{"id":1034,"date":"2022-05-12T09:30:00","date_gmt":"2022-05-12T07:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/?p=1034"},"modified":"2024-03-25T20:05:03","modified_gmt":"2024-03-25T19:05:03","slug":"das-bua-open-science-dashboard-projekt-die-entwicklung-disziplinspezifischer-open-science-indikatoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/2022\/05\/12\/das-bua-open-science-dashboard-projekt-die-entwicklung-disziplinspezifischer-open-science-indikatoren\/","title":{"rendered":"Das Projekt BUA Open Science Dashboards: die Entwicklung disziplinspezifischer Open-Science-Indikatoren"},"content":{"rendered":"\r\n<p>Autorinnen: Maaike Duine (<a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-3412-7192\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ORCiD<\/a>) und Maxi Kindling (<a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-0167-0466\">ORCiD<\/a>)<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Zitierhinweis: Duine, Maaike &amp; Kindling, Maxi (2022) Das Projekt BUA Open Science Dashboards: die Entwicklung disziplinspezifischer Open-Science-Indikatoren. Open Access Blog Berlin. DOI: https:\/\/doi.org\/10.59350\/26ft6-dmv65<\/pre>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Open-Science-Praktiken<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Open Access, Open Data, Open Educational Resources, Open Hardware, Open Software, Open Code, Citizen Science:\u00a0Das Konzept von Open Science umfasst viele Praktiken, die im wissenschaftlichen Alltag zunehmend relevant werden. Sie haben zum Ziel, den wissenschaftlichen Arbeitsprozess, seine Quellen und Ergebnisse langfristig offen zug\u00e4nglich, nachvollziehbar und nachnutzbar zu machen. Im Berliner Hochschulgesetz wird offene Wissenschaft seit 2021 im \u00a741 adressiert. Dort ist formuliert, dass sie sich auf den &#8222;uneingeschr\u00e4nkten und langfristigen Zugang zu wissenschaftlichen Texten, Forschungsdaten, Software und weiteren Forschungsergebnissen und -quellen sowie Lehr- und Bildungsmaterialien&#8220; bezieht, den die Hochschulen ebenso unterst\u00fctzen sollen wie &#8222;einen transparenten Forschungsprozess einschlie\u00dflich der Bereitstellung von Forschungsinformationen&#8220;.<\/p>\r\n<p><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Verbreitung von Praktiken offener Wissenschaft ist allerdings im Vergleich von Forschungsinstitutionen, Disziplinen und Wissenschaftler*innen unterschiedlich weit fortgeschritten. Weithin bekannt ist, dass der Anteil an Open-Access-Publikationen in Zeitschriften in den Lebens- und\u00a0Naturwissenschaften h\u00f6her ist als in den Sozial- und Geisteswissenschaften <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.12688\/f1000research.17328.2\">[1]<\/a>. In der Umweltforschung sind Citizen-Science-Praktiken, d.h. die Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit bzw. von Laien-Wissenschaftler*innen an der Forschung, verbreiteter als in anderen Disziplinen <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pone.0178778\">[2]<\/a>. Weitere Beispiele findet man im Bereich der Ver\u00f6ffentlichung von Preprints, d.h. nicht-begutachteten Vorabver\u00f6ffentlichungen von Manuskripten im Open Access,\u00a0die\u00a0in der Mathematik und anderen naturwissenschaftlichen F\u00e4chern\u00a0g\u00e4ngiger sind\u00a0(z.B. \u00fcber die Preprintserver ArXiv oder BioArXiv) <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/scipol\/scab039\">[3]<\/a>. Auch das Teilen von Forschungsdaten (Data Sharing) nimmt zwar in allen Disziplinen stetig zu, aber im disziplin\u00e4ren Vergleich gibt es gro\u00dfe Unterschiede. Disziplinen wie die Hochenergiephysik, in denen traditionell viel in (gro\u00dfen) Forschungskollaborationen zusammengearbeitet wird und Data Sharing notwendig ist, werden eher Daten nach den Prinzipien von Offenheit geteilt, als in Disziplinen, in denen das weniger \u00fcblich\u00a0und notwendig ist [<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41597-021-00981-0\">4<\/a>, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ijinfomgt.2019.05.024\">5<\/a>].<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Was ist Monitoring und wozu machen wir das? Warum ist das ein wichtiges, aber auch schwieriges Thema?