Gigamove – Eine Dropbox Alternative?

Die Nutzung von Dropbox und ähnlichen Clouddiensten sowie deren Empfehlung sind aus bekannten Gründen recht problematisch.  Dennoch häufen sich die Anfragen nach Up- und Downloadmöglichkeiten größerer Dateien. Alternativen sind also gefragt!

Eine recht brauchbare Lösung stellt das DFN  seinen Mitgliedern einem Teil seiner Mitglieder zur Verfügung: Gigamove. Das Projekt wird an der RWTH Aachen gehostet und zur Verfügung gestellt.

Mit Gigamove können Sie dann auf zwei Wegen einen Datenaustausch mit einem beliebigen Kontakt, der nicht zu einer im DFN-AAI organisierten Einrichtung gehören muss (wie z. B. Geschäftspartnern oder Kunden),
einleiten.
1. Zum einen können Sie eine Datei bereitstellen, zu der dann automatisch ein Link erzeugt wird. Über diesen Link kann Ihr Partner die Dateien herunterladen.

2.  Zum anderen besteht für Sie die Möglichkeit, eine Datei anzufordern. Dazu generiert Gigamove einen Link. Über diesen Link kann Ihr Partner Dateien für Sie bereitstellen.

Wenn Sie die Emailadressen Ihrer Partner mit angeben, hilft Gigamove Ihnen, und schickt die Links zum Datenaustausch direkt an Ihre Kontakte. Wenn Sie es wünschen, benachrichtigt Gigamove Sie per Email, sobald einer Ihrer Links genutzt wurde. Im Unterschied zum Austausch per Email können einzelne Datensammlungen mit bis zu jeweils 2 Gigabyte über eine sichere Verbindung ausgetauscht werden. In der aktuellen Pilotphase kann jeder Nutzer bis zu 10 Gigabyte an Daten insgesamt hochladen. Die Anwendung speichert die von Ihnen bereitgestellten Daten maximal zwei Wochen.
(via DFN)

Zudem wird jede hochgeladene Datei wird auf Viren überprüft. Um die Anwendung nutzen zu können, muss man sich lediglich über die Webseite https://gigamove.rz.rwth-aachen.de mit dem (FU) Shibboleth-Zugang einloggen. Ein erster Test verlief durchaus zufriedenstellend.

Dennoch:  Die Daten werden über einen Server an der RWTH Aachen ausgetauscht. Nutzen Sie diesen Dienst also nicht für vertrauliche Daten oder verschlüsseln Sie die Dateien vorab.

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Snowden warnt vor Dropbox Nutzung

Nun also auch von prominenter Stelle die Warnung vor der Nutzung von Dropbox.

In einem aktuellen Interview mit dem Guardian warnt Edward Snowden vor der Nutzung des Cloud-Dienstes Dropbox! Eine erhebliche “Gefahr für die Privatsphäre” sei der Dienst und Snowden unterstreicht noch einmal den Umstand, dass das Unternehmen die frühere Secretary of State Condoleezza Rice in das Unternehmen geholt hat.

“Dropbox is a targeted you know wannabe PRISM partner,” he told the Guardian. ”They just put … Condoleezza Rice on their board… who is probably the most anti-privacy official you can imagine. She’s one of the ones who oversaw Stellar Wind and thought it was a great idea. So they’re very hostile to privacy.”
(Quelle: The Guardian)

Zugleich zeigt Snowden Alternativen einer sicheren Cloudnutzung auf und empfiehlt, auf Online-Datenspeicher wie Spideroak umzusteigen.

Gegenüber SPIEGEL Online wehrt sich übrigens eine Dropbox Mitarbeiterin gegen die Vorwürfe…

Weitere Informationen unter: