Reduzierung von Einweg-Kunststoffen

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Am Weltumwelttag (05.06.) hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen einen umfassenden Bericht mit einer Übersicht über die Maßnahmen veröffentlicht, die bisher von 50 Nationen durchgeführt wurden.

Der Bericht mit dem Titel: „Single-use-plastics – A road map to sustainability“ gibt einen Überblick über die zehn wirksamsten Schritte, die Länder unternehmen können, unter anderem: Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Alternativen fördern und Anreize für die Industrie schaffen.

Bislang gibt es keine internationalen Abkommen, die die Länder zwingen, ihre Verwendung von Kunststoffen zu reduzieren. Die ökologisch problematischste Form von Kunststoff ist der Einweg-Kunststoff (SUP – single-use-plastic). Trotz des Fehlens eines international verbindlichen Abkommens haben einige Länder selbst Maßnahmen gegen Einweg-Kunststoffe ergriffen, z.B. Reduzierung / Verbot von Plastiktüten.

Nicht nur die Vereinten Nationen beschäftigen sich mit dem Problem, auch die Europäische Kommission probiert die Nutzung von Plastik einzudämmen. So wurde am 28.05. ein Vorschlag für eine eigene Richtlinie vorgelegt. Laut EU-Kommissar Frans Timmermans ist der Richtlinienvorschlag sehr ehrgeizig (und zog ein breites Medienecho nach sich – siehe z.B. Link). Mehrere Plastikprodukte wie Einwegbesteck, Rührstäbchen, Ohrstöpsel und Strohhalme werden im Rahmen des vorgeschlagenen Dokuments vollständig verboten. Für diese Produkte gibt es Alternativen. Andere Kunststoffprodukte werden zur Information der Käufer etikettiert, und wieder andere müssen besser gestaltet werden.

Die Bürger Europas haben der Kommission das Mandat für diese Initiative erteilt. Timmermans wies darauf hin, dass 95 Prozent der Europäer/Europäerinnen Maßnahmen gegen SUP für notwendig und dringend halten. Ob dieser Richtlinienvorschlag von den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament abgesegnet wird, bleibt abzuwarten. Ergebnisse sollen noch vor den Wahlen zum neuen Europaparlament im kommenden Jahr erzielt werden.

Falls Sie weitere Informationen zu dem Thema sammeln wollen, können wir Ihnen folgende Seite: http://www.startplasticdiet.org/ empfehlen, sowie ein tolles Interview, welches Sie HIER finden können.

Noch mehr Informationen zur UN und EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Posterausstellung zum Umwelt- und Klimaschutz in der UB

Umwelt- und Klimaschutz sind heute anerkannte gesellschaftliche Aufgaben und können an einer großen Universität nicht nur als inhaltliche Angelegenheit von Forschung und Lehre verstanden werden.

Über diesen Themenkomplex informiert eine Poster-Ausstellung, die vom 05.02.2013 bis zum 08.03.2013 von Montag bis Freitag von 9.00 – 19.00 Uhr im Informationszentrum der Universitätsbibliothek (1. OG) zu sehen ist.

Sie informiert unter anderem über die Entwicklung des Gesamt-Energieeinsatzes und der CO2-Emissionen der Freien Universität, die mit dem Land Berlin abgeschlossene Klimaschutzvereinbarung und – ganz konkret – über die relevanten Umweltdaten der Universitätsbibliothek selbst.

Neue Sachgruppe für Umwelt und Naturschutz

Bislang war die bedeutende Thematik „Umwelt“ und „Naturschutz“ – da es sich um eine Querschnittfragestellung handelt – nur unzureichend, bzw. nur über mehrere Systematikstellen der Dewey Decimal Classification (DDC) in der Deutschen Nationalbibliografie nachvollziehbar. Dies wird sich 2010 mit der Einführung der eigens geschaffenen Systemstelle „333.7 Natürliche Ressourcen, Energie und Umwelt“ ändern. Durch die Vergabe der 333.7 als Nebensachgruppe können Quellen zu Themen des Umwelt- und Naturschutzes, die nach der DDC anderen Sachgruppen zugeordnet werden, zusätzlich gekennzeichnet und damit zusammengeführt werden.

Wir haben auf diese erfreuliche Entwicklung mit der Einrichtung einer entsprechenden Systemstelle in der Digitalen Bibliothek der FU Berlin reagiert. Auch in der Digitalen Bibliothek wird sich dieses Thema nun leichter erschließen lassen. Derzeit sind folgende E-Ressourcen in diese Sachgruppe eingestellt worden:

  • GreenFILE
  • GREENPILOT
  • INIS Online Database
  • Online Contents – SSG Umwelt
  • Umwelt-Online