Vorlesungen aufzeichnen verboten

Die Uni Luzern greift hart duch.

Der Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät hat allen Studierenden in einer E-Mail mitgeteilt, dass Aufnahmen von Vorlesungen ab sofort verboten sind. Wer dies trotzdem tut, muss offenbar mit durchaus drastischen Sanktionen rechnen. Studierende müssen demnach sogar mit einem Verweis von der Hochschule rechnen. Kontrolliert würden entsprechende Mitschnitte im Netz, deren Herkunft oft nachvollziehbar sei.
(via 20 Minuten)

Wären „freiwillige“, also von Dozenten/innen zur Verfügung gestellte, Mitschnitte/Podcasts von Vorlesungen, eine bessere Alternative?

Speicherdienste in der Cloud: Flyer mit Tipps und Hinweisen

Muss ich mich bei Diensten mit echten Angaben registrieren? Wann sollte man Daten verschlüsseln? Wann sind Cloud-Speicher urheberrechtlich problematisch? Tipps und Hinweise zur Nutzung von Cloud-Speicherdiensten hat iRights Cloud in einem Faltblatt zusammengefasst.
(via iRights.info)

Das Faltblatt kann kostenlos auch in größeren Mengen unter redaktion@irights.info bestellt werden.
Oder als PDF Download hier.

Facebook will mit Bild und Namen der Nutzer werben

Als Mitglied von Facebook erhalten Sie vermutlich seit wenigen Tagen E-Mails, in denen das soziale Netzwerk über neue Nutzungsregeln informiert. Dabei wurde offenbar der Abschnitt zu personenbezogenen Werbeanzeigen „zur besseren Verständlichkeit der Grundsätze“ grundlegend überarbeitet. Diese Grundsätze haben es in sich und es ist daher ratsam, sich die Texte genauer anzusehen, denn:

Wer Facebook nutzt, erteilt dem Unternehmen nun die Erlaubnis mit seinem Namen und Profilbild zu werben. Wortwörtlich heißt es: „Dies bedeutet beispielsweise, dass du einem Unternehmen bzw. einer sonstigen Organisation die Erlaubnis erteilst, uns dafür zu bezahlen, deinen Namen und/oder dein Profilbild zusammen mit deinen Inhalten oder Informationen ohne irgendeine Entlohnung für dich zu veröffentlichen.“
(via datenschutz.de)

Diese Art von Werbemaßnahme muss darüberhinaus nicht einmal als als solche gekennzeichnet sein. Auch wird die Option, Werbung mit dem eigenen Profil in den Privatsphäre-Einstellungen zu beschränken, in den neuen Regelungen nicht mehr erwähnt.

Weitere Informationen:

E-Book Tipp: Datenschutz und Facebook

iRights.info startet mit dem E-Book „Privat ist anders – Urheberrecht und Datenschutz auf Facebook“ eine Reihe von Veröffentlichungen „zu den Umwälzungen und Herausforderungen der digitalen Welt.“

Privat ist anders erklärt, was beim Veröffentlichen auf Facebook beachtet werden muss, welche Rechte man abgibt, wenn man eigene Werke hochlädt, was Facebook mit den Daten macht, die es sammelt, und was die Datenschutzregeln in Deutschland dazu sagen. Ergänzt werden diese Infos durch Interviews mit dem Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Peter Schaar, dem Medienwissenschaftler Geert Lovink und der Informatikerin Seda Gürses.
(Quelle iRights.info)
Das E-Book kann für €2,99 bei den üblichen Anbietern (u.a für Kindle & iPad) gekauft werden.

Cloud-Speicher: Stiftung Warentest rät ab!

Stiftung Warentest hat 13 prominente Online-Speicher­dienste unter die Lupe genommen und neben Vielseitigkeit und Umfang der einzelnen Apps vor allem auch den Datenschutz und die Datensicherheit der Dienste untersucht.
Die getesteten Cloud-Dienste waren: Telekom Medien-Center, Dropbox, Box, MozyHome, Google Drive, LaCie Wuala, Trend Micro SafeSync, GMX MediaCenter, Strato hiDrive Free, Web.de Online-Speicher, IDrive, Sugarsync und Microsofts Skydrive.

Das Ergebnis ist ernüchternd und doch kaum überraschend: Stiftung Warentest findet keinen „guten“ Anbieter von Cloud-Speicher unter den 13 untersuchten Diensten.
Der mit einer Gesamtnote von 3,2 (und damit zu den Besten gehörende) Cloud-Speicher der Deutschen Telekom, erhielt in Bezug auf auf den Schutz der Nutzerdaten sogar die Note „mangelhaft“. Den Datenschutz der entsprechenden Apps betrachtet die Untersuchung zudem als „kritisch“.

