Reminder und Update: Berliner Europa-Dialog am 17.11.2015: Wege der Flucht – Formen der Solidarität

Wir möchten an die Veranstaltung des Dokumentationszentrum UN-EU am kommenden Dienstag erinnern: Berliner Europa-Dialog: Wege der Flucht – Formen der Solidarität.

Die Veranstaltung findet am 17.11.2015 von 18:00 bis 20:00 Uhr in der Freien Universität Berlin, Henry-Ford-Bau, Hörsaal A, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem (U3 Thielplatz) statt.

Die aktuelle Gästeliste für das Podium:

  • S.E. Ranko Vilović , außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der
    Republik Kroatien
  • Dr. Ulrich Brückner, Mitglied im Rednerdienst TEAM EUROPE der Europäischen
    Kommission
  • Jochen Schwarz, borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V.
  • Marta Orosz, Journalistin u. a. für den ungarischen Rundfunk

 

Im Netz haben wir zwei Visualisierungen zum Thema gefunden. Die erste Visualisierung bezieht sich auf den Beschluss der EU-Innenminister im September, einen Teil der Flüchtling mithilfe einer Quotenregelung auf die Mitgliedsstaaten umzuverteilen. Damit sollen die stark vom Flüchlingsstrom betroffenen Länder Italien, Ungarn und Griechenland entlastet werden. Die Darstellung der Data Design Company macht sichtbar, wie hoch die Qoute ist, die dem jeweilligen Mitgliedsstaat zugeordnet wurde und ob er diese schon erfüllt hat.

Die zweite Visualisierung vom gleichen Anbieter vergleicht die Anzahl der Asylanträge vier Mitgliedsstaaten der EU mit den meisten Asylanträgen seit Beginn des Jahren und die USA miteinander.

Mehr Literatur zur Flüchtlingspolitik findet sich auch in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

 

Berliner Europa-Dialog am 17.11.2015: Wege der Flucht – Formen der Solidarität

Die Europäische Union befindet sich aktuell vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte: Viele zehntausend Flüchtlinge drängen auf der Flucht vor Bürgerkriegen und Staatszerfall in die Europäische Union – und hier vor allem nach Deutschland. Allein in diesem Jahr wird mit einer Million Flüchtlingen hierzulande gerechnet. Die Medien berichten sehr positiv über eine neue Willkommenskultur, die entsprechenden Umfragewerte sind positiv – nicht zuletzt durch das Voranschreiten von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrer Aussagen „Wir schaffen das!“ bzw. „…dann ist das nicht mein Land“. Gleichzeitig steigen die Übergriffe auf Flüchtlinge, sowohl auf Unterkünfte als auch direkt auf Menschen.

Darüber hinaus steht die europäische Solidarität – und damit eine Grundlage der EU – vor einer schweren Belastungsprobe. Die Flüchtlingskrise sei kein europäisches, sondern ein deutsches Problem, so der ungarische Regierungschef Viktor Orbán, der die Grenze zu Serbien hermetisch abriegeln lässt und Gleiches mit der Grenze zu EU-Nachbar Rumänien plant. Viele EU-Staaten, allen voran die so genannten Visegrád-Staaten, verweigern ein Eingehen auf den Vorschlag der EU-Kommission einer festen Quote für eine gerechtere Verteilung von Flüchtlingen in Europa. Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, fordert einen „großen Kraftakt europäischer Solidarität.“

Wie steht es um die europäische Solidarität? Zeigt sich Europa doch noch als Wertegemeinschaft oder obsiegt das Verständnis von einer reinen Wirtschaftsgemeinschaft? Was können Bürgerinnen und Bürger konkret vor Ort tun, um ihre Solidarität mit geflüchteten Menschen zum Ausdruck zu bringen? Wie unterstützen EU, Bund und Land dabei? Diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseres Podiums diskutieren.

