{"id":667,"date":"2020-08-24T10:53:53","date_gmt":"2020-08-24T08:53:53","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/fkfkollektiv\/?p=667"},"modified":"2024-08-07T08:55:26","modified_gmt":"2024-08-07T06:55:26","slug":"raum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/fkfkollektiv\/2020\/08\/24\/raum\/","title":{"rendered":"Raum"},"content":{"rendered":"\n<p><em>von<\/em> <em>Gerdis Wischnath und Miriam Emefa Dzah&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff vom \u201aRaum\u2018 ist f\u00fcr Geograph*innen Kern ihrer wissenschaftlichen Identit\u00e4t und zentrales Konzept in geographischem Denken und Forschen. Auch in den Sozial- und Kulturwissenschaften spielen Aspekte der Raumbezogenheit von Gesellschaft, Politik und Kultur f\u00fcr viele Fragen eine wichtige Rolle. Was allerdings \u201aR\u00e4ume\u2018 ausmacht, wie wir sie begreifen und beschreiben k\u00f6nnen, bleibt dabei, wie so oft in der Wissenschaft, umstritten. Der folgende Beitrag greift die unterschiedlichen theoretischen Ans\u00e4tze in ihren Komplexit\u00e4ten und ihren Zusammenh\u00e4ngen auf, diskutiert grundlegende Deutungen und widerspr\u00fcchliche Begriffsverst\u00e4ndnisse und will so anregen, sich intensiver mit den politischen Dimensionen von Raum auseinanderzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ganz grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich in der Debatte um den Raumbegriff zun\u00e4chst zwischen absoluten und relativistischen Raumverst\u00e4ndnissen unterscheiden. Absolute Vorstellungen sind dabei h\u00e4ufig Alltagsverst\u00e4ndnisse von R\u00e4umen, in denen verschiedene Territorien oder Gebiete quasi nebeneinander existieren und nur durch \u2013 mehr oder weniger durchl\u00e4ssige \u2013 Linien voneinander getrennt sind, wie etwa verschieden farblich markierte L\u00e4nder und Regionen auf einem Globus (Freytag 2014, Schetter 2017). Durch diese Begrenzung entsteht die Vorstellung von R\u00e4umen als Beh\u00e4lter, denen ein bestimmter gesellschaftlicher, politischer, kultureller oder naturr\u00e4umlicher Inhalt zugeschrieben wird. Diese Vorstellung einer territorialen Organisation von Welt und Gesellschaften wird auch als \u201aDenken in Container-R\u00e4umen\u2018 bezeichnet (Taylor 1993) und liegt h\u00e4ufig geographischen L\u00e4nderkunden (Hettner 1927), kartographischen Darstellungen von Regionen (kritisch: Mose\/Str\u00fcver 2012; Namberger et al. 2018), aber auch klassischen Theorien der Internationalen Beziehungen (Waltz 1959, Keohane 1984) zugrunde. In der Friedens-und Konfliktforschung dominiert ein solches Raumverst\u00e4ndnis insbesondere die Forschungsans\u00e4tze der quantitativen Kriegsursachenforschung (Collier\/Sambanis 2005a,b; Gleditsch et al. 2002), die auf Basis von L\u00e4nderdaten Kriege und Konflikte vergleichend erforschen. Der Geograph John Agnew kritisierte dieses absolute Raumverst\u00e4ndnis mit Hilfe des Begriffes vom \u201aterritorial trap\u2018 (Agnew 1994). Damit weist er auf die Problematik hin, dass in einer solchen \u201aContainer\u2018-Vorstellung von R\u00e4umen Nationalstaaten und Grenzen als vermeintlich \u201anat\u00fcrliche\u2018 bzw. gegebene Tatsachen erachtet werden. Dabei wird \u00fcbersehen, dass Nationalstaaten durch Grenzziehungsprozesse erst entstehen. Die Vorstellung von Raum als Beh\u00e4lter f\u00fchrt auch dazu, dass \u00fcber Menschen, die in bestimmten (Container-)R\u00e4umen leben, als homogene Gruppe mit spezifischen Eigenschaften oder Einstellungen gedacht wird und so eine vermeintliche, \u201anaturalistische\u2018 Verbindung zwischen Territorium und Bev\u00f6lkerung zu Grunde gelegt wird, die vorschnell kollektiv klassifiziert \u2013 und urteilt (Agnew 1994).