{"id":2997,"date":"2022-08-22T14:36:50","date_gmt":"2022-08-22T12:36:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/?p=2997"},"modified":"2023-07-19T15:35:58","modified_gmt":"2023-07-19T13:35:58","slug":"mint-betriebspraktikum-format-mit-mehrwert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2022\/08\/22\/mint-betriebspraktikum-format-mit-mehrwert\/","title":{"rendered":"MINT-Betriebspraktikum: Format mit Mehrwert"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/09\/MINToring_Logo_RGB-003_Seite_1-e1663855039725-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3354 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/09\/MINToring_Logo_RGB-003_Seite_1-e1663855039725-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/09\/MINToring_Logo_RGB-003_Seite_1-e1663855039725-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/09\/MINToring_Logo_RGB-003_Seite_1-e1663855039725-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/09\/MINToring_Logo_RGB-003_Seite_1-e1663855039725-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/09\/MINToring_Logo_RGB-003_Seite_1-e1663855039725-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/09\/MINToring_Logo_RGB-003_Seite_1-e1663855039725.jpg 1613w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Nur \u00fcber die Schulter gucken war gestern! Selber experimentieren, programmieren und Neues ausprobieren. Im Betriebspraktikum des <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/frauenbeauftragte\/projekte\/mintoring\/index.html\" target=\"_blank\">MINToring-Programms<\/a> legen Sch\u00fclerinnen der 9. Klasse selbst Hand an und gewinnen einen Einblick in das Arbeitsfeld Forschung. Auch den beteiligten Arbeitsgruppen in der Physik, der Informatik und den Geowissenschaften hat das Format einiges zu bieten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Was haben ein 3D-Drucker, eine geohydrologische Bohrung, ein Biophysik-Labor, die Programmiersprache Python und ein Escape Room \u00fcber Fake News gemeinsam? Sie alle waren Gegenstand des Betriebspraktikums im Rahmen des MINToring-Programms der Freien Universit\u00e4t. Kurz vor den Berliner Sommerferien erhielten zw\u00f6lf Sch\u00fclerinnen der 9. bis 11. Klassenstufe die M\u00f6glichkeit, im Zuge eines dreiw\u00f6chigen Betriebspraktikums die F\u00e4cher Geowissenschaften, Physik und Informatik zu erkunden. Das <a href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/mintoring\/betriebspraktikum\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Betriebspraktikum<\/a> ist eines von verschiedenen Angeboten des Sch\u00fclerinnenprogramms, das weder Vorwissen noch Vorerfahrung voraussetzt. Das ganze Jahr hindurch finden vierzehnt\u00e4gig kostenfreie <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/mintoring\/programm\/index.html\" target=\"_blank\">Workshops<\/a> statt; das MINToring-Programm beteiligt sich zudem j\u00e4hrlich am <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2022\/05\/31\/girlsday-2022-eine-bilanz\/#more-2356\" target=\"_blank\">Girls\u2019Day<\/a> und an der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/sommeruni\/index.html\" target=\"_blank\">Sommeruni<\/a>. Von September bis Januar erm\u00f6glichen die Campustage Sch\u00fclerinnen erste Eindr\u00fccke des Studienalltags.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Format: individuell zugeschnitten und flexibel<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor die zw\u00f6lf Sch\u00fclerinnen Mitte Juni 2022 in ihr Betriebspraktikum starten konnten, hatten die Koordinatorinnen des MINToring-Programms, Cynthia Heiner, Audrey Houillon und Janina Richter, bereits erhebliche konzeptionelle und organisatorische Vorarbeit geleistet. Nach Sichtung und Auswahl der Bewerbungsunterlagen f\u00fchren die Koordinatorinnen, alle drei promovierte Naturwissenschaftlerinnen, mit jeder Sch\u00fclerin