{"id":6679,"date":"2023-08-11T12:39:38","date_gmt":"2023-08-11T10:39:38","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/?p=6679"},"modified":"2023-08-14T10:13:02","modified_gmt":"2023-08-14T08:13:02","slug":"lesen-sexualisierte-uebergriffe-an-hochschulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/2023\/08\/11\/lesen-sexualisierte-uebergriffe-an-hochschulen\/","title":{"rendered":"Lesen! Sexualisierte \u00dcbergriffe an Hochschulen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"767\" height=\"511\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2023\/08\/Buch_Pantelmann_Blackmore-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6684 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2023\/08\/Buch_Pantelmann_Blackmore-1.jpg 767w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/frauenbeauftragte\/files\/2023\/08\/Buch_Pantelmann_Blackmore-1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>&#8222;Beratung bei sexualisierter Bel\u00e4stigung, Diskriminierung und Gewalt: Ein Schulungskonzept f\u00fcr Hochschulen&#8220;. Das ist der Titel eines Aufsatzes von Wendy Stollberg, Referentin im Team Zentrale Frauenbeauftragte, und Brigitte Reysen-Kostudis, Psychologin in der ZE Studienberatung und Psychologische Beratung, in einem aktuellen Sammelband zu sexualisierter Diskriminierung im Wissenschaftsbetrieb.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Mitte Juni erschien der Sammelband &#8222;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/link.springer.com\/book\/10.1007\/978-3-658-40467-3\" target=\"_blank\">Sexualisierte Bel\u00e4stigung, Diskriminierung und Gewalt im Hochschulkontext. Herausforderungen, Umgangsweisen und Pr\u00e4vention<\/a>&#8222;; 16 Texte machen die unterschiedlichsten Erscheinungsformen von SBDG zum Thema, stellen SBDG als Forschungsgegenstand vor und beleuchten kritisch universit\u00e4re Hierarchien, Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnisse und Verantwortungsstrukturen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Textsammlung macht auf dieses vielschichtige Problem aufmerksam und m\u00f6chte daf\u00fcr sensibilisieren, dass sexualisierte Bel\u00e4stigung, Diskriminierung und Gewalt ein komplexes politisches Thema ist, das im Hochschulalltag und f\u00fcr wissenschaftliche Karrieren &#8211; vor allem von Frauen &#8211; relevant ist. Insofern verstehen die Herausgeberinnen <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.mvbz.fu-berlin.de\/ueber-uns\/team\/pantelmann\/index.html\" target=\"_blank\">Dr. Heike Pantelmann<\/a> und <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blackmore-coaching.de\/\" target=\"_blank\">Dr. Sabine Blackmore<\/a> ihr Buch auch als Handreichung f\u00fcr Hochschulangeh\u00f6rige mit Personalverantwortung, aber auch f\u00fcr all jene, die von sexualisierten \u00dcbergriffen im Hochschulkontext betroffen sind oder sie beobachtet haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Schulungskonzept f\u00fcr Hochschulen<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem Beitrag &#8222;Beratung bei sexualisierter Bel\u00e4stigung, Diskriminierung und Gewalt\u201c stellen Wendy Stollberg und Brigitte Reysen-Kostudis ein Schulungskonzept f\u00fcr Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte vor, das deren Beratungskompetenz in der Begegnung mit Personen, die von SBDG betroffen sind, st\u00e4rken soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Wendy Stollberg, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/nein-heisst-nein\/kontakt\/index.html\" target=\"_blank\">AG SBDG der Freien Universit\u00e4t<\/a> sowie Sprecherin der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/bukof.de\/inhalte\/sexualisierte-diskriminierung-und-gewalt\/\" target=\"_blank\">bukof-Kommission SDG<\/a>, und Brigitte Reysen-Kostudis, Psychologin und Frauenbeauftragte