{"id":336,"date":"2016-11-16T19:11:19","date_gmt":"2016-11-16T18:11:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/?p=336"},"modified":"2016-11-16T19:12:50","modified_gmt":"2016-11-16T18:12:50","slug":"offshore-vermoegen-was-gibts-neues","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/2016\/11\/16\/offshore-vermoegen-was-gibts-neues\/","title":{"rendered":"Offshore-Verm\u00f6gen \u2013 Was gibt\u2019s Neues?"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><strong>Entwicklung der Offshore-Finanzverm\u00f6gen angesichts wachsender internationaler Transparenz<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><em>von Hannes Fauser (FU Berlin) und Sarah Godar (HWR Berlin)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"justify\">Vielleicht wenig \u00fcberraschend, gestaltete sich das Jahrzehnt nach der Finanzkrise steuerpolitisch turbulent. Seit die G20 den sogenannten Steueroasen 2009 den Kampf ansagten, hat sich vor allem bei der Bek\u00e4mpfung von Steuerhinterziehung einiges getan und die internationalen Kooperationsbem\u00fchungen wurden deutlich verst\u00e4rkt. Nachdem die USA 2010 mit FATCA vorgelegt hatten, beauftragten die G20 2013 die OECD mit der Entwicklung des Common Reporting Standards zur Implementierung eines internationalen automatischen Informationsaustauschs. Seit den 51 Erstunterzeichnern im Jahr 2014 hat eine wachsende Zahl von Staaten das Rahmenabkommen zum automatischen Informationsaustausch und die Etablierung des gemeinsamen Standards unterschrieben. Wer letztendlich mit wem Informationen austauschen wird, ist zwar noch offen. Dennoch kann das Abkommen bereits als steuerpolitischer Erdrutsch gewertet werden, da implizit das Scheitern des bisherigen steuerlichen Informationsaustauschs auf Ersuchen anerkannt wird und neue Wege internationaler Kooperation beschritten werden. Der automatische Informationsaustausch sollte Steuerhinterziehung f\u00fcr Privatpersonen in Zukunft erschweren. Weiterhin\u00a0besteht jedoch\u00a0die Gefahr, dass Schlupfl\u00f6cher oder unkooperative Staaten die Wirksamkeit untergraben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"justify\">So haben\u00a0beispielsweise Johannesen und Zucman (2014) festgestellt, dass die G20 Initiative von 2009, bei der Steueroasen gedr\u00e4ngt wurden mindestens 12 bilateral Abkommen zum Informationsaustausch zu schlie\u00dfen, eher zu einer Umschichtung der Bankeinlagen zwischen mehr und weniger kooperativen Steueroasen gef\u00fchrt hatte. Einen signifikanten Effekt auf das Volumen der\u00a0Offshore-Bankeinlagen insgesamt konnten sie zumindest bis 2011 nicht feststellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"justify\"><i>Hauptziel der Studie im Auftrag der Gr\u00fcnen \/ Europ\u00e4ische Freie Allianz im Europ\u00e4ischen Parlament war es daher, mit den aktuellsten Daten die Offshore-Finanzverm\u00f6gen zu sch\u00e4tzen, um zu analysieren, ob seit den neueren internationalen Initiativen bereits Ver\u00e4nderungen im Vergleich zu den Vorjahren sichtbar werden.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"justify\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left\" align=\"justify\"><b>Ann\u00e4herung an nichtverf\u00fcgbare Daten<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"justify\"><a name=\"_GoBack\"><\/a> Daf\u00fcr betrachten wir zwei Arten grenz\u00fcberschreitender Forderungen (Verm\u00f6gen), die f\u00fcr Steuerhinterziehung durch Privatpersonen als besonders relevant eingesch\u00e4tzt werden: Portfolioinvestitionen und Bankeinlagen. Mit aktuellen Daten, u.a. vom IWF, aktualisieren wir Sch\u00e4tzungen Gabriel Zucmans \u00fcber Wertpapiere in Steueroasen, die auf der L\u00fccke zwischen weltweit registrierten Verbindlichkeiten und Forderungen bei Portfolioinvestitionen basieren.<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a> Die systematische Abweichung der beiden Positionen wird in der Statistik zum Auslandsverm\u00f6genstatus dadurch verursacht, dass die grenz\u00fcberschreitenden Forderungen von Wertpapier-Eigent\u00fcmer*innen verborgen werden, um z. B. Steuern oder sonstige Regulierungen zu umgehen, w\u00e4hrend auf der anderen Seite die Verbindlichkeiten (z. B. von Kapitalgesellschaften, die Anleihen emittieren) gegen\u00fcber dem Ausland registriert werden.