{"id":128,"date":"2022-12-07T13:33:12","date_gmt":"2022-12-07T12:33:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/?p=128"},"modified":"2024-03-22T09:41:12","modified_gmt":"2024-03-22T08:41:12","slug":"kfs-zum-bundesweiten-warntag-am-08-12-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/archive\/128","title":{"rendered":"KFS zum bundesweiten Warntag am 08.12.2022"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Katastrophenforschungsstelle (KFS)<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"434\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen-1024x434.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-208\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen-1024x434.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen-300x127.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen-768x325.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen-1536x651.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen-1200x508.jpg 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen.jpg 1610w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption>\u00a9 Furtw\u00e4ngler, A.; Reichhold, K.; Huber, A.:<br>Griechische Vasenmalerei, Odysseus und die Sirenen, ca. 475-450 v. Chr. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/zfsoz-1984-0402\/pdf\">1984<\/a> beschreiben Lars Clausen und Wolf R. Dombrowsky, die Wegbereiter einer deutschen Katastrophensoziologie und Gr\u00fcnder der Katastrophenforschungsstelle (KFS) an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel, das Wesen der Warnung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u201eNegativ bestimmt sich so das Warnwesen als eine technische Einrichtung, die dann auch trotz besten Funktionierens und m\u00f6glicher Rechtzeitigkeit sinnlos ist, <em>weil es ein ,nacktes Warnen\u2018<\/em>, ein Warnen ohne Bezug auf die als gef\u00e4hrlich definierten Umwelterscheinungen und die ihm folgenden angemessenen Reaktionen der Gewarnten, <em>nicht geben kann<\/em>. Es vereinfachte sich zu einer ,Prognose\u2018 herk\u00f6mmlichen naturwissenschaftlichen Musters \u2013 weil ,Warnungen\u2018 mehr sein m\u00fcssen, n\u00e4mlich konkret erlauben sollen, sozial handelnd das Vorhergesagte, die Gefahr, <em>nicht<\/em> eintreten zu lassen. Nur dort, wo die Korrespondenz aller Bez\u00fcge \u00fcber das gesamte Spektrum von Gefahrenantizipation, -definition, technischer Umsetzung und Reaktionstraining abgedeckt ist, lie\u00dfe sich von einem gesellschaftlich funktionst\u00fcchtigen Warnwesen sprechen\u201c (Hervorh. im Original).<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend \u00f6ffentliche Debatten \u2013 wie auch in den letzten Tagen wieder zu beobachten \u2013 \u00fcber die Bedingungen erfolgreicher Warnung h\u00e4ufig auf den M\u00f6glichkeiten und Grenzen der zum Einsatz kommenden Technik fokussieren, lenkt die <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/aktuelles\/news\/20221123_Berufung_Voss.html\">KFS<\/a> seit fast 40 Jahren ihre Aufmerksamkeit auf die <em>sozialen<\/em> Voraussetzungen von Kommunikation. Grundlegende Annahme ist, dass Warnung nicht als ein linearer Transfer von Informationen begriffen werden sollte, f\u00fcr dessen Erfolg in erster Linie die technische \u00dcbermittlung von einem Sender an die Empf\u00e4nger gelingen m\u00fcsse. Stattdessen gilt es, Kommunikation als komplexen sozialen Prozess zu begreifen, der auf verschiedenen Ebenen h\u00f6chst voraussetzungsvoll ist. Die konkrete Ansprache, die als Warnung in akuten Lagen erfolgt, schlie\u00dft an vorherige (Risiko-)Kommunikation sowie Erfahrungen, Erwartungen, Deutungsmuster usw. einer heterogenen sich fortlaufend ver\u00e4ndernden Bev\u00f6lkerung an und wird vor diesem Hintergrund auf entsprechend vielf\u00e4ltige Weise rezipiert und interpretiert. Um die Voraussetzungen erfolgreicher Warnung zu verstehen, m\u00fcssen diese sozialen Faktoren in den Blick genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir besch\u00e4ftigen uns in unterschiedlichen Projekten an der KFS und der <a href=\"https:\/\/a-kfs.de\/\">Akademie der Katastrophenforschungsstelle<\/a> (AKFS), mit verschiedenen disziplin\u00e4ren, inter- und transdisziplin\u00e4ren Zug\u00e4ngen mit dem Themenfeld von Kommunikation im Allgemeinen und Warnungen im Speziellen. Dabei leitet uns stets die Annahme, dass Warnung nicht ohne eine Betrachtung des soziokulturellen, \u00f6konomischen, historischen, politischen \u2013 also letztlich gesamtgesellschaftlichen \u2013 Kontextes optimal erfolgen kann.<\/p>\n\n\n\n<!--more \u21d2 Continue Reading-->\n<!--noteaser-->\n\n\n\n<p><em>Katastrophenforschungsstelle (KFS)<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"434\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen-1024x434.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-208\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen-1024x434.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen-300x127.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen-768x325.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen-1536x651.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen-1200x508.jpg 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/sirenen.jpg 1610w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption>\u00a9 Furtw\u00e4ngler, A.; Reichhold, K.; Huber, A.:<br>Griechische Vasenmalerei, Odysseus und die Sirenen, ca. 475-450 v. Chr. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/zfsoz-1984-0402\/pdf\">1984<\/a> beschreiben Lars Clausen und Wolf R. Dombrowsky, die Wegbereiter einer deutschen Katastrophensoziologie und Gr\u00fcnder der Katastrophenforschungsstelle (KFS) an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel, das Wesen der Warnung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u201eNegativ bestimmt sich so das Warnwesen als eine technische Einrichtung, die dann auch trotz besten Funktionierens und m\u00f6glicher Rechtzeitigkeit sinnlos ist, <em>weil es ein ,nacktes Warnen\u2018<\/em>, ein Warnen ohne Bezug auf die als gef\u00e4hrlich definierten Umwelterscheinungen und die ihm folgenden angemessenen Reaktionen der Gewarnten, <em>nicht geben kann<\/em>. Es vereinfachte sich zu einer ,Prognose\u2018 herk\u00f6mmlichen naturwissenschaftlichen Musters \u2013 weil ,Warnungen\u2018 mehr sein m\u00fcssen, n\u00e4mlich konkret erlauben sollen, sozial handelnd das Vorhergesagte, die Gefahr, <em>nicht<\/em> eintreten zu lassen. Nur dort, wo die Korrespondenz aller Bez\u00fcge \u00fcber das gesamte Spektrum von Gefahrenantizipation, -definition, technischer Umsetzung und Reaktionstraining abgedeckt ist, lie\u00dfe sich von einem gesellschaftlich funktionst\u00fcchtigen Warnwesen sprechen\u201c (Hervorh. im Original).