Der Tipp der Stiftung Warentest:

Wer trotz der Daten­schutz­probleme nicht auf den Komfort der Cloud verzichten will, sollte sensible Daten mit Hilfe von Zusatz­programmen selbst verschlüsseln und erst dann in die Wolke schieben.
(Quellen: Stiftung Warentest, t3n)

Weitere Informationen und Links zum Thema „Cloud“ bei iRights.info

An der FU: Fachtagung für Datenschutz an Hochschulen

Am 5. und 6. September 2013 findet an der FU die “Fachtagung für Datenschutz an Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen” statt. Mit dem Motto “Voneinander profitieren: Kompetenzen für kompetente Datenschützer!” wird in diesem Jahr das Ziel verfolgt, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Workshops aktiv einzubinden. Es soll gemeinsam an verschiedenen Themen gearbeitet werden; dazu sind Datenschutzbeauftragte und alle sonstigen Interessierten willkommen.
(via e-teaching.org)

Themen möglicher Workshop-Inhalte (Einreichung der Vorschläge bis zum 17. Juni 2013 (dstagung@zedat.fu-berlin.de) sind:

  • Datenschutz  in der Forschung (auch mit Fokus auf einzelne Bereiche wie Medizin, Schulforschung, Psychologie, Soziologische Forschung)
  • Datenschutz bei internationalen Forschungskooperationen (z. B. EU-Projekte)
  • Vorabkontrollen und Verfahrensverzeichnisse
  • Projektmanagement und Personaldatenschutz
  • Administration als Datenschutzproblem (z. B. Einsicht in personenbezogene Daten)
  • Identitätsmanagement an Hochschulen
  • Notfallmanagement (z. B. Hackerangriffe, Veröffentlichung vertraulicher Daten)
  • Einsatz von eLearning (LMS, ePortfolio, MOOCs, eAssessment)
  • Die soziokulturelle Erosion des Begriffs der Privatheit und mögliche Reaktionen

Soziale Netze: Wem gehören meine Daten?

Wer schon immer mal ganz genau wissen wollte, welche Daten soziale Netzwerke sammeln, dem sei ein weiterer Beitrag auf iRights.info nahegelegt. Am Beispiel des ganz Großen, erläutern die Experten der Informationsplattform, welche Daten Facebook sammelt und was der Konzern damit anstellt. Facebooks Datenpraktiken werden dabei beispielhaft analysiert, denn:

Facebook steht dabei mit seinen Praktiken nicht allein da – auch andere soziale Netzwerke nutzen vergleichbare Technologien, sammeln auf ähnliche Weise Daten und veröffentlichen diese. Da es aber das meist genutzte Netzwerk weltweit ist, schauen wir es uns hier exemplarisch genauer an.
(via iRights.info)

Die verständliche Zusammenfassung räumt auf mit Halbwissen und Unsicherheiten und vermittelt einen realistischen Überblick über Geschäftspolitik von sozialen Netzwerken, Datenschutz und Datensicherheit.
Sehr lesenswert!

=> Wem gehören meine Daten?

 

Was ist erlaubt? Urheberrecht im Hörsaal

Schnell mal die Vorlesung mit dem Handy aufnehmen, um nicht aufwendig mitschreiben zu müssen.  Auf Twitter ein lustiges Zitat vom Dozenten oder der Professorin veröffentlichen oder über Facebook Folien bereitstellen…
Ein offenbar weit verbreitetes multimediale „Verarbeiten“ von Vorlesungsinhalten in deutschen Hörsälen?  Und ist das auch legal?  Ob und in welche rechtlichen Schwierigkeiten Studierende dabei geraten können, skizziert ein kurzes Video der Hochschule Mittweida.

Dr. Johannes Handschumacher, Rechtsanwalt und Medienrecht-Dozent an der Hochschule Mittweida, erklärt: „Grundsätzlich sind wissenschaftliche Erkenntnisse zwar nicht urheberrechtlich geschützt, aber die didaktische Aufbereitung macht daraus ein urheberrechtlich geschütztes Werk.“
(via Hochschule Mittweida)

Weitere Infos auf: sueddeutsche.de

Google Glass: Wer darf was sehen?

Kommt sie oder kommt sie nicht? Und wenn ja, wann? Und wer hat dann das nötige Kleingeld für eine Anschaffung?
Wie es auch sei, die neue Google Glass Brille sorgt schon jetzt zu Recht für zahlreiche Diskussionen. Insbesondere Fragen des Datenschutzes und der Privatsphäre werden thematisiert. Die Experten von iRights.info haben eine kurze Übersicht mit den wesentlichen Aspekten zusammengestellt und – wie so oft – gut verständlich auf ihrer Webseite publiziert. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass neben schwierigen juristischen vor allem auch gesellschaftliche Fragen zur Debatte stehen:

Die Einführung von Google Glass wird – neben vielen rechtlichen Fragen – aber sicherlich auch einen weiteren Beitrag zur allgemeinen gesellschaftlichen Diskussion um den Stellenwert von Privatsphäre anstoßen.
(via iRights.info)