LeseTipp: Zum Einbetten von Inhalten. Was ist erlaubt?

In der letzten Woche entschied der Europäische Gerichtshof über Möglichkeiten und Grenzen des Einbettens von Inhalten (Youtube, vimeo u.a.) in eigene Webseiten (Blogs, Wiki, CMS und LMS u.a.). Tenor der Entscheidung ist: Wer fremde Inhalte von einer Videoplattform einbettet, verletzt in der Regel keine Urheberrechte. (siehe hierzu z.B. heise.de)
„In der Regel“… Bei dieser Formulierung horchen alle juristisch vorbelasteten Leserinnnen und Leser natürlich sofort auf. Denn zu jeder Regel gibt es Ausnahmen!

Was nun die Regel, was die Ausnahme ist, wenn man Inhalte einbettet, erläutert ausführlich ein aktueller Beitrag auf iRights.info, der versucht, die Unklarheiten der EuGH Entscheidung aufzulösen.

Für alle Internetautorinnen und -autoren unbedingt lesenspflichtig!

=> Inhalte einbetten: Was genau erlaubt der Europäische Gerichtshof?

Für Studis: „E-Tutoring“ – Lehrgang zum Lernen im Netz

Vom 31. März bis zum 4. April können studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freien Universität einen Workshop besuchen, der viele Fragen zum Thema E-Learning an der Freien Universität klären helfen soll.

  • Wie nutze ich die Lernplattform „Blackboard“?
  • Wie nutze ich die FU-Wikis und
  • Wie nutze ich die FU-Blogs?

Neben der Beantwortung dieser Fragen, werden insbesondere die wichtigsten Funktionen der verschiedenen Anwendungen vorgestellt und erprobt. Ziel ist es den Studierenden zu ermöglichen, schrittweise eine eigene E-Learning-Umgebung gestalten.

Auf Campus.leben gibt die Dozentin Katharina Bannicke vom Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Auskunft über die Schulung.

=> zur Anmeldung E-Tutoring

Cloud-Speicher: Stiftung Warentest rät ab!

Stiftung Warentest hat 13 prominente Online-Speicher­dienste unter die Lupe genommen und neben Vielseitigkeit und Umfang der einzelnen Apps vor allem auch den Datenschutz und die Datensicherheit der Dienste untersucht.
Die getesteten Cloud-Dienste waren: Telekom Medien-Center, Dropbox, Box, MozyHome, Google Drive, LaCie Wuala, Trend Micro SafeSync, GMX MediaCenter, Strato hiDrive Free, Web.de Online-Speicher, IDrive, Sugarsync und Microsofts Skydrive.

Das Ergebnis ist ernüchternd und doch kaum überraschend: Stiftung Warentest findet keinen „guten“ Anbieter von Cloud-Speicher unter den 13 untersuchten Diensten.
Der mit einer Gesamtnote von 3,2 (und damit zu den Besten gehörende) Cloud-Speicher der Deutschen Telekom, erhielt in Bezug auf auf den Schutz der Nutzerdaten sogar die Note „mangelhaft“. Den Datenschutz der entsprechenden Apps betrachtet die Untersuchung zudem als „kritisch“.

Der Tipp der Stiftung Warentest:

Wer trotz der Daten­schutz­probleme nicht auf den Komfort der Cloud verzichten will, sollte sensible Daten mit Hilfe von Zusatz­programmen selbst verschlüsseln und erst dann in die Wolke schieben.
(Quellen: Stiftung Warentest, t3n)

Weitere Informationen und Links zum Thema „Cloud“ bei iRights.info

Artikelreihe: Der Einsatz sozialer Medien an der Freien Universität

Quelle: Stephan Töpper / David Tonke

Fragen zur offiziellen Nutzung sozialer Medien an der FU sowie die Herausforderungen und Risiken, die der Einsatz sozialer Medien an einer komplexen Wissenschaftseinrichtung mit sich bringt, erläutert die Artikelreihe „Der Einsatz sozialer Medien an der Freien Universität
in campus.leben, dem Online-Magazin der Freien Universität.

Den Auftakt bildet bildet ein Gespräch mit der Kommunikationswissenschaftlerin Juliana Raupp von der Arbeitsstelle Organisationskommunikation am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, die über den Einfluss sozialer Medien auf die öffentliche Kommunikation und insbesondere auch über die Vorteile von Interaktion und Vernetzung für die Wissenschaftskommunikation spricht.

Die bisherigen Artikel im Überblick

Studie: Social Media Manager sind gefragt

Ein neues Berufsbild hat sich in der Wirtschaft etabliert.

Bereits 16 Prozent aller Unternehmen in Deutschland beschäftigen Social Media Manager. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien). Social Media Experten planen, steuern und beobachten die Aktivitäten eines Unternehmens in sozialen Medien wie Facebook, Google+, Twitter oder Plattformen wie Youtube oder  Blogs.

Der Studie zufolge planen darüberhinaus weitere 7 Prozent der Unternehmen konkret die Schaffung einer Stelle „Social Media Manager“.

„In vielen Unternehmen sind soziale Medien heute ein wichtiger Kommunikationskanal zum Beispiel für das Marketing, den Service oder das Recruiting“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Für die sinnvolle und effektive Nutzung sozialer Medien brauchen die Unternehmen entsprechende Spezialisten.“ Diese Entwicklung eröffne neue Job-Perspektiven zum Beispiel für Kommunikations- und Geisteswissenschaftler sowie Seiteneinsteiger.
(Quelle BITKOM)

Google beendet Google Reader

Schlechte Nachrichten für RSS Nutzer/innen:

Nach knapp sieben guten Jahren stellt der Internet Gigant am 1. Juli 2013  seinen Google-Reader-Dienst ein und ab. Das betrifft nicht nur die Nutzer der Weboberfläche des FeedReaders, sondern vor allem auch die Nutzer zahlreicher Feed-Reader-Apps für mobile Geräte, die in der Regel Google Reader verwenden, um darüber Feeds zu synchronisieren.

