{"id":24578,"date":"2019-02-21T08:43:32","date_gmt":"2019-02-21T07:43:32","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/?p=24578"},"modified":"2021-09-16T13:41:56","modified_gmt":"2021-09-16T12:41:56","slug":"vielfalt-statt-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/2019\/02\/21\/vielfalt-statt-macht\/","title":{"rendered":"Vielfalt statt Macht &#8211; \u00fcber Open-Source-Saatgut"},"content":{"rendered":"\n<p><em><span class=\"has-inline-color has-bright-red-color\">Der Betrieb des \u201eDokumentationszentrums UN \u2013 EU\u201c wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zug\u00e4nglich.<\/span><\/em><\/p>\n\n\n<p><figure id=\"attachment_24579\" aria-describedby=\"caption-attachment-24579\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-24579\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/files\/2019\/02\/food-1239195_1920-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/files\/2019\/02\/food-1239195_1920-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/files\/2019\/02\/food-1239195_1920-1200x802.jpg 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/files\/2019\/02\/food-1239195_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-24579\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: pixabay.com\/de\/lebensmittel-frisch-obst-gr\u00fcn-1239195\/ \u2013 CC0 License<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Mit ihrer neuen Kampagne <a href=\"https:\/\/www.boell.de\/vielfalt-statt-macht\">&#8222;Vielfalt statt Macht&#8220;<\/a> m\u00f6chte die Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung die Open-Source-Bewegung vorantreiben und macht auf Open-Source-Saatgut aufmerksam. Doch was genau ist eigentlich Open-Source-Saatgut?<\/p>\n<p>Unter einer Open-Source-Saatgut-Lizenz (die Lizenz wird beim Kauf des Saatguts &#8222;erworben&#8220;) versteht man Saatgut, welches nach den Prinzipien von Open Source gez\u00fcchtet und verbreitet werden kann. Dadurch wird die M\u00f6glichkeit gegeben, dass Nutzpflanzen sich vermehren und aus diesen wiederum neues Saatgut genutzt werden kann.<\/p>\n<p>Das war bereits fr\u00fcher eine g\u00e4ngige Praxis bei Bauern, wurde aber durch patentiertes Saatgut der Agrarkonzerne unterbunden oder durch hybride Z\u00fcchtungen verhindert. Problem bei hybridem Saatgut ist z.B. deutlicher Ertragsverlust von nachkommenden Pflanzen &#8211; bei Mais beispielsweise um etwa 30%.<\/p>\n<p><strong>Wer kann Open-Source-Saatgut nutzen?<\/strong><\/p>\n<p>Sie selbst. Auf mehreren Seiten finden Sie mittlerweile M\u00f6glichkeiten, Open-Source-Saatgut zu kaufen (wie <a href=\"https:\/\/www.opensourceseeds.org\/die-liste\">hier<\/a>). Bei der Nutzung m\u00fcssen allerdings folgende drei Regeln eingehalten werden:<\/p>\n<p><strong>Regel 1<\/strong>: Jeder darf das Saatgut frei nutzen, es vermehren, weiterentwickeln, z\u00fcchterisch bearbeiten und es im Rahmen bestehender Gesetze weitergeben.<\/p>\n<p><strong>Regel 2<\/strong>: Niemand darf das Saatgut und seine Weiterentwicklungen mit geistigen Eigentumsrechten wie Patenten und Sortenschutzrechten belegen.<\/p>\n<div class=\"col-sm-4 col-md-4\">\n<p><strong>Regel 3<\/strong>: Jeder Empf\u00e4nger \u00fcbertr\u00e4gt zuk\u00fcnftigen Nutzern des Saatguts und seinen Weiterentwicklungen die gleichen Rechte und Pflichten.<\/p>\n<p><strong>Wozu brauchen wir \u00fcberhaupt Open-Source-Saatgut?<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Im Supermarkt finde ich doch alles was ich brauche.&#8220; Das mag soweit stimmen, aber durch die Macht einiger wenige Konzerne, die Saatgut kontrollieren, ergibt sich der Preis zu welchem Produkte angeboten werden. Das wiederum f\u00fchrt zu Gestaltungsmacht und politischem Einfluss &#8211; was bereits bei lokalen Bauern anf\u00e4ngt, die das teure Saatgut kaufen m\u00fcssen, was nur von den Agrar-Unternehmen angeboten wird.<\/p>\n<p>Durch eine Vielfalt an Sorten und Pflanzen wird eine nat\u00fcrliche Widerstandskraft gegen\u00fcber extremen Wetterlagen geschaffen. Ern\u00e4hrung, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Vielfalt gehen also Hand in Hand.<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen haben wir eine Auswahl an Publikationen f\u00fcr Sie zusammengestellt.