{"id":383,"date":"2024-05-28T12:20:13","date_gmt":"2024-05-28T10:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/?p=383"},"modified":"2025-03-05T09:37:23","modified_gmt":"2025-03-05T08:37:23","slug":"nothilfe-in-und-fur-die-ukraine-lessons-to-learn-fur-den-deutschen-zivil-bevolkerungsschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/archive\/383","title":{"rendered":"Nothilfe in und f\u00fcr die Ukraine \u2013 Lessons to Learn f\u00fcr den deutschen Zivil-\/Bev\u00f6lkerungsschutz"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Von Cordula Dittmer &amp; Daniel F. Lorenz<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>May 28, 2024<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.17169\/refubium-45267\">http:\/\/dx.doi.org\/10.17169\/refubium-45267<\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-386\" width=\"556\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-2.png 528w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-2-300x225.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 556px) 85vw, 556px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Am 23. April 2024 fand im Rahmen der <a href=\"https:\/\/www.fachtagung-katastrophenvorsorge.de\/\">Fachtagung Katastrophenvorsorge<\/a> eine von <a href=\"https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/geog\/fachrichtungen\/anthrogeog\/katastrophenforschung\/ueber-die-kfs\/personen\/mitarbeiter\/lorenz\/index.html\">Daniel F. Lorenz<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/geog\/fachrichtungen\/anthrogeog\/katastrophenforschung\/ueber-die-kfs\/personen\/mitarbeiter\/dittmer\/index.html\">Cordula Dittmer<\/a> organisierte Session zur Nothilfe in der Ukraine und der Frage, welche Lehren aus den Erfahrungen f\u00fcr den deutschen Zivilschutz gezogen werden k\u00f6nnen, statt. Dazu wurden durch vier verschiedene Fachvortr\u00e4ge der Diakonie Katastrophenhilfe (DKH), der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) sowie der Katastrophenforschungsstelle (KFS) konkrete Nothilfema\u00dfnahmen in der Ukraine vorgestellt und verschie-dene Aspekte m\u00f6glicher Lehren f\u00fcr Deutschland diskutiert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n<!--noteaser-->\n\n\n\n<p>Cordula Dittmer &amp; Daniel F. Lorenz\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.17169\/refubium-45267\">http:\/\/dx.doi.org\/10.17169\/refubium-45267<\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-386\" width=\"556\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-2.png 528w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-2-300x225.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 556px) 85vw, 556px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Am 23. April 2024 fand im Rahmen der <a href=\"https:\/\/www.fachtagung-katastrophenvorsorge.de\/\">Fachtagung Katastrophenvorsorge<\/a> eine von <a href=\"https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/geog\/fachrichtungen\/anthrogeog\/katastrophenforschung\/ueber-die-kfs\/personen\/mitarbeiter\/lorenz\/index.html\">Daniel F. Lorenz<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/geog\/fachrichtungen\/anthrogeog\/katastrophenforschung\/ueber-die-kfs\/personen\/mitarbeiter\/dittmer\/index.html\">Cordula Dittmer<\/a> organisierte Session zur Nothilfe in der Ukraine und der Frage, welche Lehren aus den Erfahrungen f\u00fcr den deutschen Zivilschutz gezogen werden k\u00f6nnen, statt. Dazu wurden durch vier verschiedene Fachvortr\u00e4ge der Diakonie Katastrophenhilfe (DKH), der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) sowie der Katastrophenforschungsstelle (KFS) konkrete Nothilfema\u00dfnahmen in der Ukraine vorgestellt und verschie-dene Aspekte m\u00f6glicher Lehren f\u00fcr Deutschland diskutiert.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgenden Ziele wurden mit der Session verbunden:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li><strong>Diskussion humanit\u00e4rer Hilfe unter Kriegsbedingungen<\/strong>: Viele humanit\u00e4re Organisationen, Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und des Bev\u00f6lkerungsschutzes waren z. T. bereits vor der v\u00f6lkerrechtswidrigen Annexion der Krim 2014 in der Ukraine aktiv, w\u00e4hrend andere nach 2014 hinzukamen oder seit 2022 involviert sind. Dennoch ger\u00e4t die seit nunmehr \u00fcber zwei Jahren andauernde Eskalation des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zunehmend aus dem Fokus der Welt-, aber vor allem auch Fach\u00f6ffentlichkeit. Diese Arbeit, nun unter Kriegsbedingungen f\u00fcr die humanit\u00e4re Nothilfe, in die Diskussion (zur\u00fcck) zu bringen, war ein zentrales Anliegen der Session.<\/li><li><strong>M\u00f6glichkeiten und Grenzen humanit\u00e4rer Hilfe in R\u00e4umen, in denen das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht von Kriegsparteien missachtet wird<\/strong>: Anschlie\u00dfend ergeben sich f\u00fcr humanit\u00e4re Akteure neue Fragen und Herausforderungen, wie humanit\u00e4re Hilfe m\u00f6glich ist, wenn die humanit\u00e4ren Prinzipien (insbesondere der Neutralit\u00e4t und der Unabh\u00e4ngigkeit) wie im Kontext der Ukraine nur noch schwer eingehalten werden k\u00f6nnen \u2013 und das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht, welches die Helfenden sch\u00fctzen sollte \u2013 von Russland de facto au\u00dfer Kraft gesetzt oder diesem bewusst als Teil der Kriegsf\u00fchrung entgegengehandelt wird.&nbsp;<\/li><li><strong>Beitrag zur Diskussion des Zivilschutzes in Deutschland:<\/strong> Dieser Krieg f\u00fchrt auch zu einem \u00dcberdenken bislang geltender \u00dcberzeugungen in Deutschland: Die seither nur sehr wenig diskutierte Frage, wie gut Deutschland f\u00fcr einen Kriegsfall ger\u00fcstet w\u00e4re, wird nun deutlich st\u00e4rker \u2013 auch f\u00fcr den zivilen Bereich \u2013 \u00f6ffentlich diskutiert. Zwar gab es Zivilschutzplanungen zu Zeiten des Kalten Krieges, es stellt sich jedoch gegenw\u00e4rtig die Frage, wie gut diese auf die heutige Zeit und Gesellschaft \u00fcbertragbar w\u00e4ren \u2013 und ob nicht das Lernen aus dem Internationalen hier deutlich umfassendere Erkenntnisse bringen k\u00f6nnte. Verschiedene Themenfelder, die sich hier anbieten w\u00fcrden, sind z. B. die medizinische Versorgung von Personen mit kriegsbedingten Verletzungen resp. unter Kriegsbedingungen, die Evakuierung \u00e4lterer und vulnerabler Personen, der Betrieb von \u201eKatastrophenschutzleuchtt\u00fcrmen\u201c unter extremen Bedingungen und Warnung. Diese Themenfelder wurden neben anderen in den Vortr\u00e4gen adressiert (siehe unten).<\/li><li><strong>Etablierung und Ausbau der sozialwissenschaftlichen Zivilschutzforschung<\/strong>: Dazu geh\u00f6rt erstens die <em>Stimulation einer wissenschaftlichen Debatte<\/em> \u00fcber den Zivilschutz unter Einbezug von Erkenntnissen der Sozial- und Politikwissenschaften, der Friedens- und Konfliktforschung oder der Katastrophenforschung, um dieses Feld \u00fcberhaupt erst zu etablieren. Dies scheint insbesondere f\u00fcr den deutschen Kontext im Angesicht der Verbrechen der Nationalsozialisten sowie der nationalen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg schwierig, da sich diese anders ins kollektive Ged\u00e4chtnis eingeschrieben haben, als dies f\u00fcr andere europ\u00e4ische Mitgliedsstaaten gilt. Wir verstehen <em>Zivilschutz <\/em>zweitens sozialwissenschaftlich als <em>\u201esoziale Frage\u201c<\/em> (Clausen 1994) mit der entsprechenden Etablierung von sozialen Praktiken, d. h. wir gehen davon aus, dass sich Zivilschutz nicht allein in staatlichen Strukturen und Planungen ersch\u00f6pft, sondern sich situativ in der Bev\u00f6lkerung verschiedene funktionale soziale, vielfach informelle Praktiken komplement\u00e4r zu den formalen Strukturen des Zivilschutzes entwickeln (und in der Ukraine bereits etabliert haben), die unter anhaltenden Kriegsbedingungen zu Alltagsroutinen werden k\u00f6nnen \u2013 und als solche auch Gegenstand der sozialwissenschaftlichen Zivilschutzforschung sein sollten. Drittens