{"id":2389,"date":"2015-07-17T08:03:28","date_gmt":"2015-07-17T06:03:28","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/?p=2389"},"modified":"2015-07-18T07:45:47","modified_gmt":"2015-07-18T05:45:47","slug":"new-learn-flow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/2015\/07\/17\/new-learn-flow\/","title":{"rendered":"New Learn Flow"},"content":{"rendered":"<p>Konzept zur Fortbildung f\u00fcr Social Media Tools in Lehre und Wissenschaft 2.0 im Rahmen des Projekts \u201cLEON-Learning Environments Online\u201d an der Freien Universit\u00e4t Berlin.<\/p>\n<h2>Zielsetzung<\/h2>\n<p>Mit dem Projekt \u201e<a href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/qualitaetspakt\/leon\/\" target=\"_blank\">LEON &#8211; Learning Environments Online<\/a>&#8220; einher gehen Ziele wie die\u00a0Ver\u00e4nderung der Lehr-\/Lernkultur in Richtung lernerzentrierte, aktivierende Lehre zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Vielen ist bekannt, dass formale Lehre oder formale Trainings einen kleinen Bruchteil dazu beitragen, tats\u00e4chliche Lernprozesse nachhaltig zu etablieren. M\u00f6chte man Lernende auf die Arbeits- und Forschungswelt des 21. Jahrhunderts vorbereiten, gilt es, sie mit zeitgem\u00e4\u00dfen Tools und Techniken vertraut zu machen.<\/p>\n<p>Die heutige Realit\u00e4t hat sich radikal ver\u00e4ndert: Arbeiten bedeutet Lernen &#8211; eine Unterscheidung zwischen formalem und informalem Lernen macht kaum noch Sinn. Die Welt dreht sich so schnell: Die eigentlichen Lernprozesse m\u00fcssen in informellen Routinen kontinuierlich weiterlaufen.<\/p>\n<p>Entsprechend sto\u00dfen Konzepte des <i>Formal<\/i> oder auch <i>Blended Learning<\/i> oftmals an Grenzen, da sie versuchen, informelle Prozesse zu formalisieren. <a href=\"https:\/\/charles-jennings.blogspot.de\/2015\/05\/702010-beyond-blend.html\" target=\"_blank\">Charles Jennings<\/a> brachte es vor kurzer Zeit folgenderma\u00dfen auf den Punkt:<\/p>\n<p>Mit der beliebten Fokussierung auf Blended Learning wird die angestrebte Ver\u00e4nderung in der Lehr-, Lern- und Arbeitskultur zu langsam voranschreiten. Denn, so Jennings, Blended Learning ist nichts anderes als ein weiteres formales Setting, das vielleicht einen ersten Schritt zum Erlernen neuer Kompetenzen erm\u00f6glicht, aber letztlich nur in die formale 10 Prozent-Einheit des 70:20:10-Lernkonzeptes einzahlt.<\/p>\n<p>Wesentlicher ist es, das Lernen im Team und mit \u201cPeers\u201d (20 %) sowie das \u201cLearning-by-doing\u201d (70 %) zu lernen. Dies sind die zentralen Kompetenzen, die Lehrende und Wissenschaftler\/innen heutzutage ben\u00f6tigen und die junge Menschen sp\u00e4ter in ihrem Job beherrschen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dementsprechend ist es sinnvoll, diese Kernkompetenzen in der Hochschulbildung einzu\u00fcben und sie bei der Betreuung der Lehrenden und der Wissenschaftler\/innen zu adaptieren. Aus diesem Grund analysieren wir im Rahmen des Projekts \u201cLEON &#8211; Learning Environments Online\u201d u. a., welche Social Media Tools additiv zu den bereits genutzten FU-Systemen hilfreich sein k\u00f6nnen, die wir den Lehrenden dann beratend nahebringen, damit sie ihre Lehr-\/Lernveranstaltungen entsprechend zeitgem\u00e4\u00df, qualitativ hochwertig und st\u00e4rker lernerzentriert aufsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Frage hierbei lautet: Welche Tools sollen aus dem gro\u00dfen Social Media-Universum ausgew\u00e4hlt werden?