<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend \u00f6ffentliche Debatten \u2013 wie auch in den letzten Tagen wieder zu beobachten \u2013 \u00fcber die Bedingungen erfolgreicher Warnung h\u00e4ufig auf den M\u00f6glichkeiten und Grenzen der zum Einsatz kommenden Technik fokussieren, lenkt die <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/aktuelles\/news\/20221123_Berufung_Voss.html\">KFS<\/a> seit fast 40 Jahren ihre Aufmerksamkeit auf die <em>sozialen<\/em> Voraussetzungen von Kommunikation. Grundlegende Annahme ist, dass Warnung nicht als ein linearer Transfer von Informationen begriffen werden sollte, f\u00fcr dessen Erfolg in erster Linie die technische \u00dcbermittlung von einem Sender an die Empf\u00e4nger gelingen m\u00fcsse. Stattdessen gilt es, Kommunikation als komplexen sozialen Prozess zu begreifen, der auf verschiedenen Ebenen h\u00f6chst voraussetzungsvoll ist. Die konkrete Ansprache, die als Warnung in akuten Lagen erfolgt, schlie\u00dft an vorherige (Risiko-)Kommunikation sowie Erfahrungen, Erwartungen, Deutungsmuster usw. einer heterogenen sich fortlaufend ver\u00e4ndernden Bev\u00f6lkerung an und wird vor diesem Hintergrund auf entsprechend vielf\u00e4ltige Weise rezipiert und interpretiert. Um die Voraussetzungen erfolgreicher Warnung zu verstehen, m\u00fcssen diese sozialen Faktoren in den Blick genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir besch\u00e4ftigen uns in unterschiedlichen Projekten an der KFS und der <a href=\"https:\/\/a-kfs.de\/\">Akademie der Katastrophenforschungsstelle<\/a> (AKFS), mit verschiedenen disziplin\u00e4ren, inter- und transdisziplin\u00e4ren Zug\u00e4ngen mit dem Themenfeld von Kommunikation im Allgemeinen und Warnungen im Speziellen. Dabei leitet uns stets die Annahme, dass Warnung nicht ohne eine Betrachtung des soziokulturellen, \u00f6konomischen, historischen, politischen \u2013 also letztlich gesamtgesellschaftlichen \u2013 Kontextes optimal erfolgen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Allgemeine Aspekte zu Warnungen und Warnkommunikationen&nbsp;&nbsp;<\/h1>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wer nimmt Warnungen wie wahr? <\/strong>\u202f&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Die KFS entwickelt im Projekt <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/forschung-lehre\/forschung\/forschungsprojekte\/wexicomIII\/index.html\">WEXICOM<\/a> u. a. Kriterien f\u00fcr die Wahrnehmung, Bewertung und Nutzung von Wetterwarnungen unter Ber\u00fccksichtigung unterschiedlicher Interessen, Bedarfe und Nutzungsgewohnheiten innerhalb der heterogenen Bev\u00f6lkerung. Darauf aufbauend werden Handlungsempfehlungen zur nutzer(gruppen)spezifischen Kommunikation von Wetterwarnungen erstellt. Erste Ergebnisse der KFS zur Kommunikation von Wetterwarnungen aus dem Vorl\u00e4uferprojekt WEXICOM II wurden in der <a href=\"https:\/\/www.sicherheit-forschung.de\/forschungsforum\/schriftenreihe_neu\/sr_v_v\/SchriftenreiheSicherheit_25.pdf\">Schriftenreihe Sicherheit<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"385\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/wasserwarnung-1024x385.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-191\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/wasserwarnung-1024x385.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/wasserwarnung-300x113.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/wasserwarnung-768x289.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/wasserwarnung-1536x577.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/wasserwarnung-1200x451.jpg 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/wasserwarnung.jpg 1610w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption>\u00a9 Daniel F. Lorenz<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>In einem <a href=\"https:\/\/a-kfs.de\/forschung\/sirenenwarnsystem-aachen\/\">Projekt<\/a>, welches im Auftrag der St\u00e4dteRegion Aachen an der <a href=\"https:\/\/a-kfs.de\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/a-kfs.de\/\">AKFS<\/a> durchgef\u00fchrt wird, werden zielgruppenspezifische Kommunikationskonzepte f\u00fcr ein angemessenes Warnsystem entwickelt, die in der St\u00e4dteRegion etabliert werden sollen. Motivation f\u00fcr das Projekt ist der in der St\u00e4dteRegion bereits sehr weit fortgeschrittene Sirenenaufbau, der sozialwissenschaftlich begleitet werden soll. Es zeigt sich bisher, dass das Konzept eines Warnmixes von &#8220;einfachen&#8221; Sirenenwarnungen \u00fcber Lautsprecherdurchsagen, pers\u00f6nliche Ansprachen bis hin zu Warnung \u00fcber Apps notwendig ist, um eine Vielzahl an Menschen zu erreichen. Erste Ergebnisse konnten bereits der <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/rheinland\/staedteregion-aachen-studie-katastrophenschutz-100.html\">\u00d6ffentlichkeit<\/a> pr\u00e4sentiert werden. F\u00fcr eine erfolgreiche Warnkette ist au\u00dferdem wichtig, dass die Gewarnten wissen, welche Schritte auf eine Warnung folgen sollten und an welche Stellen sie sich ggf. f\u00fcr die weitere Information wenden k\u00f6nnen. Die Erarbeitung von Konzepten zu dezentralen Katastrophenschutzleuchtt\u00fcrmen wird daher ebenso betrachtet wie die Frage, wie ehrenamtliches Engagement st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden kann und auch, wie die Selbsthilfef\u00e4higkeiten der Bev\u00f6lkerung unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnte. Die proaktive Kommunikation von Grenzen und F\u00e4higkeiten auch der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben nimmt hier zunehmend eine wichtige Rolle ein. Weitere Informationen zu dem Projekt k\u00f6nnen <a href=\"https:\/\/www.staedteregion-aachen.de\/de\/navigation\/aemter\/amt-fuer-rettungswesen-und-bevoelkerungsschutz-a-38\/katastrophenschutz\">hier<\/a> nachgelesen werden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche Vorstellungen haben ExpertInnen davon, wie Warnungen bei der Bev\u00f6lkerung ankommen und welche Folgen hat das f\u00fcr den Warnprozess?