begreifen wir den <em>Krieg als komplexe Katastrophe par excellence<\/em>, da sich, katastrophensoziologisch (Clausen 1994) betrachtet \u2013 bei aller Unterschiedlichkeit mit Blick auf politische Prozesse \u2013 sowohl Katastrophen als auch Krieg Formen \u201ekrassen sozialen Wandels\u201c darstellen, die beide in ihren Wirkungen nur \u00fcber eine \u201ekatastrophale Form der sozialen Verflechtung\u201c (Clausen 1994: 15) verstanden werden k\u00f6nnen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Die vier Beitr\u00e4ge der Session zeigten aus der Sicht verschiedener humanit\u00e4rer Hilfsorganisationen sowie der sozialwissenschaftlichen Katastrophenforschung auf, welche Erfahrungen aufgrund der Nothilfe in der Ukraine bestehen und welche Potenziale und Herausforderungen f\u00fcr das Lernen aus der Ukraine f\u00fcr den deutschen Zivilschutz vorliegen.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li><strong>Multisektorale Unterst\u00fctzung initiiert durch lokale Partner<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><em>Mario G\u00f6b (Diakonie Katastrophenhilfe (DKH))<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-387\" width=\"360\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-3.png 527w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-3-300x169.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 85vw, 360px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die DKH hat seit Februar 2022 einen massiven Anstieg an Spenden f\u00fcr die Ukrainehilfe zu verzeichnen, die in verschiedene Projekte sowohl in der Ukraine als auch in den Nachbarstaaten wie die Republik Moldau, Polen, Slowakei oder Rum\u00e4nien umgesetzt werden. Unmittelbar nach der Eskalation des Konflikts wurden v. a. Hilfsg\u00fctertransporte und CASH-Programme organisiert sowie Winterhilfe angeboten. Ein aktueller Schwerpunkt der Arbeit der DKH liegt in der Reparatur von zerst\u00f6rten H\u00e4usern nahe der Kontaktlinie, wo noch immer insbesondere \u00e4ltere Personen (oft mit Behinderung leben), die ihre Heimat eigentlich nicht verlassen wollen oder k\u00f6nnen. \u00c4ltere Menschen stellen in der Ukraine einen \u00fcberproportional hohen Anteil an den zivilen Opfern des Krieges dar. Wo logistisch m\u00f6glich und die Menschen willens sind, wird versucht, diese h\u00f6chst vulnerablen Personen zu evakuieren und in neu eingerichteten und renovierten Pflegeheimen unterzubringen. Dies gestaltet sich jedoch als \u00e4u\u00dferst schwierig, da viele der Betroffenen Angst vor der Fremde haben und kaum Netzwerke oder Kontakte au\u00dferhalb ihres gewohnten sozialen Umfeldes vorweisen. Des Weiteren werden humanit\u00e4re Minenr\u00e4umprogramme umgesetzt, in denen v. a. Schulungen stattfinden, die \u00fcber die Risiken von Landminen und nicht explodierter Munition und Sprengstoffen aufkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lessons to Learn f\u00fcr den deutschen Zivilschutz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Schutz der Bev\u00f6lkerung muss in Notsituationen oberste Priorit\u00e4t haben und insbesondere h\u00f6chst vulnerable Personen einbeziehen. Die beh\u00f6rden\u00fcbergreifende Koordination und Zusammenarbeit muss funktionieren und es sollten klare Protokolle f\u00fcr Kommunikation und Koordination im Krisenfall vorliegen. In diesen kriegsbedingten Lagen sind Flexibilit\u00e4t und Innovation entscheidend f\u00fcr die Effektivit\u00e4t und Effizienz, adaptive Planungsans\u00e4tze sind anzuwenden.<\/p>\n\n\n\n<p>2.  <strong>Akteurs\u00fcbergreifende Zusammenarbeit und flexible Strukturen im Kleeblatt bei der Behandlung und Betreuung von MedEvac-Patient*innen in Deutschland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Stefan M\u00f6nnich (Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH))<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Johanniter-Unfall-Hilfe engagiert sich in Deutschland auch f\u00fcr Gefl\u00fcchtete aus der Ukraine und unterst\u00fctzt in der Ukraine Partnerorganisationen bei der Versorgung von intern Vertriebenen und Menschen in frontnahen D\u00f6rfern mit Lebensmitteln sowie bei der Reparatur von D\u00e4chern und Fenstern und Instandsetzung von Wasserleitungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf psychosozialer Unterst\u00fctzung, insbesondere f\u00fcr Frauen. Im Rahmen einer MEDEVAC-Mission des Europ\u00e4ischen Katastrophenschutzverfahrens zur Evakuierung von schwer verletzten und erkrankten Personen aus der Ukraine in europ\u00e4ische L\u00e4nder unterst\u00fctzt die JUH gemeinsam mit dem ASB, der DLRG, dem DRK und dem MHD Patient*innen, die nach Deutschland evakuiert und hier \u00fcber das Kleeblatt-System auf Krankenh\u00e4user verteilt werden. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-388\" width=\"516\" height=\"292\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-4.png 562w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-4-300x170.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 516px) 85vw, 516px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Hilfsorganisationen leisten eine erg\u00e4nzende soziale Betreuung f\u00fcr die Patient*innen vor allem bei beh\u00f6rdlichen Angelegenheiten und organisieren f\u00fcr Patient*innen mit Unterst\u00fctzungsbedarf auf deren Wunsch auch medizinische R\u00fccktransporte in die Ukraine.&nbsp; Das Projekt wird aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europ\u00e4ischen Union finanziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Besondere Herausforderungen in dem Projekt sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Status der Zielgruppe: Die aufenthalts-, ausl\u00e4nder- und sozialgesetzlichen Regelungen f\u00fcr MEDEVAC-Patient*innen und ihre Angeh\u00f6rigen entsprechen den Regelungen f\u00fcr Gefl\u00fcchtete aus der Ukraine. Die damit verbundenen notwendigen Verwaltungsangelegenheiten, die Unterbringungssituation oder Verz\u00f6gerungen bei der Behandlung sind f\u00fcr die Patienten h\u00e4ufig schwer nachzuvollziehen, da sie keinen Schutz oder dauerhaften Aufenthalt begehren, sondern sich lediglich vor\u00fcbergehend zu Behandlungszwecken in Deutschland aufhalten.<\/li><li>Datenschutz: F\u00fcr die Wahrung des Datenschutzes in der Kommunikation mit den Akteuren m\u00fcssen gute Prozesse und sichere \u00dcbermittlungswege hierzulande und in der internationalen Kommunikation geschaffen und einge\u00fcbt werden.<\/li><li>Mangelnde psychosoziale Betreuung: Viele der Zielgruppenangeh\u00f6rigen sind durch den Krieg traumatisiert und ben\u00f6tigen dringend psychosoziale Unterst\u00fctzung. Bei den ohnehin schon sehr knappen Ressourcen in Deutschland ist dies kaum zu leisten.<\/li><li>Finanzierung: Die Drittmittelfinanzierung des Projektes l\u00e4sst wenig Spielraum f\u00fcr ggf. notwendige Anpassungen, um auf spontan entstehende oder sich ver\u00e4ndernde Bedarfe zu reagieren, und erschwert es, nachhaltige und resiliente Strukturen und Ressourcen zu schaffen, die im Krisenfall reaktiviert werden k\u00f6nnen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Lessons to Learn f\u00fcr den deutschen Zivilschutz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Kleeblattsystem hat sich in der Praxis sehr gut bew\u00e4hrt. Seit Sommer 2022 sind rund 1.100 Patient*innen in Deutschland aufgenommen worden. Von gro\u00dfer Bedeutung ist im Gesamtprozess die sektor- und regionen\u00fcbergreifende enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure \u2013 \u00fcber die Kleebl\u00e4tter und aufnehmenden Krankenh\u00e4user hinaus: der betreuenden und unterst\u00fctzenden Strukturen in den Kommunen, der Hilfsorganisationen und der Freiwilligen und Diasporaorganisationen. Auch eine gute Vernetzung mit den ukrainischen Akteuren \u2013 im Projekt das ukrainische Gesundheitsministerium und der Rettungsdienst \u2013 unterst\u00fctzt die bestm\u00f6gliche Versorgung der Patient*innen. Konkurrenzen haben im Zivilschutz nichts zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei aller Professionalit\u00e4t der staatlichen und