{"id":1158,"date":"2021-08-25T09:56:38","date_gmt":"2021-08-25T07:56:38","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/migration\/?p=1158"},"modified":"2021-08-26T14:54:08","modified_gmt":"2021-08-26T12:54:08","slug":"argentiniens-warschauer-gesellschaft-eine-lektuereempfehlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/migration\/2021\/08\/25\/argentiniens-warschauer-gesellschaft-eine-lektuereempfehlung\/","title":{"rendered":"Argentiniens \u201eWarschauer Gesellschaft\u201c: Eine Lekt\u00fcreempfehlung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Frauenhandel und Sexarbeit im Buenos Aires des sp\u00e4ten 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhunderts<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Vor etwas mehr als einem Jahrhundert bildeten sich globale Strukturen des sexuellen Menschenhandels heraus, die im Groben \u2013 trotz vielfacher Ver\u00e4nderungen von Routen und konkreter Organisation \u2013 bis heute \u00fcberdauert haben. Inmitten von intensivierten Globalisierungs- und Urbanisierungsprozessen gab es um die Jahrhundertwende vorwiegend zwei Bewegungsstr\u00f6me: Frauen und M\u00e4dchen<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> aus (Ost-)Europa, die in andere europ\u00e4ische Nationen sowie nach Argentinien und Brasilien gelockt wurden, und solche, die aus China, Japan und Korea in europ\u00e4ische Kolonialgebiete in Ost-Asien verschifft wurden. In den Jahren zwischen den Weltkriegen florierten ebendiese Netzwerke umso mehr, als weltweit Einwanderungs- und Arbeitsgesetzte entflochten, reformiert und neu formuliert wurden, was die geopolitischen Arbeitsrealit\u00e4ten verschob und Ausbeutungsr\u00e4ume \u00fcber nationale Grenzen hinweg zun\u00e4chst weiter \u00f6ffnete.<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"633\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/migration\/files\/2021\/08\/Archivo_General_de_la_Naci\u00f3n_Argentina_1890_aprox_Buenos_Aires_familias_en_el_puerto.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1159\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/migration\/files\/2021\/08\/Archivo_General_de_la_Naci\u00f3n_Argentina_1890_aprox_Buenos_Aires_familias_en_el_puerto.jpg 720w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/migration\/files\/2021\/08\/Archivo_General_de_la_Naci\u00f3n_Argentina_1890_aprox_Buenos_Aires_familias_en_el_puerto-300x264.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><figcaption>Der Ankunftsort vieler in Buenos Aires: Puerto Madero w\u00e4hrend der \u00c4ra der Massenmigration, ca. 1890. Quelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Archivo_General_de_la_Naci%C3%B3n_Argentina_1890_aprox_Buenos_Aires,_familias_en_el_puerto.jpg\" target=\"_blank\">Wikimedia Commons<\/a>, Lizenz: gemeinfrei. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch in Buenos Aires kamen in diesem Zeitraum von knapp f\u00fcnfzig Jahren diverse vorwiegend j\u00fcdische Osteurop\u00e4erinnen an, die oftmals falschen Eheversprechen aufsa\u00dfen und letztlich in den Sexarbeits-Netzwerken der argentinischen Hauptstadt ihren Lebensunterhalt bestritten oder sogar von ihren vermeintlichen Ehem\u00e4nnern vor Ort versklavt und zwangsprostituiert wurden. Tats\u00e4chlich wurde \u201epolaca\u201c sowohl in Argentinien als auch Brasilien schnell zum Synonym f\u00fcr \u201eProstituierte\u201c und implizierte sowohl die osteurop\u00e4ische Herkunft als auch das J\u00fcdisch-Sein eines Gro\u00dfteils der Sexarbeiterinnen.<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> Dahinter stand unter anderem das 1906 offiziell als \u201eVarsovia Israelite Mutual Aid and Burial Society\u201c gegr\u00fcndete, sp\u00e4ter auch nach dem Gr\u00fcndervater \u201eZwi Migdal\u201c genannte Netzwerk aus mehreren hundert Bordell-Betreibern und -Chefinnen, Zuh\u00e4ltern und Menschenh\u00e4ndlern, das transnational in Polen und Argentinien (ferner auch in Brasilien und den USA) operierte. Offiziell bot es Services rund um Bestattungen f\u00fcr Juden*J\u00fcdinnen an, da jene zu diesem Zeitpunkt aufgrund ihrer Assoziation mit Sexarbeit und Menschenhandel oftmals von \u00fcblichen Bestattungsriten ausgeschlossen wurden. Ma\u00dfgeblich finanzierte es sich allerdings \u00fcber ein gut ausgebautes und mit den