus begegnet uns in Form eingeworfener Schaufenster, aufgeschlitzter U-Bahn-Sitze, zerstochener Autoreifen, herausgerissener Telefonkabel oder als Graffiti; die Spuren sind allgegenwärtig. Durch den Anblick zerstörter oder beschädigter Gegenstände fühlen sich die meisten Menschen unangenehm berührt, nicht wenige auch verunsichert oder gar bedroht. Oft hört man, ‚früher‘ habe es ’so etwas‘ nicht gegeben. Lässt sich jedoch wirklich nachweisen, dass es ‚früher‘ niemand wagte, öffentliche und fremde Besitztümer zu attackieren – und sind die Täter immer ‚Jugendliche‘?

Vandalismus, definiert als anonyme Beschädigung oder gar Zerstörung öffentlich zugänglicher Gegenstände, wird als bewusste, Normen verletzende Handlung begriffen, die – von außen betrachtet – offenbar ohne Motiv geschieht. Maren Lorenz gibt in ihrem Buch einen Überblick über den Wandel der Deutungen und Erklärungen des Vandalismus in Deutschland vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart.“

Georg Tschannett hat in dem Fachforum für HistorikerInnen H-Soz-u-Kult am 19.06.2009 eine ausführliche Rezension zu diesem Buch veröffentlicht.

Das Buch mit der Signatur 88/2009/20837 ist 2009 in der „Hamburger Edition“ erschienen und geht gerade in der UB durch den Geschäftsgang …

Buchtipp: Bibliotheken gestalten Zukunft

Die Festschrift zur Verabschiedung von Dr. Friedrich Geißelmann im September 2008, seines Zeichens Direktor der UB Regensburg, ist auf dem Dokumentenserver der Universität Regensburg als E-Buch erreichbar:

Hutzler, Evelinde und Schröder, Albert und Schweikl, Gabriele, eds. (2008) Bibliotheken gestalten Zukunft: Kooperative Wege zur Digitalen Bibliothek. Dr. Friedrich Geißelmann zum 65. Geburtstag. Universitätsverlag Göttingen, Göttingen. ISBN 978-3-940344-43-4

„Bibliotheken stehen dem raschen und tiefgreifenden digitalen Wandel nicht passiv gegenüber. Sie haben die Aufgabe und Chance erkannt und angenommen, aktiv an der Gestaltung einer zukunftsfähigen Informationsinfrastruktur für eine moderne Wissensgesellschaft mitzuarbeiten. Sie nutzen die Möglichkeiten der neuen Informationstechnologien, um Digitale Bibliotheken aufzubauen und ihr Servicespektrum durch innovative Dienstleistungen zu erweitern. Ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Bibliotheken und Wissenschaft geben in diesem Buch einen fundierten Einblick in aktuelle Entwicklungen in diesem für die Bibliotheken ganz wesentlichen Zukunftsbereich. Die Themen der Beiträge spannen einen Bogen von Konzepten und Strategien zur Verbesserung der Informationsstruktur wissenschaftlicher Bibliotheken über konkrete Beispiele für den Auf- und Ausbau Digitaler Bibliotheken in der Praxis bis hin zu Perspektiven für zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten und Handlungsfelder.“ (Zitat: Abstract zum Buch)

Ein Buchtipp für das interessierte Fachpublikum und alle, die vielleicht mal schauen wollen, womit sich Bibliothekare so beschäftigen …

Buchtipp: Bibliotheksflirt

Wer hier eine Anleitung zum Flirten in Bibliotheken erwartet, der wird durch das Buch von Jonas Fansa enttäuscht werden.

Wer sich jedoch schon immer gefragt hat, wie sich NutzerInnen in Bibliotheken fühlen, was sie motiviert, dort zu arbeiten, was sie schätzen, was sie furchtbar finden und letztlich, wie Bibliotheken sein sollten, damit NutzerInnen sich dort wohl fühlen können – der sollte sich das Buch einmal anschauen.

