{"id":5392,"date":"2023-03-16T11:00:00","date_gmt":"2023-03-16T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/?p=5392"},"modified":"2024-01-12T19:01:50","modified_gmt":"2024-01-12T18:01:50","slug":"rueckblick-kinder-corona-karriereknick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2023\/03\/16\/rueckblick-kinder-corona-karriereknick\/","title":{"rendered":"R\u00fcckblick: Kinder, Corona, Karriereknick?"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2023\/03\/iStock-1215304167_COPY-1024x683-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5376 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2023\/03\/iStock-1215304167_COPY-1024x683-1.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2023\/03\/iStock-1215304167_COPY-1024x683-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2023\/03\/iStock-1215304167_COPY-1024x683-1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>Unvereinbarkeiten von Wissenschaft und Care-Arbeit in der Pandemie<\/strong> &#8211; Drei Jahre nach Beginn des ersten Lockdowns in Deutschland blicken wir mit den Videostatements unserer digitalen Podiumsdiskussion vom April 2021 zur\u00fcck auf die erschwerten Arbeits- und Lebensbedingungen von Hochschulangeh\u00f6rigen mit Care-Aufgaben in der Corona-Krise.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>\u201eSchulen und Kitas stellen in Berlin ab kommender Woche stufenweise den Betrieb ein. Mit dieser Ma\u00dfnahme soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden,\u201c meldete der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/thema\/2020\/coronavirus\/beitraege\/berlin-schliesst-schulen-und-kitas-ab-montag.html\" target=\"_blank\">Rundfunk Berlin-Brandenburg in seinem Online-Nachrichtenportal<\/a> am 13. M\u00e4rz 2020. \u201eDie Ma\u00dfnahmen sollen vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19. April gelten.\u201c In kurzer Zeit wird das \u00f6ffentliche Leben massiv eingeschr\u00e4nkt, um die Pandemie einzud\u00e4mmen: Weite Teile des Einzelhandels, Kultur- und Freizeiteinrichtungen m\u00fcssen ebenso schlie\u00dfen wie Hochschulen; Veranstaltungen und Versammlungen werden bis auf wenige Ausnahmen untersagt. Bundesweite Kontaktverbote und Abstandregeln treten in Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der erste Lockdown <\/p>\n\n\n\n<p>Geschlossene Kitas, geschlossene Schulen, gesperrte Spielpl\u00e4tze, Home-Schooling, Home-Office, Mehrbelastung durch digitale Lehre, weniger Zeit zum Forschen und Schreiben: Die Lockdowns ab M\u00e4rz 2020 trafen Hochschulmitglieder mit Betreuungsaufgaben besonders hart. Das war auch an der Freien Universit\u00e4t zu merken. Nicht selten verschwanden Studentinnen und Mitarbeiterinnen mit Care-Aufgaben wortw\u00f6rtlich von der Bildfl\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der digitalen Podiumsdiskussion <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2021\/04\/12\/kinder-corona-karriereknick\/\" target=\"_blank\">Kinder, Corona, Karriereknick?<\/a> gab das Team Zentrale Frauenbeauftragte in Kooperation mit der Vizepr\u00e4sidentin f\u00fcr Gleichstellung betroffenen Hochschulmitgliedern ein \u00f6ffentliches Forum und brachte sie ins Gespr\u00e4ch mit hochschulpolitischen Akteur*innen der FU: der Hochschulleitung, Gremienvertreterinnen und Gleichstellungsakteurinnen. Mit der Pr\u00e4sidentin des Wissenschaftszentrums Berlin f\u00fcr Sozialforschung er\u00f6ffnete eine Expertin die Veranstaltung. Jutta Allmendinger hatte schon fr\u00fch vor den Auswirkungen der Corona-Krise auf Wissenschaftlerinnen mit Care-Aufgaben gewarnt. <\/p>\n\n\n\n<p>Gut ein Jahr nach dem ersten Lockdown beschrieben Angeh\u00f6rige verschiedener Statusgruppen in der zweist\u00fcndigen Veranstaltung ihren Spagat zwischen Studium, Beruf, Forschung und Familienaufgaben. Anschlie\u00dfend diskutierten die Podiumsbeteiligten, was die Universit\u00e4t tun kann, um der Benachteiligung von Wissenschaftler*innen mit Care-Aufgaben in der Corona-Krise entgegenzuwirken und deren Studien- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Zentral war die Frage, wie Geschlechtergerechtigkeit unter Pandemiebedingungen hergestellt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem Beitrag ver\u00f6ffentlichen wir neben kurzen Zusammenfassungen alle neun Videostatements der Podiumsg\u00e4ste von 2021 sowie ein Res\u00fcmee der Moderatorin Nina Lawrenz, die bis Juni 2022 Stellvertreterin der zentralen Frauenbeauftragten war. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Pandemie verst\u00e4rkt bestehende Ungleichheitsverh\u00e4ltnisse<\/p>\n\n\n\n<p>Vizepr\u00e4sidentin Prof. Dr. Blechinger-Talcott, zust\u00e4ndig f\u00fcr Gleichstellung, betont in ihrer Begr\u00fc\u00dfung die Relevanz der Vereinbarkeit von Familienaufgaben mit Studium und wissenschaftlicher Arbeit. Dabei verweist sie auf den Forschungsstand, demzufolge die Pandemie bestehende Ungleichheitsverh\u00e4ltnisse verst\u00e4rkt. Die Publikationsleistungen von Wissenschaftler*innen mit und ohne Familienaufgaben differierten stark aufgrund von Pflege- und Betreuungsaufgaben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Statement von Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/medien.cedis.fu-berlin.de\/zentr_frauenbeauftragte_medien\/1_Verena Blechinger Talcott.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Dieser Publication Gap, so Blechinger-Talcott, m\u00fcsse zuk\u00fcnftig ber\u00fccksichtigt werden, um zu verhindern, dass Ausschlussmechanismen entstehen, die wissenschaftliche Karrieren von Frauen langfristig benachteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Abg\u00e4nge von Frauen aus der Wissenschaft zu erwarten<\/p>\n\n\n\n<p>Die Soziologin Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Pr\u00e4sidentin des Wissenschaftszentrums Berlin f\u00fcr Sozialforschung, blickt in ihrem Input auf Geschlechterasymmetrien in der Wissenschaft vor der Pandemie, die sich nach deren Ausbruch zuungunsten von Wissenschaftlerinnen verst\u00e4rkt haben. Einzelne Aspekte der Pandemie, etwa der mangelnde Zugang zu Laboren, habe Wissenschaftlerinnen besonders benachteiligt. Zugleich h\u00e4tten Frauen viel Zeit und Engagement f\u00fcr die Umstellung auf Online-Lehre aufgewendet.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Statement von Prof. Dr. Jutta Allmendinger <\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/medien.cedis.fu-berlin.de\/zentr_frauenbeauftragte_medien\/2_Jutta Allmendinger_cut 2.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Ohne zus\u00e4tzliche Sicherheiten und Ma\u00dfnahmen seien mehr Abg\u00e4nge von Frauen aus der Wissenschaft zu erwarten. Allmendinger appelliert an die Hochschulleitung, f\u00fcr zus\u00e4tzliches Personal, Ruher\u00e4ume und mehr freie Forschungszeit f\u00fcr Eltern zu sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die Wissenschaft kennt kein Sp\u00e4ter<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Tessa Camenzind, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Biologie, Chemie und Pharmazie, schildert ihre Erfahrungen als Postdoc und Mutter im Home-Office. Dabei betont sie besonders den Zeitverlust in der Forschung, den Wissenschaftler*innen mit Familienaufgaben kaum ausgleichen k\u00f6nnen \u2013 nicht w\u00e4hrend und nicht nach der Pandemie.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Statement von Dr. Tessa Camenzind<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/medien.cedis.fu-berlin.de\/zentr_frauenbeauftragte_medien\/3_Tessa Camenzind.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Es gibt kein Sp\u00e4ter in der Wissenschaft, da Postdoc-Stellen immer befristet sind und dadurch ein hoher Druck entsteht, so Camenzinds Fazit. Entlastungen wie zus\u00e4tzliche personelle Unterst\u00fctzung im Labor w\u00e4ren nach ihrer Einsch\u00e4tzung eine M\u00f6glichkeit, um auch Studierenden, die ihre Jobs in der Gastronomie, bei Kultureinrichtungen oder als Babysitter verloren haben, eine alternative Einkommensquelle an der FU zu bieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Retraditionalisierung der Geschlechterverh\u00e4ltnisse aufhalten<\/p>\n\n\n\n<p>Der Pr\u00e4sident der Freien Universit\u00e4t, Prof. Dr. G\u00fcnter M. Ziegler, mahnte in seinem Redebeitrag an, eine Retraditionalisierung der Geschlechterverh\u00e4ltnisse aufzuhalten. Es sei wichtig, Karriereknicks oder -enden aufgrund von Care-Arbeit in der Pandemie auszugleichen bzw. zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Statement von Prof. Dr. G\u00fcnter M. Ziegler<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/medien.cedis.fu-berlin.de\/zentr_frauenbeauftragte_medien\/4_G\u00fcnter Ziegler.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p><br>F\u00fcr eine faire Einzelfallbeurteilung unter Ber\u00fccksichtigung von Gender Care Gaps und Gender Time Gaps spricht der Pr\u00e4sident sich ebenso aus wie f\u00fcr ein grunds\u00e4tzliches Nachdenken dar\u00fcber, welche Rahmenbedingungen f\u00fcr das Arbeiten geschaffen werden k\u00f6nnen, z.B. durch flexible Arbeitszeiten und Home-Office-Regelungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Studieren in Zeiten von geschlossenen Kitas und Bibliotheken<\/p>\n\n\n\n<p>Sandra Berke, Studentin im Master Medien und politische Kommunikation und Mutter, betont die Schwierigkeit, Studium und Care-Aufgaben zu vereinbaren. Mit den geschlossenen Bibliotheken im Lockdown sei auch der Raum f\u00fcr ruhiges, ungest\u00f6rtes Arbeiten, besonders in Pr\u00fcfungszeiten, genommen worden. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Statement von Sandra Berke     <\/em>   <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/medien.cedis.fu-berlin.de\/zentr_frauenbeauftragte_medien\/5_Sandra Berke.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Verl\u00e4ngerung von Abgabefristen erscheint ihr nicht mehr hilfreich, wenn diese Arbeiten mit in die n\u00e4chste Vorlesungszeit genommen werden m\u00fcssen und der Berg von offenen Hausarbeiten immer gr\u00f6\u00dfer wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Ruhige Arbeitsr\u00e4ume finanzieren<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. Doris Kolesch, Sprecherin eines Sonderforschungsbereichs sowie des Frauenrates, pl\u00e4diert eingangs f\u00fcr einen Kulturwandel hinsichtlich der geschlechtsspezifischen Verteilung von Care-Arbeit. Ein gesellschaftliches Problem, das durch die Pandemie versch\u00e4rft werde, d\u00fcrfe nicht weiter individualisiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Statement von Prof. Dr. Doris Kolesch<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/medien.cedis.fu-berlin.de\/zentr_frauenbeauftragte_medien\/6_Doris Kolesch_cut 2.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Wissenschaftlerinnen sei es wichtig, auch R\u00e4ume au\u00dferhalb der Wohnung zu schaffen, da die private Wohnung nicht nur St\u00fctze, sondern auch Teil des Problems sein k\u00f6nne. Eine M\u00f6glichkeit sieht sie in der Bereitstellung von zus\u00e4tzlichen Mitteln, um Hotelr\u00e4ume oder Workspaces in der N\u00e4he der eigenen Wohnung zu mieten, in denen in Ruhe gearbeitet werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Home-Office: bitte nicht nur in Pandemiezeiten<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Cynthia Heiner, Postdoc und bis September 2022 Projektkoordinatorin des <a href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/mintoring\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">MINToring-Programms<\/a>, freut sich auf die R\u00fcckkehr ins B\u00fcro, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Trotz aller Erschwernisse hat sie das Home-Office auch sch\u00e4tzen gelernt und m\u00f6chte es als M\u00f6glichkeit erhalten wissen, die mehr Flexibilit\u00e4t erlaubt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Statement von Dr. Cynthia Heiner<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/medien.cedis.fu-berlin.de\/zentr_frauenbeauftragte_medien\/7_Cynthia Heinen_cut 2.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Heiner w\u00fcnscht sich eine Anerkennung der Corona-Zeit in ihrem Lebenslauf vergleichbar der Elternzeit, da ihr ein Jahr f\u00fcr Forschung und Vernetzung fehlt. Mit Nachdruck weist sie darauf hin, dass eine potenzialorientierte Personalauswahl als Konsequenz aus der Pandemie nicht nur Wissenschaftlerinnen mit Betreuungsaufgaben zugutekommen k\u00f6nnte, sondern auch <a href=\"https:\/\/www.das-nettz.de\/glossar\/poc-bpoc-bipoc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BIPoC<\/a> (Black, Indigenous and People of Color), die sich im Wissenschaftssystem regelm\u00e4\u00dfig mehr beweisen m\u00fcssen als andere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Abschluss- und \u00dcbergangsstipendien als finanzielle Hilfen<\/p>\n\n\n\n<p>Katharina Schmidt, wissenschaftliche Mitarbeiterin, bis Juli 2022 Frauenbeauftragte am FB Erziehungswissenschaft und Psychologie, nachfolgend Stellvertreterin der zentralen Frauenbeauftragten, blickt auf die Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nde von Kolleg*innen. Sie sorgt sich, dass Kolleg*innen mit Care-Aufgaben an Burnouts leiden werden, wenn der Druck nachl\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Statement von Katharina Schmidt<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/medien.cedis.fu-berlin.de\/zentr_frauenbeauftragte_medien\/8_Katharina Schmidt.