{"id":88,"date":"2017-04-25T11:06:54","date_gmt":"2017-04-25T09:06:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/kolblog\/?p=88"},"modified":"2018-09-24T16:24:59","modified_gmt":"2018-09-24T14:24:59","slug":"melissa_rincon1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/kolblog\/melissa_rincon1\/","title":{"rendered":"Aktuelle Ermordungen gegen soziale Aktivist*innen in Kolumbien"},"content":{"rendered":"<p><em>V<\/em><em>on: Melissa Alejandra Rinc\u00f3n Granados (<em>M.A. Interdisziplin\u00e4re Lateinamerikastudien, FU Berlin)<\/em><\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_301\" aria-describedby=\"caption-attachment-301\" style=\"width: 840px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-301 size-large\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/kolblog\/files\/2017\/06\/P3080352-e1496525164305-1024x464.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"381\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/kolblog\/files\/2017\/06\/P3080352-e1496525164305-1024x464.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/kolblog\/files\/2017\/06\/P3080352-e1496525164305-300x136.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/kolblog\/files\/2017\/06\/P3080352-e1496525164305-1200x544.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-301\" class=\"wp-caption-text\">Image: Jaime Garz\u00f3n (1960-1999) \u00ae Manuel G\u00f3ngora-Mera<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am 24. August 2016 hat die kolumbianische Regierung zusammen mit der gr\u00f6\u00dften Guerilla Gruppe Kolumbiens FARC (\u201eRevolution\u00e4re Streitkr\u00e4fte Kolumbiens\u201c) einen 297 Seiten umfassenden endg\u00fcltigen Friedensvertrages geschlossen. Trotz der neuerlichen Gelegenheit f\u00fcr eine Gestaltung von Wiedergutmachung und Vers\u00f6hnung am Horizont, hat der Friedensabschluss die bestehende Realit\u00e4t struktureller Gewalt und gro\u00dfen Widerstand f\u00fcr einen Friedensaufbau in die \u00d6ffentlichkeit gezerrt. Der Waffenstillstand zwischen der linken Guerillabewegung und der kolumbianischen Regierung kann nach knapp 50 Jahren B\u00fcrgerkrieg sicherlich als ein historischer Schritt angesehen werden. Aber letzten Geschehnisse wie die Ablehnung des Plebiszits, die <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2017\/01\/167719\/kolumbien-morde-aktivisten?platform=hootsuite\"><em>Ermordungen<\/em><\/a> von soziale Aktivist*innen, die <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2017\/03\/172180\/farc-humanitaere-situation\"><em>schwierige humanit\u00e4re Lage<\/em><\/a> in den \u00dcbergangslagern f\u00fcr die Ex-Kombattant*innen, die gro\u00dfen Sicherheitsl\u00fccken, sowie die aktuelle, starke Opposition gegen\u00fcber dem Friedensprozess, f\u00fchren zu konstanten Herausforderungen, die den stabilen Frieden in Kolumbien in Frage stellen.<\/p>\n<p>Zurzeit, d.h. 6 Monate nach dem Friedensabschluss, sind eine der <a href=\"https:\/\/www.semana.com\/opinion\/articulo\/leon-valencia-opinion-seguimiento-a-los-primeros-100-dias-del-acuerdo-de-paz\/518875\"><em>gr\u00f6\u00dften Sorgen<\/em><\/a> die <a href=\"https:\/\/www.verdadabierta.com\/lideres-asesinados\"><em>Attentate, Drohungen und Ermordungen<\/em><\/a> gegen verschiedenen Landrechts-, Friedens-, Umwelt- und LGTBI-Aktivist*innen, gleicherma\u00dfen gegen Gewerkschafter*innen, Journalist*innen und Sprecher*innen indigener, afrokolumbianischer und kleinb\u00e4uerlichen Gemeinden. Nach dem <a href=\"https:\/\/www.centrodememoriahistorica.gov.co\/noticias\/noticias-cmh\/389-ataques-a-defensores-de-dd-hh-en-2016-onu\"><em>Centro Nacional de Memoria Hist\u00f3rica<\/em><\/a> gab im Jahr 2016 389 Angriffe gegen Menschenrechtsverteidiger*innen. Bis jetzt sind es 120 Aktivist*innen, die seit 2016 ermordet wurden und die Zahl von weiteren Todesdrohungen seitens der illegal