korrupten lokalen Machteliten tief verwobenes System der Versklavung osteurop\u00e4ischer Migrantinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie auch andere marginalisierte Gruppen w\u00e4hrend der \u00c4ra der Massenmigration lockte das Prostitutionsgewerbe Juden*J\u00fcdinnen in Argentinien \u2013 wo der M\u00e4nneranteil in der Bev\u00f6lkerung deutlich \u00fcberwog \u2013 vor allem deswegen an, weil ihnen der Zugang zu vielen Berufsgruppen im Lichte des starken und weiter erstarkenden Antisemitismus systematisch verweigert wurde. Gegen\u00fcber den Bordell-Netzwerken in Buenos Aires bildeten sich auch dezidiert j\u00fcdische Aktivist*innengruppen, die \u2013 wie zeitgleich auch Suffragetten weltweit \u2013 lautstark gegen Sexhandel und Versklavung agierten. Jenseits dieser Lager war die j\u00fcdische Diaspora insgesamt sehr heterogen: Entgegen g\u00e4ngigen Zusammenfassungen identifizierte sich ein nicht unerheblicher Teil nicht als Ashkenazi, sondern als Sephardi, stammte aus dem Nahen Osten und Nordafrika und sprach kein jiddisch, sondern arabisch oder ladino.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"645\" height=\"966\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/migration\/files\/2021\/08\/Screenshot-2021-08-25-093928.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1161\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/migration\/files\/2021\/08\/Screenshot-2021-08-25-093928.png 645w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/migration\/files\/2021\/08\/Screenshot-2021-08-25-093928-200x300.png 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 645px) 100vw, 645px\" \/><figcaption>Buchcover<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Diesem (oft vergessenen und\/oder einseitig behandelten) Kapitel der Migrations-, Arbeits- und Geschlechtergeschichte widmet sich Mir Yarfitz\u2018 2019 erschienene Monografie \u201eImpure Migration\u201c mit neuem Quellenmaterial, argumentativer Sch\u00e4rfe und besonderer Empathie f\u00fcr die betroffenen Akteur*innen und Communities.<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> Die Publikation r\u00fcckt die betroffenen Frauen als Subjekte in den Vordergrund und setzt so ein wichtiges Gegengewicht zu einer h\u00e4ufig vorherrschenden T\u00e4terfokussierung. Auch einzelne Akteur*innen wie die beiden ber\u00fchmten Ankl\u00e4ger*innen, die das Mafia-Netzwerk letztlich erfolgreich zu Fall brachten, und ihre Biographien werden hier nuancierter und jenseits von vereinfachten Opfer-wird-Heldin- und Unkorrumpierbarer-Polizist-k\u00e4mpft-gegen-den-Moloch-Narrativen gelesen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"197\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/migration\/files\/2021\/08\/Raquel_Liberman.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1162\" \/><figcaption>Raquel Liberman (mittig im Bild) ging als ehemalige Sexarbeiterin erfolgreich gerichtlich gegen die Warschauer Gesellschaft vor. Die Zeit, in der sie eigenm\u00e4chtig und ohne Zuh\u00e4lter im Gewerbe arbeitete, wird in Darstellungen von ihr oft verschwiegen. Ihr Mitankl\u00e4ger Polizeikommissar Alsogaray wird ebenso nahezu ausnahmslos heldenhaft portr\u00e4tiert, obwohl Quellenmaterial zeigt, dass ihn im Kampf gegen das Bordellnetzwerk antisemitische Verschw\u00f6rungstheorien motivierten. Quelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Raquel_Liberman.PNG\" target=\"_blank\">Wikimedia Commons<\/a>, Lizenz: gemeinfrei.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><em>White slavery<\/em> und die Verortung weiblicher, insbesondere weiblich-migrantischer Arbeit<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Begriff hat den Diskurs um und den Aktivismus gegen den Frauenhandel im Europa und den Amerikas des ausgehenden langen 19. Jahrhundert wohl gepr\u00e4gt wie kaum ein anderer: <em>white slavery<\/em>. Zun\u00e4chst als Kritik an der Entsendung britischer B\u00fcrger in Strafkolonien verwendet, avancierte <em>white slavery <\/em>schnell zu einer allgemeineren aber noch immer m\u00e4nnlich gepr\u00e4gten Umschreibung der Ausbeutung von Arbeitern im Industriekapitalismus, bevor es anschlie\u00dfend Geschichten von transnationaler Zwangsprostitution und Menschenhandel betitelte.