&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Katastrophenmythen und Vorurteile der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung behindern oft, dass Warnungen so ankommen, wie sie dies eigentlich m\u00fcssten. Dass Menschen die &#8220;Wahrheit nicht vertragen&#8221; oder dass sie bei der Kenntnis von Gefahren in <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2022\/39\/krise-bewaeltigung-energiekrise-egoismus-altruismus\">Panik<\/a> ausbrechen w\u00fcrden, ist ein sehr dominantes und zentrales Narrativ, welches die Entscheidungen von verantwortlichen Akteuren auch bez\u00fcglich der Warnung, ihrer Inhalte und m\u00f6glichen Verhaltensanweisungen wesentlich beeinflussen und Ressourcen binden. \u00dcberlegungen dazu hat die KFS u.a. <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/330116501_Disaster_Myths_and_their_Relevance_for_Warning_Systems\">hier<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer Quick-Response-Forschung in Reaktion auf den Orkan \u201eSabine\u201c im Februar 2020 untersuchte die KFS, wie die Bev\u00f6lkerung die Warnungen wahrgenommen und darauf reagiert hat. Eine Zusammenfassung findet sich im Bev\u00f6lkerungsschutz-Magazin des BBK zum Thema <a href=\"https:\/\/www.bbk.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Mediathek\/Publikationen\/BSMAG\/bsmag_20_3.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5\">\u201eWarnung der Bev\u00f6lkerung\u201c<\/a>.&nbsp; Die ausf\u00fchrlichen Erkenntnisse und Ergebnisse der Untersuchung finden sich im <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/34940\/Schulze_Voss_2022_Weather_Forecast_and_Weather_Warning_Preferences_in_Germany_digitalversion.pdf\">KFS Working Paper Nr. 24.<\/a> &nbsp;<strong>\u202f&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie kann die Bev\u00f6lkerung nicht nur gewarnt, sondern zugleich auch beteiligt werden zu helfen? <\/strong>\u202f&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Projekt <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/forschung-lehre\/forschung\/forschungsprojekte\/ensure\/index.html\">ENSURE<\/a> besch\u00e4ftigte sich mit dieser Frage im Zusammenhang der Entwicklung der App &#8220;Katretter&#8221;, die in den g\u00e4ngigen App-Stores zum <a href=\"https:\/\/katretter.de\/katretter-mitmachen.php\">Download<\/a> bereitsteht. Zur erfolgreichen Einbindung von Helfenden erstellte die KFS u. a. praxisnahe <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/21839\/KFS_Arbeitsmaterial_2_Schulze_Voss_2016_Handlungsleitfaden_zur_Zusammenarbeit_mit_Mithelfenden_Layout.pdf?sequence=1&amp;isAllowed=y\">Empfehlungen<\/a>, ein <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/21932\/KFA_Arbeitsmaterial_1_Schulze_Voss_2016_Manual_zur_Zusammenarbeit_mit_Mithelfenden.pdf?sequence=1&amp;isAllowed=y\">Manual<\/a> und einen bspw. f\u00fcr Schulungszwecke einsetzbaren <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/21878\/KFS_Arbeitsmaterialien_3_Schulze_2016_Werkzeugkasten_zur_Zusammenarbeit_mit_Mithelfenden.pdf?sequence=1&amp;isAllowed=y\">Werkzeugkasten<\/a> f\u00fcr Mitarbeitende der BOS. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Projekt <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/atlas-engage\/index.html\">ATLAS-ENGAGE<\/a> werden derzeit in einer Metaanalyse Studien und Praxisans\u00e4tze zu Engagement in Krisen geb\u00fcndelt. Ein Zwischenfazit kann bereits gezogen werden: Die Bev\u00f6lkerung m\u00f6chte nicht nur &#8220;Warn-Empf\u00e4ngerin&#8221; sein, sondern packt auch mit an und kommuniziert mit. Entsprechend wachsen die Anforderungen an verifizierte Informationen, multi-direktionale Kommunikation und Partizipation.&nbsp; multi-direktionale Kommunikation und Partizipation.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie steht es um das Vertrauen in die Akteure, die f\u00fcr Warnungen zust\u00e4ndig sind wie Beh\u00f6rden oder Organisationen?&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Wahrnehmung von Warnungen wird nicht nur durch den Warninhalt oder den jeweiligen Kommunikationskontext, sondern ma\u00dfgeblich auch durch das Ver- bzw. Misstrauen in die Informationsquelle beeinflusst. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der AKFS zur Pandemiekommunikation, das bereits Mitte 2020 gestartet wurde, entstand der Bericht <a href=\"https:\/\/a-kfs.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/4_Risko-und-Krisenkommunikation_AKFS_2021.pdf\">\u201eRisiko- und Krisenkommunikation: Ein \u00dcberblick\u201c<\/a>. Der Bericht stellt die zentrale Bedeutung von Vertrauen (sowohl als Voraussetzung erfolgreicher Krisenkommunikation als auch als deren Ergebnis) heraus und identifiziert auf Basis des Forschungsstandes wesentliche Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr Risiko- und Krisenkommunikation, so insbesondere Transparenz, Verst\u00e4ndlichkeit, Glaubw\u00fcrdigkeit und Vertrauen, Konsistenz und Koordination, Dialogorientierung, Proaktivit\u00e4t, Zielgruppenorientierung und Konsistenz.Die Wahrnehmung von Warnungen wird nicht nur durch den Warninhalt, sondern auch das Vertrauen in die Informationsquelle beeinflusst. <\/p>\n\n\n\n<p>Welchen Akteuren am meisten Vertrauen geschenkt wird, l\u00e4sst sich in weiteren KFS-Studien zur <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/27622\/17_WP_KFS_Schulze_et_al_2020_Veraenderte_Wahrnehmung_der_COVID-19-Lage.pdf\">COVID-19-Pandemie<\/a>, zur Katastrophenvorsorge in <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/23536\/181204_Katvorsorge_Jena_finale_Version.pdf\">Jena<\/a> und <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/25096\/13_Working_Paper_KFS_Reiter__Nunes_Katastrophenvorsorge_in_Berlin_Neuk%c3%b6lln.pdf\">Berlin<\/a> oder w\u00e4hrend des <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/21893\/KFS_Working_Paper_Nr_04_Reiterx_Wenzelx_Dittmerx_Lorenzx_Voss.pdf\">Hochwasser 2013<\/a> nachlesen. Den Akteuren, den am meisten vertraut sind, wird auch im Extremfall am Ehesten geglaubt, wenn diese eine Warnung aussprechen. Daf\u00fcr sind nicht nur soziale Netzwerke und Wissen \u00fcber lokale Katastrophenschutzstrukturen relevant, sondern auch, dass das Grundwissen \u00fcber den Bev\u00f6lkerungsschutz, \u00fcber beteiligte Akteure sowie \u00fcber weitere verl\u00e4ssliche Informationsquellen wie \u00fcbergeordnete Beh\u00f6rden oder Organisationen gest\u00e4rkt wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"385\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/hochwelbe-1024x385.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-193\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/hochwelbe-1024x385.