DLF Podcast zum §52a UrhG

Am Sonnabend sendete der Deutschlandfunk in seiner Sendung „Campus & Karriere“ einen umfassenden Beitrag zum aktuellen Stand der Diskussion um die neuen Regelungen zum §52a UrhG.

Zu Wort kommen neben Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitern/innen und Stimmen aus Hochschul-Leitungen (so z.B. Roland Kischkel, gemeinsamer Verhandlungsführer der Kanzlerkonferenz NRW und der Landesrektorenkonferenz NRW gegenüber der VG Wort) auch Vertreter von Verlagen.

Die komplette Sendung kann als Podcast oder mp3 angehört werden.

(Quelle: DLF)

Eine gute Übersicht zum Thema!

Multimedial: Tipps für die Nutzung sozialer Netzwerke

WDR reportage
Screenshot WDR

Die Online Redaktion des WDR hat mit renomierten Juristen eine schick aufbereitete Übersicht zur Nutzung sozialer Netzwerke erstellt. Die Infoseite kommt multimedial ansprechend daher, ist aber auch inhaltlich beispielhaft informativ. Interessant für alle, die sich in sozialen Netzwerken bewegen, posten und verlinken.

Die Themen sind:

1. Sicher durch die sozialen Netzwerke

2. Was ist geschützt?

3. Was geht und was geht nicht?

4. Fotos

5. Tipps und Tricks

=> Infoseite Posten, Liken, Teilen – aber sicher!

LeseTipp: Zum Einbetten von Inhalten. Was ist erlaubt?

In der letzten Woche entschied der Europäische Gerichtshof über Möglichkeiten und Grenzen des Einbettens von Inhalten (Youtube, vimeo u.a.) in eigene Webseiten (Blogs, Wiki, CMS und LMS u.a.). Tenor der Entscheidung ist: Wer fremde Inhalte von einer Videoplattform einbettet, verletzt in der Regel keine Urheberrechte. (siehe hierzu z.B. heise.de)
„In der Regel“… Bei dieser Formulierung horchen alle juristisch vorbelasteten Leserinnnen und Leser natürlich sofort auf. Denn zu jeder Regel gibt es Ausnahmen!

Was nun die Regel, was die Ausnahme ist, wenn man Inhalte einbettet, erläutert ausführlich ein aktueller Beitrag auf iRights.info, der versucht, die Unklarheiten der EuGH Entscheidung aufzulösen.

Für alle Internetautorinnen und -autoren unbedingt lesenspflichtig!

=> Inhalte einbetten: Was genau erlaubt der Europäische Gerichtshof?

Linktipp: Urheberrecht für Lernende

Fragen, die im Zusammenhang mit Lehren und Lernen immer wieder aufkommen, sind solche zum Urheberrecht an Texten, Folien, Skripten etc. Aber auch die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Vorlesungen aufgezeichnet oder mitgeschnitten werden dürfen sind brisant.

Antworten auf diese und andere Fragen finden sich oft auf den Seiten von iRights.info, dem Portal zu Urheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalen Welt.

Aktuell befasst sich ein Artikel mit einigen zentralen Fragen zum Urheberrecht für Lernende:

1. Was ist ein Zitat, was ein Plagiat?
2. Darf ich Vorlesungen oder Seminare aufzeichnen oder per Video übertragen?
3. Darf ich Klausuren, Vorlesungsskripte, Übungsaufgaben oder Präsentationsfolien im Netz veröffentlichen oder in sozialen Netzwerken tauschen?

  • Sonderfall 1: Gemeinfreie Inhalte kann jeder verwenden
  • Sonderfall 2: Open Educational Resources erlauben mehr

4. Eigene Arbeiten veröffentlichen: Was muss ich beachten?
5. Was ist Open Access?
6. Wann ist eine Zweitveröffentlichung erlaubt?
7. Team- und Auftragsarbeit: Wem gehört was?
(Quelle: iRights.info)

Tipp: Lesen!

Vorlesungen aufzeichnen verboten

Die Uni Luzern greift hart duch.

Der Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät hat allen Studierenden in einer E-Mail mitgeteilt, dass Aufnahmen von Vorlesungen ab sofort verboten sind. Wer dies trotzdem tut, muss offenbar mit durchaus drastischen Sanktionen rechnen. Studierende müssen demnach sogar mit einem Verweis von der Hochschule rechnen. Kontrolliert würden entsprechende Mitschnitte im Netz, deren Herkunft oft nachvollziehbar sei.
(via 20 Minuten)

Wären „freiwillige“, also von Dozenten/innen zur Verfügung gestellte, Mitschnitte/Podcasts von Vorlesungen, eine bessere Alternative?

