{"id":36,"date":"2018-02-22T08:58:34","date_gmt":"2018-02-22T07:58:34","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/dhd2018_wikidata-workshop\/?page_id=36"},"modified":"2018-02-22T21:02:26","modified_gmt":"2018-02-22T20:02:26","slug":"beispielanwendungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/dhd2018_wikidata-workshop\/beispielanwendungen\/","title":{"rendered":"Beispielanwendungen"},"content":{"rendered":"<h4>Beispielanwendung 1<\/h4>\n<p><em>Georg Schelbert, Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin; Martin Raspe, MPI f. Kunstgeschichte in Rom<\/em><b><br \/>\nDie Datenbank der digitalisierten Glasdias des Instituts f\u00fcr Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universit\u00e4t in Berlin. <\/b><\/p>\n<p>Fotografien oder Dias, die Kunstwerke zeigen, werden normalerweise erfasst, indem \u2013 neben einigen Metadaten zum Bild \u2013 das abgebildete Kunstwerk beschrieben wird. Dies erfolgt oft nach bestimmten Standards, die dann Pflichtfelder und Terminologien vorgeben (Harpring 2010). Allerdings bedeutet die Beschreibung der auf Dias befindlichen Kunstwerke einen im Grunde \u00fcberfl\u00fcssigen Aufwand, da es sich zumeist um bekannte oder sogar ber\u00fchmte Kunstwerke handelt. Bei diesen Kunstwerken ist anzunehmen, dass diese bereits beschrieben wurden. Daher wurde entschieden, die Fotografien oder Dias mit Normdaten-Identifikatoren aus Wikidata zu versehen. So muss z.B. zumindest ein Teil der Beschriftung entziffert oder das Bildmotiv erkannt werden, um dann in Wikidata gesucht werden zu k\u00f6nnen. Um diesen Prozess zu beschleunigen bzw. zuverl\u00e4ssiger zu machen (indem zu eingegebenen Namen der Objekte zugleich Bilder zur \u00dcberpr\u00fcfung der \u00dcbereinstimmungen angezeigt werden) wurde prototypisch ein Webservice entwickelt, der (mit einer entsprechend konfigurierten Google \u201ecustom search engine\u201c) Bilder sucht. Er sucht dabei mit Vorrang bei Wikipedia, und ermittelt dazu die passenden Wikidata-IDs. Dieser Service soll im Rahmen des Workshops als Ausgangspunkt f\u00fcr praktische Arbeiten und weitere Diskussionen dienen. Dar\u00fcber hinaus stellt sich die Frage, wie Wissen, das aus dem Umgang mit den Bildern \u2013 etwa auf der Basis der Beschriftungen \u2013 entsteht, jedoch noch nicht Wikidata enthalten ist, in Wikidata eingespielt werden kann. Hierf\u00fcr werden M\u00f6glichkeiten (potentielle Workflows und Ans\u00e4tze) im Rahmen des Workshops diskutiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Beispielanwendung 2<\/h4>\n<p><em>Thorsten W\u00fcbbena, DFK Paris \/ Kunstgeschichtliches Institut der Univ. Frankfurt<\/em><b><br \/>\nDie ConedaKOR-Datenbank im Kunsthistorischen Institut in Frankfurt <\/b><\/p>\n<p>Aufgrund ihres Kenntnisstands sind Studierende in einer fr\u00fchen Phase des Kunstgeschichtsstudiums h\u00e4ufig nicht in der Lage, \u00fcber die textuelle Suche in einem Bilddatenbanksystem zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. Sie wissen schlichtweg nicht, wonach sie suchen m\u00fcssen bzw. welche Suchbegriffe sie verwenden m\u00fcssen, um das entsprechende Resultat zu erhalten. Beim Einsatz von ConedaKOR hilft hier sicher die Option, die Daten visuell zu explorieren. So reicht es zum Beispiel, die aufbewahrende Institution zu kennen, um zu einem bestimmten Bildwerk zu gelangen. Mittels Relationen werden die \u00fcbergeordneten Entit\u00e4ten durch die diversen R\u00e4ume bis hin zu den Werken sichtbar. Diese M\u00f6glichkeit stellt verst\u00e4ndlich keine spezifische Besonderheit dar, macht aber deutlich, dass nur eine hohe Datendichte dieses Vorgehen wirklich sinnvoll macht. Um nun die eingeschr\u00e4nkten personellen Ressourcen im Frankfurter Kunstgeschichtlichen Institut zu unterst\u00fctzen, wurde eine semi-automatisierte L\u00f6sung im Zusammenspiel mit dem Datenbestand aus Wikidata konzipiert. Da in der Frankfurter ConedaKOR-Installation die GND-ID f\u00fcr Personen und Orte abgelegt wird und genau diese Identifier auch in Wikidata vorhanden sind, werden die Relationen zwischen den \u2013 mit einer GND-ID versehenen \u2013 Entit\u00e4ten in Wikidata mit denen in der Frankfurter KOR-Installation verglichen. Jede dort nicht vorhandene Relation wird eingetragen und mit einem entsprechenden Label (\u201eAussage aus Wikidata \u00fcbernommen\u201c) versehen. Neben diesem Verfahren wird mit einer speziell entwickelten Web-Extension noch eine weitere M\u00f6glichkeit der system\u00fcbergreifenden Nutzung von Wikidata vorgestellt. Hierbei wird \u00a0zum einen auf jeder Website, die eine Wikidata-ID enth\u00e4lt im eigenen Datenbanksystem nachgesehen, ob Bildmaterial zum Objekt vorhanden ist, welches sich die Nutzer_innen dann direkt anzeigen lassen k\u00f6nnen. Ebenso kann auf diesem Weg neues Bildmaterial in das eigene System hochgeladen werden. Damit ist die Nutzung der Datenbasis in Wikidata m\u00f6glich, fehlende Objekte k\u00f6nnen direkt dort erg\u00e4nzt werden und die rechtlich h\u00e4ufig schwierige Abbildungssituation wird weiterhin im System der Nutzer_innen gekl\u00e4rt. Auch die \u00dcbernahme von Wikidata-Inhalten in die eigene Datenbank ist auf diesem Weg m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/addons.mozilla.org\/de\/firefox\/addon\/wikidata-on-kor\/\">FF-Extension<\/a>, <a href=\"https:\/\/chrome.google.com\/webstore\/detail\/conedakor-wikidata\/gnelecjniimapmbdkckcocblcpgpbkii\">Chrome-Extension<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/testing-2-0.coneda.net\">ConedaKOR-Testinstallation\u00a0<\/a>(LogIn-Daten erhalten die Teilnehmenden im Workshop)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beispielanwendung 1 Georg Schelbert, Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin; Martin Raspe, MPI f. Kunstgeschichte in Rom Die Datenbank der digitalisierten Glasdias des Instituts f\u00fcr Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universit\u00e4t in Berlin. 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