<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a> Zus\u00e4tzlich betrachten wir die Entwicklung der an die Bank f\u00fcr internationalen Zahlungsausgleich gemeldeten grenz\u00fcberschreitenden Bankeinlagen und -kredite in Offshore-Finanzzentren, von denen ein Teil steuerhinterziehenden Privathaushalten zuzurechnen ist. Unsere Werte sind mit gro\u00dfer Unsicherheit verbunden, da pr\u00e4zise Daten \u00fcber den Untersuchungsgegenstand nicht \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sind. Das Hauptproblem an den Offshore-Verm\u00f6gen ist gleichzeitig auch das Hauptproblem bei ihrer Erforschung: Man stochert im Dunkeln und ist auf indirekte Sch\u00e4tzmethoden angewiesen, da die meisten Steueroasen nur unzureichende Statistiken \u00fcber die dort angelegten Verm\u00f6gen ver\u00f6ffentlichen. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass unsere Ergebnisse eine akzeptable Ann\u00e4herung vor allem im Hinblick auf die zeitliche Entwicklung liefern, auf die es hier ankommt.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><b>Offshore-Verm\u00f6gen weiterhin im Aufw\u00e4rtstrend<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: justify\" align=\"justify\">Die vorliegenden Daten ergeben, dass die L\u00fccke zwischen weltweit registrierten Portfolio-Forderungen und Verbindlichkeiten seit 2010 weiter angestiegen ist (f\u00fcr die wichtigsten L\u00e4nder, siehe Abb. 1). Je nachdem, ob eine mehr oder weniger konservative Sch\u00e4tzung f\u00fcr die Kaimaninseln zugrunde gelegt wird, stiegen die weltweit nicht registrierten Wertpapierverm\u00f6gen auf 6,5-8,4 Billionen US-Dollar im Jahr 2014. Vorl\u00e4ufige Zahlen deuten auf einen weiteren Anstieg f\u00fcr 2015 hin. Damit liegt der Anstieg von 2010 bis 2014 zwischen 27-46 Prozent, d.h. die Offshore Wertpapierverm\u00f6gen sind sch\u00e4tzungsweise um mindestens 27 Prozent, m\u00f6glicherweise aber noch st\u00e4rker angestiegen. Im Gegensatz dazu sind die Bankeinlagen in Steueroasen zwischen 2010 und 2015 um etwa 13 Prozent zur\u00fcckgegangen. Mit einem Volumen von sch\u00e4tzungsweise 1 Billion US-Dollar machen sie aber nur einen kleinen Teil der Finanzverm\u00f6gen aus, sodass sich insgesamt eine klar positive Entwicklung der Offshore-Finanzverm\u00f6gen ergibt. Im verf\u00fcgbaren Sample waren diese Offshore-Einlagen recht stark auf einzelne L\u00e4nder konzentriert (Abb. 2). Laut Zucman (2015) betrug das Verh\u00e4ltnis von Einlagen zu Portfolioinvestments 2014 rund 20:80.<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: justify\" align=\"justify\">Innerhalb der Gruppe der Offshore Finanzzentren zeigen sich jedoch zum Teil unterschiedliche Tendenzen (siehe Abb. 3). Die Kaimaninseln, Luxemburg, Hong Kong und die Schweiz bleiben in der Gr\u00f6\u00dfenordnung am bedeutendsten. Deutlich wird jedoch die zunehmend wichtige Rolle von Hong Kong, wo sowohl Bankeinlagen als auch Portfolioinvestitionen deutlich angestiegen sind. Auf\u00a0den Kaimaninseln und in Luxemburg sind die Bankeinlagen zur\u00fcckgegangen, aber Wertpapieranlagen sind weiter gestiegen. Auch die USA und Irland spielen eine gro\u00dfe Rolle im internationalen Offshore-Business \u2013 auf diese beiden L\u00e4nder geht ein betr\u00e4chtlicher Teil der weltweit \u201evermissten\u201c Wertpapierverm\u00f6gen zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Abbildung 1: <span style=\"font-size: medium\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-size: small\">L\u00fccke zwischen Forderungen und Verbindlichkeiten in einzelnen L\u00e4ndern (<\/span><\/span><span style=\"font-size: small\">Portfolioinvestitionen<\/span><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-size: small\">, zinstragende sowie Dividendenpapiere)<\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_338\" style=\"width: 560px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-338\" class=\"wp-image-338\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2016\/11\/figure1.jpg\" alt=\"figure1\" width=\"550\" height=\"447\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2016\/11\/figure1.jpg 643w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2016\/11\/figure1-300x244.