{"id":27,"date":"2022-02-06T11:41:35","date_gmt":"2022-02-06T10:41:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/biochempharm\/?p=27"},"modified":"2022-02-06T11:46:29","modified_gmt":"2022-02-06T10:46:29","slug":"nachruf-auf-prof-dr-hans-joachim-pflueger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/biochempharm\/2022\/02\/06\/nachruf-auf-prof-dr-hans-joachim-pflueger\/","title":{"rendered":"Nachruf auf Prof. Dr. Hans-Joachim Pfl\u00fcger von Randolf Menzel"},"content":{"rendered":"\n<p>V\u00f6llig unerwartet und viel zu fr\u00fch wurde unser Freund und Kollege Hans-Joachim Pfl\u00fcger am 25.1.2022 aus einem aktiven Leben gerissen. Mit Trauer erf\u00fcllt uns der Verlust eines nahen und verehrten Freundes. Wir m\u00fcssen uns nun an Jochen Pfl\u00fcger in der Vergangenheitsform erinnern, eine schmerzliche Erfahrung, leben wir doch im Jetzt und ganz in der Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Gymnasialzeit in Ulm ging Jochen Pfl\u00fcger als Student f\u00fcr Chemie und Biologie erst an die Universit\u00e4t nach Stuttgart und dann an die neu gegr\u00fcndete Universit\u00e4t in Kaiserslautern. Sein Ziel war das Staatsexamen, das er 1973 und 1974 mit zwei Pr\u00fcfungen ablegte und dann auch an einem Gymnasium stundenweise unterrichtete. In dieser Zeit legte er seinen Schwerpunkt auf die Biologie und da auf die Neurobiologie, wohl angeregt durch einen Wissenschaftler, Prof. U. B\u00e4ssler, bei dem er dann eine Doktorarbeit \u00fcber die neuronale Steuerung verschiedener K\u00f6rperbewegungen der Stabheuschrecke begann.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Zeit gab es unter den Insekten Neurobiologen eine spannende Diskussion \u00fcber die Frage, ob rhythmische Bewegungen wie Laufen, Fliegen und Schwimmen allein im zentralen Nervensystem \u00fcber Rhythmusgeneratoren (sog. CPG, central rhythm generators) gesteuert werden oder auch \u00fcber R\u00fcckmeldungen von Sensoren in den Gelenken der bewegten K\u00f6rperteile und der K\u00f6rperoberfl\u00e4che. In seiner Dissertation zeigte Jochen Pfl\u00fcger, dass die Schaukel- und Laufbewegungen der Stabheuschrecke zwar von einem CPG angetrieben werden aber durch R\u00fcckmeldungen aus der Peripherie ausgel\u00f6st und ver\u00e4ndert werden<sup>1<\/sup>. F\u00fcr diesen Nachweis waren sehr delikate Eingriffe an den Beingelenken notwendig verbunden mit den gleichzeitigen elektrophysiologischen Registrierungen der Muskel. Es zeigte sich, dass er diese Schwierigkeiten bravour\u00f6s bew\u00e4ltigte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun hatte ihn die Insekten-Neurobiologie vereinnahmt. In seiner ersten Postdoktoranden Periode arbeitete er zuerst mit einem der bekanntesten Neurobiologen auf diesem Gebiet, Dr. Malcolm Burrows an der Universit\u00e4t Cambridge (UK), zusammen und dann mit Dr. H. Cruse im Institut von Prof. P. G\u00f6rner an der Universit\u00e4t in Bielefeld. Die Neurobiologie der Invertebraten begann damals ihren H\u00f6henflug dank der neuen Methoden (intrazellul\u00e4re Registrierungen und Fluoreszenzmarkierungen), die besonders erfolgreich an Insekten und Mollusken durchgef\u00fchrt werden konnten. Sein Ziel war es die Verbindungen der peripheren Sensoren mit den zentralnerv\u00f6sen Schaltkreisen der Bewegungen sowohl anatomisch wie funktional aufzukl\u00e4ren<sup>2<\/sup>, <sup>3<\/sup>, <sup>4<\/sup>).