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/hochwelbe-300x113.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/hochwelbe-768x289.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/hochwelbe-1536x577.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/hochwelbe-1200x451.jpg 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/hochwelbe.jpg 1610w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption>\u00a9 Daniel F. Lorenz<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vor der Warnung die Antizipation und Definition<\/strong>&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Bevor gewarnt wird, m\u00fcssen bestimmte \u2013 im besten Fall im Vorfeld festgelegte Schwellenwerte erreicht sein. Dies bedeutet eine differenzierte Vorbereitung und Risiken- und Gefahrenanalyse, die abzugleichen ist mit den vorhandenen Kapazit\u00e4ten, Vulnerabilit\u00e4ten und Schutzzielen. Erst dann ist es m\u00f6glich, angemessen vor einem Ereignis zu warnen und diese Warnung auch mit entsprechenden Handlungsanweisungen zu hinterlegen. Je nach Szenario k\u00f6nnen diese Schwellenwerte oder &#8220;tipping-points&#8221; auf sehr unterschiedlichen Abstraktions-Ebenen angelegt sein. Ist dies z.B. bei einem mittlerweile relativ bekannten Hochwasserszenario noch relativ \u00fcberschaubar, da mittlerweile eine Vielzahl an metereologischen, hydrologischen etc. Daten vorliegen und so auch Prognosen berechnet werden k\u00f6nnen, die wiederum Aussagen \u00fcber Wahrscheinlichkeiten von Wasserst\u00e4nden zulassen, ist dies f\u00fcr andere Szenarien, wie z.B. sog. Slow-disaster wie eine <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/33664\/Working_Paper_BePal_final_final.pdf?sequence=2&amp;isAllowed=y\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/33664\/Working_Paper_BePal_final_final.pdf?sequence=2&amp;isAllowed=y\">Pandemie<\/a> oder eine <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/31246\/21_WP_Quantitative_Befragung.pdf?sequence=6&amp;isAllowed=y\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/31246\/21_WP_Quantitative_Befragung.pdf?sequence=6&amp;isAllowed=y\">Fl\u00fcchtlingslage<\/a> oft weniger leicht (und oft deutlich politisierter). Die KFS hat in den zwei Forschungsprojekten <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/forschung-lehre\/forschung\/forschungsprojekte\/BePal\/index.html\">BEPAL<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/forschung-lehre\/forschung\/forschungsprojekte\/wake\/index.html\">WAKE<\/a> in den vergangenen Jahren analysiert, wie man in untypischen Lagen, in denen die Grenzen zwischen Antizipation und konkreter Warnung verschwimmen und trotzdem Handlungsnotwendigkeiten zum Schutz der Bev\u00f6lkerung entstehen, im Feld des Zivil- und Katastrophenschutzes mit dieser unklaren Lage umgegangen ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warnungen als zentraler Teil eines integrierten Katastrophenrisikomanagements (IKRM)<\/strong>&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Rahmen des <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/forschung-lehre\/forschung\/forschungsprojekte\/INCREASE\/index.html\">INCREASE-Projekts<\/a> wurde an der KFS relevante Literatur zum Integrierten Katastrophenrisikomanagement (IKRM) auf internationaler sowie nationaler Ebene analysiert. Es wurden Indikatoren und konzeptionelle Elemente zur F\u00f6rderung eines IKRM im nationalen und internationalen Kontext herausgearbeitet und untersucht, inwieweit ein Integriertes Katastrophenrisikomanagement systemischer werden kann: Wie kann es gelingen, Gefahren ganzheitlicher zu bew\u00e4ltigen und daf\u00fcr alle vorhandenen gesellschaftlichen Kr\u00e4fte zu mobilisieren, anstatt nur entlang der jeweils gegebenen arbeitsteiligen Verh\u00e4ltnisse und &#8220;vers\u00e4ulten&#8221; Zust\u00e4ndigkeitsbereichen? Daf\u00fcr ist die Geschichte des internationalen IKRM sowie des Katastrophenschutzes in Deutschland als Grundlage heranzuziehen. Darauf aufbauend k\u00f6nnen aktuelle Herausforderungen bei der Umsetzung eines IKRM er\u00f6rter und Wege f\u00fcr weitere Forschungen und Herangehensweisen im Bev\u00f6lkerungsschutz vorgeschlagen werden. Einige bisherige Ergebnisse weisen auf das Fehlen eines \u00fcbergreifenden IKRM-Ansatzes hin. IKRM ist meist nur ein Sammelbegriff f\u00fcr zahlreiche ganz unterschiedlich gelagerte Ideen und Methoden, aber weit weg von einer Operationalisierbarkeit. Dies macht den Bedarf einer umfassenderen Theorie und Methodik zur weiteren F\u00f6rderung des IKRM deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine ebenen- und institutions\u00fcbergreifende bundesweite \u00dcbung, wie der Warntag, ist ein Element der Katastrophenvorsorge und -vorbereitung. Neben der \u00dcberpr\u00fcfbarkeit der Funktionsf\u00e4higkeit der technischen Warnmittel, er\u00f6ffnet ein Warntag die M\u00f6glichkeit, L\u00fccken zu reflektieren und zu schlie\u00dfen. Dar\u00fcber hinaus f\u00f6rdert er die Zusammenarbeit der Akteure und sensibilisiert die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr m\u00f6gliche Katastrophen und motiviert m\u00f6glicherweise die Auseinandersetzung mit Verhaltens- sowie Handlungsoptionen. Fr\u00fchwarnsysteme sind jedoch nur dann wirksam, wenn ihre technischen und sozialen Elemente multidimensional integriert sind. Konkrete \u201aLessons to learn\u2018 zu Kommunikation und Warnung sind daran anschlie\u00dfend im Bericht <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/publikationen\/Lessons_to_learn_2022.pdf\">Zustand und Zukunft des Bev\u00f6lkerungsschutzes in Deutschland<\/a> formuliert.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"has-dark-red-color has-text-color wp-block-heading\">Warnungen und Warnkommunikation in speziellen Kontexten oder Lagen&nbsp;<\/h1>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie sch\u00fctzten sich die Menschen in Berlin und Brandenburg in der Vergangenheit vor wasserbedingten Gefahren?