ein pers\u00f6nliches Kennenlerngespr\u00e4ch. Der individuelle Zuschnitt des Praktikums auf die Interessen der Sch\u00fclerinnen ist eine Besonderheit des Programms, der einen hohen Planungs- und Konzeptionsaufwand erfordert. Es gilt, die passenden Arbeits- und Forschungsgruppen zu kontaktieren, deren zeitliche Verf\u00fcgbarkeiten abzukl\u00e4ren und zielgruppengerechte Angebote f\u00fcr das Praktikum zu besprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Abdeckung verschiedener Disziplinen ist es wichtig, <a href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/mintoring\/zusammenarbeit\/betriebspraktikum\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wissenschaftler*innen f\u00fcr die Kooperation<\/a> zu gewinnen, die motiviert und interessiert sind, mit Sch\u00fclerinnen zu arbeiten. Die Verst\u00e4ndigung mit dieser Zielgruppe erfordert andere Kompetenzen als die Kommunikation mit einem Fachpublikum oder Studierenden. Die MINToring-Koordinatorinnen unterst\u00fctzen die kooperierenden Wissenschaftlerinnen dabei, ihre Forschungsinhalte zielgruppengerecht aufzubereiten und zu vermitteln. Weiterhin bietet die Koordination mit dem Praktikumsformat einen flexiblen Rahmen, in den die Kooperationspartner*innen angepasst an ihre Kapazit\u00e4ten Workshops, Laborf\u00fchrungen, Vorlesungen oder Projekte von unterschiedlicher Dauer integrieren k\u00f6nnen. Diese Flexibilit\u00e4t erh\u00f6ht die Bereitschaft von Wissenschaftler*innen, sich zu beteiligen, und schafft ein vielschichtiges Angebot, das den Sch\u00fclerinnen Einblicke in unterschiedliche Arbeitsgruppen, Forschungsbereiche und Studienf\u00e4cher er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Konzept: erprobt und weiterentwickelt<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/GD_2005-333-1024x685.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3057\" width=\"512\" height=\"343\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/GD_2005-333-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/GD_2005-333-300x201.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/GD_2005-333-768x514.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/GD_2005-333-1536x1028.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/GD_2005-333-2048x1370.jpg 2048w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/GD_2005-333-1200x803.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption>Vor den Betriebspraktika gab es bereits MINT-Angebote beim Girls&#8217;Day an der FU: Hier baute der &#8222;wissenschaftliche Nachwuchs&#8220; 2005 am Institut f\u00fcr Informatik einen Computer zusammen. Foto: Freie Universit\u00e4t \/ Ulrich Dahl <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Das MINToring-Programm startete im Jahr 2011 zun\u00e4chst mit Angeboten aus der Physik.  Durch die Ausweitung des Programms auf die Fachbereiche Mathematik, Informatik (2014) und Geowissenschaften (2021) konnten im weiteren Verlauf neue Kooperationspartner*innen hinzugewonnen werden. Die ersten Betriebspraktika bot das MINToring-Programm 2015 in der Physik an. Neben der inhaltlichen Erweiterung durch die Kooperation mit zus\u00e4tzlichen Arbeitsgruppen wurde auch die strukturelle Konzeption weiterentwickelt, indem der Praktikumszeitraum 2019 intern synchronisiert und an die Berliner Schulferien angepasst wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Synchronisation und die Umstellung auf einen fixen Zeitraum im Jahr haben aus Sicht von Audrey Houillon, MINToring-Koordinatorin in der Physik, mehrere Vorteile. W\u00e4hrend anfangs das ganze Jahr \u00fcber nur wenige Praktikantinnen gleichzeitig an der FU waren, nimmt inzwischen eine gr\u00f6\u00dfere Sch\u00fclerinnengruppe zur selben Zeit an dem Angebot teil. Die st\u00e4rkere Sichtbarkeit der Sch\u00fclerinnen an den beteiligten Fachbereichen macht darauf aufmerksam, dass Frauen unter den dortigen Wissenschaftler*innen \u00fcblicherweise in der Unterzahl sind. So kann das Format Impulse geben, die asymmetrische Geschlechterverteilung in den MINT-F\u00e4chern zu reflektieren. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Sch\u00fclerinnen in einer Gruppe mehr Austausch haben und ein kleines Netzwerk mit anderen MINT-Interessierten aufbauen k\u00f6nnen. Mit dem ver\u00e4nderten Konzept ist es dar\u00fcber hinaus leichter, Kooperationspartner*innen in den Fachbereichen zu gewinnen. Der zus\u00e4tzliche Aufwand, den es f\u00fcr Arbeitsgruppen bedeutet, eigene Formate f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen zu kreieren, lohnt sich eher f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Teilnehmerinnenzahl. Insgesamt erlaubt das aktuelle Konzept, mehr Sch\u00fclerinnen einen Praktikumsplatz anzubieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Neu dabei: die Geowissenschaften<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/PXL_20220614_080435063-1024x771.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3056\" width=\"512\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/PXL_20220614_080435063-1024x771.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/PXL_20220614_080435063-300x226.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/PXL_20220614_080435063-768x578.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/PXL_20220614_080435063-1536x1157.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/PXL_20220614_080435063-2048x1542.jpg 2048w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/PXL_20220614_080435063-1200x904.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption>Grundwasseruntersuchung am Fachbereich Geowissenschaften: Sch\u00fclerinnen nehmen Proben, um die die Wasserqualit\u00e4t im Labor testen zu k\u00f6nnen.  Foto: Brindha Karthikeyan<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Erstmals in diesem Jahr umfasste das Praktikum Veranstaltungen in den Geowissenschaften. \u201eDas Studium der Erde, ist insbesondere mit Blick auf den Klimawandel und die daraus resultierenden Herausforderungen f\u00fcr die Menschheit der entscheidende Schl\u00fcssel zu einer echten und dauerhaften L\u00f6sung\u201c, dessen ist sich Janina Richter, MINToring-Koordinatorin in den Geowissenschaften, sicher. Sie sieht es als lohnende Aufgabe, der j\u00fcngeren Generation, die sich stark mit dem Klimawandel auseinandersetzt, einen m\u00f6glichen Weg ins Studium der Naturwissenschaften und der Geowissenschaften zu bieten. \u201eIch selbst bin mit Leidenschaft Geowissenschaftlerin, aber nach meinem Abitur fragte ich mich zun\u00e4chst: Was sind Geowissenschaften? Was machen Geowissenschaftler*innen?\u201c Da die Geowissenschaften kein g\u00e4ngiges Schulfach wie Physik, Mathe oder Informatik sind, ziehen viele Sch\u00fclerinnen eine naheliegende Verbindung zur Erdkunde. Doch die Geowissenschaften sind als angewandtes \u201eStudium der Erde\u201c breiter angelegt und beinhalten Inhalte aus den geologischen Wissenschaften, der Geographie und der Meteorologie.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn die Geowissenschaftlerin den Wechsel an die f\u00fcr sie neue Universit\u00e4t im April 2022 als Herausforderung sah, hat sie sich schnell mit dem MINToring-Programm und dem Fachbereich vertraut gemacht. In k\u00fcrzester Zeit kn\u00fcpfte sie Kontakte zu den Forschenden und Lehrenden der Geowissenschaften und informierte sich \u00fcber Labore, Ausstattung, Lehrveranstaltungen und Forschungsgruppen bzw. -projekte. Dies war pandemiebedingt nicht einfach, doch die offene Fachkultur hat sie sehr unterst\u00fctzt: \u201eGeowissenschaftler*innen untereinander sind oft wie eine kleine zusammengeschwei\u00dfte Gemeinschaft, die die Leidenschaft zu der Komplexit\u00e4t des \u201aStudiums der Erde\u2018 verbindet\u201c, berichtet Janina Richter. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das diesj\u00e4hrige Betriebspraktikum konnten Wissenschaftler*innen aus folgenden Arbeitsgruppen als Kooperationspartnerinnen gewonnen werden:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\"><strong>Beteiligte Arbeitsgruppen der FU:<\/strong>\n<strong>Geowissenschaften:<\/strong> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/geol\/fachrichtungen\/geophy\/AG_Seismik\/index.html\" target=\"_blank\">Allgemeine &amp; Angewandte Seismologie<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/geog\/fachrichtungen\/geoinformatik\/index.html\" target=\"_blank\">Geoinformatik &amp; Fernerkundung<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/en\/geol\/fachrichtungen\/geochemhydromin\/hydrogeologie\/index.html\" target=\"_blank\">Hydrogeologie<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/en\/geog\/fachrichtungen\/menschumwelt\/index.html\" target=\"_blank\">Mensch-Umwelt-Geographie<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/geol\/fachrichtungen\/planet\/index.html\" target=\"_blank\">Planetologie &amp; Fernerkundung<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/met\/ag\/statmet\/index.html\" target=\"_blank\">Statistische Meteorologie<\/a> sowie <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/en\/geol\/fachrichtungen\/geologie\/index.html\" target=\"_blank\">Tektonik &amp; Sediment\u00e4re Systeme<\/a>\n\n<strong>Physik:<\/strong> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.physik.fu-berlin.de\/en\/einrichtungen\/ag\/ag-elsaesser\/index.html\" target=\"_blank\">Experimentelle Biophysik und Weltraumwissenschaften<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.physik.fu-berlin.de\/einrichtungen\/ag\/ag-kuch\/index.html\" target=\"_blank\">Spektroskopie und Spektromikroskopie an neuen magnetischen Materialien<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/einrichtungen\/fachbereiche\/fb\/physik\/experimentalphysik\/index.html\" target=\"_blank\">Experimentalphysik<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.physik.fu-berlin.de\/einrichtungen\/ag\/ag-clementi\/index.html\" target=\"_blank\">Theoretische und rechnergest\u00fctzte Biophysik<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.physik.fu-berlin.de\/einrichtungen\/ag\/ag-heberle\/index.html\" target=\"_blank\">Experimentelle Molekulare Biophysik<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.physik.fu-berlin.de\/einrichtungen\/priv_doz\/alexiev\/index.html\" target=\"_blank\">Structural Dynamics and Function of Biological Systems<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.physik.fu-berlin.de\/einrichtungen\/ag\/ag-eisert\/index.html\" target=\"_blank\">Quanten-Vielteilchentheorie<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.physik.fu-berlin.de\/einrichtungen\/ag\/ag-koch\/index.html\" target=\"_blank\">Quanten-Informationstheorie und Quantenoptik<\/a>, das <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bcp.fu-berlin.de\/natlab\/index.html\" target=\"_blank\">NatLab<\/a> und <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.physik.fu-berlin.de\/physlab\/index.html\" target=\"_blank\">PhysLab<\/a> sowie das <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.physik.fu-berlin.de\/forschung\/sonderforschungsbereiche\/inhalt\/SFB-TRR-227.html\" target=\"_blank\">Graduiertenprogramm Ultraschnelle Spindynamik<\/a>\n\n<strong>Informatik:<\/strong> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.mi.fu-berlin.de\/inf\/groups\/ag-se\/index.html\" target=\"_blank\">Software Engineering<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.mi.fu-berlin.de\/inf\/groups\/ag-ti\/index.html\" target=\"_blank\">Theoretische Informatik<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.mi.fu-berlin.de\/en\/math\/groups\/ai4s\/index.html\" target=\"_blank\">Artificial Intelligence for the