nichtstaatlichen Akteure gilt es, die Bedarfe der Zielgruppen in den Mittelpunkt zu stellen: Sie ben\u00f6tigen einfache, verst\u00e4ndliche Regelungen, barrierefreie Zug\u00e4nge zu Informationen und Feedback-M\u00f6glichkeiten in einfacher Sprache, \u00dcbersetzungsm\u00f6glichkeiten sowie niederschwellige Beratungs- und Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten. Die Vorteile der Digitalisierung, um z. B. psychosoziale Unterst\u00fctzung \u00fcber Fachkr\u00e4fte in der Ukraine digital zu organisieren, sollten hier unbedingt genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>3.<strong> <\/strong> <strong>\u201ePunkte der Unbesiegbarkeit\u201c &#8211; Zivile Betreuungsstellen im Krieg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Stina Steingraeber\/Michael Schnatz (Arbeiter-Samariter-Bund (ASB))<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Krieg und Vertreibung als Folge der russischen Milit\u00e4roffensive haben massiven Einfluss auf die Versorgungssicherheit in der ganzen Ukraine. Bei Stromausf\u00e4llen und im Falle eines l\u00e4ngeren Stromausfalls aufgrund von Angriffen auf die Energieinfrastruktur helfen station\u00e4re und mobile W\u00e4rmepunkte\/Versorgungspunkte, in der Ukraine als \u201ePunkte der Unbesiegbarkeit\u201c bezeichnet. Ziel der Betreuungsstellen des lokalen Partners, dem ukrainischen Samariterbund, ist die Versorgung der kriegsbetroffenen Bev\u00f6lkerung in Kyjiw und der Region Kyjiw. Als Hauptstadt ist Kyjiw st\u00e4ndiges Ziel f\u00fcr russische Luftangriffe. Insbesondere kritische Infrastrukturen und speziell solche der Energieversorgung werden seit Herbst 2022 regelm\u00e4\u00dfig und massiv angegriffen. Auch zivile Ziele wie Wohnbl\u00f6cke etc. werden regelm\u00e4\u00dfig getroffen oder durch herabst\u00fcrzende Drohnentr\u00fcmmer zerst\u00f6rt oder besch\u00e4digt. In Kooperation mit st\u00e4dtischem Katastrophenschutz erm\u00f6glicht der ASB den Betrieb station\u00e4rer W\u00e4rmepunkte mit Zelten, Betten und \u00d6fen, mobilen K\u00fcchen und Stromversorgung, Versorgung der kriegsbetroffenen Bev\u00f6lkerung mit warmen Mahlzeiten und Getr\u00e4nken, einem Ort zum Aufw\u00e4rmen und Strom zum Laden von Handys, Akkus etc.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-5.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-389\" width=\"379\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-5.png 644w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-5-300x169.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 379px) 85vw, 379px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Auch gibt es eine M\u00f6glichkeit zum \u00dcbernachten, sollte die eigene Wohnung nach einem Angriff oder wegen K\u00e4lte nicht mehr\/zeitweise nicht bewohnbar sein sowie basismedizinische und psychosoziale Versorgung. F\u00fcr Kinder sind zudem Spielecken vorgesehen. Zus\u00e4tzlich dienen die Versorgungspunkte als Verteilstellen von Hilfsg\u00fctern an die kriegsbetroffene Bev\u00f6lkerung (Lebensmittel, Hygieneprodukte, (Winter-) NFIs). Es existieren sowohl station\u00e4re Versorgungspunkte als auch mobile Einheiten. Die Koordination der Versorgungspunkte erfolgt durch den Katastrophenschutz Kyjiw, der auch eigene W\u00e4rmepunkte in der Stadt aufgebaut hat. Die Koordination zielt auf die sinnvolle und fl\u00e4chendeckende Verteilung der Versorgungspunkte in der Stadt ab und stellt u. a. sicher, dass sie gut erreichbar und ans Stromnetz angeschlossen sowie Luftschutzr\u00e4umen in der N\u00e4he verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine \u00dcbersicht\/Informationen zu offiziellen W\u00e4rmepunkten finden sich im <a href=\"https:\/\/nezlamnist.gov.ua\/#map\">Internet<\/a> sowie bspw. in der offiziellen App der Stadt Kyjiw und der App <a href=\"https:\/\/ukraine.ua\/invest-trade\/digitalization\/\">Diia<\/a>, die fast jeder in der Ukraine nutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die bislang nur im Winter betriebenen W\u00e4rmepunkte sollen zuk\u00fcnftig auch