{"id":2557,"date":"2009-09-04T10:11:25","date_gmt":"2009-09-04T09:11:25","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/?p=2557"},"modified":"2010-07-20T12:55:17","modified_gmt":"2010-07-20T11:55:17","slug":"paperc-der-virtuelle-copyshop","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/2009\/09\/04\/paperc-der-virtuelle-copyshop\/","title":{"rendered":"PaperC &#8211; der virtuelle Copyshop"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static0.paperc.de\/images\/logo-paperc.png?1249769893\" height=\"43\" width=\"191\" vspace=\"3\" hspace=\"3\" align=\"right\">Seit einigen Wochen macht ein neuer Webdienst Furore und l\u00f6st speziell in den Bibliotheken Diskussionen aus. <a href=\"https:\/\/paperc.de\">PaperC<\/a> ist ein virtueller Copyshop f\u00fcr E-B\u00fccher mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass das Lesen dieser B\u00fccher zun\u00e4chst einmal nichts kostet. Erst wenn Kopien gew\u00fcnscht werden, entstehen Kosten, die sich in etwa in dem Rahmen von Kopierkosten in normalen Copyshops bewegen.<\/p>\n<p>Knapp 900 Titel von so renommierten Wissenschaftsverlagen wie de Gruyter oder auch Duncker &amp; Humblot sind zurzeit im Angebot. Bem\u00e4ngelt wird die Suchfunktion, die wirklich nicht viele M\u00f6glichkeiten bietet und vielleicht f\u00fcr ein paar hundert Titel gerade mal so ausreicht.<\/p>\n<p>Wie kommt es zu diesem revolution\u00e4ren Gesch\u00e4ftsmodell? PaperC hat den Verlagen gegen\u00fcber argumentiert, dass sie von einem Buch, dass vielfach kopiert wird, keinen finanziellen Gewinn haben und dass es m\u00f6glicherweise lukrativer sein k\u00f6nnte, E-B\u00fccher in PaperC anzubieten. Zumal es ja auch den Effekt gibt, dass ein durchkopiertes Buch preislich meist teurer wird, als ein gekauftes Exemplar, was nun wieder den Buchverkauf f\u00f6rdern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Sargnagelpotential f\u00fcr die Bibliotheken?! Werden Bibliotheken wirklich ausgebootet, wenn E-B\u00fccher kommerzieller Verlage frei gelesen werden k\u00f6nnen? <\/p>\n<p>Sicher ist nat\u00fcrlich, dass es f\u00fcr NutzerInnen unglaublich bequem ist (keine \u00d6ffnungszeiten, keine vorherige Beantragung von Benutzungsausweisen mit Berechtigung f\u00fcr E-Ressourcen nur vom Campusnetz der jeweiligen Uni, keine Herumrennerei nach einem verf\u00fcgbaren Exemplar in Bibliothek X oder Y usw.). <\/p>\n<p>Sicher ist aber auch, dass es keine Garantie f\u00fcr eine dauerhafte Verf\u00fcgbarkeit der angebotenen Titel gibt. Und auch das ist ja Aufgabe von Bibliotheken: schlie\u00dflich werden ja auch heute noch B\u00fccher von 1850 gelesen. Und wenn Verlage ihre Kosten so nicht decken k\u00f6nnen, wird das Modell PaperC sicherlich modifiziert werden.<\/p>\n<p>Die FU-Bibliotheken testen \u00fcbrigens bis Ende des Jahres ein \u00e4hliches Gesch\u00e4ftsmodell mit den UTB-studi-ebooks (vgl.: <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/2009\/04\/09\/lehrbucher-von-utb-online\/\">Posting vom 9. April 2009: Lehrb\u00fccher von UTB Online<\/a>).<\/p>\n<p>PaperC wurde  vom B\u00f6rsenverein des Deutschen Buchhandels mit dem AKEP Award ausgezeichnet. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einigen Wochen macht ein neuer Webdienst Furore und l\u00f6st speziell in den Bibliotheken Diskussionen aus. PaperC ist ein virtueller Copyshop f\u00fcr E-B\u00fccher mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass das Lesen dieser B\u00fccher zun\u00e4chst einmal nichts kostet. 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