{"id":9067,"date":"2011-10-10T18:29:15","date_gmt":"2011-10-10T17:29:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/?p=9067"},"modified":"2016-10-24T12:30:47","modified_gmt":"2016-10-24T11:30:47","slug":"deutscher-buchpreis-fur-eugen-ruge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/2011\/10\/10\/deutscher-buchpreis-fur-eugen-ruge\/","title":{"rendered":"Deutscher Buchpreis f\u00fcr Eugen Ruge"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/?attachment_id=9073\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9073\" title=\"Logo_dbp\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/bibliotheken\/files\/2011\/10\/Logo_dbp.png\" alt=\"\" width=\"90\" height=\"72\" align=\"right\" \/><\/a>Nachdem im Vorjahr Melinda Nadj Abonji (<em>Tauben fliegen auf<\/em>) als erste Schweizerin siegreich war geht der Deutsche Buchpreis 2011 an Eugen Ruge. In seinem Romandeb\u00fct <em>In Zeiten des abnehmenden Lichts<\/em> spiegele er <a href=\"https:\/\/www.deutscher-buchpreis.de\/de\/458579\/\">laut Jurybegr\u00fcndung<\/a> ostdeutsche Geschichte in einem Familienroman. \u201eEs gelingt ihm, die Erfahrungen von vier Generationen \u00fcber f\u00fcnfzig Jahre hinweg in einer dramaturgisch raffinierten Komposition zu b\u00e4ndigen. Sein Buch erz\u00e4hlt von der Utopie des Sozialismus, dem Preis, den sie dem Einzelnen abverlangt, und ihrem allm\u00e4hlichen Verl\u00f6schen.\u201c<\/p>\n<p>Das Werk, in diesem Jahr bereits mit dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet, folgt drei Generationen einer Familie und dehnt sich zeitlich \u00fcber die DDR der 1950er Jahre und den Mauerfall bis zum Beginn des neuen Jahrtausends. Ruge, 1954 im russischen Ural als Sohn des Historikers Wolfgang Ruge (1917-2006) geboren, ist studierter Mathematiker und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut f\u00fcr Physik der Erde. Seit 1989 ist er als Autor t\u00e4tig und wurde u. a. durch Tschechow-\u00dcbersetzungen und mehrere Theaterst\u00fccke (u. a. <em>Akte B\u00f6hme<\/em>, 2001) bekannt. Zur Vergabe des Deutschen Buchpreises hat <em>Der Tagesspiegel<\/em> am Montag noch ein <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/es-gibt-nur-die-persoenliche-wahrheit\/4735126.html\">interessantes Interview<\/a> mit dem Berliner gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Eugen Ruge setzte sich im Finale gegen Jan Brandt (<em>Gegen die Welt<\/em>), Michael Buselmeier (<em>Wunsiedel<\/em>), Angelika Kl\u00fcssendorf (<em>Das M\u00e4dchen<\/em>), die dieses Jahr vielfach preisgekr\u00f6nte Sibylle Lewitscharoff (<em>Blumenberg<\/em>) und Marlene Streeruwitz (<em>Die Schmerzmacherin<\/em>) durch. Kostenfreie Leseproben aller Romane bietet die E-Book-Plattform <a href=\"https:\/\/deutscherbuchpreis.libreka.de\/\">libreka!<\/a> an. Alle Titel sind auch im Bestand der <a href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/philbib\/\">Philologischen Bibliothek<\/a> zu finden (Brandts <em>Gegen die Welt<\/em> ist momentan in Bearbeitung).<\/p>\n<p>Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 vom B\u00f6rsenverein des Deutschen Buchhandels kurz vor der Frankfurter Buchmesse verliehen. Die Auszeichnung gilt als deutsche Antwort auf den franz\u00f6sischen Prix Goncourt oder den britischen Booker Prize und ist mit 25.000 Euro f\u00fcr den Sieger dotiert. \u00dcber die Vergabe entscheidet eine j\u00e4hrlich wechselnde, siebenk\u00f6pfige Jury. 2011 setzte sich diese u. a. aus der Literaturkritikern Maike Albath, Ina Hartwig, Christine Westernmann, Uwe Wittstock und der Autorin Ulrike Draesner zusammen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem im Vorjahr Melinda Nadj Abonji (Tauben fliegen auf) als erste Schweizerin siegreich war geht der Deutsche Buchpreis 2011 an Eugen Ruge. 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