Merkblatt zum Urheberrecht im E-Learning

Die FH Dortmund hat ein umfangreiches Merkblatt zum Urheberrecht unter besonderer Berücksichtigung des Themas E-Learning herausgegeben. Neben dem rechtlichen Rahmen werden auch der Erwerb von Nutzungsrechten und der Umgang mit Open Access-Angeboten thematisiert.
Das Merkblatt skizziert u.a Regelungen zu

  • elektronischen Texten
  • Fotos/Bildern
  • Stadtplänen/Landkarten/Anfahrtskizzen
  • Filmen/Musik

Das Merkblatt zum Urheberrecht unter besonderer Berücksichtigung des E-Learning kann hier heruntergeladen werden
=> Download

Was ist erlaubt? Urheberrecht im Hörsaal

Schnell mal die Vorlesung mit dem Handy aufnehmen, um nicht aufwendig mitschreiben zu müssen.  Auf Twitter ein lustiges Zitat vom Dozenten oder der Professorin veröffentlichen oder über Facebook Folien bereitstellen…
Ein offenbar weit verbreitetes multimediale „Verarbeiten“ von Vorlesungsinhalten in deutschen Hörsälen?  Und ist das auch legal?  Ob und in welche rechtlichen Schwierigkeiten Studierende dabei geraten können, skizziert ein kurzes Video der Hochschule Mittweida.

ACHTUNG: Daten nach YouTube werden erst beim Abspielen des Videos übertragen.

Dr. Johannes Handschumacher, Rechtsanwalt und Medienrecht-Dozent an der Hochschule Mittweida, erklärt: „Grundsätzlich sind wissenschaftliche Erkenntnisse zwar nicht urheberrechtlich geschützt, aber die didaktische Aufbereitung macht daraus ein urheberrechtlich geschütztes Werk.“
(via Hochschule Mittweida)

Weitere Infos auf: sueddeutsche.de

Inhalte auf Facebook – Was muss ich beachten?

Das Thema ist nicht neu, allerdings selten so kompetent und umfassend auf den Punkt gebracht.

iRIGHTSinfo Mitarbeiter Alexander Wragge erläutert in seinem Text „Inhalte auf Facebook veröffentlichen: Was muss ich beachten?“ die wesentlichen Fragen zum Thema Veröffentlichungen auf Facebook und zeigt, wie rechtliche Probleme vermieden werden können.
Eine sehr gute Zusammenfassung zu den Themen/Fragen :

  • Ist Posten auf Facebook öffentlich oder privat?
  • Privater Rahmen offenbar unwichtig für Facebook
  • Urheberrecht: Fremde Inhalte hochladen und posten
  • Verlinken auf fremde Inhalte
  • Sonderfall Vorschaubilder
  • Videos einbetten
  • Haftung für Urheberrechtsverstöße Dritter
  • Eigene Inhalte: Fremde Rechte beachten
  • Persönlichkeitsrecht: Vorsicht bei privaten Fotos und Videos
  • Welche Rechte gibt der Nutzer an Facebook ab?

Beruhigend oder Grund zur Sorge, dass offenbar die Rechtslage keineswegs eindeutig ist?
Grundsätzlich sollten folgende Fragen bedacht werden, bevor Inhalte auf sozialen Netzwerken wie Facebook veröffentlicht werden:

Greife ich in fremde Urheber- und Persönlichkeitsrechte ein, wenn ich dort eigene und fremde Inhalte verfügbar mache? Wäre ich mit einer entsprechenden Veröffentlichung einverstanden? Was sagt der Inhalt über mich aus und könnte er gegegenfalls missverstanden werden? Und schließlich: Möchte ich Facebook unter recht schwammigen Bedingungen eine einfache Nutzungslizenz für meine Werke überlassen?
(via iRIGHTSinfo)

Warum Lernräume in Blackboard passwortgeschützt sein sollten

Immer wieder stellt die Frage, ob und warum in Blackboard (und in anderen Learning Management Systemen) die Kurse und Lernräume durch ein Passwort geschützt sein müssen. Wäre nicht vielmehr ein freier Zugang zu Lernressourcen wünschenswerter? Die juristische Sicht auf diese Problematik erläutert der Medienexperte Sascha Kaiser im Kontext von Urheber- und Datenschutzrecht anhand der gültigen Rechtslage.

Sascha Kaiser: Warum Lernräume in LMS mit einem Passwort geschützt sein müssen…

In diesem Zusammenhang sei auch nochmals der Text von RA Til Kreutzer erwähnt, der sich gleichfalls mit diesem Thema auseinandersetzt.

Til Kreutzer: Leitfaden „Rechtsfragen bei eLearning“ (via Multimedia Kontor Hamburg)