{"id":17478,"date":"2018-11-29T14:00:23","date_gmt":"2018-11-29T13:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/?p=17478"},"modified":"2018-12-31T21:54:06","modified_gmt":"2018-12-31T20:54:06","slug":"tierischer-zuwachs-an-der-rijksuniversiteit-groningen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/2018\/11\/29\/tierischer-zuwachs-an-der-rijksuniversiteit-groningen\/","title":{"rendered":"Tierischer Zuwachs an der Rijksuniversiteit Groningen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right\"><strong>von Aniko Schusterius<\/strong><\/p>\n<p>W\u00fcrde Prof. Dr. Doerak eigene Seminare und Vorlesungen geben, st\u00fcnden wohl Veranstaltungstitel wie \u201eDie Entwicklung des Wollkn\u00e4uels zwischen dem 19. und 21.Jahrhundert\u201c oder \u201eHow to stroke cats &#8211; The beginner course\u201c im Vorlesungsverzeichnis. So merkw\u00fcrdig diese Studienthemen auch klingen, klar ist, dass kein Student diese Lehrveranstaltung verpassen wollen w\u00fcrde. Denn Doerak ist der Star an der Rijksuniversiteit in Groningen (RUG).<\/p>\n<div id=\"attachment_17480\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2018\/11\/Doekan-1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17480\" class=\"wp-image-17480\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2018\/11\/Doekan-1-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2018\/11\/Doekan-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2018\/11\/Doekan-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2018\/11\/Doekan-1.jpg 623w\" sizes=\"auto, (max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-17480\" class=\"wp-caption-text\">Doekan. (RUG\/Facebook)<\/p><\/div>\n<p>Mit seinen leuchtend gelben Augen beobachtet er genau, was auf die Leinwand vor ihm projiziert wird, w\u00e4hrend ihm ein Student \u00fcber das wei\u00df-braune Fell streicht. Der Kater hat einen eigenen Instagramaccount (@universitycat), der t\u00e4glich gef\u00fcllt wird mit Bild- und Videomaterial der Studenten, die ihn auf dem Campus antreffen. Er spaziert durch die langen Flure der Geb\u00e4ude, legt sich auf Tastaturen und Pulte und l\u00e4sst sich ausgiebig knuddeln. Kein Wunder, dass sein Besitzer Ekko Ros ihn offiziell an der Universit\u00e4t einschreiben wollte. Seiner auf Instagram gestellten Anfrage wurde innerhalb von 24 Stunden stattgegeben. Seit November besitzt Prof. Dr. Doerak nun einen offiziellen RUGpas. Erst einmal nur f\u00fcr Studenten, aber wer wei\u00df ob die Veterin\u00e4rmedizin ihn nicht bald als Gastdozenten f\u00fcr eine Vortragsreihe einl\u00e4dt.<\/p>\n<p>Die RUG ist nicht die einzige Hochschule mit einem eigenen Haustier. Auf der ganzen Welt streunen Katzen und Kater durch die H\u00f6rs\u00e4le und Seminarr\u00e4ume. Die Saint Mary University in Kanada ist offizielles Terrain von Kater Carlton. Seinen Spitznamen \u201eThe littlest Hobo\u201c gaben ihm die Studenten, weil er immer nur wenige Minuten in einer Vorlesung verweilt. Sonst k\u00f6nnte man all die Leckerlies und Streicheleinheiten gar nicht an einem Tag schaffen. Auch Carlton hat einen eigenen Instagramaccount (@carlton_the_cat) und war bereits in den US-Medien pr\u00e4sent.<\/p>\n<div id=\"attachment_17481\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.cbc.ca\/news\/canada\/nova-scotia\/carlton-cat-saint-mary-s-university-halifax-campus-1.4566192\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17481\" class=\"wp-image-17481 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2018\/11\/Carlton-1-300x168.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2018\/11\/Carlton-1-300x168.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2018\/11\/Carlton-1.jpg 716w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-17481\" class=\"wp-caption-text\">Carlton. (CBC News)<\/p><\/div>\n<p>Schaut man die deutschen Universit\u00e4ten an, hat sich der Trend zum Uni-Haustier noch nicht durchgesetzt. Die wenigen Exemplare sind daf\u00fcr landesweit bekannt. Kater Pep machte 2015 Schlagzeilen als tierischer Student der Universit\u00e4t Regensburg. Seine Facebookseite hat rund 22.500 Likes und sein eigenes Buch \u201ePep, der Unikater &#8211; Wie ich das Leben der Menschen studierte\u201c erschien 2016 im Bastei L\u00fcbbe Verlag. Die Ber\u00fchmtheit schien ihm jedoch zu viel geworden zu sein, denn kurz nach seinem Durchbruch in den Medien wurde Pep nicht mehr in der Bibliothek und auf dem Campus gesichtet.<\/p>\n<p>Noch hat die Freie Universit\u00e4t (FU) kein eigenes Haustier. F\u00fcr eine samtpf\u00f6tigen oder einen bellenden Ehrenstudenten sprechen allerdings viele Gr\u00fcnde. Zum einen wirken Tiere im H\u00f6rsaal beruhigend und zugleich konzentrationsf\u00f6rdernd. Das gleichm\u00e4\u00dfige Streicheln von weichem Fell versetzt sowohl Tier als auch Student in eine ruhige Stimmung inmitten der stressigen Uni-Atmosph\u00e4re. Zum anderen h\u00e4tte die FU im Konkurrenzkampf mit andere Hochschulen einen entscheidenden Vorteil. Denn neben dem Kultur- und Partyangebot einer Stadt z\u00e4hlt f\u00fcr angehende Studenten auch das soziale Umfeld. Einzig Allergiker wird das von einer Bewerbung abhalten, aber f\u00fcr die k\u00f6nnte man ja auch Fische anschaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Aniko Schusterius W\u00fcrde Prof. Dr. Doerak eigene Seminare und Vorlesungen geben, st\u00fcnden wohl Veranstaltungstitel wie \u201eDie Entwicklung des Wollkn\u00e4uels zwischen dem 19. und 21.Jahrhundert\u201c oder \u201eHow to stroke cats &#8211; The beginner course\u201c im Vorlesungsverzeichnis. So merkw\u00fcrdig diese Studienthemen auch klingen, klar ist, dass kein Student diese Lehrveranstaltung verpassen wollen w\u00fcrde. 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