bewaffneten Akteure steigt weiter an. Der politische Genozid gegen die Uni\u00f3n Patri\u00f3tica in den 80er Jahren spiegelt die aktuelle gewaltt\u00e4tige Systematik wider, die gerade gegen die sozialen Aktivist*innen in Kolumbien betrieben wird. Das Gef\u00fchl von <a href=\"https:\/\/www.semana.com\/nacion\/articulo\/steven-dudley-ve-poco-futuro-politico-a-las-farc\/517609\"><em>Gesetzlosigkeit<\/em><\/a> und brutale <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/kolumbien-morden-gegen-den-frieden-a-1096408.html\"><em>Einsch\u00fcchterungsmethoden<\/em><\/a> seitens der noch existierenden illegalen bewaffneten Akteure, die die kolumbianische Regierung nicht anerkennen m\u00f6chte, f\u00fchrt zu einer Unsicherheitslage, bei der Frieden nicht mal f\u00fchlbar werden kann. Das verwunderliche daran liegt in der Antwort der kolumbianischen Regierung, die das Problem mit dem weiterhin <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2017\/02\/170326\/kolumbien-friedensprozess\"><em>bestehenden Paramilitarismus<\/em><\/a> leugnet. Dar\u00fcber hinaus betonte der Verteidigungsminister<em>, <\/em><a href=\"https:\/\/www.elespectador.com\/noticias\/judicial\/asesinatos-de-lideres-sociales-no-son-sistematicos-mind-articulo-675408\"><em>Luis Carlos Villegas<\/em><\/a><em>,<\/em> dass die Ermordungen gegen Menschenrechtsverteidiger*innen nicht systematisch sind und es sich um Einzelf\u00e4lle handelt. Warum reagiert die kolumbianische Regierung nicht gem\u00e4\u00df an der Situation und wo bleiben die Sicherheitsgarantien, die in dem Friedensvertrag versprochen wurden?<\/p>\n<p><strong>Analyse<\/strong><\/p>\n<p>Die lange kolumbianische Tradition im Umgang mit sozialer und politischer Gewalt, sowie die ungerechte Verteilung des landwirtschaftlichen Territoriums und die Art der Landnutzung geh\u00f6ren zu den Hauptkonfliktursachen f\u00fcr die Entstehung der Guerilla-Gruppen in Kolumbien. Die Divergenz der politischen Ideale in Kolumbien reicht bis in das 19. Jahrhundert zur\u00fcck. Die zwei stark dominierenden Parteiblo\u0308cke, die Liberalen und die Konservativen, haben besonders ab den 40er Jahren zu einer Zuspitzung der Gewalt beigetragen, die sich letzten Endes in einer Phase der so genannten \u201eViolencia\u201c (ca. von 1946-1957) entlud (Oquist 1980). Seit der Phase der \u201eViolencia\u201c Attentate gegen Pr\u00e4sidentschaftskandidaten wie am 9. April 1948 gegen Jorge Elie\u0301cer Gaita\u0301n, 1987 gegen Jaime Pardo Leal, 1989 gegen Luis Carlos Gal\u00e1n, 1990 gegen Carlos Pizarro Leong\u00f3mez und in dem selben Jahr gegen Bernardo Jaramillo Ossa sind einige Spuren, die die politische Gewalt in Kolumbien hinterlassen hat. Man sollte auch nicht die Erpressung und Einsch\u00fcchterungsversuche seitens der paramilit\u00e4rischen Gruppen vergessen, die dazu beigetragen haben, eine Unterst\u00fctzung f\u00fcr die politischen Kandidaten, besonders rechtsgerichtete Politiker, in den Wahlen zukommen zu lassen. Weiterhin verst\u00e4rkte der existente Drogenkonflikt, vor allem in den 80er und 90er Jahren, die Gewaltpraktiken im Land noch weiter. Dies f\u00fchrte zu politischen Genoziden, wie im Fall der <a href=\"https:\/\/www.desaparecidos.org\/colombia\/fmcepeda\/genocidio-up\/cepeda.html\"><em>UP (Uni\u00f3n Patriotica)<\/em>,<\/a> wo zwei Pr\u00e4sidentschaftskandidaten, 8 Kongressmitglieder, 13 Abgeordnete, 70 Stadtr\u00e4te, 11 B\u00fcrgermeister und rund 4000 seiner Aktivisten in den 80er und 90er Jahren durch paramilit\u00e4rische Gruppen und Drogenkartelle <a href=\"https:\/\/colombiacheck.com\/investigaciones\/matanza-de-lideres-sociales-mas-alla-del-debate-por-las-cifras.html\"><em>ermordet<\/em><\/a> wurden. Dies konstatiert eine \u201ege\u00fcbte\u201c kulturelle Handlung der politischen Gewalt, die leider noch unter den j\u00fcngsten Ermordungen von Menschenrechtsaktivist*innen immer wieder zu Tage tritt.