<\/p>\n<p class=\"teaser__title\"><a href=\"https:\/\/www.boell.de\/de\/2018\/12\/20\/agrar-atlas-daten-und-fakten-zur-eu-landwirtschaft\">Agrar-Atlas &#8211; Daten und Fakten zur EU-Landwirtschaft<\/a> &#8211;&nbsp;&#8222;Nicht ein Sektor ist so stark mit der Gestaltung von Lebensr\u00e4umen verwoben wie die Landwirtschaft. \u00c4ndert sie sich, \u00e4ndern sich auch die \u00f6kologischen und sozialen Systeme, die darin beheimatet sind. Schnell wandelt sich \u00fcberall in Europa die Art, wie \u00c4cker bewirtschaftet und Tiere gehalten werden. Vielerorts geben Betriebe auf. Die verbleibenden H\u00f6fe werden gr\u00f6\u00dfer, und jeder Fleck wird m\u00f6glichst intensiv genutzt.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.boell.de\/de\/2018\/01\/10\/fleischatlas-2018-rezepte-fuer-eine-bessere-tierhaltung?dimension1=division_iap\">Fleischatlas 2018 \u2013 Rezepte f\u00fcr eine bessere Tierhaltung<\/a> &#8211;&nbsp;&#8222;Kein anderer Sektor tr\u00e4gt so massiv zum Verlust der Artenvielfalt, der Rodung von W\u00e4ldern und der Zerst\u00f6rung unseres Klimas, der Gef\u00e4hrdung unserer Gesundheitssysteme und zum Leid der Tiere bei wie die industrielle Fleischproduktion. Die Folgen sind wissenschaftlich belegt und Land auf und ab diskutiert. Jetzt ist es h\u00f6chste Zeit zu handeln: Sollen die Ziele der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 und das Pariser Klimaabkommen erreicht werden, muss die Fleischproduktion grundlegend umgebaut werden.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.boell.de\/de\/2017\/01\/10\/konzernatlas?dimension1=division_iap\">Konzernatlas &#8211; Daten und Fakten \u00fcber die Agrar- und Lebensmittelindustrie<\/a> &#8211;&nbsp;&#8222;<span class=\"grid-box-titlebox__innertitle\">Wie ist die Situation am Saatgutmarkt? <\/span>Bis vor kurzem dominierten sieben Unternehmen die weltweite Produktion von Pestiziden und Saatgut. Doch dieses Oligopol hat sich neu formiert&nbsp;\u2013 und die Zahl der Akteure ist&nbsp;geschrumpft. Die beiden US-Konzerne DuPont und Dow Chemical haben fusioniert, ChemChina hat Syngenta aus der Schweiz aufgekauft, und der deutsche Bayer-Konzern hat zuletzt&nbsp;Monsanto \u00fcbernommen. Jetzt beherrschen drei Konzerne mehr als 60 Prozent der M\u00e4rkte f\u00fcr kommerzielles Saatgut und f\u00fcr Agrarchemikalien. Sie bieten fast alle gentechnisch ver\u00e4nderten Pflanzen dieses Planeten an.&#8220;<\/p>\n<p>Noch mehr Informationen zur UN\/EU bekommen Sie in unserem <a href=\"https:\/\/www.ub.fu-berlin.de\/bibliothek\/uneu\/\">Dokumentationszentrum UN-EU<\/a>.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Betrieb des \u201eDokumentationszentrums UN \u2013 EU\u201c wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zug\u00e4nglich. Mit ihrer neuen Kampagne &#8222;Vielfalt statt Macht&#8220; m\u00f6chte die Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung die Open-Source-Bewegung vorantreiben und macht auf Open-Source-Saatgut aufmerksam. Doch was genau ist eigentlich Open-Source-Saatgut? Unter einer Open-Source-Saatgut-Lizenz (die Lizenz wird beim Kauf des Saatguts &#8222;erworben&#8220;) versteht &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/2019\/02\/21\/vielfalt-statt-macht\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eVielfalt statt Macht &#8211; \u00fcber Open-Source-Saatgut\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3230,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[604],"tags":[2458,227408,227405,2678,227406,1727,227403,227407,227409],"class_list":["post-24578","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ins-netz-geschaut","tag-dokumentationszentrum-un-eu","tag-gemuese","tag-heinrich-boell-stiftung","tag-nachhaltigkeit","tag-oekologische-landwirtschaft","tag-open-source","tag-saatgut","tag-selbstanbau","tag-urban-gardening"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24578","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3230"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24578"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24578\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29643,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24578\/revisions\/29643"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24578"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24578"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24578"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}