Sciences<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.mi.fu-berlin.de\/en\/inf\/groups\/ag-ddi\/index.html\" target=\"_blank\">Computing Education Research Group<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.mi.fu-berlin.de\/inf\/groups\/ag-idm\/index.html\" target=\"_blank\">Informationssicherheit<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.zib.de\/\" target=\"_blank\">Zuse Institute Berlin (ZIB)<\/a> und <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.mi.fu-berlin.de\/en\/math\/groups\/geokomb\/index.html\" target=\"_blank\">Combinatorics and Graph Theory<\/a><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Ziel: zu MINT motivieren<\/p>\n\n\n\n<p>Das MINToring-Programm zielt grunds\u00e4tzlich darauf ab, Sch\u00fclerinnen die beteiligten MINT-F\u00e4cher nahezubringen, ihr Interesse daf\u00fcr zu st\u00e4rken und sie zu einem sp\u00e4teren Studium in diesem Bereich zu motivieren. Koordinatorin Audrey Houillon nennt drei wesentliche Elemente, um diese Ziele zu erreichen: Sch\u00fclerinnen zu best\u00e4rken, ihnen einen direkten Austausch mit Role Models zu erm\u00f6glichen und einen gesch\u00fctzten Erfahrungs- und Experimentierraum f\u00fcr MINT zu er\u00f6ffnen, den die meisten Schulen M\u00e4dchen und jungen Frauen nicht bieten. \u201eDar\u00fcber hinaus\u201c, so Houillon, die selbst viel zu Lernen und Lehren geforscht hat, \u201elernen die Sch\u00fclerinnen, dass in der Forschung neue Erkenntnisse hervorgebracht werden \u2500 im Unterschied zum Schulunterricht, in dem Ergebnisse bereits vorher feststehen und somit richtig oder falsch sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Betriebspraktikum erm\u00f6glicht den Sch\u00fclerinnen aufgrund seiner mehrw\u00f6chigen Dauer vertiefte Einblicke in die Wissenschaftspraxis. \u201eWir m\u00f6chten zeigen, dass es an der Universit\u00e4t, anders als in der Schule, viel interdisziplin\u00e4ren Austausch zwischen scheinbar abgegrenzten F\u00e4chern gibt\u201c, erkl\u00e4rt Audrey Houillon, seit 2018 MINToring-Koordinatorin in der Physik. Die wissenschaftliche Vielfalt der Freien Universit\u00e4t soll in ihrer ganzen Breite dargestellt werden und einem einseitigen Bild von Wissenschaftler*innen entgegenwirken. Um die MINT-F\u00e4cher st\u00e4rker f\u00fcr Frauen zu \u00f6ffnen, sei es wichtig, Stereotype, wie jenes des verr\u00fcckten Physikprofessors, abzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus kann das Praktikum neue Einsichten in den Forschungsalltag und die Wissenschaftspraxis vermitteln. Zum Abschluss wollten die Koordinatorinnen von den Sch\u00fclerinnen wissen, was f\u00fcr sie \u00fcberraschend war. Genannt wurden beispielsweise die M\u00f6glichkeit von Wissenschaftler*innen beruflich zu reisen, die internationale Zusammensetzung von Teams, flexible Arbeitszeiten und soziale Aspekte wie Teamarbeit. Weniger positiv sahen viele die Dominanz des Computers im Alltag und das lange Arbeiten im B\u00fcro \u2500 und weniger im Labor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Bestrebung: Geschlechterasymmetrien entgegenwirken<\/p>\n\n\n\n<p>Im Betriebspraktikum geht es aber nicht nur darum, Sch\u00fclerinnen f\u00fcr Naturwissenschaften zu begeistern, auch die Herausforderungen als Frau in der Wissenschaft werden thematisiert. \u201eEs ist wichtig zu verdeutlichen, dass einige Bereiche in den MINT-F\u00e4chern noch m\u00e4nnlich dominiert sind und auch die Fachkulturen m\u00e4nnlich gepr\u00e4gt sind\u201c, betont Audrey Houillon. Im Laufe des Praktikums werde erkl\u00e4rt, dass dies keineswegs naturgegeben sei, sondern strukturell bedingt und damit ver\u00e4nderbar. Die Begegnung mit weiblichen Role Models, die ihren Platz in der Wissenschaft gefunden haben, macht zugleich m\u00f6gliche Berufswege sichtbar. F\u00fcr die Sch\u00fclerinnen sind diese Perspektiven hilfreich, um strukturelle Herausforderungen