<\/p>\n<p>Es wird daran deutlich gemacht, dass Unterdr\u00fcckungen und Erpressungen immer noch f\u00fcr die Entwicklung gesellschaftlicher Konflikte in Kolumbien verantwortlich sind, die gleichzeitig nicht die M\u00f6glichkeit f\u00fcr eine gerechte und pluralistische politische Teilhabe in Kolumbien zulassen. Infolgedessen war es notwendig, eine Einigung der <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/dokument\/158958\/schlussvereinbarung-havanna?platform=hootsuitehttps:\/\/amerika21.de\/dokument\/158958\/schlussvereinbarung-havanna?platform=hootsuite\"><em>politischen Teilhabe<\/em><\/a> in dem Friedensvertrag mit der FARC-Guerilla zu erm\u00f6glichen. Die Relation zwischen Politik und Waffengewalt muss zweifellos bek\u00e4mpft werden, wobei die kolumbianische Regierung Garantien f\u00fcr die Bet\u00e4tigung von politischen Oppositionen, mit Sicherheitsgarantien und durch die Implementierung von einem \u201eintegrierten Sicherheitssystem\u201c, in den Friedensgespr\u00e4chen zugesichert haben. Weiterhin soll ein Anreiz f\u00fcr eine verst\u00e4rkte B\u00fcrger*innen Beteiligung geschaffen werden und die Bereitstellung von Strukturen f\u00fcr die Bildung neuer politischer Parteien erfolgen. Warum gehen trotz der Friedensvereinbarungen die Morde jedoch weiter?<\/p>\n<p>Die Besonderheit in Kolumbien liegt darin, dass immer noch illegal bewaffnete Akteure <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/acht-prozent-frieden-1758\/\"><em>existieren<\/em><\/a><em>.<\/em> In vielen Regionen des Landes wurde ein <a href=\"https:\/\/kolko.net\/krieg-und-frieden\/mordwelle-gefaehrdet-friedensprozess-in-kolumbien\/\"><em>Machtvakuum<\/em><\/a> von der FARC-Guerilla hinterlassen. Dies f\u00fchrt dazu, dass andere bewaffneten Akteuren, wie die paramilit\u00e4rischen Gruppen oder ELN-Guerilla, gewaltsam diese L\u00fccken nach ihren pers\u00f6nlichen Interessen f\u00fcllen. Die neue <a href=\"https:\/\/www.amnesty.de\/2017\/2\/9\/kolumbien-mordwelle-im-jahr-des-friedens\"><em>Kontrolle<\/em><\/a> \u00fcber rohstoffreiches und fruchtbares Land sorgt f\u00fcr erweitere territoriale und \u00f6konomische Macht, die sie damit erzielen. Weiterhin stecken dahinter auch die Interessen der <a href=\"https:\/\/www.insightcrime.com\/investigations\/colombia-elites-and-organized-crime-introduction\"><em>kolumbianischen Elite<\/em><\/a><em>.<\/em> Die M\u00f6glichkeit, neue Landesreformen in Kolumbien durchzuf\u00fchren, Opferschutz zu garantieren und Rechenschaftslegung auf nationaler und internationaler Ebene im Sinne von Strafverfolgung durchzusetzen, w\u00fcrde nicht nur verschiedenen Machtallianzen zwischen illegalen bewaffnete Akteur*innen, Politiker*innen und private Unternehmen verraten. Dies entspricht auch den unz\u00e4hligen \u00f6konomischen Verlusten und Strafverfolgungen f\u00fcr die verschiedenen beteiligten Akteur*innen. Nachfolgend steht die Korruption in Kolumbien als eine der Hauptprobleme in diesem Paradox. Paramilit\u00e4rische Gruppen k\u00f6nnten nicht funktionieren, wenn die Beamt*innen in der Justiz, den Sicherheitskr\u00e4ften und die Politiker*innen durch Korruption zur Verf\u00fcgung stehen w\u00fcrden. Der Zugang zu Operationen und ihre durchgef\u00fchrten illegalen T\u00e4tigkeiten finden durch Korruption und die gemeinsame Allianz von Machtakteuren in Kolumbien statt. Weiterhin ermuntern die Straflosigkeitsquoten, die \u00fcber 95 Prozent bei fast allen schweren Gewaltverbrechen in Kolumbien liegen, die Gestaltung solcher Angriffe. Die heutigen Angriffe gegen Menschenrechtsverteidiger*innen k\u00f6nnen nicht deshalb als Einzelf\u00e4lle gekennzeichnet werden. Bewusste Versuche bestimmte soziale Aktivist*innen gezielt zum Schweigen zu bringen, weil sie Anspr\u00fcche auf l\u00e4ndliche Gebiete haben oder, weil sie ihr Gemeinland vor Ausbeutung verteidigen wollen, k\u00f6nnen nicht als Zuf\u00e4lle eingeordnet werden.