{"id":38,"date":"2013-12-12T19:45:21","date_gmt":"2013-12-12T18:45:21","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/?p=38"},"modified":"2013-12-17T16:45:20","modified_gmt":"2013-12-17T15:45:20","slug":"zur-einkommensungleichheit-in-deutschland-und-was-der-mindestlohn-allein-nicht-leisten-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/2013\/12\/12\/zur-einkommensungleichheit-in-deutschland-und-was-der-mindestlohn-allein-nicht-leisten-kann\/","title":{"rendered":"Zur Einkommensungleichheit in Deutschland und was der Mindestlohn allein nicht leisten kann"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Der Koalitionsvertrag ist ausgehandelt; zielgerichtete Ma\u00dfnahmen zur Reduzierung der Einkommensungleichheit fehlen. Die von der SPD urspr\u00fcnglich geforderte Erh\u00f6hung des Spitzensteuersatzes von 45 auf 49 Prozent (bereits auf Einkommen ab 100.000 Euro pro Jahr und Person) konnte gegen den Widerstand der Union nicht umgesetzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wie sinnvoll eine solche Kurskorrektur von Seiten der Politik gewesen w\u00e4re, zeigen u.a. die neuesten Ergebnisse des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin zur Einkommensungleichheit in Deutschland: Denn sp\u00e4testens seit 2011 stockt der R\u00fcckgang der Einkommensungleichheit und das trotz der relativ guten konjunkturellen Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft. Ob es sich dabei um eine tempor\u00e4re Verschlechterung handelt, kann zum jetzigen Zeitpunkt nur unter Unsicherheiten beantwortet werden. Allerdings fiel der R\u00fcckgang der messbaren Einkommensungleichheit auch in den Jahren zuvor nur gering aus, wenn die Einkommensungleichheit denn \u00fcberhaupt r\u00fcckl\u00e4ufig war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch zun\u00e4chst lohnt sich ein genauerer Blick auf die Entwicklung der bedarfsgewichteten und inflationsbereinigten verf\u00fcgbaren Haushaltseinkommen \u00fcber die vergangenen Jahre in Deutschland. Wie aus Abbildung 1 hervorgeht, stieg das durchschnittliche verf\u00fcgbare Haushaltseinkommen unmittelbar nach der Wiedervereinigung zun\u00e4chst an. Zwischen 1999 und 2008 durchlief es eine Phase der Stagnation, begleitet von kleineren Schwankungen, um im Jahr 2010 ein Zwischenhoch von rund 21.000 Euro pro Jahr zu erreichen.<sup>1<\/sup><\/p>\n<h5 style=\"text-align: center\"><strong>Abbildung 1:<\/strong>\u00a0Preisbereinigtes verf\u00fcgbares Haushaltseinkommen (in 1000 Euro pro Jahr)<\/h5>\n<h5 style=\"text-align: center\"><a style=\"font-size: 0.83em\" href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-42 aligncenter\" alt=\"DIW Excerpt 1\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-1-300x225.png\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-1-300x225.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-1.png 390w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/h5>\n<h5 style=\"text-align: left\"><span style=\"font-size: 75%\">Quelle:\u00a0Berechnungen und Grafik aus Grabka und G\u00f6bel (2013, S. 14), SOEPv29.<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Jahr 2011 zeichnet sich jedoch ein Ende des Anstieges des durchschnittlichen Nettohaushaltseinkommens ab, wobei der leichte R\u00fcckgang noch innerhalb des Fehlerbereiches der Stichprobe liegt und damit nicht signifikant ist: \u201eGemessen am arithmetischen Mittel stand den privaten Haushalten im Jahr 2011 ein h\u00f6heres Realeinkommen zur Verf\u00fcgung als zehn Jahre zuvor\u201d (Grabka und Goebel, 2013, S. 15). An dieser Stelle kann die Untersuchung jedoch nicht zu Ende sein, da die alleinige Betrachtung des arithmetischen Mittels noch keinerlei Aussagen \u00fcber die tats\u00e4chliche Verteilung der Haushaltseinkommen zul\u00e4sst. Es bleibt die Frage offen, ob alle Haushalte gleicherma\u00dfen einen Anstieg ihrer realen verf\u00fcgbaren Haushaltseinkommen verzeichnen konnten oder nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In einem n\u00e4chsten Schritt bietet sich daher eine Betrachtung des verf\u00fcgbaren Medianhaushaltseinkommens an. Zur Ermittlung des Medianwertes werden zun\u00e4chst alle Haushalte aufsteigend nach ihren verf\u00fcgbaren Einkommen sortiert, um sie anschlie\u00dfend in zwei gleich gro\u00dfe Gruppen aufzuteilen. Der Median ist dann das verf\u00fcgbare Einkommen des Haushaltes, der inmitten dieser beiden Gruppen liegt. Aber auch in diesem Fall zeigt sich, dass sich das real verf\u00fcgbare Medianhaushaltseinkommen seit 1999 ebenfalls nicht signifikant ver\u00e4ndert hat und zwischen 2008 und 2010 anstieg (vgl. Grabka und Goebel, 2013, S. 15).