<\/p>\n\n\n\n<p>1985 habilitierte er sich an der Universit\u00e4t Konstanz in der Arbeitsgruppe von Prof. W. Rathmayer mit dem Thema: \u201eSensomotorische Interaktionen bei der Wanderheuschrecke: Die Aufkl\u00e4rung eines mechanorezeptiven Informationsweges\u201c. Die Arbeitsgruppe von Prof. Rathmayer war sehr lebendig, und nahm eine wichtige Stellung in der deutschen Invertebraten Neurobiologie ein. Wir trafen uns j\u00e4hrlich mit dieser und anderen Gruppen zu den \u201eKleinsthirn Konferenzen\u201c, die Prof. F. Huber regelm\u00e4\u00dfig in Starnberg veranstaltete. Hier traf ich Jochen Pfl\u00fcger zum ersten Mal. Die Aufkl\u00e4rung von zentralen Schaltkreisen war auch mein Anliegen, wenn auch von der sensorischen Seite aus, und ich war beeindruckt von den raffinierten Methoden und den eindeutigen Ergebnissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neuroanatomie ist nicht ein biologisches Fach wie alle anderen. Die Sch\u00f6nheit der Neuronen, wie sie sich uns besonders in dieser Zeit auftat, spricht im hohen Ma\u00dfe unser \u00e4sthetisches Empfinden an und kann zu Begeisterungsst\u00fcrmen f\u00fchren. Ich erinnere mich an einen Moment als alle Teilnehmer auf einer solchen Kleisthirn Konferenz spontan aufstanden und applaudierten, als die ersten Fluoreszenzaufnahmen von einzelnen zentralen Neuronen im Fliegenhirn gezeigt wurden. Jochen Pfl\u00fcger hat sich diese Begeisterung und den \u00e4sthetischen Zugang f\u00fcr sein ganzes Leben erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im April 1987 trat Jochen Pfl\u00fcger seine Professur an der Freien Universit\u00e4t an. Er hatte seine Forschungen bereits in Konstanz um eine Thematik erweitert, die besonders gut in die Fragestellungen unseres Instituts f\u00fcr Neurobiologie passte, n\u00e4mlich die Ver\u00e4nderung der zentralen Schaltkreise durch Neuromodulatoren. Er fand heraus, dass die zentralen und peripheren Schaltkreise, die das Laufen und Fliegen der Heuschrecke steuern, von unpaaren Neuronen versorgt werden, die beim Start, dem Andauern und dem Beenden der Bewegungen eine steuernde Rolle \u00fcbernehmen (dorsal unpaired meadian neurons, DUM Neurone<sup>5<\/sup>,<sup>6<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir gr\u00fcndeten eine von der DFG gef\u00f6rderte Forschergruppe, in der die verschiedenen Ebenen der Plastizit\u00e4t im Nervensystem von Insekten studiert wurden (\u201eLearning, Memory and Neuromodulation in Arthropods, 1989 \u2013 1995). Seine Expertise in neuroanatomischen Methoden und intrazellul\u00e4ren F\u00e4rbungen war eine riesige Hilfe f\u00fcr das ganze Institut insbesondere auch deshalb, weil wir uns damals eines der ersten konfokalen Mikroskope anschafften. Er identifizierte mit immunocytologischen Methoden die Transmitter der DUM Neurone<sup>7<\/sup>,<sup>8<\/sup>, erkannte die steuernde Rolle der DUM Neurone beim \u00dcbergang von Bewegungsrhythmen, entdeckte, dass Tyramin neben Octopamin ein eigenst\u00e4ndiger Modulator mit spezifischer Funktion ist<sup>9<\/sup>, und beschrieb die aktivit\u00e4tsabh\u00e4ngige strukturelle und funktionelle Dynamik der DUM Neurone<sup>10<\/sup>,<sup>11<\/sup>,<sup>12<\/sup>,<sup>13<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer klassischen Publikation diskutierte Jochen Pfl\u00fcger das Konzept der Neuromodulation und die Eigenschaften neuromodulatorischer Neurone als Implementierung einer eigenst\u00e4ndigen und spezifischen zentralen Funktion der Anpassung und langzeitigen Steuerung im Nervensystem<sup>14<\/sup>. Die St\u00e4rke seines Forschungsansatzes bestand darin, dass er die verschiedenen Bewegungsformen gleichzeitig mit den Registrierungen von identifizierten Neuronen des modulatorischen Netzwerkes studieren konnte und so nachwies, dass den verschiedenen DUM Neuronen unterschiedliche Aufgaben zukommen, sie also nicht einfach als An- und Aufreger Neurone (\u201earousal neurons\u201c) agieren. So konnte er auch zeigen, dass eine Subpopulation von DUM Neuronen den \u00dcbergang von der durch Glykolyse betriebenen kurzen Flugphasen zu den durch Lipid Stoffwechsel betriebenen Langstrecken Fl\u00fcgen steuern<sup>15<\/sup>).