{"id":10478,"date":"2025-06-24T15:58:24","date_gmt":"2025-06-24T13:58:24","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/?p=10478"},"modified":"2025-07-14T12:29:08","modified_gmt":"2025-07-14T10:29:08","slug":"gewalt-am-arbeitsplatz-asymmetrische-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2025\/06\/24\/gewalt-am-arbeitsplatz-asymmetrische-folgen\/","title":{"rendered":"Gewalt am Arbeitsplatz: Asymmetrische Folgen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/03\/25-11-24_Blog-2-1024x768.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10258 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/03\/25-11-24_Blog-2-1024x768.png 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/03\/25-11-24_Blog-2-300x225.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/03\/25-11-24_Blog-2-768x576.png 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/03\/25-11-24_Blog-2-1536x1152.png 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/03\/25-11-24_Blog-2-1200x900.png 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2025\/03\/25-11-24_Blog-2.png 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Sexualisierte \u00dcbergriffe und Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz senken das Einkommen der Betroffenen und f\u00fchren zu vermehrter Arbeitslosigkeit. Das sind die Ergebnisse einer Studie aus Finnland, die Anja Prummer, Professorin f\u00fcr Mikro\u00f6konomie an der Freien Universit\u00e4t, in diesem Beitrag erl\u00e4utert. Trotz dieser Auswirkungen wird wenig getan, um die T\u00e4ter \u2013 vorwiegend M\u00e4nner in Machtpositionen \u2013 zur Rechenschaft zu ziehen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend zahlreiche Studien die Auswirkungen von Gewalt auf Frauen in der Partnerschaft untersuchen, ist \u00fcber die \u00f6konomischen Folgen von Gewalt am Arbeitsplatz bisher wenig bekannt. Eine neue Studie mit Daten aus Finnland, einem der geschlechtergerechtesten L\u00e4nder Europas, das im <a href=\"https:\/\/eige.europa.eu\/gender-equality-index\/2024\/compare-countries\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gleichstellungsindex<\/a> vor Deutschland rangiert, \u00e4ndert dies. Die Studie <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/qje\/article\/139\/2\/937\/7276494\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eViolence against Women at Work\u201c<\/a> aus dem Jahr 2024 konzentriert sich auf m\u00e4nnliche T\u00e4ter und dokumentiert die wirtschaftlichen Konsequenzen f\u00fcr Betroffene und f\u00fcr Unternehmen, in denen ein Akt der Gewalt stattgefunden hat.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4lle von Gewalt am Arbeitsplatz werden selten wahrgenommen, was zum Teil darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, dass diese oft nicht gemeldet werden. Aus Erhebungen geht hervor, dass nur 10 % der \u00dcbergriffe bei der Polizei angezeigt werden. Die Studie kombiniert zur Anzeige gebrachte Vorf\u00e4lle mit Besch\u00e4ftigungsdaten, d.h. es geht nur die Auswahl von Fehlverhalten am Arbeitsplatz in die Analyse ein, bei denen die Betroffenen ein Gerichtsverfahren anstreben. Wie werden diese klaren F\u00e4lle von Fehlverhalten von den Unternehmen gehandhabt? Und welche \u00f6konomischen Auswirkungen haben sie auf Opfer und mutma\u00dfliche T\u00e4ter?