{"id":18014,"date":"2019-11-17T21:06:59","date_gmt":"2019-11-17T20:06:59","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/?p=18014"},"modified":"2019-11-15T15:06:52","modified_gmt":"2019-11-15T14:06:52","slug":"eine-informatikerin-in-eindhoven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/2019\/11\/17\/eine-informatikerin-in-eindhoven\/","title":{"rendered":"Eine Informatikerin in Eindhoven"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.dbnl.org\/tekst\/_vla016196601_01\/_vla016196601_01_0065.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"http:\/\/www.dbnl.org\/tekst\/_vla016196601_01\/_vla016196601_01_0065.php alignright\" title=\"Zelfportret van Erasmus, getekend in 1509\" src=\"http:\/\/www.dbnl.org\/tekst\/_gid001200701_01\/_gid001200701ill0011.gif\" alt=\"illustratie\" width=\"41\" height=\"45\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right\" align=\"JUSTIFY\">von <strong>Franziska Boenisch<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Beginn<\/strong><\/p>\n<p>Seit Beginn meines Studiums hatte ich den Plan gehabt, mal ein Auslandssemster zu machen, am besten in den Niederlanden. Denn dort haben die Unis einen guten Ruf, dort wird viel Rad gefahren und Wert auf die Umwelt gelegt. Das waren meine Gedanken. Im letzten Semester meines Masterstudiums war es endlich so weit und ich machte mich im Februar 2019 auf den Weg nach Eindhoven &#8211; meine neue Heimat auf Zeit.<\/p>\n<p>Die Begr\u00fc\u00dfung durch meine diese neue Heimat war nicht so herzlich, wie ich es mir vielleicht gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Kurz vor Antritt meines Aufenthaltes hatte ich von der Uni spontan eine Absage bekommen f\u00fcr das Studentenwohnheimszimmer, das mir von Anfang an zugesagt worden war. In einer Stadt, in der der Wohnungsmarkt sowieso schon aus allen N\u00e4hten platzt, ist es keine Freude, noch in letzter Minute eine Unterkunft auf Zeit zu finden. Schon gar nicht f\u00fcr Ausl\u00e4nder. Alle online Anzeigen f\u00fcr WGs waren ausdr\u00fccklich an Niederl\u00e4nder gerichtet. Da ich an der FU Berlin durch die Kurse der Niederlandistik ja schon viel Niederl\u00e4ndisch gelernt hatte, dachte ich, ich k\u00f6nnte mich ja einfach trotzdem bewerben, wenn es denn wohl um die Sprache gehen sollte. Die vielen \u2013 und teilweise sehr unfreundlichen \u2013\u00a0 R\u00fcckmeldungen auf meine in niederl\u00e4ndischer Sprache verfassten Bewerbungen \u00fcberzeugten mich schnell davon, dass ich bei dieser Einsch\u00e4tzung wohl falsch gelegen h\u00e4tte. Es blieb mir also nur \u00fcbrig, mir ein Zimmer im Student Hotel Eindhoven zu nehmen, einem Hotel, das gleichzeitig (und f\u00fcr sehr stolze Preise) Langzeit-Zimmer f\u00fcr Studenten anbietet. Die Unterkunft war daf\u00fcr allerdings auch sehr sch\u00f6n und bot jeglichen Komfort, von einem Lernzimmer bis hin zu einem Fitnessstudio.<\/p>\n<p>Weniger einladend war dann der Campus auf den ersten Blick. Als ich an meinem ersten Tag ankam, um meine Dokumente und meinen Studentenausweis abzuholen, musste ich schnell feststellen, dass die TU Eindhoven zwar sehr modern, wohl aber nicht besser organisiert war, als ich es von zu Hause gew\u00f6hnt bin. Durch kalten Wind und Schneeb\u00f6en k\u00e4mpfte ich mich von Geb\u00e4ude zu Geb\u00e4ude (die alle zwar interessante Namen haben, aber keine wirklichen Adressen auf dem Campus). Dies, und die Tatsache, dass sie teilweise ineinander \u00fcbergehen, durch \u00fcber- oder unterirdische G\u00e4nge miteinander verbunden sind oder direkt nebeneinander stehen, machte das Finden der richtigen R\u00e4ume fast unm\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Die Kurse<\/strong><\/p>\n<p>\u00c4hnlich orientierungslos war ich, was den Beginn der Vorlesungszeit betraf. Dadurch, dass die Universit\u00e4t komplett durch-digitalisiert ist, gibt es keinen Erasmuskoordinator mehr, der einem erkl\u00e4rt, wo man seine Kurse bucht, wo man hin muss, wie das System l\u00e4uft. Man hat die online Plattform, auf der man sich Kurse, zugeh\u00f6rige Tutorien und alles Sonstige bucht