im Sommer aufrechterhalten und zu ganzj\u00e4hrig einsetzbaren Betreuungspunkten ausgebaut werden, da man von einer weiteren Eskalation der Angriffe im Sommer ausgeht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lessons to Learn f\u00fcr den deutschen Zivilschutz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Warnungen inkl. konkreter Handlungsanweisungen erfolgen in der Ukraine v. a. \u00fcber Apps; Sirenen werden zus\u00e4tzlich als Alarmsignal genutzt. \u00dcber Apps gibt es auch die Option, gesichtete Drohnenangriffe von Seiten der Bev\u00f6lkerung zu melden. M\u00f6glichkeiten, Mobiltelefone mit Strom aufzuladen, sind \u00fcberall vorhanden. Die Strom- sowie Mobilfunk- und Internetnetze sind mittlerweile derart autark, dass gro\u00dffl\u00e4chige Stromausf\u00e4lle zwar vorkommen, in den seltensten F\u00e4llen jedoch der Mobilfunk unmittelbar betroffen ist. Kommunikation ist auf diese Weise jederzeit m\u00f6glich. Die Bev\u00f6lkerung muss ernst genommen und sollte nicht f\u00fcr \u201ebl\u00f6d\u201c verkauft werden. In der Ukraine zeigt sich weiterhin ein starker Nationalstolz als ein verbindendes Narrativ, was dabei hilft, die Situation zu bew\u00e4ltigen. Auch (Galgen-)Humor ist weit verbreitet und zeigt sich als resilienzst\u00e4rkend.<\/p>\n\n\n\n<p>4.  <strong>Lehren f\u00fcr den deutschen Zivilschutz \u2013 Beispiel Gesundheitsschutz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Nicolas Bock (Katastrophenforschungsstelle (KFS))<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der v\u00f6lkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine wirft f\u00fcr den deutschen Zivilschutz tiefgreifende Fragen auf. In Deutschland wurden seit Ende des Kalten Krieges fl\u00e4chendeckend System- und Infrastrukturbestandteile des Bev\u00f6lkerungsschutzes abgebaut und eingespart. Sichtbar wurde dies u. a. im Gesundheitswesen, in dem z. B. die Hilfskrankenh\u00e4user, die Ausbildung von Pflegehilfspersonal, und gro\u00dfe Teile der Sanit\u00e4tsmittelbevorratung bis in die Nullerjahre des 21. Jahrhunderts hinein abgeschafft wurden. Das Szenario der Landes- und B\u00fcndnisverteidigung verschwand nach und nach als Planungsgrundlage f\u00fcr den Zivilschutz und wurde weitestgehend durch zivile Katastrophenszenarien ersetzt. Bedrohungsszenarien wurden in der Folge oft nur noch als friedenszeitliche, regional und zeitlich begrenzte Schadensereignisse gedacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Auswirkungen des Krieges, wie sie sich in der Ukraine darstellen, k\u00f6nnen zwar nicht eins zu eins auf Deutschland \u00fcbertragen werden, die in der Ukraine zu beobachtenden und durch den Krieg entstehenden Disruptionen, Bedrohungen und Systemwechselwirkungen in kritischen Dienstleistungssystemen wie dem Gesundheitssystem k\u00f6nnen und sollten dennoch im deutschen Zivilschutz in kritischer Selbstreflexion wahrgenommen werden. In Ermangelung eines konkreten Szenarios der Landes- und B\u00fcndnisverteidigung und der entsprechenden Implikationen und Anforderungen f\u00fcr die zivile Seite, welches den Akteuren u. a. im Gesundheitswesen als Planungsgrundlage f\u00fcr den Selbstschutz und die Resilienzsteigerung ihrer Betriebsabl\u00e4ufe dienen kann, ist der Blick in die Ukraine sogar dringend geboten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Analyse der Lage des Gesundheitswesens in der Ukraine und die abstrahierte \u00dcbertragung auf den deutschen Kontext zeigt zun\u00e4chst, dass alle Bestandteile des Gesundheitssystems als Ziele wahrgenommen werden und angegriffen werden k\u00f6nnen. Der v\u00f6lkerrechtliche Schutz von Gesundheitseinrichtungen wird nicht mehr von allen Staaten anerkannt. Entsprechend ist davon auszugehen, dass in einem Szenario der Landes- und B\u00fcndnisverteidigung auch in Deutschland Angriffe auf das Gesundheitswesen, sei es durch bspw. Drohnen, Sabotagehandlungen oder im Cyberraum, zu bef\u00fcrchten sind. Das Gesundheitssystem h\u00e4ngt auch in Deutschland in besonderem Ma\u00dfe von