{"id":10284,"date":"2025-04-14T17:55:40","date_gmt":"2025-04-14T15:55:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/?p=10284"},"modified":"2025-05-12T12:14:03","modified_gmt":"2025-05-12T10:14:03","slug":"girlsday-2025-seid-mutig-denkt-gross","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2025\/04\/14\/girlsday-2025-seid-mutig-denkt-gross\/","title":{"rendered":"Girls\u2019Day 2025: \u201eSeid mutig, denkt gro\u00df\u201c"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/04\/girls-day_rudolph-mohr.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10481 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/04\/girls-day_rudolph-mohr.png 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/04\/girls-day_rudolph-mohr-300x225.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/04\/girls-day_rudolph-mohr-768x576.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Die Freie Universit\u00e4t hatte \u2013 wie jedes Jahr \u2013 zum <a href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/girls-day\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Girls\u2019Day<\/a> eingeladen und rund 470 Sch\u00fclerinnen kamen. Am 3. April waren sie Forscherinnen f\u00fcr einen Tag. Das Workshopangebot zahlreicher Fachbereiche und Einrichtungen bot ihnen Einblicke in Wissenschaft und Forschung. Reporterin f\u00fcr einen Tag war die Sch\u00fclerin Maryam Talibi. Als Teilnehmerin berichtet sie in diesem Beitrag vom Girls\u2019Day am Fachbereich Physik.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Am 3. April 2025 beteiligte sich die Freie Universit\u00e4t wieder am bundesweiten Girls\u2019Day. Das <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/girls-day\/programm\/index.html\" target=\"_blank\">Programm<\/a> umfasste mehr als 45 Workshops f\u00fcr Sch\u00fclerinnen der Klassen 5 bis 10, \u00fcberwiegend in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachbereichen (FB) und Einrichtungen. Mit von der Partie waren der FB Biologie, Chemie, Pharmazie, der FB Geowissenschaften, der FB Mathematik und Informatik, der FB Physik, der FB Wirtschaftswissenschaft, die Zentraleinrichtungen Botanischer Garten und Botanisches Museum und FUB-IT sowie das Zuse-Institut Berlin (ZIB). Engagierte Ansprechpersonen, darunter viele Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, koordinierten das Programm in den beteiligten Bereichen. Auf zentraler Ebene hielten das Team geschlechter*gerecht und die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/mintoring\/index.html\" target=\"_blank\">MINToring-Koordination<\/a> die F\u00e4den in der Hand und leisteten Unterst\u00fctzung sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Durchf\u00fchrung vor Ort.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir haben die Labore ge\u00f6ffnet, wir haben die Arbeitsgruppen ge\u00f6ffnet\u201c, mit diesen Worten begr\u00fc\u00dfte Vizepr\u00e4sidentin Petra Knaus, Professorin f\u00fcr Biochemie, per Videobotschaft die Teilnehmerinnen am Morgen. Viele engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler st\u00fcnden bereit, um alle Fragen zu beantworten, die in den K\u00f6pfen der Sch\u00fclerinnen \u201epermanent kursieren\u201c. Deshalb, so forderte die Vizepr\u00e4sidentin auf: \u201eStellt Fragen, seid neugierig!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann ging\u2019s los mit den Workshops, zum Beispiel mit einem \u201eEinstieg ins Programmieren\u201c am FB Mathematik und Informatik. Wirtschaftswissenschaftlerinnen zeigten, \u201eWie \u00f6konomische Entscheidungen unser Leben beeinflussen\u201c, der FB Geowissenschaften bot \u201eMeteorologie zum Anfassen\u201c im Workshop \u201eWetter, Klima und Sandst\u00fcrme\u201c. Pflanzen per App zu bestimmen lernten die M\u00e4dchen im Biologie-Workshop \u201eWas bl\u00fcht denn da?\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Einblicke in aktuelle Forschungsthemen gaben auch die Workshops am FB Physik. \u201eQuantum Computing\u201c war einer davon. Neugier und Interesse waren die einzigen Voraussetzungen f\u00fcr die Teilnahme, Vorkenntnisse in Quantenmechanik oder im Programmieren waren nicht notwendig. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Sch\u00fclerin Maryam Talibi hat an diesem Workshop teilgenommen und ihre Eindr\u00fccke vom diesj\u00e4hrigen Girls\u2019Day in dem nachfolgenden Text zusammengefasst.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p> \u201e<strong><em>Physik ist nicht m\u00e4nnlich. Mathematik ist nicht elit\u00e4r. Wissenschaft ist menschlich.<\/em><\/strong>\u201c<\/p><cite>Maryam Talibi, Girls&#8217;Day-Teilnehmerin 2025<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Mein Name ist Maryam, ich bin 17 Jahre alt, komme aus Afghanistan und gehe in die 10. Klasse. Ich tr\u00e4ume davon, eines Tages Wissenschaftlerin zu werden \u2013 ein Ziel, das f\u00fcr ein M\u00e4dchen in meinem Herkunftsland kaum denkbar war. Doch am 3. April 2025, am Girls\u2019Day an der Freien Universit\u00e4t Berlin, f\u00fchlte sich dieser Traum zum ersten Mal ganz nah an.<\/em> <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/04\/GirlsDay-2025-Physik-Workshop-Quantum-Computing-Maryam-4-1024x683.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10289\" width=\"512\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/04\/GirlsDay-2025-Physik-Workshop-Quantum-Computing-Maryam-4-1024x683.png 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/04\/GirlsDay-2025-Physik-Workshop-Quantum-Computing-Maryam-4-300x200.