und raussucht und das war es. Gl\u00fccklicherweise lernte ich durch Zufall ein paar andere Erasmusstudenten an meinem Fachbereich kennen und gemeinsam schafften wir es schon in Woche zwei immer bei den Veranstaltungen zu landen, zu denen wir hin wollten. Dies war auch n\u00f6tig, denn in Eindhoven gibt es keine Semester, sondern Quartale. Und diese sind dann nur 8 Wochen lang, so geht es in Woche zwei schon sehr hei\u00df her. Neben den anspruchsvollen Vorlesungen waren w\u00f6chentliche benotete Programmieraufgaben abzugeben, Paper zu lesen, \u00dcbungen zu machen. Das ist zwar bei den Informatikern an der FU Berlin nicht sehr anders, aber doch f\u00fchlte ich mich da nie so \u00fcberfordert. Ich glaube, den gr\u00f6\u00dften Unterschied machte es f\u00fcr mich, dass die theoretischen \u00dcbungen, die einen f\u00fcr die Klausur vorbereiten, nicht abgegeben werden, sondern nur die praktischen, die man also sozusagen \u201eon-top\u201c machen muss. Und dabei muss man die Zettel auch nicht nur bestehen, wie bei uns, sondern die Note der Zettel flie\u00dft bis zu mehr als die H\u00e4lfte in die Endnote des Kurses ein. Der Druck ist daher wirklich hoch. Von den Kursen her konnte ich meinen Aufenthalt in Eindhoven also nicht besonders genie\u00dfen, sondern bin immer leicht an der \u00dcberforderung mit dem Pensum und der Menge der Online-Tools und -Plattformen vorbeigeschrappt.<\/p>\n<div id=\"attachment_18043\" style=\"width: 203px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18043\" class=\"wp-image-18043\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/1TUcampus-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"193\" height=\"145\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/1TUcampus-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/1TUcampus.jpg 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/><p id=\"caption-attachment-18043\" class=\"wp-caption-text\">TU-Campus -\u00a9 F. Boenisch<\/p><\/div>\n<p>Von der Ausstattung war die TU aber sehr beeindruckend. Die Geb\u00e4ude sind alle neu, gut ausgestattet, es gibt riesige Bibliotheken, die Vorlesungss\u00e4le sind modern und mit neuster Technik ausgestattet. Die Professoren m\u00fcssen technische Probleme mit Beamer und Co. nicht mal mehr selber l\u00f6sen, sondern es gibt Techniker, die sie anrufen k\u00f6nnen und die dann kommen, falls etwas nicht l\u00e4uft. Generell gibt es viele zus\u00e4tzliche Mitarbeiter, die Rezeptionen in jedem Geb\u00e4ude betreuen, einen Sicherheitsdienst und ein Studienb\u00fcro, wo auch der Erasmuskoordinator sitzen w\u00fcrde und man f\u00fcr Fragen einfach hingehen k\u00f6nnte, sollte er denn vor Ort sein.\u00a0 Auch der Campus ist sehr weitl\u00e4ufig und wundersch\u00f6n gepflegt. Wohl f\u00fchlen kann man sich also. Nur eine Mensa habe ich bis zu meinem letzten Tag nie gefunden. Ich beobachtete die anderen Studenten immer, wie sie \u00fcber ihren Laptop sitzend irgendwelche in Plastik eingeschwei\u00dften Sandwiches a\u00dfen. In dem Punkt habe ich auf die Anpassung verzichtet und dann lieber an der Uni nichts gegessen, sondern bin in den Freistunden lieber nach Hause geradelt.<\/p>\n<p><strong>Das Leben<\/strong><\/p>\n<p>Generell hat es mich \u00fcberrascht, wie anders doch die Esskultur zwischen den Niederlanden und Deutschland sein muss. Fast jede Art von Gem\u00fcse und Obst gibt es schon fertig verpackt, geschnitten und verzehrfertig im Supermarkt zu kaufen. Von geriebenen Kartoffeln, geraspelten M\u00f6hren, geschnittenem Obst, Fertigmischungen f\u00fcr alle m\u00f6glichen Teige, belegte Pizzen, Burger usw. gab es eigentlich alles zu kaufen. F\u00fcr mich sprach das daf\u00fcr, dass sich viele Leute vielleicht nicht mehr viel Zeit f\u00fcr Essen nehmen. Das passte mit dem Eindruck der Sandwiches zusammen. Und irgendwie passte das auch nicht in mein Bild der umweltfreundlichen Niederl\u00e4nder. Wenn je 200g Karottenraspeln in Plastik eingepackt sind, ist es mit der Umwelt nicht so weit bestellt. Praktisch ist es aber schon, das musste ich nach einiger Zeit zugeben.