<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Mit der Verbreitung offener Wissenschaft steigt auch der Bedarf nach einem Monitoring von Open-Science-Praktiken. Dies erlaubt einen breiten Blick auf die Aktivit\u00e4ten, kann neue Anreize schaffen, Open Science umzusetzen und setzt Impulse f\u00fcr die Entwicklung von Policies oder Infrastrukturangeboten. Ein Monitoring kann sowohl quantitative wie auch qualitative Darstellungen enthalten. So kann es einerseits darum gehen, den Anteil von offen verf\u00fcgbar gemachten Publikationen in Bezug auf eine Gesamtzahl von Publikationen zu bestimmen. Aufgrund der unterschiedlichen Publikationskulturen in den Disziplinen ist diese &#8222;an Zahlen orientierte&#8220; Herangehensweise aber nicht in allen Forschungsfeldern sinnvoll und ad\u00e4quat. Eine qualitative Beschreibung von Open-Science-Aktivit\u00e4ten kann daher ebenso von Bedeutung sein, indem beispielsweise Projekte oder Publikationen deskriptiv und kontextualisierend dargestellt werden, um den Impact in einem bestimmten Forschungsgebiet hervorzuheben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ein Monitoring kann sich dar\u00fcber hinaus auf die Aktivit\u00e4ten einzelner Wissenschaftler*innen, auf Institutionen, auf F\u00f6rderprogramme, auf eine nationale oder z.B. auf die\u00a0europ\u00e4ische Ebene beziehen. Ein Monitoring kann beispielsweise\u00a0f\u00fcr F\u00f6rderorganisationen einen Einblick in die Anzahl der Open-Access-Publikationen aus einem bestimmten F\u00f6rderprogramm geben oder f\u00fcr Institutionen ein Benchmarking (einen Vergleich mit, bzw. eine Orientierung an anderen Institutionen) erm\u00f6glichen. Dies zeigt\u00a0bereits, dass mit dem Monitoring bestimmte Herausforderungen verbunden sind. Dazu geh\u00f6rt die Frage, inwieweit ein Monitoring zum unpassenden Vergleich von Disziplinen f\u00fchrt. Eine weitere Frage ist die nach der Bedeutung etablierter Indikatoren f\u00fcr wissenschaftliche Leistungen im Vergleich zu Open-Science-Indikatoren. Der\u00a0Journal Impact Factor als Parameter ist hier ein h\u00e4ufig angef\u00fchrtes und kritisch betrachtetes Beispiel, um die wissenschaftliche Leistung von Individuen und Institutionen zu vergleichen. Initiativen wie die\u00a0<a href=\"https:\/\/sfdora.org\/read\/read-the-declaration-deutsch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">San Francisco Declaration on Research Assessment<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.coalition-s.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Plan S<\/a>\u00a0haben zum Ziel, Verfahren zur Leistungsmessung \u00fcber den Journal Impact Factor und Journal Metrics hinaus zu entwickeln. Die Entwicklung von Indikatoren f\u00fcr offene Wissenschaft (z.B. f\u00fcr die im n\u00e4chsten Abschnitt erw\u00e4hnten Monitoring-Ans\u00e4tze)\u00a0gehen in die gleiche Richtung, die Forschungsevaluation neu zu denken und beispielsweise Indikatoren wie den offenen Zugang zu Ergebnissen wie Daten und Software, aber auch die Durchf\u00fchrung von offenen Begutachtungsprozessen (Open\u00a0Peer\u00a0Review) oder die Zusammenarbeit (Team Science) zu f\u00f6rdern.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Monitoring-Ans\u00e4tze<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Auf europ\u00e4ischer Ebene gibt es verschiedene Initiativen, die das Monitoring von Open-Science-Praktiken voranbringen wollen. Ein Beispiel ist OpenAIRE&#8217;s\u00a0<a href=\"https:\/\/osobservatory.openaire.eu\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Open Science Observatory<\/a>, das die Anzahl der Open-Access-Publikationen, Open Data und Open-Access-Journals pro Land anzeigt. Zur Visualisierung der Daten aus verschiedenen Quellen werden Dashboards entwickelt. Im Fall des Open Science Observatory basieren die Daten auf dem\u00a0<a href=\"https:\/\/graph.openaire.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">OpenAIRE Research Graph<\/a>, der Daten von institutionellen Repositorien und Zeitschriften mit Daten von Services wie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.crossref.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Crossref<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/unpaywall.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Unpaywall<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/orcid.