und die Freiheiten und M\u00f6glichkeiten einer Karriere in der Wissenschaft gegeneinander abzuw\u00e4gen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/MINToringWorkshop3_20200124_Cynthia-Heiner-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3058\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/MINToringWorkshop3_20200124_Cynthia-Heiner-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/MINToringWorkshop3_20200124_Cynthia-Heiner-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/MINToringWorkshop3_20200124_Cynthia-Heiner-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/MINToringWorkshop3_20200124_Cynthia-Heiner-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/MINToringWorkshop3_20200124_Cynthia-Heiner-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/MINToringWorkshop3_20200124_Cynthia-Heiner-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption>Das MINToring-Programm bietet ein buntes Programm zum Experimentieren &#8211; nicht nur in der Physik. Foto: Freie Universit\u00e4t \/ MINToring<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Neben den fachlichen Angeboten umfasst das Betriebspraktikum eine \u00dcbung zu \u201e<a href=\"https:\/\/www.gesis.org\/cews\/themen\/gender-bias\/informationen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Unconscious Bias<\/a>\u201c, um die Auseinandersetzung mit Geschlechterzuschreibungen zu f\u00f6rdern. \u201eUnconscious Bias\u201c bezeichnet eine unbewusste Voreingenommenheit oder Verzerrung, die sich in tief verwurzelten Denkmustern und Vorurteilen beispielweise gegen\u00fcber Frauen in der Wissenschaft \u00e4u\u00dfert. Zu Beginn des Betriebspraktikums werden die Sch\u00fclerinnen aufgefordert, ihre Vorstellung von einer Person in der Wissenschaft schriftlich oder bildlich zu Papier zu bringen. Koordinatorin Houillon achtet dabei besonders darauf, \u201egeschlechtsneutral zu formulieren. Im Englischen w\u00e4re es scientist, im Deutschen spreche ich von einer Person in der Wissenschaft.\u201c Zum Abschluss des Praktikums werden die Teilnehmerinnen gefragt, ob sich ihre Vorstellungen best\u00e4tigt haben oder inwiefern sich ihr Bild ver\u00e4ndert hat. Erfreulich ist aus Houillons Sicht, dass viele Sch\u00fclerinnen in diesem Jahrgang \u00fcber vielf\u00e4ltige Vorstellungen von Wissensschaffenden verf\u00fcgten, die sich durchaus als realistisch erwiesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Evaluation: die Wirksamkeit pr\u00fcfen<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wirksamkeit des MINToring-Programms wird seit Mai 2021 durch eine auf zwei Jahre angelegte <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2022\/04\/27\/mintoring-erreicht-das-projekt-seine-ziele\/\" target=\"_blank\">Evaluation<\/a> untersucht. Esto Mader, zust\u00e4ndig f\u00fcr die MINToring-Evaluation, erhebt seit Herbst 2021 quantitative Daten mittels einer Online-Befragung aller Teilnehmerinnen des MINToring-Programms. Unterst\u00fctzt von der studentischen Mitarbeiterin Lara Sikorski, wurden in diesem Sommer erstmals qualitative Interviews mit allen Praktikantinnen durchgef\u00fchrt. Dar\u00fcber hinaus interviewt Mader aktuell Kooperationspartner*innen aus den Arbeitsgruppen, die am diesj\u00e4hrigen Praktikum beteiligt waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie die Projektevaluation zeigt, ist eine f\u00fcr viele Praktikantinnen \u00fcberraschende Erfahrung, dass oft eine enge interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit erforderlich ist, um Forschungsfragen bearbeiten zu k\u00f6nnen. Diese \u00d6ffnung des fachlichen Horizonts hat viele positive Effekte. Mehrere Sch\u00fclerinnen zogen f\u00fcr sich den Schluss, dass sie sich nicht f\u00fcr ein einzelnes Fach entscheiden m\u00fcssen, sondern nach ihren Interessen gehen und thematisch quer zu verschiedenen Schulf\u00e4chern forschen k\u00f6nnen. \u201eDiese Erkenntnis\u201c, sagt Esto Mader, dass ein Fach in der Forschung keine kleine Box ist, sondern viel gr\u00f6\u00dfer, er\u00f6ffnet den Sch\u00fclerinnen neue M\u00f6glichkeiten.