{"id":1665,"date":"2022-03-25T10:30:00","date_gmt":"2022-03-25T09:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/?p=1665"},"modified":"2024-08-27T09:47:41","modified_gmt":"2024-08-27T07:47:41","slug":"hilfe-fuer-frauen-und-kinder-auf-der-flucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2022\/03\/25\/hilfe-fuer-frauen-und-kinder-auf-der-flucht\/","title":{"rendered":"Von Flucht und Elend, Hilfe und Hoffnung"},"content":{"rendered":"\r\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\">\r\n<figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9323 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2024\/08\/flag-7040688_1920c_QUELLE-aktuell-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2024\/08\/flag-7040688_1920c_QUELLE-aktuell-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2024\/08\/flag-7040688_1920c_QUELLE-aktuell-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2024\/08\/flag-7040688_1920c_QUELLE-aktuell-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2024\/08\/flag-7040688_1920c_QUELLE-aktuell-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2024\/08\/flag-7040688_1920c_QUELLE-aktuell-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2024\/08\/flag-7040688_1920c_QUELLE-aktuell-1200x800.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/figure>\r\n<div class=\"wp-block-media-text__content\">\r\n<p>\u201eIch komme aus der Ukraine. Aus dem Osten, dem Kriegsgebiet\u201c, so musste ich mich in Deutschland schon immer vorstellen. In meiner Heimatstadt Donezk bin ich seit 2013 nicht mehr gewesen. Die Stadt liegt in dem Teil der Ukraine, der seit 2014 nicht von der ukrainischen Regierung kontrolliert wird. Schon vor acht Jahren habe ich erlebt, dass jedes Gespr\u00e4ch mit der Familie das letzte sein kann.<\/p>\r\n\r\n\r\n <!--more--> \r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nun ist in der Ukraine \u00fcberall Krieg. Die Nachrichten, die wir bekommen, sind wie aus den schrecklichsten Albtr\u00e4umen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Doch der Mut der Menschen, die weiterleben, kann gar nicht hoch genug eingesch\u00e4tzt werden. Menschen, die weiterleben und anderen helfen, bauen gerade jetzt Frieden auf. Jedes Mal, wenn wir etwas Gutes f\u00fcr uns selbst und f\u00fcr andere tun, legen wir einen Stein der neuen friedlichen Welt. Es ist wichtig, nicht zuzulassen, dass der Krieg unsere F\u00e4higkeit abt\u00f6tet, an die Zukunft zu denken und zu tr\u00e4umen. Tr\u00e4umen ist wichtig. Es f\u00e4llt mir schwer, an den n\u00e4chsten Tag zu denken, aber ich zwinge mich bewusst dazu, dar\u00fcber nachzudenken, wie unser Leben in f\u00fcnf oder zehn Jahren aussehen k\u00f6nnte. Vielleicht hilft es jemandem: Stellen Sie sich vor, wie einer Ihrer Tage im Jahr 2032 aussehen wird. Stellen Sie sich vor, dass Sie an diesem Tag eine alte Freundin anrufen und ihr ein paar banale Dinge erz\u00e4hlen, was Sie wie und wo tun. Ich mache das als \u00dcbung. Weil Kriege enden. <br \/>\u2013 <strong>Anna Osypova, studentische Mitarbeiterin im Team Zentrale Frauenbeauftragte<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Und der Krieg in der Ukraine h\u00e4lt an. Mehrere Millionen Menschen &#8211; vor allem Frauen und Kinder -sind bisher geflohen, weitere Millionen leiden unter den Angriffen in der Heimat. Obwohl die Hilfsbereitschaft gro\u00df ist, drohen sexualisierte Gewalt, Ausbeutung und Menschenhandel. Besonders Frauen, M\u00e4dchen und nicht-bin\u00e4re Menschen sind bei der Flucht einem h\u00f6heren Risiko ausgesetzt. Wir wollen uns gegen \u00dcbergriffe positionieren und zur Sicherheit der weiblichen und nicht-bin\u00e4ren Menschen auf der Flucht beitragen. Daf\u00fcr haben wir einen \u00dcberblick \u00fcber Netzwerke, Communitys und Hilfsorganisationen zusammengestellt, die finanziell aber auch anderweitig unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-medium-font-size\">Unterst\u00fctzung f\u00fcr Frauen, M\u00e4dchen und nicht-bin\u00e4re Menschen<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Organisation <a href=\"https:\/\/www.unfpa.org\/donate\/Ukraine?form=UkraineAppeal&amp;utm_source=TW&amp;utm_medium=sm&amp;utm_campaign=HO-UA-22-Ukraine\">UNFPA<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.unfpa.org\/\">United