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ORCID<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"http:\/\/grid.ac\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Grid.ac<\/a>\u00a0verkn\u00fcpft. Ein anderes Beispiel ist der\u00a0<a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/research-and-innovation\/strategy\/strategy-2020-2024\/our-digital-future\/open-science\/open-science-monitor_en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Open Science Monitor<\/a>\u00a0der Europ\u00e4ischen Kommission. Er zeigt in unterschiedlichen Dashboards Trends f\u00fcr Open-Access-Publikationen, Open Data und Open Collaboration. Das Monitoring der Open-Access-Publikationen basiert auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.scopus.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Scopus<\/a>, Unpaywall und\u00a0<a href=\"https:\/\/datacite.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DataCite<\/a>\u00a0sowie qualititativen Daten von Umfragen. Dar\u00fcber hinaus wird angezeigt, wie oft OA-Publikationen auf Social Media und anderen Medien erw\u00e4hnt werden und die Anzahl der Policies von Forschungsf\u00f6rderorganisationen zu Open Access, Open Data sowie Journal Policies zu Open Data, Open Code und Open Hardware wird angegeben.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In Deutschland ist der\u00a0<a href=\"https:\/\/open-access-monitor.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Open Access Monitor\u00a0<\/a>ein wichtiges Instrument zur Erfassung des Open-Access-Publikationsaufkommens deutscher akademischer Einrichtungen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Der Monitor bereitet die Angabe kategorisiert nach Gold\/Green\/Hybrid OA und Closed Access auf. Der Open Access Monitor Deutschland basiert ebenfalls auf mehreren Datenquellen. Dazu geh\u00f6ren\u00a0<a href=\"https:\/\/app.dimensions.ai\/discover\/publication\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dimensions<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/clarivate.com\/webofsciencegroup\/solutions\/web-of-science\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Web of Science<\/a>, Scopus, Unpaywall,\u00a0<a href=\"https:\/\/doaj.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Directory of Open Access Journals<\/a>\u00a0und weitere. Es k\u00f6nnen aber auch weitere Indikatoren bei nationalen Monitoring-Ans\u00e4tzen vorgefunden werden: Im <a href=\"https:\/\/bi-poc.dataverse.tk\/superset\/dashboard\/6\/?preselect_filters=%7B%7D&amp;standalone=true&amp;native_filters=%28%29\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">niederl\u00e4ndischen Open Science Dashboard<\/a> und dem <a href=\"https:\/\/barometredelascienceouverte.esr.gouv.fr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">franz\u00f6sischen Open Science Monitor<\/a> werden z.B. die Zertifizierung von und die Nutzung von persistenten Identifikatoren f\u00fcr Forschungsdaten in Repositorien dargestellt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Auch auf Landesebene ist das Monitoring relevant: Das OABB koordiniert seit einigen Jahren eine Arbeitsgruppe, die seit 2016 das Open-Access-Publikationsaufkommen in wissenschaftlichen Zeitschriften f\u00fcr die neun publikationsst\u00e4rksten Berliner Hochschulen erfasst. Dies steht im Zusammenhang mit dem in der Berliner Open-Access-Strategie formulierten Ziel, bis 2020 einen Open-Access-Anteil bei Zeitschriftenartikeln von 60 % zu erreichen. Der zuletzt\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.14279\/depositonce-11774\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">erschienene Bericht<\/a>\u00a0\u00fcber das Publikationsjahr 2019 wies einen Open-Access-Anteil von 51,6 % nach (der Bericht \u00fcber das Publikationsjahr 2020 wird derzeit vorbereitet).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"598\" class=\"wp-image-1037\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-11-at-17.23.44-1024x598.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-11-at-17.23.44-1024x598.png 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-11-at-17.23.44-300x175.