Diskussionsbeiträge

Kaleidoskop* I:

Mögliche Synergien für die Zukunftsforschung!? (Inter)disziplinäre Perspektiven auf Zukunft
(u.a.) aus der Ökonomie bzw. Klimafolgenforschung, der Soziologie, dem Design und… den Perspektive der Teilnehmenden

Im Gespräch v.l.n.r.: Max Priebe, Stefanie Ollenburg, Anselm Schultes und Jan Tölle
Im Gespräch mit dem Teilnehmenden: v.l.n.r.: Max Priebe, Stefanie Ollenburg, Anselm Schultes und Jan Tölle

Mit Statements von Anselm Schultes, Max Priebe, Stefanie Ollenburg und einer offenen Diskussion mit den Teilnehmenden im Plenum

  • In der Klimafolgenforschung muss weit in die Zukunft gedacht werden, da viele Generationen betroffen sind, und in vielen Fällen auch weltweit,  da der Klimawandel ein globales Problem ist. Anselm Schultes forscht als  Ökonom zu Fragen des Klimawandels und der Klimapolitik und hat gerade seine Doktorarbeit mit Schwerpunkt auf szenarienbasierter  Computermodellierung abgeschlossen. („At the Frontiers of Integrated Assessment of Climate Change: Distribution, Technology policy, and Land“). Vor diesem Hintergrund nimmt er in  seinem Statement eine volkswirtschaftliche Perspektive auf die Zukunft(sforschung) ein.
  • Vor dem Hintergrund globaler Ungleichheiten, Unterdrückung und ökologischer Zerstörung tagt(e) das 3rd Forum of Global Sociology in Wien vom 11.-14. Juli 2016 unter dem Motto “ The Futures we want: Global Sociology and the Struggles for a Better World“ mit dem expliziten Wunsch, die Zukunftsorientierung (forward orientation) in der empirischen, theoretischen und normativen Forschung zu fördern und die Disziplingrenzen der Soziologie zu überschreiten. Max Priebe, Regionalwissenschaftler, Soziologe und Student im Studiengang war dabei und gibt seine frisch gewonnenen Eindrücke, Anregungen und Anknüpfungspunkte für die Zukunftsforschung weiter.
  • © Huddle* Zukunftsforschung 2016
    © Huddle* Zukunftsforschung 2016

    Warum sollten Zukunftsforscher/innen gestalten und Designer/innen forschen und wie sie zusammen als sokratische Hebammen für nachhaltige Zukunftsentwürfe fungieren können? Stefanie Ollenburg, Konzeptionerin, Strategie-Designerin und Zukunftsforscherin hat sich mit diesen Fragen in ihrer Masterarbeit auseinandergesetzt. Es entstanden Überlegungen, wie die wissenschaftliche Zukunftsforschung den Designprozess integrieren aber auch wie der Designbereich sich der Zukunftsforschung bedienen kann, um eine bewusste Zukunftgestaltung zu ermöglichen

 

 

Kaleidoskop II: Zukunftsbilder aus Forschungs- und Praxisprojekten

  • © Timo Szczepanska @Huddle* Zukunftsforschung 2016
    © Timo Szczepanska @Huddle* Zukunftsforschung 2016

    Co-Living into the Future
    (Timo Szczepanska)
    Der fortlaufende Prozess wachsender Mobilität hat großen Einfluss auf soziale Lebens- und Wohnverhältnisse. Immer mehr Menschen haben Zugang zu schnellem Transport und weltweite Konnektivität ermöglicht (für viele) eine neue Dimension transnationaler Beziehungen und Verbundenheit. Da diese Prozesse raschen und dynamischen Wandels etablierte Weisen des Wohnens infragestellen, gibt es nicht nur einen akuten Bedarf an neuen Wohnkonzepten, sondern auch an neu und anders gedachten Gemeinschaften und neue Ansätze von Lebensmodellen. In diesem Beitrag möchte ich das in San Francisco ansässige „Embassy Network“ vorstellen, das ich während meines Projektpraktikums kennen lernen konnte, und – vor dem Hintergrund der skizzierten Herausforderungen – deren Ansatz gesellschaftliches (Zusammen)Leben wünschenswert zu gestalten, näher beleuchten

  • © Daniel Hauschild, Magdalena Eder, Jan Tölle @Huddle* Zukunftsforschung 2016
    © Daniel Hauschild, Magdalena Eder, Jan Tölle @Huddle* Zukunftsforschung 2016

    Wie wollen wir miteinander leben? Zukunftsbilder städtischer Lebensräume von Jugendlichen im Arrest
    (Magdalena Eder, Daniel Hauschild, Jan Tölle)
    Das Leben Jugendlicher in Haft oder Arrest ist häufig durch strukturelle Ausgrenzung geprägt, fehlende Teilhabe schlägt sich jedoch nicht nur in der Gegenwart nieder, sondern ebenso in Diskursen und Entscheidungsprozessen über zukunftsgerichtete Themen.
    Welche Stadt wünscht sich diese Gruppe für ihre Zukunft? Ein Bericht über einen Workshop im Jugendarrest Berlin-Brandenburg.