<\/p>\n<h2>Identifizierung und Auswahl von Social Media Tools<\/h2>\n<p>Zur Identifizierung geeigneter Tools wurden verschiedene Ans\u00e4tze, Erfahrungen, selbst organisierte Lernformen, Sozialformen, mobile Einsatzformen etc. herangezogen, um zweckdienliche Auswahl-Kriterien zu finden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Selektion einer konkreten Tool-Collection nutzten wir u. a. das\u00a0\u201c7 Cs framework\u201d der University Leicester, das wir f\u00fcr unsere Zwecke adaptierten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/files\/2015\/07\/7Cs-framework1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2417\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/files\/2015\/07\/7Cs-framework1.png\" alt=\"7Cs framework\" width=\"320\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/files\/2015\/07\/7Cs-framework1.png 496w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/files\/2015\/07\/7Cs-framework1-219x300.png 219w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 85vw, 320px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Abb. 1: &#8222;<a href=\"https:\/\/beyonddistance.wordpress.com\/2012\/02\/07\/carpe-diem-the-7cs-of-design-and-delivery\/\" target=\"_blank\">Carpe Diem: The 7 Cs of design and delivery<\/a>&#8220; von A. Armellini<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir zielen darauf ab, den Fortbildungsteilnehmer\/innen einen Bezugsrahmen zu geben, mit dem sie die Vielzahl an m\u00f6glichen Tools sinnvoll einordnen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem sollen sie verstehen, wie informelles und vernetztes <em>Social Learning<\/em> und <em>Social Researching<\/em> gedacht und geplant werden kann.<\/p>\n<p>Unser Kreislauf orientiert sich an dem inneren Kreis der \u201cCs\u201d: Capture, Create, Communicate, Collaborate und Consider, die auch dem nat\u00fcrlichen Social Learning-Prozess im Web entsprechen. Was wiederum den bereits 2008 entwickelten, konnektivistischen Kreislauf von George Siemens und Stephen Downes <a href=\"https:\/\/www.huffingtonpost.com\/stephen-downes\/connectivism-and-connecti_b_804653.html\" target=\"_blank\">aufgreift<\/a>: Aggregation &#8211; Remixing &#8211; Repurposing &#8211; Feeding Forward.<\/p>\n<p>Im Wesentlichen geht es hierbei darum, das Wissen des Netzes sinnvoll einzusammeln, einzuordnen, weiterzudenken und weiterzuentwickeln, um es dann wieder in die \u00d6ffentlichkeit zu kommunizieren. Diesen Prozess als solchen fachspezifisch zu bespielen und qualitativ anzureichern, kann eine wesentliche Aufgabe der Lehrenden sein. F\u00fcr Wissenschaftler\/innen und Forscher\/innen bieten sich dar\u00fcber hinaus vielf\u00e4ltige Potenziale, um neue Entwicklungen zu entdecken, zu verfolgen und sich selber einzubringen, wenn sie diverse Social Media Tools nutzen.<\/p>\n<h2>New Learn Flow<\/h2>\n<p>Im ersten Schritt haben wir uns auf die folgende Tool-Auswahl in unserem \u201cNew Learn Flow\u201d konzentriert, wobei die langfristige Auswahl, Betreuung und Bespielung noch in der internen Diskussion ist und sich an technischen Fragen ebenso orientiert wie an datenschutz-rechtlichen und organisatorischen Fragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/files\/2015\/07\/New-Learn-Flow.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2392 alignnone\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/files\/2015\/07\/New-Learn-Flow.png\" alt=\"New Learn Flow\" width=\"500\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/files\/2015\/07\/New-Learn-Flow.png 698w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/files\/2015\/07\/New-Learn-Flow-300x176.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 85vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Abb.2: New Learn Flow<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir schulen Tools zum Sammeln und Teilen von Materialien und Input, die im \u00f6ffentlichen Raum verf\u00fcgbar sind und diskutiert werden. Wir zeigen effiziente Wege, Termine zu organisieren, die Infos zu strukturieren, im kollaborativen Verfahren weiter zu veredeln, um sie dann multimedial aufzubereiten, mittels Blogs zu publizieren und schlie\u00dflich \u00fcber die sozialen Netzwerke wieder in die \u00d6ffentlichkeit zu entlassen. Damit ist der Kreislauf wieder geschlossen, und die n\u00e4chste Generation an Lehrenden, Lernenden und Wissenschaftler\/innen kann diese Informationen aufgreifen und weiter veredeln.