<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zuge des sog. \u201aspatial turns\u2018 in Sozial- und Kulturwissenschaften r\u00fcckten seit den 1990er Jahren st\u00e4rker die Interpretationen und Handlungen von Individuen in der \u201aSchaffung\u2018 von R\u00e4umen in den Mittelpunkt. In Abgrenzung zum oben skizzierten absolutistischen Raumverst\u00e4ndnis setzte sich zumindest in der Humangeographie ein relativistisches Verst\u00e4ndnis durch, das den menschlichen Einfluss auf die Konstruktion von R\u00e4umen in den Fokus nimmt. Raum ist in diesem Verst\u00e4ndnis gesellschaftlich, durch soziale Interaktion geschaffen und sowohl Ergebnis als auch Voraussetzung sozialen und politischen Handelns. In dieser Lesart sind R\u00e4ume immer gesellschaftlich hergestellt, in Machtverh\u00e4ltnisse eingewoben und immer politisch (Massey 2005). Auf diskursiver Ebene werden R\u00e4ume immer wieder aus Kommunikation und imaginierten Konstruktionsprozessen machtvoll hergestellt. Derek Gregory (1994, 1995) bezeichnet solche machtvollen Vorstellungen von R\u00e4umen auch als \u201ageographical imaginations\u2018, denen immer auch bestimmte Bedeutungszuschreibungen und Bewertungen \u00fcber bestimmte Regionen, L\u00e4nder, Gebiete und ihre Bewohner*innen innewohnen. Diskursive Ans\u00e4tze nehmen eben diese Prozesse, bei denen r\u00e4umliche Grenzen gezogen und Identit\u00e4ten konstruiert werden, in den Fokus und \u00f6ffnen den Blick auf die Verkn\u00fcpfung von r\u00e4umlichen (\u201ehier\/dort\u201c) mit sozialen Differenzierungen (\u201ewir\/die anderen\u201c). Dabei steht im Zentrum der Kritik, dass \u00fcber r\u00e4umliche Homogenisierungen komplexe und widerspr\u00fcchliche soziale Realit\u00e4ten verk\u00fcrzt werden und sich Feind*innenbilder etablieren und verfestigen. Mit der Perspektive, dass R\u00e4ume und Territorialisierungen in der Welt nicht gegeben sind, sondern hergestellt werden, l\u00e4sst sich aufzeigen, dass Grenzziehungen und r\u00e4umliche Zuschreibungen nie wertneutral sind, sondern vielmehr von Machtbeziehungen gepr\u00e4gt werden (Glasze\/Mattissek 2012). Nicht zu vernachl\u00e4ssigen ist aus diskursanalytischer Raumperspektive die Bedeutung vermeintlich objektiver kartographischer Darstellungen f\u00fcr die Konstruktion sowohl von Ein- und Ausschl\u00fcssen, als aber auch von homogenisierenden r\u00e4umlichen Zuschreibung. In der \u201aklassischen\u2018 Friedens- und Konfliktforschung l\u00e4sst sich in kartographischen Darstellungen von Konfliktregionen durch eine diskursive Lesart insbesondere die Kontinuit\u00e4t einer machtvollen Repr\u00e4sentationen von Krieg und Frieden in einem dualistischen (friedlichen) Hier vs. einem (gewaltt\u00e4tigen) Dort aufzeigen. Diese immer wiederkehrende kartographische Repr\u00e4sentation reduziert komplexe und widerspr\u00fcchliche globale Konfliktrealit\u00e4ten innerhalb des hegemonialen Interpretationsmuster auf eine Deutung von Nord vs. S\u00fcd und verortet Konfliktgeschehen visuell simplifizierend allein im \u201aglobalen S\u00fcden\u2018 (Namberger et al. 2017).<\/p>\n\n\n\n<p>Gregorys \u00dcberlegungen zur Wirkm\u00e4chtigkeit von Raumvorstellungen gehen zur\u00fcck auf den postkolonialen Literaturwissenschaftler Edward Said, der in seinem Hauptwerk \u201aOrientalism\u2018 aufzeigt, wie der \u201aOrient\u2018 als Konstrukt einer eurozentristisch-kolonialistischen Vorstellung zu verstehen ist, das diskursiv machtvoll das \u201ahier\u2018 vom \u201adort\u2018 und ein europ\u00e4isches \u201aWir\u2018 von den \u201aAnderen\u2018 trennt (Said 1978). Auch andere postkoloniale Theoretiker*innen zeigen, dass die Konstruktion von R\u00e4umen immer einhergeht mit der Ziehung von Grenzen und somit mit der Konstruktion von Identit\u00e4ten mithilfe entsprechender Ein- bzw. Ausschl\u00fcsse (Beebe et al., 2012; Lossau 2013). Diverse postkoloniale Analysen benutzen r\u00e4umliche Metaphern, um auf Machtungleichheiten hinzuweisen und Marginalit\u00e4t eine r\u00e4umliche Dimension zu verleihen. So bezieht sich Walter D. Mignolo (2000) beispielsweise auf \u201eborder thinking\u201c, bell hooks (1990) beschreibt \u201ethe margin\u201c als einen Ort mit radikalem Innovationspotential und Homi K. Bhabha (1990) konzipiert einen \u201eThird Space\u201c, der aus kultureller Hybridit\u00e4t entsteht; um nur einige theoretische Ans\u00e4tze beispielhaft zu nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr feministische Analysen ist die Bezugnahme auf R\u00e4ume relevant. So zeigen feministische Geographinnen die Interdependenzen zwischen gesellschaftlichen R\u00e4umlichkeiten und Geschlechterverh\u00e4ltnissen auf. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf den Verh\u00e4ltnissen zwischen gesellschaftlichen Prozessen, der Bedeutung von Raumkonstruktionen f\u00fcr geschlechtliche Identit\u00e4ten sowie auf Fragen zur Aufrechterhaltung geschlechtlicher Ungleichheitsverh\u00e4ltnisse im Raum (Massey 1994; Bauriedl, Schier\/ Str\u00fcver, 2010). Aus feministischer Raumperspektive stellt sich auch die Frage nach der Konstruktion von R\u00e4umen (z.B. h\u00e4uslichen Sph\u00e4ren oder Arbeitsr\u00e4umen) entsprechend von Wahrnehmungsmustern, die R\u00e4ume als vermeintlich \u201am\u00e4nnlich\u2018 und \u201aweiblich\u2018 ordnen. Unter einer solchen Perspektive wird auch untersucht, wie diese Raumkonstruktionen vergeschlechtlichte Machtverh\u00e4ltnisse verfestigen (Beebe et al. 2012, Wastl-Walter 2010). Feministische Kartographinnen zeigen au\u00dferdem auf, dass den Darstellungen von R\u00e4umen in Karten, die eine vermeintliche Objektivit\u00e4t suggerieren, h\u00e4ufig ein m\u00e4nnlich-dominierter, entk\u00f6rperlichter Blick auf die Welt zugrunde liegt. Donna Haraway bezeichnet diese machtvolle androzentrische Raumproduktion als den \u201agod trick of seeing everything from nowhere\u2018 (ebd. 1988: 581), dem feministische Perspektiven eine situierte Sichtweise, welche die eigene Subjektposition reflektiert, entgegenstellen (Elwood 2008; Kwan 2002: 648-649)<\/p>\n\n\n\n<p>Viele geographische Denkanst\u00f6\u00dfe im Kontext des oben genannten \u201espatial turns\u201c gehen auf den Philosophen Henri Lefebvre (1974) zur\u00fcck: In seinem Werk \u201aLa production de l\u2018espace\u2018 (\u201eDie Produktion des Raums\u201c) (1974) entwickelte der \u00fcberzeugte Marxist ein dreigeteiltes Raumkonzept: Er unterscheidet zwischen (1) r\u00e4umlicher Praxis, (2) Raumrepr\u00e4sentationen und (3) Repr\u00e4sentationsr\u00e4umen. Die r\u00e4umliche Praxis bezieht sich in seinem Konzept auf die materielle Welt, wie wir sie physisch erleben; Raumrepr\u00e4sentation beschreiben R\u00e4ume, wie sie gedanklich konzipiert und symbolisch dargestellt werden; und Repr\u00e4sentationsr\u00e4ume stellen den gelebten Raum dar. Lefebvre setzt dabei eine ineinandergreifende Beziehung der drei Raumbegriffe voraus, aus der heraus Raum weder als eine objektiv greifbare Realit\u00e4t noch als ein rein gedankliches Konstrukt begreifbar ist. Raum ist vielmehr Resultat und Mittel sozialer Praxis: \u201eder (soziale) Raum ist ein (soziales) Produkt\u201c \u2013 so der vielzitierte Kerngedanke Lefebvres. Anlehnend an Lefebvre werden in der deutschsprachigen Geographie Raumverst\u00e4ndnisse im Rahmen einer materialistischen Theorietradition insbesondere durch Bernd Belina diskutiert. In der Begr\u00fcndung f\u00fcr die Notwendigkeit eines historisch-geographischen Materialismus distanziert sich Belina von der Auffassung, dass ein physisch-materieller Raum von au\u00dfen auf Gesellschaft einwirkt. Denn obwohl die Kategorie Raum gesellschaftliche Ph\u00e4nomene nicht urs\u00e4chlich erkl\u00e4rt, ist der physisch-materielle Raum doch relevant und zwar \u201ein der praktischen Aneignung der physischen Materie\u201c (Belina 2013: 41). Mit genau diesem Argument werden in marxistischen Debatten um Raum auch Ans\u00e4tze abgelehnt, die Raum (vereinfacht) als Diskurs