  • © Julia Lampert @Huddle* Zukunftsforschung 2016
    © Julia Lampert @Huddle* Zukunftsforschung 2016

    Zukunft mit Widersprüchen: Neues zu Zukunftsbildern Jerusalem 2060
    (Julia Lampert)
    Nach fast zwei Jahren Feldforschung in Jerusalem gibt es erste Einblicke in die Vorgehensweise und die Ergebnisse der qualitativen Leitfadeninterviews der Dissertation „Utopien Dystopien und Atopien Jerusalem 2060“. Des weiteren eine Anregung zur Diskussion der Besonderheiten des Interviews in der Zukunftsstellung und wie den Befragten das Denken in langfristigen Zeithorizonten eröffnet bzw. erleichtert werden kann.

  • Ingmar Mundt @Huddle* Zukunftsforschung 2016
    Ingmar Mundt @Huddle* Zukunftsforschung 2016

    Generation Y und die Idee der Zukunft
    (Ingmar Mundt)
    Soziologische Untersuchungen sind voll von der Feststellung, dass in der Spätmoderne die Zukunft als gesellschaftlicher und individueller Erwartungshorizont negativ konnotiert ist. Und Richtig ist: gesellschaftliche und ökonomische Strukturen verändern Biografien junger Menschen. Sozialstrukturwandel hat jedoch auch immer Auswirkungen auf die Selbstverhältnisse und damit auch auf temporale Strukturen und Wahrnehmungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wie sich der Narrativ und die Wahrnehmung der Zukunft verändert hat, ist Ziel und Ansatz dieses Beitrags.

Kaleidoskop III: 

Perspektiven auf die Zukunftsforschung
Vorstellung einer Studie zur Wahrnehmung, Akzeptanz und Relevanz der Zukunftsforschung
und Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion mit Gerhard de Haan, Harm Kuper, Sebastian Christ, Gabriele Thöne und Wolfgang Gründinger @Huddle* Zukunftsforschung 2016
Podiumsdiskussion mit Gerhard de Haan, Harm Kuper, Sebastian Christ, Gabriele Thöne und Wolfgang Gründinger @Huddle* Zukunftsforschung 2016

Das Thema Zukunftsforschung wird im medialen Bereich nach Wahrnehmung des Projektteams im Wesentlichen von „Trend-Gurus“ wie beispielsweise Matthias Horx, Lars Thomsen, Axel Liebetrau, etc. dominiert. Aus diesem Umstand ergibt sich das Interesse des Projektteams, wie denn der Begriff bzw. die (Inter-) Disziplin „Zukunftsforschung“ seitens der Öffentlichkeit wahrgenommen und verstanden wird. Außerdem sollte erfasst werden, ob die Zukunftsforschung nach Meinung der Befragten Nutzen stiften kann und somit Nachfrage nach ihr besteht. Auf Basis der Umfrageergebnisse soll eine Diskussion in der wissenschaftlichen Community angeregt werden, wie das öffentliche Bild im Sinne der wissenschaftlichen Zukunftsforschung gestärkt werden und breites Bewusstsein für sie geschaffen werden kann.

Carsten Dreher zu Perspektiven von ZF an der FU @Huddle* Zukunftsforschung 2016
Carsten Dreher zu Perspektiven von ZF an der FU @Huddle* Zukunftsforschung 2016

Projektteam: Sebastian Christ, Bernhard Diermaier, Christian Schoon, Jörg Walter

  • Wolfgang Gründinger (Verband der Digitalwirtschaft, promovierter Politikwissenschaftler)
  • Gerhard de Haan (Leiter Institut Futur, Freie Universität Berlin)
  • Harm Kuper (Prodekan des FB Erziehungswissenschaften und Psychologie, Freie Universität Berlin)
  • Gabriele Thöne  (Rechtsanwältin und Consultant und ehemalige Staatssekretärin für Finanzen des Landes Berlin)

 

 

 

* Ka·lei·do·s·kop, Substantiv [das], ein Spielzeug, in dem sich bunte Glassteine befinden, die man durch Drehen bewegen kann, so dass durch sich verändernde Spiegelungen stets neue Muster erscheinen.