der Funktionsf\u00e4higkeit anderer kritischer Infrastruktursysteme ab, bspw. von der Versorgung mit Energie und Trinkwasser. Angriffe auf entsprechende zivile Ziele w\u00fcrden also auch Gesundheitseinrichtungen betreffen. In Deutschland m\u00fcssen bislang nur wenige Akteure des Gesundheitswesens hierf\u00fcr Vorsorgema\u00dfnahmen treffen: Im Allgemeinen verf\u00fcgen bspw. nur die Krankenh\u00e4user \u00fcber (begrenzte) Notstromversorgung. Der Blick in die Ukraine zeigt jedoch, dass insbesondere Menschen mit chronischen Erkrankungen oder andere Bev\u00f6lkerungsgruppen (teils mit vorliegenden Multimorbidit\u00e4ten) in besonderer Weise von einem funktionierendem ambulanten medizinisch-pflegerischen Versorgungssystem abh\u00e4ngen, da die Krankenh\u00e4user \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume mit der Versorgung einer Vielzahl teilweise schwer verletzter Soldat*innen ausgelastet sind. Die milit\u00e4rischen Rettungsketten der Bundeswehr und verb\u00fcndeter Streitkr\u00e4fte enden in Deutschland jedoch im zivilen Gesundheitssystem.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lessons to Learn f\u00fcr den deutschen Zivilschutz<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-6.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-390\" width=\"304\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-6.png 567w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/disasterresearchblog\/files\/2024\/05\/image-6-300x226.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 304px) 85vw, 304px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Der Verteidigungsfall kann als Ressourcenmangellage verstanden werden, in der ein grundst\u00e4ndiges Interesse der Gegenseite an \u00fcberlasteten Systemen herrscht. Daf\u00fcr br\u00e4uchte es eigentlich eines \u00c4quivalents, das eine Gesamtsystemredundanz (Zivilschutz) schafft, um m\u00f6gliche Ausf\u00e4lle zu kompensieren. &nbsp;Umso wichtiger ist es, dass alle Akteure des Gesundheitswesens (nicht nur Krankenh\u00e4user) eine gewisse Resilienz und Durchhaltef\u00e4higkeit gegen\u00fcber m\u00f6glichen Implikationen von Verteidigungsszenarien entwickeln, von denen auch friedenszeitliche Katastrophenlagen profitieren w\u00fcrden. Die Anpassungsleistung der Akteure des Gesundheitswesens ist auch deshalb n\u00f6tig, da Zivilschutz immer nur zeitlich-r\u00e4umlich begrenzte, punktuell wirkende Ma\u00dfnahmen zur Verf\u00fcgung stellen kann \u2013&nbsp; eine Art Vollschutz, welcher fl\u00e4chendeckende Redundanzwirkung entfalten kann, wurde bereits zu Beginn des Kalten Krieges als praktisch nicht umsetzbar verworfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hierzu bedarf es der breiten Vermittlung der Implikationen und Folgen eines Szenarios der Landes- und B\u00fcndnisverteidigung an entsprechende Felder der Stakeholder. Der Blick in die Ukraine zeigt dar\u00fcber hinaus, dass sich Szenarien eines Verteidigungsfalls und ziviler Katastrophenlagen nicht mehr trennscharf unterscheiden lassen. So bedeutete der Krieg f\u00fcr die Ukraine in seinem bisherigen Verlauf u. a. die Bedrohung durch Havarien von und Anschl\u00e4ge auf Atomanlagen, die Auswirkungen eines Hochwassers im Nachgang des Bruchs des Kachowka-Staudammes, Stromausf\u00e4lle und Ausf\u00e4lle der W\u00e4rmeversorgung sowie t\u00e4gliche Massenanf\u00e4lle von Verletzten. Diese Szenarien sind in Deutschland zwar einzeln mit Ma\u00dfnahmenpl\u00e4nen unterlegt und es existieren in begrenztem Ma\u00dfe Ressourcen und Personal zur Lagebew\u00e4ltigung, eine \u00dcberlappung und eine Gleichzeitigkeit dieser Lagen, wie in der Ukraine zu beobachten, wird jedoch kaum antizipiert oder vorausgeplant. Hier m\u00fcssen die Strukturen des deutschen Zivilschutzes kritisch hinterfragt und gegebenenfalls angepasst werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Cordula Dittmer &amp; Daniel F. Lorenz May 28, 2024 http:\/\/dx.doi.org\/10.17169\/refubium-45267 Am 23. 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