<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Forschungen wurden durch entwicklungsphysiolische Studien erweitert, in denen die anatomische Plastizit\u00e4t von identifizierten einzelnen Neuronen herausgearbeitet wurde<sup>16<\/sup>, <sup>17<\/sup>. In unserem Sonderforschungsbereich (SFB 515 \u201eEntwicklungs- und erfahrungsabh\u00e4ngige Plastizit\u00e4t des Nervensystems\u201c 1996 &#8211; 2005) waren alle diese Studien tragende Projekte. In den letzten Jahren hat er seine Forschungen auf die DUM Neurone bei der Fruchtfliege Drosophila im Rahmen einer von ihm geleiteten Forschergruppe (\u201eBiogene Amine in Insekten\u201c) erweitert und vertieft.<\/p>\n\n\n\n<p>Jochen Pfl\u00fcger war ein gro\u00dfartiger Kommunikator. Seine Freunde, Kollegen und Studenten haben viel durch den Kontakt mit ihm gewonnen. Nur selten gab es Gespr\u00e4che, in denen er uns mit seinem fr\u00f6hlichen Lachen nicht angesteckt hat. (Vielleicht ist dies sogar die lebendigste Erinnerung an ihn, er war ein munterer und fr\u00f6hlicher Mensch mit Lust am Schalk). Vielleicht war seine fr\u00fche Erfahrung als Gymnasiallehrer pr\u00e4gend, denn er wusste, wie er Studenten und Mitarbeiter motivieren konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>In die Lehre war er auf allen Ebenen intensiv eingebunden und hat sie gerne \u00fcbernommen. Gemeinsam haben wir immer wieder um den Erhalt der Praktika geworben. F\u00fcr die Tutoren der Praktika war er ein Vorbild, weil ihm das Experimentieren und der direkte Kontakt mit den Mitarbeitern so viel Freude bereitete. Die Vorlesungen und Seminare hat er inhaltlich anspruchsvoll gestaltet und didaktisch geschickt durchgef\u00fchrt. Manchmal verriet er mir, welche aufmunternden oder lustigen Anmerkungen er so alle 15 \u2013 20 Minuten einstreut. Wenn ich in seine power points hineinschaue, die ich noch immer in meinem Archiv hege, dann beeindrucken mich der \u00e4sthetische Aufbau und Auswahl der Bilder. Es war ihm ein Anliegen, die Sch\u00f6nheit biologischer Objekte, m\u00f6gen es Neuronen, Gewebestrukturen, V\u00f6gel oder Pflanzen sein, als einen Grund f\u00fcr seine Begeisterung f\u00fcr die lebende Welt erkennbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus vielen Gespr\u00e4chen wei\u00df ich, dass ihn durchaus selbstkritische Fragen umgetrieben: Warum lehren wir alle diese Details, und sollen die Studenten das wirklich alles wissen? Was von dem, was uns zurzeit so wichtig erscheint, wird Bestand haben? Was k\u00f6nnte ich weglassen, um Platz zu machen f\u00fcr neue Entdeckungen? Wer ihn als Pr\u00fcfer hatte konnte von Gl\u00fcck reden, denn er war geduldig, fair und mild. Auch nach seiner Pensionierung hat er aktiv an der Lehre der Neurobiologie teilgenommen, wof\u00fcr wir Neurobiologen an der FU ihm sehr dankbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine gro\u00dfe Begeisterung waren die Exkursionen \u2013 er war eben ein Biologe mit zwei Standbeinen, einem im Labor und einem in der Natur. \u00dcber dreieinhalb Jahrzehnte waren seine Vogel Exkursionen in die