\u201c Ein weiterer Effekt des Praktikums ist, dass die Teilnehmerinnen ihre Annahmen \u00fcber MINT-F\u00e4cher und Forschung hinterfragen. So berichteten einige Sch\u00fclerinnen, dass sie vorher an einer bestimmten Disziplin interessiert waren und nach den verschiedenen Eindr\u00fccken des Betriebspraktikums nicht mehr festgelegt waren, da sie weitere spannende Themen entdeckt haben. \u201eAus der Perspektive der Forschung ist das sehr positiv\u201c, meint Esto Mader. Viele Sch\u00fclerinnen hatten bereits zu Beginn ihres Praktikums eine hohe Affinit\u00e4t zu MINT-F\u00e4chern. Es sei ein Erfolg, wenn sie ihre neuen Erfahrungen und Erkenntnisse zur\u00fcck in die Schule nehmen, die Zeit nutzen und pr\u00fcfen, wo ihre Interessen wirklich liegen, bevor sie ein Studium beginnen. Und dazu geh\u00f6re auch, festzustellen, was sie nicht interessiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Perspektiven: Frauen f\u00f6rdern, Fachkulturen ver\u00e4ndern<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eZu Beginn der Projektevaluation habe ich mir die Geschlechterverteilung in den F\u00e4chern des MINToring-Programms angesehen\u201c, erl\u00e4utert Esto Mader. Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2022\/04\/12\/wie-weiblich-ist-mint-an-der-fu\/\" target=\"_blank\">Zahlen<\/a> sprechen eine deutliche Sprache in Bezug auf die Geschlechtersegregation. \u201eIn den MINT-F\u00e4chern haben wir es sowohl mit einer horizontalen als auch mit einer vertikalen Segregation zu tun\u201c, so die Soziolog*in. So ist beispielweise zu beobachten, dass je st\u00e4rker ein Fach mathematisch und m\u00e4nnlich konnotiert ist, desto geringer ist der Frauenanteil. Die Ursache f\u00fcr diese sogenannte horizontale Segregation liegt unter anderem in sozialen und kulturellen Zuschreibungen. Dar\u00fcber hinaus ist eine vertikale Segregation festzustellen, d.h. die Geschlechterasymmetrie steigt mit zunehmendem Status innerhalb der akademischen Hierarchie, angefangen bei Studierenden bis zu Lebenszeitprofessuren. Bundesweit wie auch an der FU gibt es in der Regel umso weniger Frauen, je h\u00f6her die Statusgruppe ist. Dies betrifft nicht allein den MINT-Bereich, ist in diesen F\u00e4chern aber besonders ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/optikExperiment2Maedchen-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3059\" width=\"512\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/optikExperiment2Maedchen-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/optikExperiment2Maedchen-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/optikExperiment2Maedchen-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/optikExperiment2Maedchen-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/optikExperiment2Maedchen-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2022\/08\/optikExperiment2Maedchen-1200x800.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption>Licht ins Dunkel bringen: Sch\u00fclerinnen experimentieren zu Lichtspektren und untersuchen dabei die Wechselwirkung von Licht und Materie. Foto: Freie Universit\u00e4t \/ MINToring<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>\u201eUm diese gl\u00e4serne Decke zu durchbrechen, braucht es Frauenf\u00f6rderung, denn der Wandel geschieht nicht von alleine\u201c, erkl\u00e4rt Esto Mader bezogen auf die deutliche Unterrepr\u00e4sentation von Frauen in den h\u00f6heren Statusgruppen. Notwendig seien F\u00f6rderprogramme, die eine konstante Begleitung, einschlie\u00dflich Mentoring, bis zur Promotion und dar\u00fcber hinaus sicherstellen. Frauenf\u00f6rderung allein gen\u00fcge allerdings nicht, auch die Fachkulturen