<\/p>\n<p>Auch die Imbissbuden, die \u00fcberall in der Stadt verteilt waren, und wo es im Automaten zur Selbstbedienung Frikandeln und andere \u2013 f\u00fcr mich nicht ganz zuordenbare frittierte Gerichte \u2013 gab, best\u00e4rkten diesen Eindruck. F\u00fcr das Essen aus den Automaten konnte ich mich zwar nie besonders begeistern, die Pommes waren allerdings die besten, die ich je gegessen hatte.<\/p>\n<p><strong>Die Stadt<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_18044\" style=\"width: 257px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18044\" class=\"wp-image-18044\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/2karneval-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"247\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/2karneval-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/2karneval.jpg 524w\" sizes=\"auto, (max-width: 247px) 100vw, 247px\" \/><p id=\"caption-attachment-18044\" class=\"wp-caption-text\">Karnaval &#8211; \u00a9 F. Boenisch<\/p><\/div>\n<p>Die Lebensqualit\u00e4t in Eindhoven habe ich als sehr hoch wahrgenommen, die Stadt war immer \u00a0sch\u00f6n sauber, den anstehenden Festivit\u00e4ten entsprechend geschm\u00fcckt und es wurden viele Feste veranstaltet. Ein ganz gro\u00dfes Highlight war der Karneval, f\u00fcr den die Innenstadt bestimmt 5 Tage still stand, \u00fcberall B\u00fchnen aufgebaut waren und gefeiert wurde. Genauso passierte es auch zum K\u00f6nigstag. Man konnte immer richtig sp\u00fcren, wie die Stadt zusammenr\u00fcckte, alles herausgeputzt wurde und die Menschen gemeinsam auf der Stra\u00dfe Spa\u00df hatten.<\/p>\n<p>Auch im Alltag kommt man gut auf seine Kosten, das Theater der Stadt ist wirklich nett und bietet ein \u00fcberrauschend abwechslungsreiches Programm an. Zwei Mal die Woche ist Markt, wo man sein Gem\u00fcse auch in seiner unverpackten, unverarbeiteten Rohform erwerben kann, es gibt eine hervorragende Fahrradinfrastruktur und gerade um den Campus herum wurde es, als langsam der Fr\u00fchling kam, sehr gr\u00fcn und sch\u00f6n. Es gibt sogar einen See, den wir Erasumus-Studenten als h\u00e4ufigen Wochenend-Treffpunkt auserkoren hatten.<\/p>\n<div id=\"attachment_18046\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18046\" class=\"wp-image-18046 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/4-festival-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/4-festival-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/4-festival.jpg 484w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-18046\" class=\"wp-caption-text\">Festival auf dem Campus &#8211; \u00a9 F. Boenisch<\/p><\/div>\n<p>Besonders die TU tr\u00e4gt auch zu einem ausgef\u00fcllten Leben in der Stadt da. Als sich der Sommer n\u00e4herte, war eigentlich jedes Wochenende ein gro\u00dfes Event auf dem Campus. Einmal gab es klassische Musik mit Orchestern, die teilweise sogar aus anderen St\u00e4dten und L\u00e4ndern angereist waren. Mein Highlight dabei war wohl die Auff\u00fchrung von Peter und der Wolf auf Niederl\u00e4ndisch, da es eine der wenigen Gelegenheiten bot, auf dem Campus Niederl\u00e4ndisch zu h\u00f6ren. Aber auch die Festivals, Partys und Konzerte, die auf dem Campus organisiert wurden, standen kommerziellen Veranstaltungen in nichts nach. Es war immer f\u00fcr gen\u00fcgend Bier gesorgt, es waren gute Bands da und dabei fand ich es ganz erheiternd zu sehen, wie die Studenten sich auf dem Campus gehen lie\u00dfen, in einer Form, wie ich es zu Hause an der Uni noch nie erlebt hatte. Die Verbindung zwischen Uni und Freizeit scheint dort also perfekt zu klappen, auch wenn ich das vielleicht manchmal etwas befremdlich fand. Insbesondere die enormen Mengen an Bier, die stets zu den Events geh\u00f6rten.