Umgebung und die Nordseeinseln bei den Studenten sehr beliebt. Er war fest davon \u00fcberzeugt, dass sich die wirklich wichtigen Fragen der Biologie, auch der Neurobiologie, nur im Verhalten der Tiere unter nat\u00fcrlichen oder naturnahen Bedingungen finden lassen. Daher war es f\u00fcr ihn selbstverst\u00e4ndlich, sich als Neuroethologe zu verstehen, als jemand, der die neuronalen Grundlagen des Verhaltens der Tiere als Mechanismen der Anpassungen an die nat\u00fcrlichen Selektionsfaktoren versteht (Pfl\u00fcger and Menzel 1999).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein guter Kommunikator kann sich den zahlreichen Rufen aus der akademischen Gemeinschaft schwerlich entziehen. Ihn erreichten viele solcher Rufe, aus unserer Universit\u00e4t, aus nationalen und internationalen Gesellschaften und von zahlreichen Kollegen, wenn es um die Beurteilung von Manuskripten und Wissenschaftlern ging. Unserer Universit\u00e4t hat er seine kompetente und vermittelnde Mitarbeit vielf\u00e4ltig zur Verf\u00fcgung gestellt. Zwei Mal war er Dekan (1993 \u2013 1995, 2013 \u2013 2015), zwei Mal Prodekan (1991 \u2013 1993, 1999-2003), dar\u00fcber hinaus Direktor des Instituts f\u00fcr Biologie (2013-2015), Mitglied im Senat der FU (2000-2004) und Mitglied in der zentralen Entwicklungs- und Planungskommission der FU (2012-2014). Dabei hat er die Schrumpfung und Neuausrichtung der Freien Universit\u00e4t in der Nachwendezeit mit hoher Verantwortung unterst\u00fctzt, eine fordernde und schwierige Aufgabe.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Neurowissenschaften in Deutschland hat er sich vielf\u00e4ltig und engagiert eingesetzt, auch als Pr\u00e4sident der Deutschen Neurowissenschaftlichen Gesellschaft (2015 \u2013 2017). Auf der internationalen Ebene war er Pr\u00e4sident der International Society of Invertebrate Neurobiology (1999-2003), war member of council der IBRO (WERC, der International Brain Research Organisation, West-European Research Council), und dessen chair person von 2015 bis 2017.<\/p>\n\n\n\n<p>Jochen Pfl\u00fcger hat mir einmal verraten, warum ihm der Ruf an die FU so besonders gelegen kam. Das war nicht unbedingt der immer noch recht chaotische Zustand am FB Biologie Ende der achtziger Jahre, sondern Berlin als Kulturstadt. Es wird nicht viele in Berlin geben, die so intensiv am Kulturleben unserer Stadt teilgenommen haben. Gemeinsam mit sein Frau B. Kolodziej-Pfl\u00fcger war er in den Konzert-, den Theaters\u00e4len und als Dauergast der Philharmoniker in Berlin unterwegs. \u00dcber Jahre waren f\u00fcr mich besonders die Montagvormittage ein Genuss, wenn er von seinen Erlebnissen in Konzerten, Opern und Schauspielen berichtete, immer hervorragend informiert, zwar auch kritisch aber vor allem genie\u00dfend.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Institutsleben ist im menschlichen und wissenschaftlichen Sinn \u00e4rmer geworden. Jochen Pfl\u00fcger wird uns fehlen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hinweise<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Pfl\u00fcger, H.-J. The control of the rocking movements of the phasmid Carausius morosus Br. <em>Journal of comparative physiology<\/em> <strong>120<\/strong>, 181-202 (1977).<\/li><li>Pfl\u00fcger, H., Br\u00e4unig, P. &amp; Hustert, R. Distribution and specific central projections of mechanoreceptors in the thorax and proximal leg joints of locusts. <em>Cell and tissue research<\/em> <strong>216<\/strong>, 79-96 (1981).<\/li><li>Pfl\u00fcger, H.