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Flexible finanzielle Hilfen ebenso wie Abschluss- und \u00dcbergangsstipendien sieht sie als geeignete Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen. Auch eine ver\u00e4nderte Beratungsstruktur w\u00e4re sinnvoll, um Eltern, die sehr eingebunden sind, asynchrone Beratungs- und Betreuungsangebote anbieten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Nicht vereinbar: Befristung und Sorgeverantwortung<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Anette Simonis, Vertreterin der akademischen Mitarbeiter*innen im Kuratorium, weist auf das strukturelle Problem befristeter Vertr\u00e4ge hin. Sie pl\u00e4diert daf\u00fcr, M\u00f6glichkeiten der pandemiebedingten Vertragsverl\u00e4ngerung an der FU pauschal umzusetzen, statt eine individuelle Antragstellung zu verlangen. Auch die familienpolitische Komponente im Wissenschaftszeitvertragsgesetz sollte bestm\u00f6glich genutzt werden, um Wissenschaftler*innen mit Pflege- und Betreuungszeiten Verl\u00e4ngerungen zu gew\u00e4hren. Dar\u00fcber hinaus ben\u00f6tigten auch Drittmittelbesch\u00e4ftigte \u00dcberbr\u00fcckungsfinanzierungen, f\u00fcr die DFG-Gleichstellungsmittel eingesetzt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Statement von Dr. Anette Simonis<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/medien.cedis.fu-berlin.de\/zentr_frauenbeauftragte_medien\/9_Anette Simonis.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf der praktischen Ebene w\u00e4re ein Tutorienprogramm aus Simonis\u2018 Sicht eine gro\u00dfe Hilfe. Studentische Hilfskr\u00e4fte k\u00f6nnten in Laboren mitarbeiten und Literaturrecherchen \u00fcbernehmen. F\u00fcr Wissenschaftlerinnen w\u00fcrde das den Zeitaufwand reduzieren und ihnen so erm\u00f6glichen, ihre Forschung weiterzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Res\u00fcmee<\/p>\n\n\n\n<p>Nina Lawrenz, bis Mitte 2022 Stellvertreterin der zentralen Frauenbeauftragten, unterstreicht die Notwendigkeit kurz-, mittel- und langfristiger Ziele. Sie res\u00fcmiert die genannten konkreten Ma\u00dfnahmen: im Lockdown zus\u00e4tzliche R\u00e4ume schaffen, studentische Mitarbeiter*innen als Unterst\u00fctzung f\u00fcr Wissenschaftler*innen mit Familienaufgaben zur Verf\u00fcgung stellen, Lehrreduktion und Stellenverl\u00e4ngerungen gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Res\u00fcmee von Nina Lawrenz <\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/medien.cedis.fu-berlin.de\/zentr_frauenbeauftragte_medien\/10_Nina Lawrenz.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>L\u00e4ngerfristig sieht Lawrenz die Herausforderung, eine geschlechter- und familiengerechte Hochschule in postpandemischen Zeiten zu gestalten, die die Potenziale von Wissenschaftler*innen mit Care-Aufgaben wertsch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Titel <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2021\/10\/28\/vereinbarkeit-vertagt\/\" target=\"_blank\">Vereinbarkeit vertagt?<\/a> rekapitulierten wir die Podiumsdiskussion im Oktober 2021 und wiesen auf den anhaltenden Mangel an Ma\u00dfnahmen zum Nachteilsausgleich an der FU hin. Im Februar 2023 nahmen wir die F\u00e4den von 2021 in einer weiteren Podiumsdiskussion auf und fragten nach der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/wp-sso-private.php?blogId=639&amp;redirect_to=%2Ffrauenbeauftragte%2Fwp-admin%2Fpost.php%3Fpost%3D4618%26action%3Dedit\" target=\"_blank\">Publikationsbremse Pandemie: Wissenschaftliche Karrieren durch Care-Arbeit vor dem Aus?<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unvereinbarkeiten von Wissenschaft und Care-Arbeit in der Pandemie &#8211; Drei Jahre nach Beginn des ersten Lockdowns in Deutschland blicken wir mit den Videostatements unserer digitalen Podiumsdiskussion vom April 2021 zur\u00fcck auf die erschwerten Arbeits- und Lebensbedingungen von Hochschulangeh\u00f6rigen mit Care-Aufgaben in der Corona-Krise.<\/p>\n","protected":false},"author":7120,"featured_media":5376,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[603,424297],"tags":[430258,2478,437124,437419,437420],"class_list":["post-5392","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-vorgestellt","category-positionen","tag-vereinbarkeit","tag-exzellenz","tag-wissenschaftlerinnen","tag-beschaeftigte","tag-studentinnen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5392","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7120"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5392"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5392\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7768,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5392\/revisions\/7768"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5376"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5392"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5392"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}