<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> Zeitungsreportagen \u00fcber wei\u00dfe Frauen und M\u00e4dchen, die nichtsahnend von skrupellosen Antagonisten reingelegt und ihrer Unschuld beraubt wurden, erhitzten die Gem\u00fcter einer internationalen westlichen \u00d6ffentlichkeit. Die daraus resultierenden Reaktionen und Ma\u00dfnahmen konzentrierten sich in der Folge ma\u00dfgeblich darauf, Tugenden verletzlicher Frauen zu sch\u00fctzen und trugen so dazu bei, figurative Grenzen von Geschlechter- und Moralvorstellungen sowie tats\u00e4chliche nationale Grenzen im Kontext von Migration zu festigen. Sie verunm\u00f6glichten ein Zusammendenken von weiblicher Arbeit und Sexhandel und verschlimmerten die Situationen betroffener Migrantinnen im Regelfall.<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> Ihre rassifizierte Konnotation manifestierte wei\u00dfe Opferschaft, w\u00e4hrend sie gleichzeitig die M\u00f6glichkeit einer Imagination nicht-wei\u00dfer T\u00e4terschaft lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Fall von Buenos Aires trugen sozialpolitische Ma\u00dfnahmen, die vornehmlich zum Schutz der Frauen eingerichtet wurden, letztlich oft zu deren Schaden bei: F\u00e4lle von <em>white slavery <\/em>erschienen nicht vor Gericht, stattdessen wurden vermehrt Frauen wegen <em>skandal\u00f6sen Auftretens <\/em>angeklagt. Im Jahr 1919 entschied die Stadt, alle lizensierten Bordelle mit mehr als einer Angestellten zu schlie\u00dfen, was die urbane Landschaft quasi \u00fcber Nacht ver\u00e4nderte und schlussendlich vor allem die Macht von Immobilienbesitzern und Polizeikorruption in die H\u00f6he schnellen lie\u00df. Die Kontrolle \u00fcber die Knotenpunkte des Menschenhandel-Systems lag n\u00e4mlich zu keinem Zeitpunkt bei einer unabh\u00e4ngigen Untergrund-Gruppe, sondern bedingte sich durch die fluide Zusammenarbeit von legalen und illegalen, staatlichen und individuellen Akteuren.<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Diskurs und Opferschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist das Bild der\/s Sexarbeiter*in als sprachloses Opfer von (m\u00e4nnlicher) Gewalt in Gesellschaft, Wissenschaft und Aktivismus insgesamt hinterfragt und herausgefordert worden. Dennoch dominiert dieses Denkmuster nach wie vor die internationalen politischen und feministischen Diskurse und hat sich in Teilen zu einem Stellungskrieg mit den weniger einflussreichen &#8222;pro-sex work&#8220;-Bewegungen verh\u00e4rtet. Manche j\u00fcngeren Forschungen wie die hier erw\u00e4hnten streben derweil an, Sexarbeit als Arbeit und beispielhaften Teil der umfassenden Ausbeutung weiblicher, migrantischer, tendenziell fluider Arbeit insgesamt zu verstehen und dabei selbstst\u00e4ndige und -erm\u00e4chtigende Entscheidungen von Sexarbeiter*innen als solche wahrzunehmen, ohne dichotome Macht- und Gewaltaus\u00fcbung (ob durch den Migration regulierenden Staat, kriminelle Netzwerke oder beide in enger Zusammenarbeit) aus dem Blick zu verlieren. Es soll also \u00fcber und mit (historischen) Subjekte(n) gesprochen werden, anstatt diesen die Opferschaft aufzuzwingen und sie letztlich zur eigenen Selbstvergewisserung zu missbrauchen. Sexarbeit wie auch Arbeit bleiben \u201ekomplizierte Kategorien auf einem Spektrum von Freiheit und Unfreiheit, von Handlungsmacht und Ausnutzung\u201c<a href=\"#_ftn8\">[8]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Was bleibt<\/p>\n\n\n\n<p>Die hier angerissene Geschichte ist zwar die Geschichte einer Community, aber mehr noch die sozialer und gesellschaftlicher Exklusion, die von Macht und Gender, globaler Mobilit\u00e4t und gleichzeitig die Geschichte einer Stadt in ihrem sogenannten goldenen Zeitalter. Denn die Entwicklung der Warschauer Gesellschaft\/Zwi Migdal und ihrer Gegnerschaft wurde vornehmlich bedingt durch die spezifischen Gegebenheiten im Buenos Aires des sp\u00e4ten 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhunderts, ferner durch die Verflechtungen des beginnenden weltumspannenden Sextraffickings, und ist entsprechend in eher geringerem Ma\u00dfe als eine transnational-j\u00fcdische Geschichte zu verstehen. Obgleich die komplexen Besonderheiten j\u00fcdischen Wei\u00dfseins (und dessen <em>shifting process<\/em>) in Argentinien, wie sie Sandra McGee Deutsch herausbildet<a