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Formen von Gewalt<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den meisten Polizeimeldungen zu Gewalt zwischen Kolleg*innen geht es um K\u00f6rperverletzung, leichte K\u00f6rperverletzung, Bedrohung und fahrl\u00e4ssige K\u00f6rperverletzung. K\u00f6rperverletzung und leichte K\u00f6rperverletzung sind vors\u00e4tzliche Taten, d.h. es wird vorausgesetzt, dass der T\u00e4ter jemandem bewusst schaden m\u00f6chte. Eine Bedrohung liegt gem\u00e4\u00df finnischem Strafrecht vor, wenn \u201eeine Person eine Waffe auf eine andere Person richtet oder eine andere Person unter solchen Umst\u00e4nden mit einer Straftat bedroht, dass die bedrohte Person Grund zu der Annahme hat, dass ihre pers\u00f6nliche Sicherheit oder das Eigentum einer anderen Person ernsthaft gef\u00e4hrdet ist\u201c. Fahrl\u00e4ssige K\u00f6rperverletzung bedeutet, dass der Beklagte keine Ma\u00dfnahmen ergriffen hat, um Schaden zu verhindern. Zu den in der Studie betrachteten Delikten geh\u00f6ren auch Vergewaltigung, sexuelle Gewalt und Stalking.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Merkmale der untersuchten Angestellten und Unternehmen<\/p>\n\n\n\n<p>Die Studie analysiert 4.650 angezeigte Vorf\u00e4lle. Die H\u00e4lfte der Opfer sind Frauen, die H\u00e4lfte M\u00e4nner. Doch 84 % der T\u00e4ter sind M\u00e4nner, die in 3.945 F\u00e4llen angezeigt wurden. Daher konzentriert sich die Studie auf m\u00e4nnliche T\u00e4ter \u2013 weibliche T\u00e4terinnen sind demgegen\u00fcber mit weniger als 250 F\u00e4llen in der gesamten finnischen Erwerbsbev\u00f6lkerung \u00fcber einen Zeitraum von 13 Jahren selten.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl Opfer als auch T\u00e4ter unterscheiden sich hinsichtlich ihres Gehaltes nicht systematisch von anderen Arbeitnehmer*innen, bevor es zu einer Straftat kommt. Auch unterscheiden sich diejenigen Unternehmen, in denen es zu Gewalttaten kommt, nicht von Unternehmen, in denen es keine Vorf\u00e4lle gibt. Insbesondere gibt es keine Unterschiede in Bezug auf die Fluktuationsrate der Arbeitnehmer*innen in der Firma oder geschlechtsspezifische Lohnunterschiede. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass jene Unternehmen, in denen es zu Gewalttaten kommt, im Vergleich zu den Unternehmen ohne Vorf\u00e4lle toxischer oder frauenfeindlicher sind. Das bedeutet, dass Gewalt \u00fcberall passieren kann: Durchschnittliche Menschen in durchschnittlichen Unternehmen werden Teil eines gewaltt\u00e4tigen Vorfalls, der schwerwiegenden Konsequenzen f\u00fcr sie hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u00d6konomische Folgen eines gewaltt\u00e4tigen Vorfalls<\/p>\n\n\n\n<p>Sobald ein Vorfall eingetreten ist, hat dies Auswirkungen auf die Erwerbst\u00e4tigkeit und das Einkommen. Sowohl bei den Opfern als auch bei den T\u00e4tern ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie in den Folgejahren erwerbst\u00e4tig sind. Dar\u00fcber hinaus sinkt der Verdienst sowohl bei Opfern als auch bei T\u00e4tern erheblich. Besonders interessant ist, dass Ausma\u00df und Schwere der Auswirkungen auf Opfer und T\u00e4ter vom Geschlecht des Opfers abh\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p>Handelt es sich bei dem Opfer um eine Frau, so sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie im Jahr nach dem Vorfall besch\u00e4ftigt ist, um 20 Prozentpunkte, im Vergleich zu einer Frau, die keine Gewalt erlebt hat. Bei einem m\u00e4nnlichen T\u00e4ter reduziert sich die Wahrscheinlichkeit, erwerbst\u00e4tig zu sein, nur um 15 Prozentpunkte. Die Gefahr, arbeitslos zu werden, ist damit f\u00fcr ein weibliches Opfer h\u00f6her als f\u00fcr einen m\u00e4nnlichen T\u00e4ter. Dieses Muster kehrt sich um, wenn beide \u2013 Opfer und T\u00e4ter \u2013 M\u00e4nner sind. Hier ist der T\u00e4ter mit vergleichsweise geringerer Wahrscheinlichkeit erwerbst\u00e4tig als das Opfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese geschlechtsspezifische Ungleichheit zeigt sich auch beim Verdienst. Ein weibliches Opfer hat im Vergleich zu einem