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/04\/GirlsDay-2025-Physik-Workshop-Quantum-Computing-Maryam-4-768x512.png 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/04\/GirlsDay-2025-Physik-Workshop-Quantum-Computing-Maryam-4-1536x1024.png 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/04\/GirlsDay-2025-Physik-Workshop-Quantum-Computing-Maryam-4-1200x800.png 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/04\/GirlsDay-2025-Physik-Workshop-Quantum-Computing-Maryam-4.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption>Interessiert und konzentriert: Teilnehmerinnen des Workshops \u201eQuantum Computing\u201c. Rechts im Bild unsere Autorin Maryam Talibi, Foto: Olga Jarugksi<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><em>Der Girls\u2019Day richtete sich an Sch\u00fclerinnen von der 5. bis zur 10. Klasse \u2013 und schickte ein starkes Zeichen: MINT ist auch weiblich.<\/em> <em>Ich hatte die Ehre, am Workshop Quantum Computing im Fachbereich Physik teilzunehmen, einer faszinierenden Welt zwischen Realit\u00e4t und Theorie. Schon der Einstieg war mitrei\u00dfend: Nach einer Einf\u00fchrungsvorlesung begann unser Workshop mit einem interaktiven Kahoot-Quiz \u2013 eine kreative Art, physikalisches Wissen spielerisch zu testen. Wir besch\u00e4ftigten uns mit den gro\u00dfen Fragen der Quantenwelt: Was macht einen Quantencomputer aus? Wie funktioniert Superposition? Und was hat Schr\u00f6dingers Katze eigentlich wirklich mit all dem zu tun? Wir lernten durch Denkspiele, Puzzles, Teamaufgaben und Karten, die komplexe Theorien in greifbare Konzepte verwandelten. F\u00fcr jede gel\u00f6ste Aufgabe erhielten wir ein Puzzle-St\u00fcck \u2013 erst durch Zusammenarbeit und Logik ergab sich das vollst\u00e4ndige Bild. Und genau das war sinnbildlich f\u00fcr den ganzen Tag: Wenn wir M\u00e4dchen die Chance bekommen, unser Potenzial zu entfalten, dann entsteht etwas Gro\u00dfes.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Besonders beeindruckt haben mich die Wissenschaftler*innen, die den Workshop geleitet haben. Ihre Leidenschaft, ihre O\ufb00enheit und der Respekt, mit dem sie uns begegneten, haben mich tief inspiriert. Sie haben mir gezeigt, dass es nicht darum geht, \u201aperfekt\u2018 zu sein: sondern neugierig, mutig und bereit, Fragen zu stellen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Jahrhundertelang galt die Vorstellung, dass Physik, Mathematik oder Ingenieurwesen nur f\u00fcr M\u00e4nner oder privilegierte Eliten bestimmt seien. Doch dieser Tag hat das Gegenteil bewiesen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich komme aus einer Welt, in der junge Frauen oft nicht die M\u00f6glichkeit haben, sich wissenschaftlich zu entfalten. Und trotzdem sa\u00df ich an diesem Tag an einem der besten Physikinstitute Deutschlands \u2013 umgeben von anderen M\u00e4dchen, die dieselbe Neugier und Begeisterung teilten wie ich. Das war mehr als ein Workshop. Es war ein Versprechen: Wir geh\u00f6ren hierher \u2013 nicht nur als M\u00e4dchen, sondern auch als junge Menschen mit anderen Geschichten, Sprachen, Wurzeln.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich w\u00fcnsche mir, dass mehr M\u00e4dchen diese Erfahrung machen k\u00f6nnen und dass sie erfahren d\u00fcrfen, dass ihr Platz in der Wissenschaft nicht erk\u00e4mpft werden muss, sondern ihnen genauso zusteht. Der Girls\u2019Day hat mir Mut gemacht. Und wer wei\u00df \u2013 vielleicht bin ich eines Tages nicht nur Teilnehmerin, sondern Mentorin, Wissenschaftlerin, Vorbild. Ich bin bereit.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Dass der Girls\u2019Day f\u00fcr die Teilnehmerinnen nur ein erster Schritt sein m\u00f6ge, dem weitere folgen, darauf setzt auch Vizepr\u00e4sidentin Petra Knaus: \u201eDas ist der Anfang einer gro\u00dfen Karriere, hoffentlich\u201c. Ihre Videobotschaft sendete sie aus dem Hahn-Meitner-Bau und kn\u00fcpfte so die Verbindung zu gro\u00dfen Wissenschaftlerinnen \u2013 von Lise Meitner \u00fcber Marie Curie zu Emmanuelle Charpentier. Knaus betonte zudem die Bedeutung der Wissenschaft f\u00fcr gesamtgesellschaftliche und technische Entwicklungen. Daf\u00fcr brauche es \u2013 gerade in der heutigen Zeit \u2013 kluge K\u00f6pfe mit Verantwortungsbewusstsein. Folgerichtig ermunterte sie die Sch\u00fclerinnen dazu, \u201emutig zu sein, verantwortungsvoll zu sein, aber auch gro\u00df zu denken\u201c.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>\u00dcber den Girls&#8217;Day berichtet auch das Online-Magazin campus.leben in einer gro\u00dfen Reportage: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/campusleben\/campus\/2025\/250415-girls-day-boys-day\/index.html\" target=\"_blank\">Vom Klassenzimmer in den H\u00f6rsaal: Der Girls\u2019Day und Boys\u2019Day an der Freien Universit\u00e4t Berlin<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Freie Universit\u00e4t hatte \u2013 wie jedes Jahr \u2013 zum Girls\u2019Day eingeladen und rund 470 Sch\u00fclerinnen kamen. Am 3. April waren sie Forscherinnen f\u00fcr einen Tag. Das Workshopangebot zahlreicher Fachbereiche und Einrichtungen bot ihnen Einblicke in Wissenschaft und Forschung. 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