<\/strong>&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Projekt <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/forschung-lehre\/forschung\/forschungsprojekte\/CliWaC\/index.html\">Climate and Water under Change<\/a> (CliWaC) untersucht die KFS seit Anfang 2022 die Geschichte wasserbezogener Risiken in Berlin\/Brandenburg, ihre Rezeption und den Umgang mit ihnen. Wie nahmen die Menschen Gefahren wie anhaltende Trockenheit und Hitze, Wassermangel und verunreinigtes Wasser in der Vergangenheit wahr? Wie gingen sie mit D\u00fcrren, \u00fcber das Wasser verbreitete Krankheitserreger und \u00dcberschwemmungen nach Starkregenereignissen um? Welche Warnmechanismen kamen zum Schutz der Menschen, ihrer landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen und H\u00e4user zum Einsatz und welche Ma\u00dfnahmen erwiesen sich als effektiv? Diesen Fragen widmet sich die KFS aus historischer Perspektive mit dem Ziel besser zu verstehen, wie sich die soziopolitischen Kommunikationsbedingungen entwickelt haben, die heute die Grundlage unseres Kommunikationsverhaltens bilden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie kann das indonesische Tsunami-Warnsystem durch Zusammenarbeit von Wissenschafts- und Praxisakteuren verbessert werden?<\/strong>&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Das indonesische Tsunami-Warnsystem wurde 2008 offiziell eingeweiht. 2018 ereigneten sich zwei Tsunamis mit verheerenden Folgen, die von dem bestehenden Warnsystem nicht erfasst wurden, so dass keine Warnungen ausgesprochen wurden. Der Grund war, dass diese durch den Flankenkollaps eines Vulkans und durch einen Erdrutsch ausgel\u00f6st wurden \u2013 das Warnsystem war jedoch allein auf Erdbeben ausgerichtet, nicht auf Erdrutsche oder andere m\u00f6gliche Tsunamiausl\u00f6ser. Da bei der Entwicklung  des 2008er Warnsystems der konkreten \u00dcbermittlung der Warnung an die zu Warnenden nur wenig Aufmerksamkeit zuteil wurde, k\u00f6nnte man dieses weniger als ein Tsunami-Warnsystem bezeichnen, sondern lediglich als ein technisches System, das Beh\u00f6rden \u00fcber m\u00f6gliche Tsunamis in Folge von Erdbeben informierte.&nbsp; Deutsche und indonesische GeowissenschaftlerInnen forschen deshalb&nbsp; im Projekt <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/forschung-lehre\/forschung\/forschungsprojekte\/Tsunami-Risk\/index.html\">Tsunami Risk<\/a> im Bereich Seismologie, Vulkanologie, Geologie, Ozeanografie und Geoingenieurwesen zu dem Thema nicht-seismisch induzierter Tsunamis. Ziel der KFS ist es, den Prozess kritisch zu beobachten und zu begleiten sowie insbesondere den Austausch zwischen den Fachdisziplinen und Praxisakteuren vor Ort zu unterst\u00fctzen und st\u00e4rker zu integrieren. Eine erste wichtige Erkenntnis ist, dass weniger das Versagen technischer Systeme oder Elemente eine Rolle spielte, sondern vielmehr soziale Aspekte wie z. B. Kommunikationsprozesse oder die Nichteinbeziehung lokaler Sichtweisen von &#8220;Risiko&#8221; und &#8220;Gefahr&#8221;. Hier zeigt sich sehr deutlich, dass ein Warnsystem nicht (nur) als Technologie, sondern als sozialer Prozess zu betrachten ist.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"385\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/tsunami_risk-1024x385.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-161\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/tsunami_risk-1024x385.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/tsunami_risk-300x113.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/tsunami_risk-768x289.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/tsunami_risk-1536x577.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/tsunami_risk-1200x451.jpg 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/tsunami_risk.jpg 1610w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption>\u00a9 Tsunami Risk<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warnung, Koordination und Kooperation &#8211; Wie k\u00f6nnen KRITIS-Betriebe und Unternehmen gewarnt werden?<\/strong>&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Nicht nur die Bev\u00f6lkerung ist abh\u00e4ngig von Warnungen, sondern auch Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen. Ohne Kenntnis einer drohenden Gefahr ist es ihnen  nicht m\u00f6glich, Selbstschutzma\u00dfnahmen zu treffen und ihre eigene Funktionsf\u00e4higkeit zu gew\u00e4hrleisten. Insbesondere im Falle von kritischen Betrieben, wie bspw. Krankenh\u00e4usern, kann dies fatale Folgen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Krisenkommunikation und Informationsweitergabe zwischen Warnorganisationen, Beh\u00f6rden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und KRITIS-Betreibenden ist dabei oft ausbauf\u00e4hig. Meist werden verf\u00fcgbare Informationen und Warnungen organisationsintern gesammelt, ausgewertet und nur im eigenen Wirkungs- und Priorit\u00e4tenkontext interpretiert, die <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/35555\/Evakuierung_Krankenhaus_Eschweiler_2021.pdf\">gewonnen Erkenntnisse<\/a> aber nicht miteinander geteilt. Hierdurch entstehen voneinander <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/35555\/Evakuierung_Krankenhaus_Eschweiler_2021.pdf\">entnetzte Lagebilder<\/a>, welche eine gemeinsame Lagebew\u00e4ltigung im Zweifel deutlich erschweren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die KFS bearbeitet die Thematik unter anderem im Forschungsprojekt <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/forschung-lehre\/forschung\/forschungsprojekte\/RESIK\">RESIK<\/a>, in dem v.a. Krankenhausnotfallmanagement und -evakuierung in Hochwassersituationen beforscht werden. Beispielhafte Problematiken zur Warnung von und Kommunikation zwischen kommunalen Sicherheitsbeh\u00f6rden und Krankenh\u00e4usern finden sich etwa in einer publizierten <a href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/35555\/Evakuierung_Krankenhaus_Eschweiler_2021.pdf?sequence=2&amp;isAllowed=y\">Fallstudie<\/a> zur Evakuierung eines Krankenhauses w\u00e4hrend der Hochwasserkatastrophe von 2021, die die gesamte Evakuierung als sozialen, von Kommunikation abh\u00e4ngigen Prozess begreift.