Für den Nutzer ergibt sich der Vorteil, dass er auf mehreren mobilen Geräten seine Feeds lesen kann und auf allen Geräten den gleichen Lese- und Favoritenstatus vorliegen hat. Er kann sich etwa Feeds auf seinem Smartphone fürs spätere Lesen markieren und den betreffenden Artikel dann bequem auf einem großen Tablet lesen. Zudem hat eine Server-Lösung den Vorteil, dass der Nutzer keine Inhalte verpasst, wenn er etwa wegen Reisen länger nicht online sein kann.
(Quelle golem.de)

Ein Funken Hoffnung besteht vielleicht noch, denn unter change.org wurde bereits eine Petition gestartet, um Google von diesem Vorhaben abzubringen. Nutzer/innen des Dienstes sollten vorsorglich die Daten aus Google Reader bis zum 30. Juni 2013 über Google Takeout sichern.

Meine Follower – Deine Follower?

Ein Problem, das nicht nur den zurücktretenden Papst betrifft…

Wer darf die Likes einer Facebook Präsenz für sich beanspruchen, wenn diese Accounts während einer Beschäftigung gehegt und gepflegt wurden, das Arbeitsverhältnis nun aber endet?
Was passiert in solchen Fällen mit Xing Kontakten?
Wem gehören die Follower eines Twitteraccounts?
Wer bewegt sich weiterhin in den Google+ Kreisen?
Ist der ausscheidende Arbeitnehmer am Ende social-isoliert?

Einsicht und Übersicht zum Thema bietet der Artikel: Wem gehören die Follower des Papstes?

Interview: Datenschutz und Rechtssicherheit – „Lästige Pflicht“ oder Chance?

Nicht nur Betreiber von Internetplattformen (LMS, CMS, Blog & Wiki etc.) beschäftigt das Thema Urheberrecht und Datenschutz. Auch Nutzerinnen und Nutzer dieser Angebote sind gehalten, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, um mögliche Rechtsunsicherheiten zu vermeiden.
In einem Interview auf CHECKpoint-elearning beschreibt Thomas Molck, Datenschutzbeauftragter der Fachhochschule Düsseldorf, notwendige Transformationsprozesse an Hochschulen und unterstreicht, wie wichtig es ist, „auch im Bereich eLearning den Grundrechten Geltung zu verschaffen.“
Denn:

Mit der zunehmenden Verbreitung webbasierter eLearning-Angebote steigen aber auch die berechtigten Nachfragen in Bezug auf den Umgang mit den personenbezogenen Daten und dem Nutzungsrechten. Diesen Fragen müssen sich die Hochschulen stellen.
(Quelle: CHECKpoint-elearning)

Wann gelten Facebookposts als öffentlich? Bedeutet “Gefällt mir” Zustimmung?

Der Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf hat 10 Feuerwehrleute vom Dienst suspendiert, weil diese sich abfällig/illoyal gegenüber ihrem Arbeitgeber geäußert haben sollen. Die Frage wann und ob Äußerungen und/oder “Likes” in sozialen Netzwerken disziplinarrechtliche Konsequenzen haben, hat die Verwaltung der Stadt eindeutig entschieden:

Die Verwaltung hat disziplinarrechtliche Maßnahmen gegen eine Gruppe von Feuerwehrleuten eingeleitet und diese vom Dienst suspendiert. Die Feuerwehrleute haben auf Facebook Inhalte verbreitet, die das Grundvertrauen der Verwaltung in die betroffenen Feuerwehrleute erschüttern.
(Quelle rp-online)

Eine sehr gute juristische – aber dennoch verständliche – Einordnung der Thematik findet sich auf den Webseiten des RA Lampmann.

Lesenswert!

Studierendenwettbewerb: Mach dich nicht nackig!

Bild: BMJ

Unter dem Motto „Mach dich nicht nackig – wirb für deine Grundrechte!“ hat das Bundesjustizministerium einen Studierendenwettbewerb gestartet, der Studierende für die Bedeutung der Grundrechte in der digitalen Welt sensibilisieren soll. In digitaler Form sollen Ideen ausgezeichnet werden, die die Bedeutung der Grundrechte für das Private und die Privatsphäre in der digitalen Welt kreativ bewerben.

An dem am 15. Januar 2013 beginnenden Kreativwettbewerb können Studierende aller Fachrichtungen teilnehmen, einzeln oder als Team mit bis zu fünf Teilnehmern. Eingereicht werden können Filme, Websites, Web 2.0-Projekte, Präsentationen oder Fotostorys zu folgenden Fragestellungen:

  • Wie können private Daten geschützt werden?
  • Welche Bedeutung haben die Grundrechte heute für das Private in der digitalen Welt?
  • Wandelt sich unser Verständnis der Grundrechte in der digitalen Welt?
  • Gefährdet der neue Kommunikationsraum Internet die Grundrechte, mittelbar oder unmittelbar?
  • Welche Folgen entwickeln neue technische Errungenschaften, z.B. wenn Handys durch Funkzellen- und GPS-Ortungen jedermann zu potentiellen Adressaten von Bewegungsüberwachung werden lassen?

Die besten drei Einsendungen werden mit Geldpreisen in Höhe von je 3.000 Euro, 2.000 Euro und 1.000 Euro prämiert. Bei Gruppenarbeiten wird der Preis geteilt. Weiterhin wird für die Plätze vier bis zehn ein professionelles Medientraining in Berlin vergeben.
(Quelle: BMJ)