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-11-at-17.23.44-768x449.png 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-11-at-17.23.44-250x146.png 250w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-11-at-17.23.44-550x321.png 550w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-11-at-17.23.44-800x467.png 800w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-11-at-17.23.44-308x180.png 308w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-11-at-17.23.44-513x300.png 513w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-11-at-17.23.44-856x500.png 856w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-11-at-17.23.44.png 1121w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/>\r\n<figcaption>Abbildung 1: Screenshot des Open Access Monitor Deutschland: Gold Open Access und die Anteile f\u00fcr Open\/Closed Access bei Zeitschriftenartikeln der letzten f\u00fcnf Jahre (Abrufdatum: 11. April, 2022). URL: <a href=\"https:\/\/open-access-monitor.de\/\">https:\/\/open-access-monitor.de\/<\/a><\/figcaption>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Diese Monitoring-Ans\u00e4tze sind spezialisiert auf das Publizieren in Zeitschriften und zeigen aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht die Diversit\u00e4t der Publikationsformate in den Fachkulturen, die auch Monografien, Sammel- und Konferenzb\u00e4nde, Forschungs-\/Kulturdaten, Software, Quellcode, Lehrb\u00fccher, Open Educational Resources, Publizieren in Blogs sowie nicht-textuelle Medien, wie z.B. Audio-visuelle Medien und 3D-Modelle umfassen. Ein Problem sind die fehlenden bzw. nicht standardisierten Nachweisquellen, fehlende Indikatorik, Metriken und automatisierte Screening-Tools f\u00fcr diese Formate. Daher sind Monitoring-Ans\u00e4tze bzw. Dashboards, die auf Disziplinen fokussieren, bislang die Ausnahme.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Das BIH Quest Dashboard<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>F\u00fcr die biomedizinische Forschung hat das BIH QUEST Center das Charit\u00e9 Dashboard on Responsible Research erstellt. Die f\u00fcnf dargestellten OS-Indikatoren Open Access, Open Data, Open Code, Preprints und Anzahl der Forscher*innen mit ORCiD. Datenquellen f\u00fcr OA-Artikel, Preprints und ORCiD sind Unpaywall, Dimensions, und die ORCiD API. F\u00fcr die OS-Indikatoren Open Data und Open Code wurden die Charit\u00e9-Publikationen mit einem von QUEST entwickelten Textmining-Algorithmus analysiert: ODDPUB (Open Data Detection in Publications) <a href=\"http:\/\/doi.org\/10.5334\/dsj-2020-042\">[6]<\/a>. ODDPub durchsucht den Volltext der Publikationen nach Aussagen, die auf Daten- oder Code-Sharing hindeuten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"953\" height=\"542\" class=\"wp-image-1039\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-07-at-15.54.22.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-07-at-15.54.22.png 953w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-07-at-15.54.22-300x171.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-07-at-15.54.22-768x437.png 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-07-at-15.54.22-250x142.png 250w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-07-at-15.54.22-550x313.png 550w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-07-at-15.54.22-800x455.png 800w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-07-at-15.54.22-316x180.png 316w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-07-at-15.54.22-527x300.png 527w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/files\/2022\/05\/Screen-Shot-2022-04-07-at-15.54.22-879x500.png 879w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/>\r\n<figcaption>Abbildung 2: Screenshot des Charit\u00e9 Dashboards: Indikatoren f\u00fcr Open Science (Abrufdatum: 7. April, 2022). URL: <a href=\"https:\/\/quest-dashboard.charite.de\/\">https:\/\/quest-dashboard.charite.de\/<\/a><\/figcaption>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Zuletzt wurde das\u00a0<a href=\"https:\/\/quest-dashboard.charite.de\/#tabFAIR\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Charit\u00e9 Dashboard\u00a0<\/a>um ein FAIR Dashboard erweitert: Forschungsdaten, die in Publikationen von Charit\u00e9-Autor*innen aus dem Jahr 2020 erw\u00e4hnt wurden, werden auf die Umsetzung der FAIR Data Principles gepr\u00fcft, d.h. ob sie in den Repositorien, in denen sie ver\u00f6ffentlicht wurden, auffindbar, zug\u00e4nglich, interoperabel und nachnutzbar sind <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/sdata.2016.18\">[7]<\/a>. Daf\u00fcr wurde das\u00a0<a href=\"https:\/\/www.f-uji.net\/index.php?action=home\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">F-UJI<\/a>\u00a0Automated FAIR Data Assessment Tool verwendet. Anhand von 16 Metriken wird so die FAIRness eines Forschungsdatenobjekts in einem Repositorium bewertet und kann als Hilfsmittel f\u00fcr Forscher*innen dienen, Services auszuw\u00e4hlen, die Daten m\u00f6glichst umfassend nachnutzbar bereitstellen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Entwicklung prototypischer Dashboards im BUA Open Science Dashboards Projekt<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>F\u00fcr das Monitoring im biomedizinischen Bereich besteht mit dem Charit\u00e9 Dashboard eine funktionale L\u00f6sung, w\u00e4hrend es f\u00fcr viele weitere Disziplinen keine vergleichbaren Ans\u00e4tze gibt.