oder Imagination begreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die hier skizzierten Grundz\u00fcge der Debatten um den Begriff des Raums in der Geographie und den Sozialwissenschaften m\u00f6gen aufzeigen, wie widerspr\u00fcchlich ein vermeintliches Alltagskonzept in der Wissenschaft nutzbar ist und wie es unsere Deutungen gesellschaftlicher Prozesse aus verschiedenen epistemologischen Herangehensweisen heraus ganz unterschiedlich leiten kann. Die unabdingbare Reflexion \u00fcber die (Be)Deutung umk\u00e4mpfter Begriffe, wird in der Historie um den Begriff des Raums und seiner Aneignung katastrophal deutlich: die Nutzung geodeterministischer Raumkonzepte wurde sowohl zur Legitimation f\u00fcr die gewaltvollen imperialistischen Bestrebungen des deutschen Kaiserreiches, als auch als Grundlage f\u00fcr die rassistische Blut- und Boden Ideologie der Nationalsozialist\/innen im Dritten Reich genutzt (Lossau 2013; Schultz 2013). Abschlie\u00dfend bleibt in diesem Sinne der Appell, bei der Nutzung von Raumbegriffen, im Blick zu behalten, dass die Produktion und Konstruktion von R\u00e4umen eng mit hegemonialen Macht- und Ideologieverh\u00e4ltnissen verkn\u00fcpft ist, die immer auch f\u00fcr politische Zwecke nutzbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Agnew, John<\/em> 1994: The Territorial Trap. The Geographical Assumptions of International Relations Theory, in: Review of International Political Economy 1: 1, 53-80.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauriedl, Sybille\/Schier, Michaela\/Str\u00fcver, Anke<\/em> 2010: Geschlechterverh\u00e4ltnisse, Raumstrukturen, Ortsbeziehungen. Erkundungen von Vielfalt und Differenz im spatial turn, Forum Frauen- und Geschlechterforschung, Bd. 27, M\u00fcnster.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Beebe, Kathryne\/Davis, Angela\/Gleadle, Kathryn<\/em> 2012: Introduction: Space, Place and Gendered Identities: feminist history and the spatial turn, in: Women&#8217;s History Review 21:4, 523-532.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Belina, Bernd<\/em> 2013: Raum. Zu den Grundlagen eines historisch-geographischen Materialismus, M\u00fcnster.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bhabha, Homi K.<\/em> 1990: The Third Space, in: Rutherford, Jonathan (Hrsg.): Identity, Community, Culture, Difference, London, 207-22.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Collier, Paul\/Sambanis, Nicholas<\/em> 2005a: Understanding Civil War: Evidence and Analysis, Volume 1. Africa. Washington, DC.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Collier, Paul\/Sambanis, Nicholas<\/em> 2005b: Understanding Civil War: Evidence and Analysis, Volume 2. Europe, Central Asia, and Other Regions. Washington, DC.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Elwood, Sarah<\/em> 2008: Volunteered Geographic Information. Future Research Directions Motivated by Critical, Participatory, and Feminist GIS, in: GeoJournal 72: 3, 173-183.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Freytag, Tim <\/em>2014: Raum und Gesellschaft, in: Lossau, Julia\/Freytag, Tim\/Lippuner, Roland (Hrsg): Schl\u00fcsselbegriffe der Kultur- und Sozialgeographie, Stuttgart, 12-24.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Glasze, Georg\/Mattissek, Annika <\/em>2012: Handbuch Diskurs und Raum. Theorien und Methoden f\u00fcr die Humangeographie sowie die sozial- und kulturwissenschaftliche Raumforschung, Bielefeld.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gleditsch, Nils Petter\/Wallensteen, Peter\/Eriksson, Mikael\/ Sollenberg, Margareta\/ Strand,<\/em> H\u00e5vard 2002: Armed Conflict 1946\u20132001: A New Dataset, in: Journal of Peace Research 39:5, 615-637.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gregory, Derek<\/em> 1994: Geographical Imaginations, Oxford.