href=\"#_ftn9\">[9]<\/a>, sowohl f\u00fcr T\u00e4ter und Opfer, Unterst\u00fctzer*innen und Gegner*innen der Organisation von Bedeutung waren. Antisemitische Vorstellungen gingen hierbei Hand in Hand mit dem Austarieren rassifizierter Hierarchien, die wei\u00dfe Opfer (<em>white slaves<\/em>) und nicht-wei\u00dfe, von der sich als europ\u00e4isch verstehenden Mehrheitsgesellschaft abweichende und ausgrenzungsw\u00fcrdige T\u00e4ter konstruierten. Dieses <em>othering<\/em> spielte bei der Entstehung des j\u00fcdischen Bordell-Netzwerkes eine nicht unerhebliche Rolle. Und auch im Engagement gegen ebenjenes war die exklusive Selbstverortung der Mehrheitsgesellschaft von zentraler Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die j\u00fcdischen Akteur*innen in der kriminellen Unterwelt der argentinischen Hauptstadt ihr J\u00fcdisch-Sein, die jiddische Sprache sowie die \u00d6rtlichkeit des j\u00fcdischen Viertels explizit artikulierten, sahen sich sogenannte &#8222;respektable&#8220; Juden*J\u00fcdinnen dazu veranlasst, sich f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung ebendieser Netzwerke verantwortlich zu zeigen, nicht zuletzt um sich vor langanhaltenden Folgen des antisemitischen Backlash zu sch\u00fctzen. Tats\u00e4chlich spielten die Verbindungen zwischen der j\u00fcdischen Community und der mafi\u00f6sen Unterwelt von Buenos Aires beispielsweise in den fr\u00fchen 1980er Jahren wieder eine Rolle, als das argentinische Milit\u00e4rregime antisemitische Propaganda in Umlauf brachte, die die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die Verbreitung von Sexarbeit in Argentinien verantwortlich machen sollte.<a href=\"#_ftn10\">[10]<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Dieser Artikel fokussiert aufgrund des untersuchten Gegenstands\/der Quellenlage ausschlie\u00dflich den sexuellen Menschenhandel von weiblich gelesenen Personen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Zum gesamten Absatz vgl. Gail Kligman, Lecture on Trafficking Women after Socialism: from, to and through Eastern Europe, 2005, in: \u201cThe Meeting Point\u201d, Hg.: Wilson Center; Julia Laite, Between Scylla and Charybdis: Women\u2019s Labour Migration and Sex Trafficking in the Early Twentieth Century, in: International review of social history 4\/2017, Vol. 62 (1), S. 40 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Vgl. Mir Yarfitz, Impure Migration. Jews and Sex Work in Golden Age Argentina, New Brunswick 2019, S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Ebd.; Zusammenfassende Informationen aus den vorangegangenen Abschnitten entstammen der Einleitung, S. 1-19.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Vgl. Gunther Peck, Feminizing White Slavery in the United States, Marcus Braun and the Transnational Traffic in White Bodies, 1890\u20131910, in: Workers Across the Americas: The Transnational Turn in Labor History, Hg.: Leon Fink, Oxford 2011, S. 222\u2013241.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Vgl. Eileen Boris and Heather Berg, Protecting Virtue, Erasing Labour, in: Human Trafficking Reconsidered: Rethinking the Problem, Envisioning New Solutions Hg.: Kimberly Kay Hoang and Rachel Salazar Parrenas, New York, 2014, S. 76\u201381.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Vgl. Yarfitz, S. 7 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Laite, S. 62.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> Vgl. Sandra McGee Deutsch, Crossing Borders, Claiming a Nation: A History of Argentine Jewish Women, 1880\u20131955, Durham 2010, S. 104\u2013122.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> vgl. David Sheinin, Deconstructing Antisemitism in Argentina, in: The Jewish Diaspora in Latin America and the Caribbean: Fragments of Memory, Hg.: Kristin Ruggiero, Brighton 2010, S. 72\u201385.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauenhandel und Sexarbeit im Buenos Aires des sp\u00e4ten 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhunderts Vor etwas mehr als einem Jahrhundert bildeten sich globale Strukturen des sexuellen Menschenhandels heraus, die im Groben \u2013 trotz vielfacher Ver\u00e4nderungen von Routen und konkreter Organisation \u2013 bis heute \u00fcberdauert haben. 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