Fansa, Jonas : Bibliotheksflirt : Bibliothek als öffentlicher Raum / Jonas Fansa. –
1. Aufl.. –
Bad Honnef : Bock + Herchen, 2008. – 195 S. . –
ISBN 978-3-88347-264-5

Etwa die Hälfte des Buches besteht aus Auszügen von Interviews mit BibliotheksnutzerInnen, aber auch mit einer Innenarchitektin und „bauenden“ Bibliotheksdirektoren, die ja gerade gestalterische Möglichkeiten haben, die Bibliotheken in älteren Häusern in Zeiten knapper Haushalte nicht oder kaum haben.

Bibliothekare fragen sich zu Recht in Zeiten zunehmender digitaler Services (Online-Kataloge und – Datenbanken, E-Bücher, E-Zeitschriften), welche Bedürfnisse Bibliotheken zukünftig erfüllen können. Bei der Beantwortung dieser Frage spielt dann auch der Bibliotheksflirt eine Rolle – wobei eher der Flirt mit der Bibliothek selbst, als der Flirt mit Menschen in Bibliotheken gemeint ist. Und Fansa meint, dass Bibliotheken ihre NutzerInnen mehr als Gäste denn als Leser, Kunden oder Bibliothekbesucher betrachten sollten, und dass Bibliotheken sich entwickeln können zu „knisternden Orten der Zivilisation“ [Fansa S. 83].

Eine ausführliche Rezension geschrieben von Maria-Inti Metzendorf ist nachzulesen in: Libreas. 1/2009.

Das Buch kann aus dem Offenen Magazin in der Universitätsbibliothek ausgeliehen oder in der Philologischen Bibliothek eingesehen werden.

Literatursendung im ZDF: Lesen! bekommt einen Nachfolger

Das ZDF plant einen Nachfolger für die Sendung „Lesen!“. Die Sendung war abgesetzt worden, nachdem Elke Heidenreich sich mit dem Sender überworfen hat. Lesen! gibt es aber noch – Frau Heidenreich „sendet“ einmal im Monat auf der Webseite litcolony.de. Doch die Zuschauerzahlen gehen zurück, wie der Spiegel im Januar 2009 berichtet – offensichtlich kann das Medium Internet (noch?) nicht mit dem Medium Fernsehen mithalten.

Die Nachfolgesendung zu „Lesen!“ mit Amelie Fried und Ijoma Mangold soll am 10. Juli unter dem Titel „Die Vorleser“ (vgl. :Spiegel-Artikel vom 07.05.2009: Heidenreich-Nachfolger gehen auf Sendung) starten – leider erst um 22.30 Uhr 🙁 .

Hilfe, mein Buch ist ausgeliehen!

Wer hat es nicht schon einmal erlebt?! Das gewünschte Buch steht nicht am Standort. Es ist ausgeliehen und vielleicht sogar schon vorgemerkt. Oder in der Lehrbuchsammlung, wo gestern noch 30 Exemplare standen,  ist heute gähnende Leere. In manchen Fällen gibt es eine Lösung, die heißt heutzutage E-Book. Viele Titel, wenn auch nicht alle, liegen dann im Volltext vor und stehen FU-Angehörigen zur Verfügung.

Interessante Titel für Studenten der Wirtschaftswissenschaften sind z.B.:

Weitere Titel können im FU-Katalog oder direkt in der Datenbank „SpringerLink“  ermittelt werden.

Buchtipp: 450 Jahre Bayerische Staatsbibliothek: Festschrift

2008 feierte die Bayerische Staatsbibliothek ihr 450jähriges Gründungsjubiläum. Die aus diesem Anlass herausgegebene Festschrift hat die Universitätsbibliothek jetzt als E-Buch über de Gruyter lizenziert (vgl. auch: Zugangsberechtigungen):

Information, Innovation, Inspiration / 450 Jahre Bayerische Staatsbibliothek
Herausgegeben von Griebel, Rolf; Ceynowa, Klaus; Haller, Klaus
Berlin, New York (Walter de Gruyter – K. G. Saur) 2008
eBook ISBN: 978-3-598-44089-2
Print ISBN: 978-3-598-11772-5

1558 gründet Herzog Albrecht V. von Bayern die wittelsbachische Hofbibliothek. 450 Jahre später haben wir in München eine Bibliothek mit einem ehrwürdigen Alter – aber auch ganz modernen Anwandlungen wie z. B. den Auftritt in Second Life. Gratulation!

