{"id":550,"date":"2012-11-06T09:14:23","date_gmt":"2012-11-06T07:14:23","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/jfkpol\/?p=550"},"modified":"2012-11-06T15:11:18","modified_gmt":"2012-11-06T13:11:18","slug":"heute-nacht-wird-wieder-gewahlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/jfkpol\/2012\/11\/06\/heute-nacht-wird-wieder-gewahlt\/","title":{"rendered":"Heute Nacht wird wieder gew\u00e4hlt"},"content":{"rendered":"<h6>\u00a0von Johannes\u00a0Dudziak<\/h6>\n<p>Heute Nacht wird in Amerika der Pr\u00e4sident gew\u00e4hlt. Die \u201ehorse race\u201c Berichterstattung der US Medien l\u00e4sst es kaum vermuten, aber mit sehr gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit wird Pr\u00e4sident Barack Obama wiedergew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Das ber\u00fchmte statistische Vorhersagemodell von Nate Silver vom <a href=\"https:\/\/fivethirtyeight.blogs.nytimes.com\">FiveThirtyEight Blog<\/a> auf der New York Times Webseite \u00a0sagte kontinuierlich in diesem Jahr einen Sieg Barack Obamas voraus, weil Obama in den wahlentscheidenden \u201eSwing States\u201c wie Ohio einen kleinen aber best\u00e4ndigen Vorsprung in den Umfragen verteidigen konnte. Laut Silvers Modell hat Obama eine Chance von 86 Prozent, die Wahl zu gewinnen. Die hier unten angef\u00fchrten anderen Vorhersagemodelle best\u00e4tigen die Vorhersage. (Sie sehen von oben links im Uhrzeigersinn die Modelle von: Nate Silver, Andrew Tanenbaum, Josh Putnam, Sam Wang)<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u00a0<a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/jfkpol\/2012\/11\/06\/heute-nacht-wird-wieder-gewahlt\/screen-shot-2012-11-06-at-8-06-15-am\/\" rel=\"attachment wp-att-551\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-551 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/jfkpol\/files\/2012\/11\/Screen-Shot-2012-11-06-at-8.06.15-AM-300x208.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/jfkpol\/files\/2012\/11\/Screen-Shot-2012-11-06-at-8.06.15-AM-300x208.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/jfkpol\/files\/2012\/11\/Screen-Shot-2012-11-06-at-8.06.15-AM.png 561w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bis auf die erste Pr\u00e4sidentschaftsdebatte in Denver, konnte der ehemalige Gouvernor von Massachusetts, Mitt Romney, Obama nie ernsthaft herausfordern. Schon in den republikanischen Vorwahlen, schien seine Partei die \u201eAnything-but-Mitt\u201c Strategie zu verfolgen. Im Monatstakt wurden schwache Kandidaten zu ernsthaften Herausforderern von Mitt Romney hochstilisiert: Hermann Cain, Rick Perry, Newt Gingrich, Rick Santorum \u2013 sie alle kamen und gingen. Denn keiner konnte den faden, aber professionellen und finanziell potenten Mitt Romney st\u00fcrzen, der zwar von Konservativen mit Skepsis be\u00e4ugelt wurde, aber dennoch als st\u00e4rkster Herausforderer Obamas im republikanischen Kandidatenfeld angesehen wurde.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Skeptiker sollten im Wahlkampf Recht behalten. Romneys Vergangenheit als Bain Capital Manager, in der er mit Bain h\u00e4ufig Firmen kaufte und kurz darauf gro\u00dfe Teile der Belegschaft k\u00fcndigte, viele ungest\u00fcme Wahlkampfauftritte und Romneys Widerwilligkeit, seine Steuererkl\u00e4rungen zu ver\u00f6ffentlichen, boten Obama jede Menge Angriffsfl\u00e4che, die seine Strategen um David Plouffe und David Axelrod mit einer aggressive Kommunikationsstrategie gekonnt ausnutzten. Dazu kam die Hilfe von Bill Clinton. Schien noch Obama Schwierigkeiten zu haben, den W\u00e4hlern seine verrichtete Arbeit im Wei\u00dfen Haus schmackhaft zu machen, so pr\u00e4sentierte Bill Clinton auf dem Demokratischen Parteitag der \u00d6ffentlichkeit eine <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uzDhk3BHi6Q\">detaillierte Begr\u00fcndung, warum die amerikanischen B\u00fcrger Obama wiederw\u00e4hlen sollten<\/a>.<\/p>\n<p>Der Parteitag gab Obama Aufwind, und, nach einem sehr erfolgreichen September f\u00fcr den Pr\u00e4sidenten, schien es nur eine Frage der Zeit, bis die Medien aus wirtschaftlichen Interessen die Wahl nochmal als extrem eng und spannend konstruieren k\u00f6nnten \u2013eine sogenannte \u201eComeback Narrative\u201c. Das passierte auch nach der ersten Pr\u00e4sidentschaftsdebatte in Denver Anfang Oktober, als Romney \u00fcberzeugte und Obama entt\u00e4uschte. Die Debatte gab Romney \u201eMomentum\u201c &#8211; f\u00fcr ungef\u00e4hr zwei Wochen legte Romney in den Umfragewerten deutlich zu. Danach war Schluss, und Obamas F\u00fchrung in den Umfragen stabilisierte sich wieder, was sich allerdings nicht in den meisten Medienorganen widerspiegelte.<\/p>\n<p>\u201e<a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2012\/10\/31\/us\/politics\/race-narrows-as-campaign-enters-its-final-week.html\">Obama and Romney in Exceedingly Close Race, Poll Finds<\/a>\u201c war die \u00dcberschrift eines New York Times Artikels noch Ende Oktober, obwohl Romneys Momentum schon lange vorbei war. Das \u00e4nderte erst recht nicht der Hurricane Sandy, der die Ostk\u00fcste der Vereinigten Staaten befiel, und durch den sich der Pr\u00e4sident als Krisenmanager hervortun konnte, w\u00e4hrend Gouverneur Romney im Abseits stand. Heute Nacht gewinnt Obama. Die Analyse der Umfragewerte l\u00e4sst keine andere Schlussfolgerung zu. Ganz gleich, was Viele in den Medien sagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0von Johannes\u00a0Dudziak Heute Nacht wird in Amerika der Pr\u00e4sident gew\u00e4hlt. Die \u201ehorse race\u201c Berichterstattung der US Medien l\u00e4sst es kaum vermuten, aber mit sehr gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit wird Pr\u00e4sident Barack Obama wiedergew\u00e4hlt. 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