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als wesentliche Ursache f\u00fcr die beschriebene Entwicklung, aber insbesondere f\u00fcr den R\u00fcckgang in 2011, nennen die Forscher vom DIW Berlin die unterschiedliche Entwicklung der Haushaltseinkommen in den einzelnen Dezilen der Einkommensverteilung. \u201eUnterteilt man die Bev\u00f6lkerung in sogenannte Dezile und indexiert das durchschnittliche Einkommen je Dezil auf das Jahr 2000, so ist erkennbar, dass vor allem die Bezieher der h\u00f6chsten Einkommen (oberstes Dezil) \u00fcberdurchschnittliche reale Einkommenszuw\u00e4chse erzielen konnten (&#8230;), w\u00e4hrend f\u00fcr das erste bis vierte Dezil Einkommensr\u00fcckg\u00e4nge von bis zu f\u00fcnf Prozent im Vergleich zum Jahr 2000 zu konstatieren sind\u201c (Grabka und Goebel, 2013, S. 15). Demzufolge haben sich die positive Entwicklung bei den obersten 10 Prozent und die negative Entwicklung bei den untersten 40 Prozent gegenseitg ausgeglichen, was u.a. zu der langen Stagnationsphase zwischen 1999 und 2008 f\u00fchrte.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: left\"><strong>Abbildung 2:<\/strong>\u00a0Verf\u00fcgbares Einkommen nach ausgew\u00e4hlten Dezilen (Ver\u00e4nderung der Mittelwerte gegen\u00fcber dem Jahr 2000 in Prozent)<\/h5>\n<h5 style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-41 aligncenter\" alt=\"DIW Excerpt 2\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-2-300x202.png\" width=\"300\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-2-300x202.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-2.png 410w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/h5>\n<h5 style=\"text-align: left\"><span style=\"font-size: 75%\">Quelle:\u00a0Berechnungen und Grafik aus Grabka und G\u00f6bel (2013, S. 15), SOEPv29.<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify\">Dar\u00fcber hinaus zeigt die Entwicklung des Gini Index\u2019 in Abbildung 3, welcher ein oft verwendetes statistisches Ma\u00df zur Quantifizierung der Einkommensungleichheit ist und auf einen Wertebereich zwischen 0 und 1 normiert ist, dass trotz der stagnierenden und sp\u00e4ter steigenden verf\u00fcgbaren Haushaltseinkommen die Ungleichheit in den vergangenen zwanzig Jahren zugenommen hat, wenngleich es einen vor\u00fcbergehenden R\u00fcckgang zwischen 2005 und 2010 gab.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: left\"><strong>Abbildung 3:\u00a0<\/strong>Entwicklung des Gini Koeffizienten der verf\u00fcgbaren Haushaltseinkommen<\/h5>\n<h5 style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-39 aligncenter\" alt=\"DIW Excerpt 3\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-3-300x183.png\" width=\"300\" height=\"183\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-3-300x183.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-3.png 429w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/h5>\n<h5><span style=\"font-size: 75%\">Quelle:\u00a0Berechnungen und Grafik aus Grabka und G\u00f6bel (2013, S. 15), SOEPv29.<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify\">Als Ursache f\u00fcr diese Entwicklung im Allgemeinen und die Trendumkehr im Jahr 2011 im Besonderen identifizieren\u00a0Grabka und Goebel (2013) neben einer steigenden Ungleichheit in den Erwerbseinkommen insbesondere eine Zunahme der Ungleichheit in den Kapitaleinkommen. In Abbildung\u00a0 4 ist sodann die Entwicklung des Gini Koeffizienten der Kapitaleinkommen zum Vergleich abgebildet.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: left\"><strong>Abbildung 4:\u00a0Entwicklung des Gini Koeffizienten der Kapitaleinkommen<\/strong><\/h5>\n<h5 style=\"text-align: center\"><strong><\/strong><a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-4.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-40 aligncenter\" alt=\"DIW Excerpt 4\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-4-300x203.png\" width=\"300\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-4-300x203.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/files\/2013\/12\/DIW-Excerpt-4.png 427w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/h5>\n<h5><span style=\"font-size: 75%;color: #333333\">Quelle:\u00a0Berechnungen und Grafik aus Grabka und G\u00f6bel (2013, S. 18), SOEPv29.