der ZE Studienberatung und Psychologische Beratung, sind ein erfahrenes Team. An der Freien Universit\u00e4t bieten sie bereits seit Jahren Schulungen und Weiterbildungsseminare an, um f\u00fcr das Thema sexualisierte Bel\u00e4stigung, Diskriminierung und Gewalt zu sensibilisieren und um die Tabuisierung aufzubrechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Beratung professionalisieren <\/p>\n\n\n\n<p>Das Schulungskonzept zielt darauf ab, sexualisierte Bel\u00e4stigung, Diskriminierung und Gewalt in all ihren Erscheinungsformen zu definieren. Es bietet Raum, um Erfahrungen zu teilen und m\u00f6chte vor allem Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Beratungspraxis von SBDG-F\u00e4llen geben. Dabei werden sowohl die Erwartungen an die Rolle der beratenden Person abgesteckt, als auch diskutiert, wie ein Beratungssetting aussehen und wie ein Beratungsgespr\u00e4ch aufgebaut sein k\u00f6nnte. Zudem werden Gespr\u00e4chstechniken ge\u00fcbt, um dieser verantwortungsvollen Aufgabe gerecht zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu ein Auszug aus dem Beitrag <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/link.springer.com\/chapter\/10.1007\/978-3-658-40467-3_11\" target=\"_blank\">&#8222;Beratung bei sexualisierter Bel\u00e4stigung, Diskriminierung und Gewalt: Ein Schulungskonzept f\u00fcr Hochschulen&#8220;<\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;An den meisten deutschen Hochschulen gibt es eine Reihe von Akteur*innen, bei denen Ratsuchende zu SBDG individuelle vertrauliche Beratung erhalten k\u00f6nnen. Einige wenige Hochschulen verf\u00fcgen \u00fcber Beratungsstellen f\u00fcr alle Hochschulmitglieder oder f\u00fcr einzelne Statusgruppen (wie z. B. Besch\u00e4ftigte), die eigens zur Beratung bei SBDG-F\u00e4llen eingerichtet wurden und mit e einschl\u00e4gig ausgebildeten Expert*innen (Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen oder Jurist*innen) besetzt sind. Der \u00fcberwiegende Teil der Personen, die an Hochschulen zu SBDG vertraulich beraten, findet sich jedoch nicht in explizit daf\u00fcr eingerichteten Stellen wieder. Es handelt sich bei ihnen oftmals um Personen in \u00c4mtern oder Funktionen, die SBDG nur untergeordnet oder als eines von vielen Themen behandeln. Dazu z\u00e4hlen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, zentrale wie auch dezentrale f\u00fcr einzelne Bereiche, die ihre T\u00e4tigkeiten befristet aus\u00fcben. [\u2026]<br>\u00dcber eine professionelle Ausbildung f\u00fcr diese verantwortungsvolle Aufgabe verf\u00fcgen die wenigsten Amtsinhaber*innen, sie bringen aber oftmals eine hohe Motivation mit, Betroffenen zu helfen. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten agieren im Spannungsfeld zwischen der eigenen Eingebundenheit ins Hochschulsystem und der qua Amt gelebten Parteilichkeit f\u00fcr bestimmte Gruppen (Frauen, LGBTIQ* etc.). Einerseits ist Vertraulichkeit die Voraussetzung f\u00fcr das Zustandekommen eines Beratungsklimas, in dem \u00fcber emotional aufw\u00fchlende Themen gesprochen werden kann. Andererseits f\u00fchlen sich die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten nicht selten durch ihre Position verpflichtet, die Geschehnisse an die \u00d6ffentlichkeit zu bringen \u2013 nicht nur im Interesse der Betroffenen \u2013 sondern auch, um die Diskussion \u00fcber SBDG-F\u00e4lle an den Hochschulen zu f\u00f6rdern, Strukturen zu verbessern und pr\u00e4ventiv wirken zu k\u00f6nnen.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Susanne Peter, Mitarbeiterin im Team Zentrale Frauenbeauftragte f\u00fcr die Bereiche SBDG und Weiterbildung<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Beratung bei sexualisierter Bel\u00e4stigung, Diskriminierung und Gewalt: Ein Schulungskonzept f\u00fcr Hochschulen&#8220;. 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