m\u00e4nnlichen T\u00e4ter einen relativ h\u00f6heren Verdienstausfall. Handelt es sich bei dem Opfer um einen Mann, dann hat der T\u00e4ter einen relativ h\u00f6heren Verdienstausfall als das Opfer. Dieser bemerkenswerte Unterschied in Bezug auf die Folgen wirft die Frage auf, was die Ursache f\u00fcr die unterschiedlichen Auswirkungen von Gewalt je nach Geschlecht des Opfers ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Ursachen f\u00fcr die geschlechtsspezifischen Auswirkungen<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vergleich der angezeigten Gewalttaten qua Geschlecht der Betroffenen zeigt sich, dass Frauen h\u00e4ufiger Opfer von Straftaten mit Vorsatz werden: K\u00f6rperverletzung und Bedrohung. M\u00e4nner hingegen sind eher Opfer von fahrl\u00e4ssiger K\u00f6rperverletzung. Vors\u00e4tzliche Gewaltdelikte werden strafrechtlich h\u00e4rter sanktioniert als fahrl\u00e4ssige, und T\u00e4ter werden mit gr\u00f6\u00dferer Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr verurteilt. Frauen erleben somit gravierendere \u00dcbergriffe, die auch eher geahndet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts des unterschiedlichen Schweregrads der Gewalt sind die gravierenderen beruflichen Folgen f\u00fcr Frauen m\u00f6glicherweise darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass weibliche Opfer st\u00e4rker unter den erlebten Gewalttaten leiden als m\u00e4nnliche Opfer oder deren T\u00e4ter. Die vorgestellte Studie vergleicht daher die Folgen f\u00fcr Opfer und T\u00e4ter eines gewaltt\u00e4tigen Vorfalls am Arbeitsplatz mit denen von Gewalt au\u00dferhalb des beruflichen Kontextes. F\u00fcr m\u00e4nnliche Opfer und T\u00e4ter unterscheiden sich die beruflichen Folgen nicht. Sie sind unabh\u00e4ngig davon, ob der gewaltt\u00e4tige Vorfall zwischen Kollegen oder Nicht-Kollegen stattfindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders verh\u00e4lt es sich bei m\u00e4nnlichen T\u00e4tern und weiblichen Opfer. In dieser Konstellation sind die \u00f6konomischen Konsequenzen f\u00fcr m\u00e4nnliche T\u00e4ter weniger schwerwiegend, wenn sie eine Gewalttat am Arbeitsplatz aus\u00fcben. Innerhalb der Firma f\u00fchrt ein solcher Vorfall f\u00fcr sie seltener zu Arbeitslosigkeit als im privaten Bereich. Hingegen versch\u00e4rfen sich die Konsequenzen f\u00fcr weibliche Opfer am Arbeitsplatz relativ zu weiblichen Opfern von Nicht-Kollegen. Obwohl Frauen schwerere Straftaten widerfahren und das Unternehmen vermutlich \u00fcber den Vorfall informiert wird, erfahren weibliche Opfer durch Gewalt am Arbeitsplatz die st\u00e4rksten berufliche Nachteile. Wie l\u00e4sst sich dieses Ph\u00e4nomen erkl\u00e4ren?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie die Studie zeigt, ist das Machtgef\u00e4lle zwischen T\u00e4tern und Opfern ein entscheidender Faktor f\u00fcr die Folgen von Gewalt am Arbeitsplatz. Frauen werden nahezu immer Opfer von Gewalt durch h\u00f6hergestellte Kollegen, w\u00e4hrend Gewalt zwischen M\u00e4nnern im Allgemeinen unter Gleichgestellten stattfindet. Insgesamt geraten Opfer mit h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit in die Arbeitslosigkeit, wenn der T\u00e4ter eine F\u00fchrungsposition innehat und ein starkes Einkommensgef\u00e4lle zwischen Opfer und T\u00e4ter besteht. Bei den T\u00e4tern ist der Effekt umgekehrt: Sie sind weniger stark betroffen, wenn sie eine Machtposition innehaben.