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><p id=\"caption-attachment-338\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Eigene Berechnungen, basierend auf Zucman (2015), IWF CPIS und weiteren (siehe Studie).<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Abbildung 2: <span style=\"font-size: medium\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-size: small\">Anteil einzelner L\u00e4nder an den gesamten grenz\u00fcberschreitenden Verbindlichkeiten von Offshore-Finanzzentren, Bankeinlagen, 2015-Q4<\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_341\" style=\"width: 560px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-341\" class=\"wp-image-341\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2016\/11\/figure3.jpg\" alt=\"figure3\" width=\"550\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2016\/11\/figure3.jpg 654w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2016\/11\/figure3-300x184.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><p id=\"caption-attachment-341\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: BIS Locational Banking Statistics, eigene Berechnungen.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Abbildung 3: <span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-size: small\">Entwicklung der grenz\u00fcberschreitenden Verbindlichkeiten von Offshore-Finanzzentren, Bankeinlagen, 2010-2015<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_340\" style=\"width: 560px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-340\" class=\"wp-image-340\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2016\/11\/figure2.jpg\" alt=\"figure2\" width=\"550\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2016\/11\/figure2.jpg 668w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2016\/11\/figure2-300x196.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><p id=\"caption-attachment-340\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: BIS Locational Banking Statistics, eigene Berechnungen.<\/p><\/div>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><b>Umstrukturierungen in der Offshore-Welt?<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: justify\" align=\"justify\">Neben dem Aufstieg Hong Kongs als Offshore-Finanzplatz deuten die Daten auf eine Ver\u00e4nderung bei den Anlageformen hin. Das Offshore-Gesch\u00e4ft scheint sich zunehmend auf Wertpapiere zu verlagern, w\u00e4hrend Bankeinlagen eine abnehmende Rolle spielen. Dies w\u00e4re konsistent mit der Vorhersage, dass die j\u00fcngsten Initiativen zur Bek\u00e4mpfung von Steuerhinterziehung vor allem kleinere Steuerhinterzieher*innen abschrecken. Die wirklich Reichen halten ihr Verm\u00f6gen mit h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit in Wertpapieren anstatt auf Bankkonten. Alternativ kann auch eine Umschichtung zu nicht im Datensatz enthaltenen Offshore-Finanzzentren nicht ausgeschlossen werden. Die Kaimaninseln, die bei den sinkenden Einlagen am st\u00e4rksten ins Gewicht fallen, haben laut Tax Justice Network die Transparenzanforderung im Bankgesch\u00e4ft in den letzten Jahren deutlich erh\u00f6ht<span style=\"color: #ff0000\"><span style=\"color: #000000\">.<\/span><\/span> Gleichzeitig kann das Absinken der Bankeinlagen viele Ursachen jenseits der Steuerpolitik haben, die noch zu untersuchen sind. Vor allem in Anbetracht der weitaus wichtigeren Wertpapierverm\u00f6gen scheint die Wirksamkeit der bisherigen Initiativen gegen Steuerhinterziehung zumindest bis Ende 2014 fragw\u00fcrdig. Da die Daten f\u00fcr 2015 zum Zeitpunkt der Untersuchung noch unvollst\u00e4ndig waren und insbesondere der automatische Informationsaustausch erst ab 2017 bzw. 2018 wirksam wird, ist es nat\u00fcrlich noch zu fr\u00fch, um ein abschlie\u00dfendes Urteil zu f\u00e4llen.<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: justify\">Details im Originalbericht <span style=\"color: #0000ff\"><u><a href=\"https:\/\/www.greens-efa.eu\/fileadmin\/dam\/Documents\/TAXE_committee\/Offshore_Wealth_Paper_FINAL.pdf\">hier<\/a><\/u><\/span>, \u00fcber die Studie berichteten u.a. die <span style=\"color: #0000ff\"><u><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuerhinterziehung-wie-steuerfluechtlinge-sich-durchwursteln-1.3085105\">S\u00fcddeutsche Zeitung<\/a><\/u><\/span> und <span style=\"color: #0000ff\"><u><a href=\"https:\/\/plus.lesoir.be\/50169\/article\/2016-07-13\/paradis-fiscaux-la-richesse-detenue-en-titres-financiers-ne-cesse-daugmenter\">Le Soir<\/a><\/u><\/span>. Dieser Blogbeitrag erschien zuerst im <span style=\"color: #0000ff\"><u><a href=\"https:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2016\/07\/offshore-vermogen-was-gibts-neues.html\">\u201eblog steuergerechtigkeit\u201c<\/a><\/u><\/span>.