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gregory, Derek<\/em> 1995: Imaginative Geographies, in: Progress in Human Geography 19: 4, 447-485.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Haraway, Donna <\/em>1988: Situated Knowledges: The Science Question in Feminism and the Privilege of Partial Perspective, in: Feminist Studies 14: 3, 575-599.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hettner, Alfred<\/em> 1927: Die Geographie. Ihre Geschichte, ihr Wesen und ihre Methoden, Breslau.<\/p>\n\n\n\n<p><em>hooks, bell<\/em> 1990: Yearning: Race, Gender, and Cultural Politics, Boston<\/p>\n\n\n\n<p><em>Keohane, Robert O<\/em>. 1984: After Hegemony, Princeton, NJ.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Kwan, Mei-Po<\/em> 2002: Feminist Visualization. Re-Envisioning GIS as a Method in Feminist Geographic Research, in: Annals of the Association of American Geographers 92: 4, 645-661.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Lefebvre, Henri<\/em> 1974: La production de l&#8217;espace. \u00c9ditions Anthropos. Paris,<\/p>\n\n\n\n<p><em>Lossau, Julia<\/em> 2013: Politische Geographie und postkoloniale Theorie. Territorien, Identit\u00e4ten, Verflechtungen, in: Belina, Bernd (Hrsg.): Staat und Raum, M\u00fcnster, 95-108.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Namberger, Fabian\/Wischnath, Gerdis\/Chojnacki, Sven<\/em> 2018: Kartographien der Gewalt. Postkoloniale Blicke auf die (De-)Konstruktion von Raum in Forschung und Praxis, in: Cordula Dittmer (Hrsg.): Dekoloniale und Postkoloniale Perspektiven in der Friedens- und Konfliktforschung, Baden-Baden, 183-221.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Massey, Doreen<\/em> 1994: Space, Place and Gender, Cambridge.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mose, J\u00f6rg\/Str\u00fcver, Anke<\/em> 2012: Diskursivit\u00e4t von Karten \u2013 Karten im Diskurs, in: Glasze, Georg\/Mattissek, Annika (Hrsg.): Handbuch Diskurs und Raum. Theorien und Methoden f\u00fcr die Humangeographie sowie die sozial- und kulturwissenschaftliche Raumforschung, 2. Auflage, Bielefeld, 315-325.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mignolo, Walter. D.<\/em> 2000: Local Histories\/Global Designs. Coloniality, subaltern knowledges, and border thinking, Princeton.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Said, Edward <\/em>1978: Orientalism, New York, NY.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Schetter, Conrad<\/em> 2017: Raum, in: Bonner Enzyklop\u00e4die der Globalit\u00e4t, Wiesbaden, 719-733.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Schultz, Hans-Dietrich <\/em>2013: \u00bbRaumfragen beherrschen alle Geschichte\u00ab. Macht und Raum im Denken der klassischen Geographie, in: Belina, Bernd (Hrsg.): Staat und Raum (Staatsdiskurse 26), Stuttgart, 15-35.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Taylor, Peter, J. <\/em>1994: The state as container: territoriality in the modern-world system, in: Progress in Human Geography 18: 2, 151-162.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Waltz, Kenneth E. <\/em>1959: Man, The State and War, New York.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wastl-Walter, Doris <\/em>2010.&nbsp;Gender Geographien. Geschlecht und Raum als soziale Konstruktionen. Sozialgeographie kompakt, Bd. 2, Stuttgart<em>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Zuletzt \u00fcberarbeitet: 21.08.2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gerdis Wischnath und Miriam Emefa Dzah&nbsp; Der Begriff vom \u201aRaum\u2018 ist f\u00fcr Geograph*innen Kern ihrer wissenschaftlichen Identit\u00e4t und zentrales Konzept in geographischem Denken und Forschen. Auch in den Sozial- und Kulturwissenschaften spielen Aspekte der Raumbezogenheit von Gesellschaft, Politik und Kultur f\u00fcr viele Fragen eine wichtige Rolle. 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