Die Veranstaltung findet am 17.11.2015 von 18:00 bis 20:00 Uhr in der Freien Universität Berlin, Henry-Ford-Bau, Hörsaal A, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem (U3 Thielplatz) statt. Sie wird moderiert von Prof. Dr. Tanja A. Börzel, Leiterin der Arbeitsstelle Europäische Integration der Freien Universität Berlin.

Auf dem Podium sind vertreten:

  • S.E. Ranko Vilović , außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der
    Republik Kroatien
  • Dr. Ulrich Brückner, Mitglied im Rednerdienst TEAM EUROPE der Europäischen
    Kommission
  • Jochen Schwarz, borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V.
  • Marta Orosz, Journalistin u. a. für den ungarischen Rundfunk

Wir würden uns freuen, Sie zu der Podiumsdiskussion begrüßen zu dürfen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.
Ihre Anmeldung senden Sie bitte bis zum 15.11.2015 an info@eu-infozentrum-berlin.de. Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe Berliner Europa-Dialog wird kooperativ organisiert vom Europäischen Informationszentrum Berlin (Träger: Deutsche Gesellschaft e.V.), dem Dokumentationszentrum Vereinte Nationen – Europäische Union der Freien Universität Berlin
sowie der Europa-Union Berlin e.V.

Rede von Außenminister Frank-Walter Steinmeier an der FU Berlin

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier
Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier
(Quelle: Bernd Wannenmacher)

Am vergangenen Mittwoch den 21.10.2015 fand die Veranstaltung „Welt aus den Fugen – was hält uns zusammen?“ im Henry-Ford-Bau der Freien Universität statt. Anlass war das 70-jährige Jubiläum der Vereinten Nationen. Im Rahmen dessen hielt auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier eine Festrede mit dem Titel „Welt aus den Fugen – was hält uns zusammen? Die internationale Ordnung 70 Jahre nach Gründung der Vereinten Nationen.„. Diese Festrede kann nun auf den Seiten des Auswärtigen Amtes nachgelesen werden. Die Pressemitteilung der Freien Universität mit Pressefotos gibt es hier.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Freien Universität Berlin und dem dort angesiedelten Dokumentationszentrums UN-EU.

 

Zum selben Anlass fand am gleichen Abend in der Gedächtniskirche ein Festakt der DGVN mit Bundespräsident a.D. Horst Köhler statt. Dessen Rede ist hier zu finden.

 

Karte der Zensur

Mapping_media_freedomAus einer Zusammenarbeit der Organisationen Reporter ohne Grenzen, Index on Censorship und der Europäischen Journalisten Förderation (EJF), einem Zweig der Internationalen Journalisten Förderation (IJF) ist mithilfe der Finanzierung durch die Europäische Kommission ein Projekt entstanden, welches die Verletzung der Pressefreiheit, die Zensur und die Bedrohung von Journalisten in den Staaten der Europäischen Union sowie den Nachbarstaaten visualisiert.

Die Angaben über die Pressezensur bei Mapping Media Freedom werden per Crowdsourcing gesammelt, das heißt, jeder kann einen Vorfall melden. Durch die Angabe zum Ort des Geschehens werden die Vorfälle einer Karte zugeordnet, über die man eine gute Übersicht erhält. Zusätzlich sind alle Vorfälle auch filter- und herunterladbar.

 

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Welt aus den Fugen – Was hält uns zusammen?

Frank-Walter Steinmeier
Frank-Walter Steinmeier (2014)

Festrede von Frank-Walter Steinmeier: Internationale Ordnung 70 Jahre nach Gründung der Vereinten Nationen

Vor 70 Jahren, am 24. Oktober 1945, trat die UN-Charta als Gründungsvertrag der Vereinten Nationen in Kraft – ein völkerrechtlicher Meilenstein für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit. Die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen engagieren sich heute in zahlreichen Organen und übernehmen damit weltpolitische Verantwortung.

Gleichzeitig scheinen die in der Präambel der UN-Charta formulierten Ziele vor dem Hintergrund des aktuellen Weltgeschehens in die Ferne gerückt: Ist die Welt aus den Fugen geraten? Was hält uns zusammen?