bed\u00fcrften eines Wandels, etwa durch die <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2022\/04\/21\/physik-fachkultur-jenseits-von-geschlecht\/#more-1930\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Integration feministischer Fachkulturforschung<\/a> in die Curricula. \u201eWenn sich kein grundlegender Kulturwandel vollzieht, werden wir viele super ausgebildete Sch\u00fclerinnen und Studentinnen haben, die jedoch an der Fachkultur scheitern\u201c, gibt Esto Mader zu bedenken. F\u00fcr die Evaluation ist insbesondere das Betriebspraktikum ein MINToring-Format, das auf die Fachkultur einwirken kann und dementsprechend ausgewertet werden soll. Denn im Rahmen ihres Praktikums sind die Sch\u00fclerinnen \u00fcber einen oder mehrere Tage in einer Arbeitsgruppe pr\u00e4sent und interagieren direkt mit den Wissenschaftler*innen. Daher fragt Esto Mader in ihren Interviews mit den Kooperationspartner*innen gezielt nach m\u00f6glichen Auswirkungen dieser Erfahrung auf die Arbeitsgruppe.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu einem Wandel der Fachkultur hat das MINToring-Programm aus Maders Sicht viel beizutragen: Auf bisherige Kooperationen aufbauend, k\u00f6nnte sich ein Netzwerk von Wissenschaftler*innen \u00fcber die Disziplinen hinweg spannen, was einerseits von Vorteil f\u00fcr das interdisziplin\u00e4re, wissenschaftliche Arbeiten sein k\u00f6nne. Andererseits b\u00f6te dies einen Raum, sich \u00fcber vergeschlechtlichte Strukturen, wie etwa die Anforderungen m\u00e4nnlich gepr\u00e4gter Fachkulturen und den strategischen Umgang damit, auszutauschen. Die Soziolog*in r\u00e4t zur Sensibilisierung f\u00fcr soziale Ungleichheiten in den MINT-Fachgebieten, um die Fachkulturen zu ver\u00e4ndern und den Zugang zu erleichtern. Der Austausch \u00fcber Erfahrungen mit Sch\u00fclerinnenarbeit innerhalb der Forschungscommunity habe zudem sicherlich das Potenzial, f\u00fcr Geschlechterungleichheiten zu sensibilisieren. Um dieses Potenzial fruchtbar zu machen, h\u00e4lt Esto Mader eine enge Verzahnung von F\u00f6rderung und Fachkultur f\u00fcr sinnvoll. Alle Seiten k\u00f6nnen davon profitieren, wenn Frauenf\u00f6rderung im MINT-Bereich langfristig strukturell in die Fachbereiche eingebunden w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Merle B\u00fcter, Referentin im Team Zentrale Frauenbeauftragte<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur \u00fcber die Schulter gucken war gestern! Selber experimentieren, programmieren und Neues ausprobieren. Im Betriebspraktikum des MINToring-Programms legen Sch\u00fclerinnen der 9. Klasse selbst Hand an und gewinnen einen Einblick in das Arbeitsfeld Forschung. Auch den beteiligten Arbeitsgruppen in der Physik, der Informatik und den Geowissenschaften hat das Format einiges zu bieten.<\/p>\n","protected":false},"author":7120,"featured_media":6164,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[603,423935],"tags":[423731,301208,433674,437124,437420],"class_list":["post-2997","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-vorgestellt","category-analysen","tag-mintoring","tag-frauenfoerderung","tag-genderkompetenz","tag-wissenschaftlerinnen","tag-studentinnen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2997","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7120"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2997"}],"version-history":[{"count":49,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2997\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3544,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2997\/revisions\/3544"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6164"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2997"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2997"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2997"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}