<\/p>\n<h6 class=\"western\">Fu\u00dfnoten<\/h6>\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-size: small\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a><span style=\"font-size: small\"> Zucmans Zahlen markieren eher den unteren Rand existierender Sch\u00e4tzwerte im Vergleich zu James Henry, der f\u00fcr das Tax Justice Network auch Nicht-Finanzverm\u00f6gen sowie falschen Eigent\u00fcmern zugeordnete Finanzverm\u00f6gen mit einbezieht. Unsere Methodik basiert darauf, die von Zucman f\u00fcr die Jahre 2001-2008 gesch\u00e4tzten Zahlen f\u00fcr m\u00f6glichst viele Staaten zu aktualisieren. Einige bedeutende L\u00e4nder hatte er bereits bis 2014 aktualisiert (Zucman 2013 und 2015).<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a> <span style=\"font-size: small\">Z<\/span><span style=\"font-size: small\">um Beispiel:<\/span> <span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-size: small\">Ein britisches Wertpapier, das von einem US-Kunden mithilfe einer Bank auf den Cayman Islands gehalten wird um Steuern auf die Ertr\u00e4ge zu hinterziehen, wird zwar als Verbindlichkeit Gro\u00dfbritanniens gegen\u00fcber den Caymans registriert. Allerdings nicht als Forderung der USA gegen\u00fcber Gro\u00dfbritannien, wie eigentlich vorgesehen, da die US-Zentralbank diese Forderung bei der Befragung heimischer Banken nicht erfassen kann und die Zentralbank der Caymans keine Daten \u00fcber die von Ausl\u00e4ndern mittels Banken auf den Caymans gehaltenen Portfolios ver\u00f6ffentlicht.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<h6 class=\"western\">Literatur<\/h6>\n<p><span lang=\"en-US\">Johannesen, N. &amp; Zucman, G. (2014), &#8222;The End of Bank Secrecy? An Evaluation of the G20 Tax Haven Crackdown&#8220;, <\/span><span lang=\"en-US\"><i>American Economic Journal: Economic Policy <\/i><\/span><span lang=\"en-US\">6<\/span><span lang=\"en-US\">(1), 65-91.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"en-US\">Zucman, G. (2013): The missing wealth of nations: are Europe and the U.S. net debtors or bet creditors? <em>Quarterly Journal of Economics<\/em> 128(3), 1321\u20131364.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"en-US\">Zucman, G. (2015): The Hidden Wealth of Nations, University of Chicago Press, online appendix available at: https:\/\/gabriel-zucman.eu\/hidden-wealth\/<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwicklung der Offshore-Finanzverm\u00f6gen angesichts wachsender internationaler Transparenz von Hannes Fauser (FU Berlin) und Sarah Godar (HWR Berlin) Vielleicht wenig \u00fcberraschend, gestaltete sich das Jahrzehnt nach der Finanzkrise steuerpolitisch turbulent. Seit die G20 den sogenannten Steueroasen 2009 den Kampf ansagten, hat sich vor allem bei der Bek\u00e4mpfung von Steuerhinterziehung einiges getan und die internationalen Kooperationsbem\u00fchungen wurden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2880,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9,16973,17018,16978],"tags":[],"class_list":["post-336","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-finanzpolitik","category-steuerhinterziehung","category-vermoegensverteilung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/336","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2880"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=336"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/336\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":350,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/336\/revisions\/350"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=336"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=336"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=336"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}