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier geht diesen Fragen in seiner Festrede nach und diskutiert mit Ihnen die internationale Ordnung 70 Jahre nach der Gründung der Vereinten Nationen.

Ablauf:

  • Eröffnung: Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin
  • Festrede: Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister des Auswärtigen
  • Diskussion mit dem Bundesminister des Auswärtigen, Moderation: Prof. Dr. Thomas Risse, Direktor der Arbeitsstelle Transnationale Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik der Freien Universität Berlin

Anmeldung bis 18. Oktober 2015: einladung@fu-berlin.de

Eine Veranstaltung der Freien Universität und des dort angesiedelten Dokumentationszentrums UN-EU

Zeit & Ort

21.10.2015, 14:30 s.t – 16:00

Henry-Ford-Bau
Garystraße 35
14195 Berlin

Am Abend des 21. 10.2015 findet zum selben Anlass, organisiert von der DGVN,  ein Festakt in der Gedächtniskirche statt.

Bild: Mueller / MSC (CC-BY-3.0-DE), überarbeitete Version

Heute um 14.20 Uhr können Sie sich über TTIP und CETA informieren

Lutz Güllner, Europäische Kommission, Stv. Referatsleiter für Kommunikation der Generaldirektion Handel, ist bereit, den deutschen Facebook-Nutzern  heute um 14.30 Uhr Rede und Antwort zu stehen: https://www.facebook.com/eu.kommissionTTIP2

 

 

 

Hilfe bei der Literatursuche zum Thema bietet auch das Dokumentationszentrum UN-EU der Universiätsbibliothek

70 Years, 70 Documents – Dag Hammarskjöld Library

.70_Jahre_UN.. so heißt eine aktuelle Ausstellung der Dag Hammarskjöld Library. Dabei werden in der Bibliothek im New Yorker Hauptquartier der UN 70 Schlüsseldokumente aus den vergangenen 70 Jahren präsentiert, die die UN und die Welt verändert haben. Zu jedem Jahr ein Dokument. Aber nicht nur vor Ort kann man die Exponate sehen. Die Bibliothek hat alle Dokumente online zusammengestellt.

 

Noch mehr Informationen zur UN, sowie die genannten Dokumente bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Europa Quiz mit attraktiven Preisen

Das Centre Virtuel de la Connaissance sur l’Europe (CVCE) CVCE Quiz Logobietet derzeit die Möglichkeit, an einem Quiz rund um das Thema Europa und EU teilzunehmen. Das CVCE ist eine luxemburgische öffentliche Einrichtung, die sich der Erforschung und Dokumentation der Geschichte der europäischen Integration widmet. Anlass ist die EU-Ratspräsidentschaft Luxemburgs im Jahr 2015.

Bei diesem Quiz wird jeden Tag eine Frage gestellt. Kann man an einem Tag eine Frage nicht abrufen, ist das nicht dramatisch. Die Fragen der vergangenen zehn Tage können nachträglich beantwortet werden. Zu jeder Frage werden mehrere Antwortmöglichkeiten angeboten. Wenn die Zeit für die Antwort abgelaufen ist, wird nicht nur einfach die Antwort präsentiert, sondern auch dazu einige weiterführende Informationen geliefert.

Das Quiz geht noch bis zum 31.12.2015 und es gibt zahlreiche Preise zu gewinnen, auch wenn man nicht von Anfang an dabei ist.

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

EU Bookshop nun in Primo

Der EU Bookshop ist nun in Primo eingebunden. Dadurch ist es jetzt möglich, die dort verfügbaren kostenfreien Online-Publikationen zeitgleich mit dem gesamten Medienangebot der Universitätsbibliothek zu durchsuchen. Diese Funktion ist nicht nur auf die deutschen Ausgaben im EU Bookshop beschränkt. Auch Publikationen, die in anderen Sprachen angeboten werden, sind in Primo recherchierbar.

