Feminism Now! Preisträger*innen gesucht

Vorschlagsfrist: 31. August 2026 – Die Heinrich-Böll-Stiftung schreibt zum ersten Mal den internationalen Preis „Feminism Now!“ für feministisches Engagement aus. Gewürdigt werden damit Feminist*innen aus aller Welt, die sich für Menschenrechte, Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung einsetzen. Die feierliche Preisverleihung findet am 5. März 2027 in Berlin statt.

Die Heinrich-Böll-Stiftung ruft dazu auf, Kandidat*innen für ihren neuen Preis „Feminism Now!“ zu benennen. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird 2027 erstmals vergeben. Vorschläge können bis zum 31. August 2026 eingereicht werden.

Bildquelle: Heinrich-Böll-Stiftung

Der Preis ehrt Feminist*innen, die mutig, beharrlich und oft unter persönlichen Risiken für Sichtbarkeit und Teilhabe, für sexuelle Rechte und Selbstbestimmung eintreten und dabei selbst meist unsichtbar bleiben. Ihnen sollen Aufmerksamkeit und ein Ort gegeben werden, an dem sie ihre Geschichte erzählen können. „Feminism Now!“ versteht sich als politische Stellungnahme der Heinrich-Böll-Stiftung: Öffentliche Aufmerksamkeit kann Schutz bieten, internationale Anerkennung kann politische Handlungsspielräume eröffnen und finanzielle Unterstützung kann konkrete Veränderungen ermöglichen.


Nominierungskriterien

Für die Auszeichnung können Frauen, Lesben, inter*, nicht-binäre, trans* sowie agender Personen (FLINTA) aus aller Welt vorgeschlagen werden, die

  • patriarchalen Strukturen widersprechen
  • sich für ein selbstbestimmtes, diskriminierungs- und gewaltfreies Leben einsetzen und damit gesellschaftliche Veränderungen bewirken
  • konkret handeln: in politischen Bewegungen, zivilgesellschaftlichen Netzwerken, in Communities, auf der Straße, vor Gerichten, in Parlamenten oder im digitalen Raum

Die Kandidat*in soll auf maximal drei DIN A4-Seiten vorgestellt und ihre Auswahl begründet werden.

Vorschlagsberechtigt sind Personen, einzeln oder zu mehreren, Initiativen und Organisationen. In begründeten Ausnahmefällen ist die Nominierung mehrerer Personen oder Gruppen möglich, jedoch nicht von Organisationen. Mitglieder der Jury können nicht nominiert werden. Eigenbewerbungen sind ebenfalls ausgeschlossen. Auch die Nominierung Verstorbener ist nicht zugelassen.


Jury

  • Dr. Imme Scholz, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung und Juryvorsitzende
  • Renate Künast, Bundesministerin a.D., Bündnis 90/Die Grünen
  • Pegah Edalatian, Generalsekretärin und vielfaltspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen
  • Sonja Eismann, Gründerin und Herausgeberin Missy Magazine, freie Autorin
  • Prof. Dr. Nivedita Prasad, Professorin für Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession, Alice Salomon Hochschule Berlin

Überblick

  • Bewerbungen (bevorzugt) per E-Mail an cichon@boell.de oder per Post an Heinrich-Böll-Stiftung | Feminism Now! | Schumannstr. 8 | 10117 Berlin
  • Einsendeschluss: 31. August 2026
  • Informationen und Nominierungskriterien (Deutsch & Englisch)
  • Preisverleihung: Freitag, 5. März 2027 in Berlin
  • Kontakt: Ulrike Cichon | Tel.: 030-285 34-112

Anne-Klein-Frauenpreis 2016–2026

Bis 2026 verlieh die Heinrich-Böll-Stiftung den Anne-Klein-Frauenpreis in Erinnerung an Anne Klein (1950–2011), die sich als Frau, Rechtsanwältin und Politikerin dem Kampf für die Durchsetzung von Frauen- und Freiheitsrechten verschrieben hatte.


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