{"id":13197,"date":"2016-08-19T09:45:52","date_gmt":"2016-08-19T07:45:52","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/?p=13197"},"modified":"2017-01-08T13:20:26","modified_gmt":"2017-01-08T12:20:26","slug":"deutsland-vuer-nederlaenders-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/2016\/08\/19\/deutsland-vuer-nederlaenders-1\/","title":{"rendered":"Deutsland v\u00fcr Nederl\u00e4nders &#8211; 1"},"content":{"rendered":"<p>Viele hatten sich dieses Jahr wieder auf ein tiefes Sommerloch gefreut, auf eine saftige Sauregurkenzeit (nl. <em>komkommertijd <\/em>\u2013 Kandidat f\u00fcr eine mysteri\u00f6se <a href=\"https:\/\/www.etymologiebank.nl\/trefwoord\/komkommertijd\" target=\"_blank\">Entstehungs- und Entlehnungsgeschichte<\/a>). In Deutschland kamen dem Sommerloch leider sehr tragische Ereignisse dazwischen, in M\u00fcnchen, in W\u00fcrzburg, in Ansbach. Trotzdem ist eine ordentliche Sommerlochgeschichte immer noch machbar. Sehr beliebt zum Beispiel: Fernsehen und dar\u00fcber schreiben. Nichts ist sommerlochiger. Also schaue ich die <a href=\"https:\/\/dewerelddraaitdoor.vara.nl\/media\/362480\" target=\"_blank\">summer school von <em>De Wereld Draait Door<\/em><\/a> \u00fcber Deutschland, auch \u00fcber M\u00fcnchen, W\u00fcrzburg und Ansbach.<\/p>\n<div style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/nl.wikipedia.org\/wiki\/Jeroen_Wollaars\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/c\/c1\/Jeroen-wollaars-1308469964-crop.jpg\/415px-Jeroen-wollaars-1308469964-crop.jpg?uselang=de\" width=\"225\" height=\"260\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">NOS-Korrespondent Jeroen Wollaars moderiert die &#8222;summer school&#8220;. (J. Wollaars &amp; E. Nekeman, CC-BY-3.0)<\/p><\/div>\n<p>Der Auftrag an mich selbst: nicht nur hinh\u00f6ren, <em>was <\/em>\u00fcber Deutschland gesagt wird, sondern vor allem, <em>wie <\/em>es gesagt wird. Was wird dem niederl\u00e4ndischen Publikum erkl\u00e4rt, welche deutschen Schlagw\u00f6rter und Ereignisse brauchen eine \u00dcbersetzung oder Umschreibung, welche kennen die Zuschauer schon? Wie werden deutsche Besonderheiten dargestellt? Ein Beobachtungsprotokoll in f\u00fcnf Teilen.<\/p>\n<p><strong>00:15<\/strong> \u2013 Wie ich darauf \u00fcberhaupt komme? Es ist, nach Aussage von Moderator Matthijs van Nieuwkerk eine Sendung <em>over <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/2016\/08\/07\/wij-krijgen-dat-voor-elkaar\/\" target=\"_blank\">wirschaffendas<\/a>,<\/em> gestaltet von NOS-Deutschlandkorrespondent Jeroen Wollaars. Also mal schauen, wie er mit dem Satz und der Thematik rundherum umgehen wird.<\/p>\n<p><strong>01:20<\/strong> \u2013 Das Dreieck auf dem Studioboden ist rot oder rosa und soll wohl so etwas wie \u201edas ist alles total wichtig, was sich da vorne abspielt\u201c ausdr\u00fccken. Zum Gl\u00fcck steht es aus Zuschauerperspektive auf dem Kopf, trotzdem weckt es <a href=\"https:\/\/nl.wikipedia.org\/wiki\/Merktekens_in_Duitse_concentratiekampen\" target=\"_blank\">andere Assoziationen<\/a>, wenn innerhalb der ersten Sekunden der Sendung der Zweite Weltkrieg angesprochen wird.<\/p>\n<p><strong>02:23<\/strong> \u2013 Deutschland, <em>het land van Beethoven<\/em>. Gar nicht so absurd, den Komponisten mal [be:jthov\u01dd] auszusprechen, schlie\u00dflich ist der Name eigentlich niederl\u00e4ndisch. Andererseits, die Familie hatte einen <a href=\"https:\/\/nl.wikipedia.org\/wiki\/Ludwig_van_Beethoven\" target=\"_blank\">fl\u00e4mischen Hintergrund<\/a>. Vielleicht daf\u00fcr also doch ein bisschen zu viel holl\u00e4ndischer Diphthong.<\/p>\n<p><strong>02:57<\/strong> \u2013 Wollaars paraphrasiert Deutschlands Erfolge der letzten Jahre: \u201eWir schaffen <u>alles<\/u>.\u201c Ein wirklich guter Slogan ist erst einer, wenn man auch seine Abwandlungen, seine \u00dcbertragungen oder Parodien versteht.<\/p>\n<p><strong>03:41<\/strong> \u2013 Ein Ausschnitt aus dem NOS-Journaal \u00fcber den Amoklauf in M\u00fcnchen: \u201eEen 18-jarige Iraans-Duitse tiener schoot lukraak om zich heen en <u>doodde hij<\/u> negen mensen en <u>verwondde hij<\/u> tientallen anderen.\u201c Auch ein erfahrener Fernsehmoderator ist vor einem doppelten <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/2015\/12\/20\/tante-betje-maakt-een-dt-fout\/\" target=\"_blank\">tantebetje<\/a> nicht gefeit. Wie kommt man auf so eine Satzstruktur in einer \u00c4u\u00dferung, die vermutlich nicht v\u00f6llig spontansprachlich ist? Wie auch Wollaars sp\u00e4ter erl\u00e4utern wird, waren die Sch\u00fcsse so <em>lukraak <\/em>(dt. wahllos, auf gut Gl\u00fcck) doch nicht.<\/p>\n<p><strong>03:58<\/strong> \u2013 Noch ein Nachrichtenausschnitt. <em>Reutlingen<\/em> mit deutschem <em>eu <\/em>und einem intakten <em>\u2013en<\/em>, <em>Stuttgart<\/em> beginnt mit [\u0283t]. Hingegen:<\/p>\n<p><strong>04:28<\/strong> \u2013 Wollaars spricht \u00fcber <em>Wurzb\u00fcrg. <\/em>Wurzb\u00fcrg? Wer h\u00e4tte gedacht, dass die kurze Abfolge von [u] und [y] so anspruchsvoll ist. Beides schlie\u00dflich keine unbekannten Vokale im Niederl\u00e4ndischen.<\/p>\n<p>Zeit f\u00fcr eine Pause. In ein paar Tagen geht es weiter mit Teil 2, unter anderem mit einem geschichtstr\u00e4chtigen deutschen Verb, neuen \u00dcbersetzungen von <em>Wir schaffen das, <\/em>und nat\u00fcrlich mit Wurzb\u00fcrg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele hatten sich dieses Jahr wieder auf ein tiefes Sommerloch gefreut, auf eine saftige Sauregurkenzeit (nl. komkommertijd \u2013 Kandidat f\u00fcr eine mysteri\u00f6se Entstehungs- und Entlehnungsgeschichte). In Deutschland kamen dem Sommerloch leider sehr tragische Ereignisse dazwischen, in M\u00fcnchen, in W\u00fcrzburg, in Ansbach. Trotzdem ist eine ordentliche Sommerlochgeschichte immer noch machbar. 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