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Nicht nur die deutschen Ausgaben der Bookshop-Publikationen lassen sich in Primo finden, hier: dänisch

Lässt man sich die Online-Ressource anzeigen, wird im EU Bookshop automatisch die gesuchte Sprachvariante angeboten. Man kann dann falls gewünscht nachträglich die Sprache des Dokuments, welches man gerne lesen möchte, ändern.

sprachauswahl
Unterhalb des Abstracts und den bibliographischen Daten zu den Publikationen befinden sich die Auswahlflächen für den Dokumentendownload bzw. für die „Print on Demand“-Bestellung.

In Primo können Sie sich auch mit der Suchanfrage „EU Bookshop“ den gesamten Online-Bestand des Bookshops anzeigen lassen und dann Stück für Stück über die Facetten nach Ihren Wünschen filtern.

Wenn Sie Fragen zur Recherche zum Thema EU haben, wenden Sie sich bitte an das Dokumentationszentrum UN-EU.

Weitere Berichte zum EU Bookshop

Drei weitere EU-Datenbanken neu in der Digitalen Bibliothek

europa-flagAb sofort sind folgende freie EU-Datenbanken in der Digitalen Bibliothek zu finden:

Transparenz-Register
Um den EU-Beschlussfassungsprozess transparenter zu machen, haben das Europäische Parlament und die Europäische Kommission am 23. Juni 2011 ein gemeinsames öffentliches Transparenz-Register eingeführt.
Es setzt das von der Europäischen Kommission 2008 eingerichtete Register der Interessenvertreter (Lobbyisten-Register) fort, in das sich bereits über 4000 Organisationen hatten eintragen lassen. Das „neue“ Transparenz-Register enthält weit mehr als nur die herkömmlichen Interessenvertreter; es erfasst u.a. auch Anwaltskanzleien, Nichtregierungsorganisationen, Denkfabriken oder auch freiberuflich tätige Einzelpersonen, die Einfluss auf die EU-Politik und Entscheidungsprozesse der europäischen Institutionen zu nehmen suchen.
Das Transparenz-Register will Antworten geben auf Fragen wie: Welche Interessen werden verfolgt? Wer verfolgt diese Interessen? Welche Finanzmittel stehen diesen Personen zur Verfügung?
Die Organisationen und Personen, die sich registrieren lassen, müssen u.a. Angaben machen über die Anzahl der Personen, die beratend tätig sind, die wichtigsten Gesetzesvorhaben, an denen sie mitgewirkt haben, und die empfangenen EU-Mittel.

Eurostat
Eurostat ist das statistische Amt der Europäischen Union mit Sitz in Luxemburg. Es hat den Auftrag, die Union mit europäischen Statistiken zu versorgen, die Vergleiche zwischen Ländern und Regionen ermöglichen.
Die wichtigste Aufgabe Eurostats ist die Verarbeitung und Veröffentlichung vergleichbarer statistischer Daten auf europäischer Ebene.
Eurostat selbst erhebt keine Daten. Das tun die Statistikbehörden der Mitgliedstaaten. Sie prüfen und analysieren nationale Daten und übermitteln sie an Eurostat, dessen Aufgabe es ist, die Daten zu sichern und zu gewährleisten, dass sie vergleichbar sind, d.h. nach einer einheitlichen Methodik erstellt werden. Die statistischen Daten lassen sich in der Eurostat-Datenbank u.a. nach Themen abrufen.

Eurobarometer
Die Datenbank Eurobarometer bietet ein interaktives Suchsystem zu den Trend-Fragen der Länder der Europäischen Union.
Daten können für ein bestimmtes Land oder eine Gruppe von Ländern gesucht werden. Für eine bestimmte Frage können nicht nur die Ergebnisse mehrerer Länder miteinander verglichen werden, auch eine Analyse der Ländertrends ist möglich. Die Daten können als Graf, Kreisdiagramm, Excel-Tabelle oder in Spalten angezeigt werden.
Die Umfrageergebnisse lassen sich auch auf einer Karte der EU anzeigen. Mithilfe der Farbcodes sind Ländervergleiche rasch und einfach möglich.

Die Beschreibungstexte sind weitgehend den Anbieterseiten entnommen.