{"id":30111,"date":"2021-12-09T11:26:23","date_gmt":"2021-12-09T10:26:23","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/?p=30111"},"modified":"2021-12-14T09:43:24","modified_gmt":"2021-12-14T08:43:24","slug":"akademisches-identitaetsmanagement-sehen-und-gesehen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/2021\/12\/09\/akademisches-identitaetsmanagement-sehen-und-gesehen-werden\/","title":{"rendered":"Akademisches Identit\u00e4tsmanagement \u2013 Sehen und gesehen werden"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Akademisches Identit\u00e4tsmanagement wird mittlerweile von verschiedenen Plattformen angeboten. ORCID, Google Scholar, Researchgate, die mit dem Web of Science verkn\u00fcpfte Researcher ID oder die Scopus Author ID von Elsevier sind einige der verbreitetsten M\u00f6glichkeiten, die Sichtbarkeit des eigenen Forschungsprofils zu erh\u00f6hen oder die Identit\u00e4t von Autor*innen zu verifizieren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>You know my Name<\/strong><\/p><cite><strong>Chris Cornell, 2006<\/strong><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das ORCID-Symbol ist heute auf vielen Aufsatzpublikationen zu sehen. Insbesondere seit gro\u00dfe Verlage wie Springer diese Form des Identit\u00e4tsnachweises aktiv unterst\u00fctzen, hat sich der gr\u00fcne Kreis mit der Abk\u00fcrzung &#8222;iD&#8220; als erg\u00e4nzende Angabe zu den Autor*innen einer Ver\u00f6ffentlichung weltweit etabliert. Welchen Nutzen haben ORCID und andere M\u00f6glichkeiten des akademischen Identit\u00e4tsmanagements und welche anderen Services gibt es \u00fcberhaupt?<\/p>\n\n\n\n<p>Akademisches Identit\u00e4tsmanagement dient grunds\u00e4tzlich zwei teilidentischen Interessen von Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsverlagen. Zum einen erm\u00f6glicht es Wissenschaftler*innen, ein Profil ihrer T\u00e4tigkeit zu erstellen und zu gestalten &#8211; soweit dies die Plattform zul\u00e4sst. So kann beispielsweise die Sichtbarkeit der eigenen Publikationen und Forschungsschwerpunkte erh\u00f6ht werden. Zum anderen haben Verlage bei Autor*innen, die eine Form des akademischen Identit\u00e4tsmanagemnts nutzen, Gewissheit \u00fcber deren Identit\u00e4t. Dies verbessert etwa die Identifikation der Corresponding Authors; dient aber etwa auch der Verhinderung von Wissenschaftshoaxes (z. B. &#8222;The conceptual penis as a social construct&#8220;, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/23311886.2017.1330439\" target=\"_blank\">https:\/\/doi.org\/10.1080\/23311886.2017.1330439<\/a>). Gleichzeitig verbessert eine klare Zuordnung von Autor*innen und ihren jeweiligen Publikationen die Berechnung personenbezogener Metriken wie des h-Index.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>ORCID<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>Open Researcher and Contributor ID<\/em> (ORCID, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/orcid.org\" target=\"_blank\">https:\/\/orcid.org<\/a>) geht auf eine gemeinsame Initiative von Wissenschaftsverlagen und Forschungseinrichtungen zur\u00fcck und ist im Gegensatz zu den \u00fcbrigen hier vorgestellten M\u00f6glichkeiten des Akademischen Identit\u00e4tsmanagements ein nicht kommerzielles Angebot. Die ORCID-Identifikationsnummer ist ein eindeutiger, dauerhafter Identifikator, der mit einem Personenprofil verkn\u00fcpft ist. Dieses bietet zahlreiche M\u00f6glichkeiten, den pers\u00f6nlichen wissenschaftlichen Werdegang, Publikationen sowie Auszeichnungen, Drittmittel, Mitgliedschaften, Reviewer-T\u00e4tigkeiten usw. zu hinterlegen. Dabei haben Nutzer*innen vollst\u00e4ndige Kontrolle dar\u00fcber, welche Informationen sie \u00f6ffentlich einsehbar hinterlegen m\u00f6chten oder ob bestimmte Informationen nur einem ausgew\u00e4hlten Kreis zug\u00e4nglich sein sollen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>ResearcherID (Clarivate)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Alternative bietet die mit dem <em>Web of Science<\/em> und <em>Publons<\/em> verkn\u00fcpfte <em>ResearcherID<\/em> (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.researcherid.com\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.researcherid.com\/<\/a>) des kommerziellen Anbieters <em>Clarivate<\/em>. Im zugeh\u00f6rigen pers\u00f6nlichen Profil k\u00f6nnen Publikationen manuell oder per \u00dcbernahme aus dem <em>Web of Science<\/em> angelegt werden. Daneben besteht die Option, Angaben zur institutionellen Anbindung, Forschungsschwerpunkten sowie zu Begutachtungen im Peer Review oder bei Forschungsf\u00f6rderantr\u00e4gen zu hinterlegen. Eine Verkn\u00fcpfung dieses Profils mit einem bestehenden ORCID-Profil ist m\u00f6glich. Eine Kontrolle der \u00f6ffentlich einsehbaren Daten ist bei diesem Profil vor allem dadurch gegeben, dass alle Angaben frei editiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Scopus Author ID<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beim Service <em>Scopus<\/em> des Anbieters Elsevier ist die <em>Scopus Author ID<\/em> ein Bestandteil der Zitationsdatenbank und wird automatisch angelegt. Dabei k\u00f6nnen f\u00fcr ein und dieselbe Person mehrere IDs vergeben werden, eine Korrektur oder Zusammenf\u00fchrung von Eintr\u00e4gen ist auf Nachfrage hin m\u00f6glich. Zudem besteht auch hier die M\u00f6glichkeit die ORCID mit dem Scopus-Profil zu synchronisieren. Da das Profil automatisiert erstellt wird, besteht bei diesem Service kaum eine M\u00f6glichkeit der Kontrolle \u00fcber die eigenen Daten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Google<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine kleinere L\u00f6sung bietet Google Scholar (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/scholar.google.de\/citations\" target=\"_blank\">https:\/\/scholar.google.de\/citations<\/a>), das nur in Verbindung mit einem Google-Account genutzt werden kann. Hier k\u00f6nnen ebenfalls die institutionelle Zugeh\u00f6rigkeit, Forschungsschwerpunkte und Publikationen hinterlegt werden. Eine Kontrolle \u00fcber die Sichtbarkeit des Scholar-Profils besteht insoweit als das Profil insgesamt \u00f6ffentlich oder nicht-\u00f6ffentlich gestellt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen finden Sie in einem Tutorial aus dem Selbstlernangebot der Universit\u00e4tsbibliothek: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/ik_qk\/category\/bibliometrie\/\" target=\"_blank\">https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/ik_qk\/category\/bibliometrie\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vielen Dank f\u00fcr den Text an <a href=\"https:\/\/www.cedis.fu-berlin.de\/cedis\/mitarbeiter\/beschaeftigte\/aglatzmeier.html\">Armin Glatzmeier<\/a> (Projekt &#8222;Softwaregest\u00fctzte Qualit\u00e4tssicherung wissenschaftlicher Arbeiten&#8220;)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(Bildquelle: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/student-typing-keyboard-text-849825\/\">Pixabay.com<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Akademisches Identit\u00e4tsmanagement wird mittlerweile von verschiedenen Plattformen angeboten. 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