<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify\">An dieser Stelle kann zusammengefasst werden, dass 40 Prozent der Bev\u00f6lkerung am unteren Rand der Einkommensverteilung seit dem Jahr 2000 keinen signifikanten Zuwachs ihrer realen durchschnittlichen Nettohaushaltseinkommen verzeichnen konnten sondern allein die obersten 10 Prozent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Demgegen\u00fcber steht die Einf\u00fchrung des gesetzlichen Mindestlohnes in H\u00f6he von \u20ac 8,50 brutto die Stunde, die aus Sicht der SPD und der Gewerkschaften durchaus ein Erfolg ist. Ob der Mindestlohn zu einer Umverteilung der Einkommen von den obersten 10 Prozent zu den untersten 40 Prozent der Bev\u00f6lkerung f\u00fchren wird, ist bezogen auf die verf\u00fcgbaren Haushaltseinkommen <em>ex ante<\/em> nur unter Schwierigkeiten vorherzusagen. Einen vorsichtigen Versuch zur Bemessung der Umverteilungswirkungen unternehmen M\u00fcller und Steiner (2013), in der sie dieser Fragestellung mithilfe eines Mikrosimulationsmodelles nachgehen. Unter Anwendung verschiedener Mindestlohnszenarien und unter Variation der Arbeitsnachfrageelastizit\u00e4t- sowie der Konsumg\u00fcterpreisreaktionen k\u00f6nnen sie zeigen, dass sogar ein relativ hoher gesetzlicher Mindestlohn i.H.v. 10,50 Euro brutto die Stunde nur eine geringe Auswirkung auf die Verteilung der verf\u00fcgbaren Haushaltseinkommen h\u00e4tte. Die wesentliche Ursache liegt ihren Erkenntnissen nach darin, dass die Erh\u00f6hung der Bruttostundenl\u00f6hne durch eine Reduzierung des staatlichen Transferbezugs und einer steigenden Einkommenssteuerbelastung neutralisiert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die alleinige Einf\u00fchrung eines Mindestlohnes w\u00fcrde somit aller Voraussicht nach nicht zu einer signifikanten Reduzierung der Ungleichheit in den verf\u00fcgbaren Haushaltseinkommen f\u00fchren. Sollte Letzteres jedoch das Ziel der n\u00e4chsten Bundesregierung sein, so w\u00e4re es vielmehr geboten, den gesetzlichen Mindestlohn bspw. durch eine zielgerichtete Erh\u00f6hung des Spitzensteuersatzes zu erg\u00e4nzen.<sup>2<\/sup><\/p>\n<h6>Fu\u00dfnoten:<\/h6>\n<ol>\n<li>\u00c4quivalenzgewichtung erfolgt nach der modifizierten OECD Skala. Einkommen sind in Preisen von 2005 angegeben. Das verf\u00fcgbare Haushaltseinkommen bzw. Nettohaushaltseinkommen setzt sich aus der Summe der Erwerbs- und Kapitaleinkommen, Renten und Pensionen sowie der staatlichen Transfers abz\u00fcglich Steuern und Sozialbeitr\u00e4ge zusammen. Weitere Details zum verwendeten Einkommenskonzept finden sich in Grabka und Goebel (2013, S. 16).<\/li>\n<li>\u00dcber die H\u00f6he des optimalen Grenzsteuersatzes f\u00fcr Deutschland siehe u.a. Bach, Corneo und Steiner (2012).<\/li>\n<\/ol>\n<h6>Literaturverweise:<\/h6>\n<ol>\n<li>Bach, S., G. Corneo und V. Steiner (2012): \u201cOptimal Top Marginal Tax Rates Under Income Splitting for Couples\u201d, European Economic Review 56, 1055-1069.<\/li>\n<li>Grabka, M. und J. Goebel (2013): \u201cR\u00fcckgang der Einkommensungleichheit stockt\u201d, DIW Wochenbericht 46.<\/li>\n<li>M\u00fcller, K.-U. und V. Steiner (2013): \u201cDistributional Effects of a Minimum Wage in a Welfare State: The Case of Germany\u201d, Discussion Paper.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Koalitionsvertrag ist ausgehandelt; zielgerichtete Ma\u00dfnahmen zur Reduzierung der Einkommensungleichheit fehlen. Die von der SPD urspr\u00fcnglich geforderte Erh\u00f6hung des Spitzensteuersatzes von 45 auf 49 Prozent (bereits auf Einkommen ab 100.000 Euro pro Jahr und Person) konnte gegen den Widerstand der Union nicht umgesetzt werden. Wie sinnvoll eine solche Kurskorrektur von Seiten der Politik gewesen w\u00e4re, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1662,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16964],"tags":[916,17010,16968,16972,16967,16966,16971,16965,16969],"class_list":["post-38","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einkommensverteilung","tag-deutschland","tag-einkommensverteilung","tag-gini","tag-grosse-koalition","tag-mindestlohn","tag-spitzensteuersatz","tag-umverteilung","tag-ungleichheit","tag-verfuegbares-haushaltseinkommen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1662"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38"}],"version-history":[{"count":66,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":111,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38\/revisions\/111"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/inequalitics\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}