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warnungen vor und w\u00e4hrend der Starkregen- und Hochwasserereignisse im Juli 2021<\/strong>&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Bereits die fr\u00fchen Evaluationen und Lessons Learned-Papiere, die in schneller Abfolge nach den Starkregen- und Hochwasserereignissen im Juli 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ver\u00f6ffentlicht wurden (z.B. <a href=\"https:\/\/www.dkkv.org\/fileadmin\/user_upload\/Veroeffentlichungen\/Publikationen\/Konzeptionsanalyse_BayZBE_Lesson_Learnt_des_Ahrtal_Hochwassers_Juli_2021.pdf\">Beinlich 2021<\/a>) deuteten sehr deutlich darauf hin, dass eine Ursache f\u00fcr die f\u00fcr deutsche Kontexte sehr hohe Anzahl an Todesopfern war, dass Warnungen nicht erfolgten bzw. nicht weitergegeben wurden, dass das potenzielle Ausma\u00df der m\u00f6glichen Sch\u00e4den nicht deutlich genug kommuniziert wurde und dass viele Menschenleben h\u00e4tten gerettet werden k\u00f6nnen, wenn die Warnketten und -botschaften verl\u00e4sslich gewesen w\u00e4ren. Aus <a href=\"https:\/\/opal.landtag.nrw.de\/portal\/WWW\/dokumentenarchiv\/Dokument\/MMD17-16930.pdf\">meteorologischer Sicht<\/a> waren die Anzeichen f\u00fcr ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Ereignis sehr deutlich, viele der stark betroffenen Ortschaften h\u00e4tten mit einigem Zeitvorlauf evakuiert werden k\u00f6nnen. Differenzierter betrachtet zeigt sich jedoch in Fallstudien im Kontext des Projekts <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/forschung\/forschungsprojekte\/HoWas2021\/index.html\">HoWas21<\/a>, dass es durchaus eine Vielzahl an Warnungen \u00fcber unterschiedliche Warnmittel (Warn-Apps, sozialen Medien, Sirenen, Lautsprecherfahrzeuge, pers\u00f6nliche Ansprache durch die lokale Gefahrenabwehr und pers\u00f6nliche Warnung) gab, die nur sehr unterschiedlich wahrgenommen und mit Handlungen versehen wurden. In kleinen sozial eng vernetzten Ortschaften wie z.B. in Mayscho\u00df oder Schuld, konnten viele Menschen durch pers\u00f6nliche Ansprache durch die \u00f6rtlichen Feuerwehren gewarnt werden, so dass nur wenige Todesopfer zu beklagen waren.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem war \u2013 soweit der gegenw\u00e4rtige Aufarbeitungsstand &nbsp;\u2013 zum Einen, dass man vor den Starkregenereignissen (und z.T. auch daraus resultierenden m\u00f6glichen Hochwasserereignissen) warnte, nicht jedoch in der H\u00f6he bzw. der St\u00e4rke, in der notwendigen Dringlichkeit und v.a. nicht in Form von Flutwellen. Die Frage, ob und wie konkret man die Auswirkungen, also den <em>Impact<\/em>, des Regens h\u00e4tte vorhersagen k\u00f6nnen, ist bis heute Teil intensiver Diskussionen der verschiedenen Warn-Akteure Deutscher Wetterdienst (DWD), der Landesumwelt\u00e4mter bis hin zu den Landkreisen. Es erscheint hierbei von entscheidender Bedeutung, wie der Kommunikationsrahmen gestaltet ist, indem ein potentiell schadbringendes Ereignis wahrgenommen und gedeutet wird. Entscheidend ist dann nicht die Information \u00fcber ein extremes meteorologisches Ereignis an sich, sondern vielmehr, ob die Akteure auf allen Ebenen ihre Wahrnehmung so weit \u00f6ffnen, dass sie auch das bislang nie Erlebte, g\u00e4nzlich Unerwartete in Betracht ziehen. So zeigen empirische Studien, dass Warnungen, wenn sie die potenziell Betroffenen \u00fcberhaupt erreichte, zum Teil sowohl von der Bev\u00f6lkerung als auch von Verantwortlichen des Katastrophenschutzes nicht ernst genug genommen wurden. Eine Rolle mag dabei auch gespielt haben, dass es zuvor schon mehrere \u00e4hnliche Warnungen gab oder auch, dass die Bev\u00f6lkerung die Warnungen zwar wahrnahm, aber nicht wusste, welche Handlungen daraus folgen sollten (z.B. <a href=\"https:\/\/egusphere.copernicus.org\/preprints\/2022\/egusphere-2022-244\/\">Thieken et al. 2022<\/a>). Problemversch\u00e4rfend wird sich ausgewirkt haben, dass <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/archive\/91\">zwischen Landkreis und Kommune abgestimmte, koh\u00e4rente Warn- und Informationskonzepte<\/a> \u2013 obwohl in den jeweiligen Landeskatastrophenschutzgesetzen als genuine Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung definiert \u2013 nur selten vorlagen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"385\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/howas21-1024x385.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-196\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/howas21-1024x385.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/howas21-300x113.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/howas21-768x289.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/howas21-1536x577.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/howas21-1200x451.jpg 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2022\/12\/howas21.jpg 1610w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption>\u00a9 Katastrophenforschungsstelle (KFS)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h1 class=\"has-dark-red-color has-text-color wp-block-heading\">Medienbeitr\u00e4ge&nbsp;<\/h1>\n\n\n\n<p>Die KFS erforscht nicht nur die wissenschaftlichen Grundlagen zur Warnung, sondern versucht auch, die Erkenntnisse aktiv in die \u00f6ffentlich-mediale Diskussion zu tragen. Eine Auswahl an f\u00fcr den Warntag 2022 relevanten Beitr\u00e4gen im Folgenden, mehr dazu auch <a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/aktuelles\/medienspiegel\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>vorw\u00e4rts, 06.12.2022: Haben wir verlernt, mit Katastrophen umzugehen, Professor Voss?&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/haben-verlernt-katastrophen-umzugehen-professor-voss\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/haben-verlernt-katastrophen-umzugehen-professor-voss<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Stadt Aachen, Pressemitteilung, 06.12.2022: Zum bundesweiten Warntag: Stadt stellt Leuchtturm-Konzept vor&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/www.aachen.de\/DE\/stadt_buerger\/politik_verwaltung\/pressemitteilungen\/leuchtturm.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.aachen.de\/DE\/stadt_buerger\/politik_verwaltung\/pressemitteilungen\/leuchtturm.html<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Tagesspiegel, 05.12.2022: Bald ist bundesweiter Warntag: Ist der Katastrophenschutz jetzt gut aufgestellt? &nbsp;<br><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/bald-ist-bundesweiter-warntag-ist-der-katastrophenschutz-jetzt-gut-aufgestellt-8975749.