<\/p>\n<p><strong>Die Studienvereinigung<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_18045\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18045\" class=\"wp-image-18045 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/3koningsdag-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/3koningsdag-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/3koningsdag.jpg 337w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><p id=\"caption-attachment-18045\" class=\"wp-caption-text\">K\u00f6nigstag &#8211; \u00a9 F. Boenisch<\/p><\/div>\n<p>Schnell merkte ich, dass sich unter den anderen Erasmusstudenten vorher niemand die M\u00fche gemacht hatte, Niederl\u00e4ndisch zu lernen. Generell war die Hauptsprache zwischen Studierenden und Dozierenden an der TU immer nur Englisch. Auch die ausl\u00e4ndischen Studenten, die l\u00e4nger dort waren &#8211; teils f\u00fcr ihr ganzes Studium &#8211; sprachen kein Wort Niederl\u00e4ndisch. Und da sie zu gr\u00f6\u00dften Teilen die Tutorien betreuten, war f\u00fcr mich weder im privaten noch im universit\u00e4ren Kontext die M\u00f6glichkeit vorhanden, Niederl\u00e4ndisch zu sprechen, was ich sehr schade fand. Als ich kurz vor dem Aufgeben war, was meine Tr\u00e4ume, doch noch Niederl\u00e4ndisch zu sprechen, betraf, lernte ich GEWIS kennen.<\/p>\n<p>An der TU gibt es verschiedenen \u201eStudie Associaties\u201c, also Studienvereinigungen. Das ist \u00e4hnlich einer Studentenvereinigung, allerdings mit Fachbezug zum Studium und an den Fachbereichen angesiedelt. Die GEWIS ist die Vereinigung f\u00fcr Informatik und Mathematik in Eindhoven. Ich bin auf sie aufmerksam geworden, da sie (anders als die offiziellen Stellen der Uni) eine kleine Einf\u00fchrung f\u00fcr uns Erasmusstudenten organisiert hat, bei der wir etwas \u00fcber die Niederlande erfahren haben. Ich bin dann Mitglied geworden, um niederl\u00e4ndische Freunde zu finden und das war die beste Entscheidung meines Aufenthaltes. F\u00fcr 15\u20ac Halbjahresbeitrag kann man ab dann an allen Veranstalungen der GEWIS teilnehmen. Diese sind ganz verschiedener Natur: Wandern, Spiele spielen, gemeinsam Backen, Vorlesungen zu Themen und Kompetenzworkshops. Weiterhin wird jeden Donnerstag in den R\u00e4umen der GEWIS auf dem Campus der sog. \u201eBorrel\u201c organisiert. Dann wird f\u00fcr 75ct Bier verkauft, alle stehen zusammen, es ist irgendwie wie in einer Kneipe. Die Studenten dort waren unglaublich nett zu mir, haben mit mir Niederl\u00e4ndisch gesprochen, mir viel \u00fcber die Studienvereinigungskultur, die Uni, die Niederlande usw. erz\u00e4hlt. Das war sehr bereichernd, teilweise, wenn es um die Aufnahmeriten in irgendwelche Teams der Vereinigung ging, die alle das schnelle und viele trinken von Bier beinhalteten, vielleicht auch ein bisschen befremdlich.<\/p>\n<p><strong>Wieder zu Hause<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_18047\" style=\"width: 326px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18047\" class=\"wp-image-18047\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/5fietspad-300x226.jpg\" alt=\"\" width=\"316\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/5fietspad-300x226.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/nederlands\/files\/2020\/11\/5fietspad.jpg 528w\" sizes=\"auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px\" \/><p id=\"caption-attachment-18047\" class=\"wp-caption-text\">Mein Fahrradweg zur Uni &#8211; \u00a9 F. Boenisch<\/p><\/div>\n<p>Jetzt, wieder zu Hause, fehlen mir die sch\u00f6nen Radwege der Niederlande. Es fehlen mir auch die Studienvereinigung und all meine Freunde. Der Uni allgemein in Deutschland fehlt vielleicht auch die Studienvereinigung, denn den meisten Studenten hier, k\u00f6nnte ein bisschen Zusammenhalt am Fachbereich, ein paar gemeinsame Aktivit\u00e4ten und fachbezogene Unterst\u00fctzung nicht schaden. Es fehlen mir die Pommes, es fehlt mir die niederl\u00e4ndische Sprache. Was aber bleibt sind viele sch\u00f6ne Erinnerungen an eine Stadt, die viel spannender ist, als alle immer behaupten, und die Erfahrung, wie anders Studium im Ausland sein kann, auch wenn man im direkten Nachbarland bleibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Franziska Boenisch Der Beginn Seit Beginn meines Studiums hatte ich den Plan gehabt, mal ein Auslandssemster zu machen, am besten in den Niederlanden. 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