<\/p>\n<p>In unserem <a href=\"https:\/\/www.cedis.fu-berlin.de\/web20\/Social-Media-Cafe\/\">Social Media Caf\u00e9<\/a> zeigen wir den praktischen Einsatz dieser Tools im Verbund, stellen die ausgew\u00e4hlten Tools, zu denen wir in Fortbildungen schulen, mit Steckbriefen und in Monatsspecials mit M\u00f6glichkeiten zum Einsatz in Lehre und Wissenschaft vor. Dar\u00fcber hinaus bieten wir Nutzertreffen und Online-Kurse an, um die Tools im Einsatz zu zeigen und den Lehrenden erste Erfahrungswerte an die Hand zu geben.<\/p>\n<h2>Vorl\u00e4ufiges Fazit<\/h2>\n<p>Das Ergebnis der ausgew\u00e4hlten Tools, die im \u201cNew Learn Flow\u201d sichtbar sind, spiegelt den Stand im Juli 2013 wieder.<\/p>\n<p>In Fortbildungen ist es interessant zu beobachten, wie neugierig Lehrende auf die Einf\u00fchrung in die Tools reagieren und sich erste Konzepte \u00fcberlegen, um sie in ihre bisherige Lehre einzubinden. Einzig die Hinweise auf die schwierige Rechtslage l\u00e4sst viele z\u00f6gern, umfassendere Konzepte in der Praxis zu erproben.<\/p>\n<p>Sehr souver\u00e4n mit dem Einsatz von Social Media Tools in der Lehre ist der Fachbereich Rechtswissenschaft. Hier gibt es mehrere Referenzprojekte, eines davon ist das Projekt <a href=\"https:\/\/www.jura.fu-berlin.de\/fachbereich\/einrichtungen\/zivilrecht\/lehrende\/czeguhni\/projekte\/culpanet\/index.html\">CULPANET<\/a>:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/files\/2015\/07\/CULPANET.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2391 alignnone\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/files\/2015\/07\/CULPANET.png\" alt=\"CULPANET\" width=\"500\" height=\"290\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/files\/2015\/07\/CULPANET.png 695w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/ideenbar\/files\/2015\/07\/CULPANET-300x174.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 85vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Abb.2: E-Learning Projekt CULPANET<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist an diesem Beispiel gut erkennbar, wie Elemente des Kreislaufs zum Aufbau einer Online-Umgebung eingesetzt werden und sich mit dem Learning Management System Blackboard und den schon l\u00e4nger eingesetzten FU-Wikis und FU-Blogs verbinden lassen. \u00dcber diesen Weg k\u00f6nnen kollaborative und kommunikative Aspekte sinnvoll mit eingebunden werden. Dergestalt wird nicht mehr ausschlie\u00dflich in geschlossenen, der \u00d6ffentlichkeit unzug\u00e4nglichen Systemen gelernt, sondern es erfolgt \u00fcber diesen Weg eine Grenzverschiebung in die \u00d6ffentlichkeit hinein. Weitere Informationen zu dem E-Learning Projekt CULPANET finden sich hier: \u201c<a href=\"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/myang\/CulpanetLehre.pdf\" target=\"_blank\">E-Learning im Schuldrecht. Eine neue Art des rechtswissenschaftlichen Unterrichts<\/a>\u201d.<\/p>\n<p>Dieser Beitrag ist eine Erg\u00e4nzung zu der Aufzeichnung &#8222;<a href=\"https:\/\/www.e-teaching.org\/community\/communityevents\/ringvorlesung\/social-media-strategie-und-praxis-der-freien-universitaet-berlin\" target=\"_blank\">Social Media-Strategie und -Praxis der Freien Universit\u00e4t Berlin<\/a>&#8220; bei e-teaching.org.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konzept zur Fortbildung f\u00fcr Social Media Tools in Lehre und Wissenschaft 2.0 im Rahmen des Projekts \u201cLEON-Learning Environments Online\u201d an der Freien Universit\u00e4t Berlin. 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