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufschlussreich ist der Vergleich mit nicht-kollegialer Gewalt von Managern gegen Frauen: Hier ist die Wahrscheinlichkeit, nach einem Vorfall arbeitslos zu sein, f\u00fcr weibliche Opfer kollegialer Gewalt h\u00f6her, f\u00fcr m\u00e4nnliche Manager dagegen geringer als bei vergleichbaren Vorf\u00e4llen im nicht-kollegialen Kontext. Auch f\u00fcr diese T\u00e4ter-Opfer-Konstellation gilt, dass sich Gewalt am Arbeitsplatz st\u00e4rker negativ auf weibliche Opfer auswirkt als Gewalt, die nicht im Arbeitskontext stattfindet. M\u00e4nnliche T\u00e4ter in F\u00fchrungspositionen bleiben demgegen\u00fcber weitgehend von den Folgen ihrer Taten verschont, wenn sie Gewalt an ihrem Arbeitsplatz aus\u00fcben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Konsequenzen f\u00fcr Unternehmen<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem gewaltt\u00e4tigen Vorfall mit einem weiblichen Opfer in einem Unternehmen steigt die Fluktuationsrate und der Frauenanteil sinkt. Ob betroffene Unternehmen Gewinneinbu\u00dfen hinnehmen m\u00fcssen, konnte die Studie nicht kl\u00e4ren. Die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr einen Konkurs ver\u00e4ndert sich nach einem solchen Vorfall jedenfalls nicht. Angesichts unklarer \u00f6konomischer Konsequenzen f\u00fcr das Unternehmen stellt sich die Frage, welche Anreize es gibt, Opfer zu sch\u00fctzen und T\u00e4ter zur Rechenschaft zu ziehen. Auch dar\u00fcber hinaus regt die Studie zu Fragen an: Wie k\u00f6nnen Opfer besser unterst\u00fctzt werden? Und warum werden T\u00e4ter nicht st\u00e4rker zur Verantwortung gezogen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ein h\u00f6herer Anteil an weiblichen F\u00fchrungskr\u00e4ften, so ein ern\u00fcchterndes Ergebnis der Studie, verhindert die negativen Folgen f\u00fcr weibliche Opfer nicht. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass der T\u00e4ter nach einer Gewalttat arbeitslos wird, wesentlich h\u00f6her, wenn es Frauen im Management gibt \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob das Opfer m\u00e4nnlich oder weiblich ist. Es besteht die Hoffnung, dass die massiveren Konsequenzen f\u00fcr T\u00e4ter l\u00e4ngerfristig abschreckende Wirkung haben k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Fazit<\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkenswerterweise hat Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz gr\u00f6\u00dfere \u00f6konomische Auswirkungen auf weibliche Opfer als auf m\u00e4nnliche T\u00e4ter. Dies ist vor allem darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die T\u00e4ter Machtpositionen innehaben, eine Konstellation, die bereits die #MeToo-Bewegung sichtbar gemacht hat. Frauen werden nicht ausreichend vor den Folgen von Gewalt am Arbeitsplatz gesch\u00fctzt. In der Konsequenz werden sie h\u00e4ufiger arbeitslos und ihr Einkommen sinkt. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich bei Betroffenen sexueller Bel\u00e4stigung, die viel weiter verbreitet ist. Eine schwedische Studie (Folke Rickne 2022) zeigt, dass 25 % der Frauen in m\u00e4nnerdominierten Berufen sexuell bel\u00e4stigt werden und daraufhin ihren Arbeitsplatz mit erheblichen Einkommenseinbu\u00dfen verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zu m\u00e4nnlichen Betroffenen werden Frauen bei Gewalt am Arbeitsplatz doppelt gesch\u00e4digt: durch die erfahrene Gewalt sowie durch berufliche Benachteiligung. Verglichen mit m\u00e4nnlichen T\u00e4tern erleben sie bei Gewalt am Arbeitsplatz mangelnden Schutz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Prof. Dr. Anja Prummer, Professorin f\u00fcr Mikro\u00f6konomie, Freie Universit\u00e4t Berlin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><em>Quellen:<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Abi Adams-Prassl, Kristiina Huttunen, Emily Nix, Ning Zhang, \u201cViolence against Women at Work\u201d, <em>The Quarterly Journal of Economics<\/em>, 2024, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/qje\/qjad045\">https:\/\/doi.org\/10.1093\/qje\/qjad045<\/a> <\/li><li>Olle Folke, Johanna Rickne, \u201cSexual Harassment and Gender Inequality in the Labor Market\u201d, <em>The Quarterly Journal of Economics<\/em>, 2022, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/qje\/qjac018\">https:\/\/doi.org\/10.1093\/qje\/qjac018<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Wo finden Betroffene Informationen und Hilfe?