Nations Population Fund<\/a>) unterst\u00fctzt ukrainische Frauen und M\u00e4dchen durch medizinische Lieferungen und \u00fcberlebenswichtige Gesundheitsversorgung. Auch der Spendenaufruf der Vereinten Nationen <a href=\"https:\/\/donate.unwomen.org\/en\/ukraine?utm_source=UNW_Partner&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=Ukraine2022\">UN Women<\/a> hat den Schutz ukrainischer Frauen zum Ziel. Neben Schutz, Nahrung und Kleidung sind weibliche Menschen auch auf Hygieneprodukte und insbesondere Menstruationsprodukte angewiesen. Die <a href=\"https:\/\/shop.thefemalecompany.com\/produkt\/pads-for-ukraine-spendenprodukt\/?utm_source=linkedin.com\">Female Company<\/a> verschickt einmal w\u00f6chentlich Biobinden in die Ukraine. \u00dcber die finanzielle Hilfe hinaus k\u00f6nnen ukrainische Frauen durch eine F\u00f6rdermitgliedschaft im Verein <a href=\"https:\/\/www.amica-ev.org\/\">AMICA<\/a> unterst\u00fctzt werden. Der Verein setzt sich f\u00fcr Frauenrechte und Frieden in Krisenregionen ein. Ein mobiles Team bietet ganzheitliche Unterst\u00fctzung in 20 ukrainischen Orten, um tiefgreifende Folgen des Kriegs durch psychosoziale, medizinische und rechtliche Beratung zu leisten. F\u00fcr feministische und inklusive \u00e4rztliche Betreuung vor Ort setzt sich die ukrainische Organisation <a href=\"https:\/\/www.insight-ukraine.org\/en\/\">insight<\/a> ein. Sie bietet betroffenen Menschen eine Datenbank an medizinischem Personal. Transpersonen k\u00f6nnen psychologische Hilfe und Rechtsberatung in Anspruch nehmen. Auf der Seite der Organisation findet sich auch die M\u00f6glichkeit zu spenden. Die ukrainische LGBTIQ-Community kann durch Spenden an die Organisation <a href=\"https:\/\/outrightinternational.org\/ukraine\">OutRight<\/a> unterst\u00fctzt werden. Die Gelder kommen lokalen LGBTIQ-Menschen zu Gute, indem sichere Unterk\u00fcnfte, Essen, kompetentes medizinisches Personal und Transport f\u00fcr sie bereitgestellt werden. Auch die M\u00fcnchener Organisation <a href=\"https:\/\/munichkyivqueer.org\/spenden-2\/\">Munichkyivqueer<\/a> hilft LGBTIQ-Menschen in diversen ukrainischen St\u00e4dten durch Beratung, Unterk\u00fcnften und Spenden. Die NGO <a href=\"https:\/\/femwork.org\/warinukraine\/\">Femwork<\/a> aus Lviv organisiert seit 2014 feministische Workshops und hat sich aktuell angesichts der aktuellen politischen Lage zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit anderen feministischen Netzwerken in der Ukraine Menschen aus vulnerablen Gruppen zur Evakuierung in den Westen zu verhelfen. \u00dcber die Seite der deutschen Partnerinstitution <a href=\"https:\/\/www.inwole.de\/post\/spendenaufruf-f%C3%BCr-gefl%C3%BCchtete-ukrainische-aktivist-innen\">Inwole<\/a> ist eine Spende m\u00f6glich.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte ethnische Minderheit Europas \u2013 Romnja und Romni \u2013 erfahren seit Jahrhunderten strukturelle Diskriminierung. Der Verein <a href=\"http:\/\/www.chirikli.com.ua\/index.php\/en\/\">Chirikli<\/a> macht sich f\u00fcr Romnja in der Ukraine stark. Gerade in der Kriegssituation leiden sie unter rassistischer Diskriminierung, indem ihnen zum Beispiel der \u00dcbergang an den Grenzen verwehrt wird. Verschiedene Fundraising-Aktionen, unter anderem <a href=\"https:\/\/www.gofundme.com\/f\/ERIAC-support-for-the-brave-people-of-ukraine\">Support Roma People of Ukraine<\/a> und <a href=\"https:\/\/chuffed.org\/project\/ukraine-help-roma-access-humanitarian-aid\">Help the Roma access humanitarian aid in Ukraine<\/a>, unterst\u00fctzen Romnja und Romni aus und in der Ukraine.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Durch das Schaffen von Schutzr\u00e4umen f\u00fcr vulnerable Betroffene kann die Zivilbev\u00f6lkerung ein Zeichen setzen und einen Beitrag zum Frieden leisten \u2013 in der Hoffnung, dass auch dieser Krieg endet.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Autorin: Franziska Schwantuschke, DAAD-Stipendiatin im Team Zentrale Frauenbeauftragte<\/strong><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch komme aus der Ukraine. 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