{"id":511,"date":"2016-11-03T19:25:45","date_gmt":"2016-11-03T18:25:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/migration\/?p=511"},"modified":"2016-11-03T19:25:45","modified_gmt":"2016-11-03T18:25:45","slug":"migrationspolitik-und-ansaetze-in-europa-und-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/migration\/2016\/11\/03\/migrationspolitik-und-ansaetze-in-europa-und-der-eu\/","title":{"rendered":"Migrationspolitik und Ans\u00e4tze in Europa und der EU"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Veranstaltungshinweis zum Thema<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff3300\"><span style=\"font-family: Arial\"><strong><span style=\"font-size: large\">Migrationspolitik und Ans\u00e4tze in Europa und der EU. <\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Arial\"><strong>Montag, 07.11.2016<\/strong> | 19:30 Uhr <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Arial\"><strong>Veranstaltungsort<\/strong><br \/>\nRosa-Luxemburg-Stiftung, Salon<br \/>\nFranz-Mehring-Platz 1<br \/>\n10243 Berlin<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial\">Bernd Kasparek wird seine neuste Studie vorstellen und sie anschlie\u00dfend mit dem Publikum diskutieren. <\/span><span style=\"font-family: Arial\">Moderation: Wenke Christoph, Leiterin des B\u00fcros Belgrad der Rosa-Luxemburg-Stiftung<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial\"><br \/>\n<strong><span style=\"color: #ff3300\">Bernd Kasparek<\/span><\/strong> (Mathematiker und Kulturanthropologe). Er forscht zum europ\u00e4ischen Migrations- und Grenzregime und hat das Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung kritnet (<a href=\"https:\/\/kritnet.org\/\" target=\"_blank\">https:\/\/kritnet.org<\/a>) mitgegr\u00fcndet. Au\u00dferdem ist er im Vorstand der Forschungsassoziation <a href=\"https:\/\/bordermonitoring.eu\" target=\"_blank\">bordermonitoring.eu<\/a> (<a href=\"https:\/\/bordermonitoring.eu%29t%C3%A4tig\" target=\"_blank\">https:\/\/bordermonitoring.eu)t\u00e4tig<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial\">\u00a0 <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial\"><u><em>Aus der Einleitung der Studie:<\/em><\/u><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial\">Hintergrund f\u00fcr die Beauftragung dieser Studie war der Wunsch, einen \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte und Gegenwart von Einwanderungspolitik in der Europ\u00e4ischen Union zu gewinnen. Sie f\u00e4llt in eine Zeit, in der die Einwanderungspolitik im Zentrum der bestimmenden Konflikte f\u00fcr den Zustand und die Zukunft des europ\u00e4ischen Projekts steht. Die Einwanderungsbewegung in Richtung Europa des Jahres 2015 (\u201eSommer der Migration\u201c), die im Februar 2016 mit der Schlie\u00dfung der sogenannten Balkanroute ihr vorl\u00e4ufiges Ende fand sowie die Hindernisse f\u00fcr eine gemeinsame europ\u00e4ische Migrationspolitik, die diese Einwanderungswelle aufdeckte, stehen im Mittelpunkt der post-Brexit Diskussionen zur Zukunft des europ\u00e4ischen Projekts. Gr\u00fcndete das Projekt urspr\u00fcnglich auf einem Versprechen von Frieden und Wohlstand, konzentrieren sich die heutigen Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine Vertiefung der Europ\u00e4ischen Union fast ausschlie\u00dflich auf ein vage gehaltenes Versprechen von Sicherheit. Sowohl den Vorschl\u00e4gen f\u00fcr eine striktere \u00dcberwachung und Registrierung von Personen, die in die EU ein- bzw. ausreisen, als auch denen zum Aufbau europ\u00e4ischer Streitkr\u00e4fte ist dieses Sicherheitsversprechen eingeschrieben. In einem zweiten analytischen Schritt lie\u00dfe sich jedoch genauso argumentieren, dass auch der Sommer der Migration aufs engste mit beiden Vorschl\u00e4gen verwoben ist. Getrieben wurde die Migrationswelle 2015 von der Eskalation der Revolte in Syrien gegen Pr\u00e4sident Assad, die in einen offenen B\u00fcrgerkrieg und milit\u00e4rischen Konflikt m\u00fcndete. \u00dcber die m\u00f6gliche Rolle, die die Europ\u00e4ische Union angesichts dieses Konflikts h\u00e4tte spielen k\u00f6nnen, lie\u00dfe sich zwar diskutieren, eindeutig hingegen ist, dass dem Prozess zum Aufbau einer Europa-Armee ein Gef\u00fchl unterliegt, dass die Region um die Europ\u00e4ische Union herum instabiler geworden und vermutlich bleiben wird. Instabilit\u00e4t wird jedoch als treibender Faktor f\u00fcr die Migration von Fl\u00fcchtlingen gesehen. Ganz \u00e4hnlich ist das vorgeschlagene Registrierungsprogramm f\u00fcr Reisende eine Ma\u00dfnahme zur engmaschigeren Kontrolle und Verbesserung der Datenlage \u00fcber Ein- und Ausreisen. Zwar zeigt sich hier deutlich eine sicherheitsorientierte Logik, die aber auf einem, wie sich zeigen wird, dominanten Topos europ\u00e4ischer Migrationspolitik aufbaut, demzufolge Grenzen ein zentrales Element sind, um die souver\u00e4ne Kontrolle von Staaten \u00fcber die Bewegungen von Menschen und die Migration nach und innerhalb Europas zur\u00fcckzugewinnen.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/event\/57219\">Link zur Veranstaltung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Ein Veranstaltungshinweis zum Thema Migrationspolitik und Ans\u00e4tze in Europa und der EU. 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