-J. The large fourth abdominal intersegmental interneuron: a new type of wind-sensitive ventral cord interneuron in locusts. <em>Journal of Comparative Neurology<\/em> <strong>222<\/strong>, 343-357 (1984).<\/li><li>Pfl\u00fcger, H.-J., Elson, R., Binkle, U. &amp; Schneider, H. The central nervous organization of the motor neurones to a steering muscle in locusts. <em>Journal of Experimental Biology<\/em> <strong>120<\/strong>, 403-420 (1986).<\/li><li>Ferber, M. &amp; Pfl\u00fcger, H.-J. Bilaterally projecting neurones in pregenital abdominal ganglia of the locust: Anatomy and peripheral targets. <em>Journal of Comparative Neurology<\/em> <strong>302<\/strong>, 447-460 (1990).<\/li><li>Ferber, M. &amp; Pfl\u00fcger, H.-J. An identified dorsal unpaired median neurone and bilaterally projecting neurones exhibiting bovine pancreatic polypeptide-like\/FMRFamide-like immunoreactivity in abdominal ganglia of the migratory locust. <em>Cell Tissue Res<\/em> <strong>267<\/strong>, 85-98 (1992).<\/li><li>Pfl\u00fcger, H.-J. &amp; Watson, A. H. D. GABA and glutamate-like immunoreactivity at synapses received by dorsal unpaired median neurones in the abdominal nerve cord of the locust. <em>Cell Tissue Res<\/em> <strong>280<\/strong>, 325-333 (1995).<\/li><li>Stevenson, P. A., Pfl\u00fcger, H.-J., Eckert, M. &amp; Rapus, J. Octopamine immunoreactive cell populations in the locust thoracic-abdominal nervous system. <em>Journal of Comparative Neurology<\/em> <strong>315<\/strong>, 382-397 (1992).<\/li><li>Kononenko, N. L.<em> et al.<\/em> A population of descending tyraminergic\/octopaminergic projection neurons of the insect deutocerebrum. <em>Journal of Comparative Neurology<\/em> <strong>527<\/strong>, 1027-1038 (2019).<\/li><li>Pfl\u00fcger, H.-J., Hurdelbrink, S., Czjzek, A. &amp; Burrows, M. Activity-dependent structural dynamics of insect sensory fibers. <em>J. Neurosci<\/em> <strong>14<\/strong>, 6946-6955 (1994).<\/li><li>Duch, C., Mentel, T. &amp; Pfl\u00fcger, H.-J. Distribution and Activation of Different Types of Octopaminergic DUM Neurons in the Locust. <em>The Journal of Comparative Neurology<\/em> <strong>403<\/strong>, 119-134 (1999).<\/li><li>Br\u00e4unig, P. &amp; Pfl\u00fcger, H.-J. The unpaired median neurons of Insects. <em>Advances in Insect Physiology<\/em> <strong>28<\/strong>, 186-266 (2001).<\/li><li>Burrows, M. &amp; Pfl\u00fcger, H.-J. in <em>Learning and memory. Proceedings of the 23rd G\u00f6ttingen Neurobiology Conference 1995.<\/em>&nbsp;&nbsp; (ed N. Elsner) 209 (G. Thieme Verlag, 1995).<\/li><li>Pfl\u00fcger, H.-J. Neuromodulation during motor development and behavior. <em>Current Opinion in Neurobiology<\/em> <strong>9<\/strong>, 638-689 (1999).<\/li><li>Mentel, T.<em> et al.<\/em> Central modulatory neurons control fuel selection in flight muscle of migratory locust. <em>J Neurosci<\/em> <strong>23<\/strong>, 1109-1113 (2003).<\/li><li>Pfl\u00fcger, H., Witten, J. &amp; Levine, R. B. Fate of abdominal ventral unpaired median cells during metamorphosis of the hawkmoth, Manduca sexta. <em>Journal of Comparative Neurology<\/em> <strong>335<\/strong>, 508-522 (1993).<\/li><li>Pfl\u00fcger, H.-J. &amp; Meuser, S. Developmemt of a mechanosensory pathway in locusts. <em>Soc. Neurosci<\/em> <strong>21<\/strong>, 1276 (1995).<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>V\u00f6llig unerwartet und viel zu fr\u00fch wurde unser Freund und Kollege Hans-Joachim Pfl\u00fcger am 25.1.2022 aus einem aktiven Leben gerissen. 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