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/bald-ist-bundesweiter-warntag-ist-der-katastrophenschutz-jetzt-gut-aufgestellt-8975749.html<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Tagesschau, 25.10.2022: Notfallpl\u00e4ne in Kommunen: &#8220;Bei komplexen Krisen ziemlich hilflos&#8221;&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kommunen-notfallplaene-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kommunen-notfallplaene-101.html<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ruhrbaron, 16.10.2022: Katastrophenschutz: Kritik an L\u00e4ndern und Kommunen&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/www.ruhrbarone.de\/katastrophenschutz-kritik-an-laendern-und-kommunen\/213805\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.ruhrbarone.de\/katastrophenschutz-kritik-an-laendern-und-kommunen\/213805\/<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>taz, 11.04.2022: Katastrophenschutz in Deutschland: Wenn es ganz dicke kommt&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/taz.de\/Katastrophenschutz-in-Deutschland\/!5844687\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/taz.de\/Katastrophenschutz-in-Deutschland\/!5844687\/<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>RBB, 11.05.2022: Zivilschutz in Brandenburg: Schlecht vorbereitet f\u00fcr den Ernstfall&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2022\/05\/brandenburg-schutzraeume-zivilschutz-kriegsfall-bunker.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2022\/05\/brandenburg-schutzraeume-zivilschutz-kriegsfall-bunker.html<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Forum (das Magazin des Medizinischen Dienstes), Ausgabe 2\/2022: M\u00fcssen wir uns besser auf Katastrophen vorbereiten?&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/md-bund.de\/fileadmin\/dokumente\/forum_das_Magazin_des_Medizinischen_Dienstes\/Leseproben\/Ausgabe_2_2022\/forum_2-2022_-_Muessen_wir_uns_besser_auf_Katastrophen_vorbereiten.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/md-bund.de\/fileadmin\/dokumente\/forum_das_Magazin_des_Medizinischen_Dienstes\/Leseproben\/Ausgabe_2_2022\/forum_2-2022_-_Muessen_wir_uns_besser_auf_Katastrophen_vorbereiten.pdf<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zum Warntag 2020<\/strong>&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Deutschlandfunk, 10.09.2021: Ein Jahr nach dem bundesweiten Test: Aus M\u00e4ngeln und Defiziten des Warntags lernen&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ein-jahr-nach-dem-bundesweiten-test-aus-maengeln-und-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ein-jahr-nach-dem-bundesweiten-test-aus-maengeln-und-100.html<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>S\u00fcddeutsche Zeitung, 10.09.2020: Warntag: &#8220;Die Pandemie hat viele Elemente einer Katastrophe&#8221;&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/warntag-katastrophe-probealarm-sirene-1.5026256\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/warntag-katastrophe-probealarm-sirene-1.5026256<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>S\u00fcddeutsche Zeitung, 10.09.2020: Katastrophen\u00fcbung: Warum um elf die Sirenen heulen&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/warntag-2020-deutschland-1.5025134\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/warntag-2020-deutschland-1.5025134<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Literatur\/weiterf\u00fchrende Ver\u00f6ffentlichungen zum Thema&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/h1>\n\n\n\n<p>Bayerisches Zentrum f\u00fcr besondere Einsatzlagen gGmbH (2021):&nbsp;Konzeptionsanalyse BayZBE. Lesson Learnt des Ahrtal Hochwassers Juli 2021. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dkkv.org\/fileadmin\/user_upload\/Veroeffentlichungen\/Publikationen\/Konzeptionsanalyse_BayZBE_Lesson_Learnt_des_Ahrtal_Hochwassers_Juli_2021.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/www.dkkv.org\/fileadmin\/user_upload\/Veroeffentlichungen\/Publikationen\/Konzeptionsanalyse_BayZBE_Lesson_Learnt_des_Ahrtal_Hochwassers_Juli_2021.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>BBK (2020): Warnung der Bev\u00f6lkerung. Magazin Bev\u00f6lkerungsschutz 03\/2020. Online Verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bbk.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Mediathek\/Publikationen\/BSMAG\/bsmag_20_3.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5\" target=\"_blank\">https:\/\/www.bbk.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Mediathek\/Publikationen\/BSMAG\/bsmag_20_3.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>B\u00fcser, Till (2019): Kommunikation und Warnungen. In: Kox, T. &amp; Gerhold, L. (Hrsg.): Wetterwarnungen: Von der Extremereignisformation zu Kommunikation und Handlung. Beitr\u00e4ge aus dem Forschungsprojekt WEXICOM. Forschungsforum \u00d6ffentliche Sicherheit, Berlin. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.sicherheit-forschung.de\/forschungsforum\/schriftenreihe_neu\/sr_v_v\/SchriftenreiheSicherheit_25.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/www.sicherheit-forschung.de\/forschungsforum\/schriftenreihe_neu\/sr_v_v\/SchriftenreiheSicherheit_25.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Clausen, Lars; Dombrowsky, Wolf R. (1984): Warnpraxis und Warnlogik. In: Zeitschrift f\u00fcr Soziologie. Jg. 13, Heft 4, S. 293-307. Enke Verlag Stuttgart. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/zfsoz-1984-0402\/pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/zfsoz-1984-0402\/pdf <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Landtag Nordrhein-Westfalen (2022): Zwischenbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses V (\u201eHochwasserkatastrophe\u201c). Drucksache 17\/16930. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/opal.landtag.nrw.de\/portal\/WWW\/dokumentenarchiv\/Dokument\/MMD17-16930.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/opal.landtag.nrw.de\/portal\/WWW\/dokumentenarchiv\/Dokument\/MMD17-16930.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Mayer, Aljoscha; Voss, Martin (2021): Risiko- und Krisenkommunikation. Ein \u00dcberblick. AKFS&nbsp;Report Nr. 4. Berlin: AKFS. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/a-kfs.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/4_Risko-und-Krisenkommunikation_AKFS_2021.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/a-kfs.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/4_Risko-und-Krisenkommunikation_AKFS_2021.pdf<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p>Reiter, Jessica; Wenzel, Bettina; Dittmer, Cordula; Lorenz, Daniel F.; Voss, Martin (2017):&nbsp;Das Hochwasser 2013 im Elbe-Havel-Land aus Sicht der Bev\u00f6lkerung. Forschungsbericht zur&nbsp;quantitativen Datenerhebung. KFS Working Paper 04. Berlin: KFS. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/21893\/KFS_Working_Paper_Nr_04_Reiterx_Wenzelx_Dittmerx_Lorenzx_Voss.