<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Sie von sexualisierter Bel\u00e4stigung, Diskriminierung und Gewalt (SBDG) betroffen sind oder grenz\u00fcberschreitendes Verhalten beobachtet haben, bieten Ihnen FU-interne und externe Anlaufstellen Beratung und Unterst\u00fctzung an:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"mailto:Zentrale%20Ansprechperson%20bei%20SBDG\" target=\"_blank\">Zentrale Ansprechperson bei SBDG<\/a>&nbsp;per E-Mail:&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"mailto:no-means-no@fu-berlin.de\" target=\"_blank\">no-means-no@fu-berlin.de<\/a>; per Telefon: 030 838 54970<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/frauenbeauftragte\/ueber-uns\/dfgb\/index.html\" target=\"_blank\">Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte<\/a>&nbsp;an den Fachbereichen, Zentralinstituten und Zentraleinrichtungen<\/li><li>Weitere Anlaufstellen finden Sie auf der&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/nein-heisst-nein\/index.html\" target=\"_blank\">NEIN HEISST NEIN<\/a>&nbsp;Webseite<\/li><\/ul>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/11\/Blogbild2.Format-300x200.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3819\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/11\/Blogbild2.Format-300x200.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/11\/Blogbild2.Format-1024x682.png 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/11\/Blogbild2.Format-768x512.png 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/11\/Blogbild2.Format-1200x799.png 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/11\/Blogbild2.Format.png 1504w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Blog-Serie zu sexualisierter Bel\u00e4stigung, Diskriminierung und Gewalt<\/p>\n\n\n\n<p>Am\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/nein-heisst-nein\/Anti-Gewalt-Aktionstage\/index.html\" target=\"_blank\">Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen<\/a>\u00a0startete das Team geschlechter*gerecht 2024 eine Blogserie zu SBDG. \u00dcber j\u00e4hrliche Aktionstage hinaus berichten Wissenschaftler*innen, Gleichstellungsakteur*innen und Expert*innen aus Forschung und Praxis zum Thema sexualisierte Bel\u00e4stigung, Diskriminierung und Gewalt. Bisher erschienen sind die Beitr\u00e4ge <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2025\/03\/27\/wie-nah-ist-zu-nah-praevention-im-uni-sport\/\">&#8222;Wie nah ist zu nah? Pr\u00e4vention im Uni-Sport&#8220;<\/a>, <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2024\/11\/25\/wir-muessen-das-problem-benennen\/\">\u201eWir m\u00fcssen das Problem benennen!\u201c<\/a>, ein Interview mit Dr. Sarah Bellows-Blakely,\u00a0und <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2024\/12\/19\/ich-wunsche-mir-vertraulichkeit\/\">\u201eIch w\u00fcnsche mir Vertraulichkeit\u201c<\/a>, eine Auswertung der digitalen Wunschbox vom Aktionstag 2024.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sexualisierte \u00dcbergriffe und Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz senken das Einkommen der Betroffenen und f\u00fchren zu vermehrter Arbeitslosigkeit. 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