<\/p>\n<p><strong>Schlussfolgerung<\/strong><\/p>\n<p>Die laufenden \u00dcbergriffe auf die Zivilbev\u00f6lkerung k\u00f6nnen einem Bruch des Friedens in Kolumbien entsprechen. Die bestehenden Schutzprogramme der kolumbianischen Regierung bleiben in vielen F\u00e4llen offensichtlich wirkungslos. Die Regierung soll deshalb Ma\u00dfnahmen gegen die \u00dcbergriffe so unmittelbar wie m\u00f6glich ergreifen. Die Anerkennung von organisierten illegal bewaffneten Gruppen und organisierter Kriminalit\u00e4t im Post-Konflikt ist daf\u00fcr notwendig. Dar\u00fcber hinaus soll der Korruption und Straflosigkeit in den n\u00e4chsten Jahren kr\u00e4ftig entgegengewirkt werden.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt sollte man auch einen Blick auf die kommenden Pr\u00e4sidentschaftswahlen werfen. Im August 2018 wird sich ein\/e neue\/r Pr\u00e4sident*in in Kolumbien positionieren. Gro\u00dfe Meinungsverschiedenheiten gegen\u00fcber dem Friedensprozess mit der FARC-Guerilla machen diese Wahlen besonders. Die Implementierung der \u00dcbergangsjustiz bringt die Gefahr vieler Machtinteressen in Kolumbien. Eine erfolgreiche Durchsetzung der Friedensvertr\u00e4ge w\u00fcrde eine Menge von Kausalketten an Korruption und organisierte Kriminalit\u00e4t offenbaren, die die Opposition auf alle F\u00e4lle verhindern m\u00f6chte. Dar\u00fcber hinaus wird sich eine sehr starke Opposition in den kommenden Wahlen erheben, die gro\u00dfe Chancen hat, zu gewinnen.<\/p>\n<p>Jetzt liegt die gr\u00f6\u00dfte Verantwortlichkeit der Regierung darin, eine Grundbasis des Friedensvertrags soweit wie m\u00f6glich zu etablieren. Egal ob es sich um die Landreform, die politische Teilhabe oder die Einsetzung der \u00dcbergangsjustiz handelt. Die kolumbianische Regierung muss Gesetze auf den Weg bringen, um den Ex-Kombattant*innen und den bed\u00fcrftigsten Opfern des Krieges, wie die internen Vertriebenen, verschiedene Instrumente zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen, um ihnen einen gesch\u00fctzten Ort in der Gesellschaft zu erm\u00f6glichen. Die Tatsache, dass eine Person f\u00fcr die Rechte anderer k\u00e4mpft und <em>in <\/em><a href=\"https:\/\/www.amnesty.de\/2017\/2\/9\/kolumbien-mordwelle-im-jahr-des-friedens\"><em>Gefahr<\/em><\/a> ger\u00e4t, kann nicht mehr zugelassen werden. Eine friedliche Demokratie muss in Kolumbien etabliert werden, damit ein langfristiger Frieden realisiert werden kann. Dringende <a href=\"https:\/\/kolko.net\/krieg-und-frieden\/mordwelle-gefaehrdet-friedensprozess-in-kolumbien\/\"><em>Sicherheitsgarantien<\/em><\/a> und Schutzma\u00dfnahmen sollten von dem kolumbianischen Staat ernst genommen werden, da andernfalls, wenn weitere Attentate stattfinden, der sogenannte \u201efriedliche \u00dcbergangsprozess\u201c als ein weiterer <a href=\"https:\/\/www.semana.com\/nacion\/articulo\/steven-dudley-ve-poco-futuro-politico-a-las-farc\/517609\"><em>Fehlversuch<\/em><\/a> in die kolumbianische Geschichte eingehen wird.<\/p>\n<p><strong>Literaturverzeichnis<\/strong><\/p>\n<p>Bushnell, David (1994): Colombia una nacio\u0301n a pesar de si\u0301 misma. De los tiempos precolombinos a nuestros di\u0301as, Bogota\u0301 D.C.: Editorial Planeta Colombia S.A.<\/p>\n<p>Oquist, Paul (1980): Violence, Conflict, and Politics in Colombia, New York: Academic Press, Inc.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von: Melissa Alejandra Rinc\u00f3n Granados (M.A. Interdisziplin\u00e4re Lateinamerikastudien, FU Berlin) Am 24. August 2016 hat die kolumbianische Regierung zusammen mit der gr\u00f6\u00dften Guerilla Gruppe Kolumbiens FARC (\u201eRevolution\u00e4re Streitkr\u00e4fte Kolumbiens\u201c) einen 297 Seiten umfassenden endg\u00fcltigen Friedensvertrages geschlossen. 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