2008 wurde die Bayerische Stabi übrigens auch vom Deutschen Bibliotheksverband e. V. zur Bibliothek des Jahres gekürt.

E-Books als frischer Wind in der Lehrbuchsammlung

Für alle, die gern etwas Neues ausprobieren möchten: Verschiedene Titel, die es als traditionelles Lehrbuch in der Lehrbuchsammlung zum Ausleihen gibt, stehen FU-Angehörigen auch als E-Book zur Verfügung. Wer also auf leere Regale trifft oder keine dicken Wälzer durch die Gegend tragen möchte, dem empfehlen wir den Zugriff auf das digitale Lehrbuch.
Es gibt – neben dem Gewicht – noch weitere Vorteile: das Buch muss nicht nach 4 Wochen zurückgebracht werden und es steht auch externen NutzerInnen in den FU-Bibliotheken zur Verfügung, die ja die gedruckten Lehrbücher nicht ausleihen dürfen.

Für die Nutzung von digitalen Ressourcen gibt es allerdings ein paar Regeln, über die wir ja bereits gebloggt haben.

Hier zwei Beispiele für Chemie-Studierende:

Riedel, Erwin:
Allgemeine und anorganische Chemie. – Elektronische Ressource / Erwin Riedel. – 9. Aufl.. – Berlin ; New York, NY : de Gruyter, 2008

Riedel, Erwin :
Anorganische Chemie. – Elektronische Ressource / Erwin Riedel ; Christoph Janiak. – 7. Aufl.. – Berlin [u.a.] : de Gruyter, 2007

Und auch für JuristInnen gibt es etwas: in der Datenbank Beck-online beispielsweise können Sie den Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht sowie Schönke/Schröder, Strafgesetzbuch online nutzen. Beck-online (vgl. Nutzungsbedingungen für Beck-online) erlaubt allerdings kein VPN, d. h. auch FU-Angehörige müssen in eine FU-Bibliothek kommen.

Oder wie wäre es mit:

Valerius, Brian :
Einführung in den Gutachtenstil. – Elektronische Ressource : 15 Klausuren zum Bürgerlichen Recht, Strafrecht und Öffentlichen Recht / by Brian Valerius. – Zweite, aktualisierte Auflage. – Berlin, Heidelberg : Springer, 2007.

Interesse geweckt? Wenn Sie an weiteren Titeln interessiert sind, fragen Sie die MitarbeiterInnen der Leihstelle/Lehrbuchsammlung. Wir helfen auch gern bei der Recherche!

Bundesgesetzblatt über den Bürgerzugang

Das Bundesgesetzblatt ist jetzt über den Bürgerzugang kostenfrei und ohne Login zugänglich, wie in log.netbib.de am 13. Mai 2009 von OS gebloggt.

Ab 22. April 2009 ersetzt der kostenlose Bürgerzugang die bisherige „Nur-Lese-Version“ des Bundesgesetzblatt online. Über den neuen Bürgerzugang haben Sie Zugriff auf den kompletten, tagesaktuellen Bestand des Bundesgesetzblattes – beginnend mit Ausgabe Nr. 1 aus dem Jahr 1949. (Zitat Webseite: Bundesanzeiger)

Der Zugang beinhaltet die Teile 1 und 2:

  • Teil 1: Bundesgesetze, Verordnungen von wesentlicher oder dauernder Bedeutung […)
  • Teil 2: Völkerrechtliche Übereinkünfte und Verträge […]

Das freut den Bürger und den Bibliothekar/die Bibliothekarin. 🙂