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/21893\/KFS_Working_Paper_Nr_04_Reiterx_Wenzelx_Dittmerx_Lorenzx_Voss.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Reiter, Jessica; Dittmer, Cordula; Lorenz, Daniel F.; Voss, Martin (2018): Katastrophen und&nbsp;Katastrophenvorsorge in Jena aus Sicht der Bev\u00f6lkerung. KFS Working Paper Nr. 12. Berlin: KFS.&nbsp;Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/23536\/181204_Katvorsorge_Jena_finale_Version.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/23536\/181204_Katvorsorge_Jena_finale_Version.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Reiter, Jessica; Nunes Muniz, Janaina; Dittmer, Cordula; Lorenz, Daniel F.; Voss, Martin&nbsp;(2019): Katastrophen und Katastrophenvorsorge in Berlin-Neuk\u00f6lln aus Sicht der Bev\u00f6lkerung. Ergebnisse einer quantitativen Bev\u00f6lkerungsbefragung. KFS Working Paper Nr. 13. Berlin: KFS.&nbsp;Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/25096\/13_Working_Paper_KFS_Reiter__Nunes_Katastrophenvorsorge_in_Berlin_Neuk%c3%b6lln.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/25096\/13_Working_Paper_KFS_Reiter__Nunes_Katastrophenvorsorge_in_Berlin_Neuk%c3%b6lln.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Schulze, Katja; Lorenz, Daniel F.; Wenzel, Bettina; Voss, Martin (2015): Disaster Myths and their Relevance for Warning Systems. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/330116501_Disaster_Myths_and_their_Relevance_for_Warning_Systems\" target=\"_blank\">https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/330116501_Disaster_Myths_and_their_Relevance_for_Warning_Systems<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Schulze, Katja; Voss, Martin; (2016): Manual zur Zusammenarbeit mit Mithelfenden&nbsp;bei der Katastrophenbew\u00e4ltigung. Berlin: KFS. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/21932\/KFA_Arbeitsmaterial_1_Schulze_Voss_2016_Manual_zur_Zusammenarbeit_mit_Mithelfenden.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/21932\/KFA_Arbeitsmaterial_1_Schulze_Voss_2016_Manual_zur_Zusammenarbeit_mit_Mithelfenden.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Schulze, Katja; Voss, Martin (2016): Handlungsleitfaden zur Zusammenarbeit mit Mithelfenden&nbsp;bei der Katastrophenbew\u00e4ltigung. Berlin: KFS. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/21839\/KFS_Arbeitsmaterial_2_Schulze_Voss_2016_Handlungsleitfaden_zur_Zusammenarbeit_mit_Mithelfenden_Layout.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/21839\/KFS_Arbeitsmaterial_2_Schulze_Voss_2016_Handlungsleitfaden_zur_Zusammenarbeit_mit_Mithelfenden_Layout.pd<\/a>f<\/p>\n\n\n\n<p>Schulze, Katja (2016): Werkzeugkasten zur Zusammenarbeit mit Mithelfenden&nbsp;<br>bei der Katastrophenbew\u00e4ltigung. Berlin: KFS. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/21878\/KFS_Arbeitsmaterialien_3_Schulze_2016_Werkzeugkasten_zur_Zusammenarbeit_mit_Mithelfenden.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/21878\/KFS_Arbeitsmaterialien_3_Schulze_2016_Werkzeugkasten_zur_Zusammenarbeit_mit_Mithelfenden.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Schulze, Katja; Merkes, Sara T.; Kleinebrahn, Anja; Fl\u00f6rchinger, Verena; Voss, Martin&nbsp;(2020): Ver\u00e4nderte Wahrnehmungen der COVID-19-Lage von M\u00e4rz bis April 2020: Ergebnisse einer&nbsp;deutschlandweiten Panelbefragung. KFS Working Paper Nr. 17. Berlin: KFS. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/27622\/17_WP_KFS_Schulze_et_al_2020_Veraenderte_Wahrnehmung_der_COVID-19-Lage.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/27622\/17_WP_KFS_Schulze_et_al_2020_Veraenderte_Wahrnehmung_der_COVID-19-Lage.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Schulze, Katja; Voss, Martin (2020): Sturm \u201eSabine\u201c \u2013 Wahrnehmung der Warnungen und Reaktionen. Ergebnisse einer deutschlandweiten Bev\u00f6lkerungsbefragung. KFS Working Paper Nr. 18. Berlin: KFS. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/29058\/Schulze_Voss_2020_Sturm_Sabine_Wahrnehmung_der_Warnung_und_Reaktion1.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/29058\/Schulze_Voss_2020_Sturm_Sabine_Wahrnehmung_der_Warnung_und_Reaktion1.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Schulze, Katja &amp; Voss, Martin (2022). Weather Forecast and Weather Warning Preferences in Germany. Results of a national representative study. KFS Working Paper Nr. 24. Berlin: KFS. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/34940\/Schulze_Voss_2022_Weather_Forecast_and_Weather_Warning_Preferences_in_Germany_digitalversion.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/34940\/Schulze_Voss_2022_Weather_Forecast_and_Weather_Warning_Preferences_in_Germany_digitalversion.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Thieken, A. H.; Bubeck, P.; Heidenreich, A.; von Keyserlingk, J.; Dillenardt, L.; Otto, A. (2022): Performance of the flood warning system in Germany in July 2021 \u2013 insights from affected residents, EGUsphere. Online als Preprint verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/egusphere.copernicus.org\/preprints\/2022\/egusphere-2022-244\/\" target=\"_blank\">https:\/\/egusphere.copernicus.org\/preprints\/2022\/egusphere-2022-244\/<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Voss, Martin (2022): Zustand und Zukunft des Bev\u00f6lkerungsschutzes in Deutschland \u2013&nbsp;Lessons to learn. KFS Working Paper Nr. 20 (Version 4). Berlin: KFS. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/publikationen\/Lessons_to_learn_2022.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/ethnologie\/forschung\/arbeitsstellen\/katastrophenforschung\/publikationen\/Lessons_to_learn_2022.pdf<\/a>,<\/p>\n\n\n\n<p>Voss, Martin; R\u00fcger, Anja; Bock, Nicolas; Dittmer, Cordula; Merkes, Sara T. (2022): Die&nbsp;Evakuierung des St. Antonius-Hospitals Eschweiler w\u00e4hrend der Flutereignisse im Juli 2021. Katastrophenforschungsstelle Berlin. KFS Working Paper Nr. 25. Berlin: KFS. Online verf\u00fcgbar unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/35555\/Evakuierung_Krankenhaus_Eschweiler_2021.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/refubium.fu-berlin.de\/bitstream\/handle\/fub188\/35555\/Evakuierung_Krankenhaus_Eschweiler_2021.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Katastrophenforschungsstelle (KFS) 1984 beschreiben Lars Clausen und Wolf R. 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