\u00a0Ziel des von der Berlin University Alliance\u00a0(BUA)\u00a0gef\u00f6rderten Projekts Open Science Dashboards ist es, mit weiteren ausgew\u00e4hlten Instituten bzw. wissenschaftlichen Communities an den BUA-Einrichtungen zusammenzuarbeiten und gemeinsam Indikatoren f\u00fcr ein prototypisches Dashboard zu entwickeln.\u00a0Die bestehenden Open-Science-Indikatoren des Charit\u00e9 Dashboards k\u00f6nnen als Ausgangspunkt f\u00fcr weitere disziplinspezifische Dashboards genutzt werden. Au\u00dferdem k\u00f6nnen neue\u00a0Indikatoren wie z.B. f\u00fcr Citizen Science, Software, Open Educational Resources oder Open-Access-B\u00fccher entwickelt werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Dashboard-Prototypen k\u00f6nnen\u00a0von Instituts- oder Fakult\u00e4tsleitungen intern genutzt, von Forscher*innen der Communities selbst verwendet, sowie bei Wunsch auch offen verf\u00fcgbar gemacht werden.\u00a0Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Automatisierbarkeit der Erhebung von Indikatoren sowie der Ber\u00fccksichtigung der FAIR-Prinzipien.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wir freuen uns \u00fcber Fragen und Feedback zu diesem Projekt:\u00a0<a href=\"mailto:oabb@open-access-berlin.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">oabb@open-access-berlin.de<\/a>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Referenzen<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<ol class=\"wp-block-list\">\r\n<li>Severin A, Egger M, Eve MP and H\u00fcrlimann D. Discipline-specific open access publishing practices and barriers to change: an evidence-based review [version 2; peer review: 2 approved, 1 approved with reservations]. F1000Research 2020, 7:1925.\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.12688\/f1000research.17328.2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.12688\/f1000research.17328.2<\/a><\/li>\r\n<li>Pettibone L, Vohland K, Ziegler D (2017) Understanding the (inter)disciplinary and institutional diversity of citizen science: A survey of current practice in Germany and Austria. PLoS ONE 12(6): e0178778.\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pone.0178778\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pone.0178778<\/a><\/li>\r\n<li>Kristijan Armeni, Loek Brinkman, Rickard Carlsson, Anita Eerland, Rianne Fijten, Robin Fondberg, Vera E Heininga, Stephan Heunis, Wei Qi Koh, Maurits Masselink, Niall Moran, Andrew \u00d3 Baoill, Alexandra Sarafoglou, Antonio Schettino, Hardy Schwamm, Zsuzsika Sjoerds, Marta Teperek, Olmo R van den Akker, Anna van&#8217;t Veer, Raul Zurita-Milla, Towards wide-scale adoption of open science practices: The role of open science communities, Science and Public Policy, Volume 48, Issue 5, October 2021, Pages 605\u2013611.\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/scipol\/scab039\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1093\/scipol\/scab039<\/a><\/li>\r\n<li>Tedersoo, Leho &amp; K\u00fcngas, Rainer &amp; Oras, Ester &amp; K\u00f6ster, Kajar &amp; Eenmaa, Helen &amp; Leijen, \u00c4li &amp; Pedaste, Margus &amp; Raju, Marju &amp; Astapova, Anastasiya &amp; Lukner, Heli &amp; Kogermann, Karin &amp; Sepp, Tuul. (2021). Data sharing practices and data availability upon request differ across scientific disciplines. Scientific Data. 8. 192.\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41597-021-00981-0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41597-021-00981-0<\/a><\/li>\r\n<li>Zuiderwijk A, and Spiers H (2019) Sharing and re-using open data: A case study of motivations in astrophysics. International Journal of Information Management: 49, pp: 228-241.\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ijinfomgt.2019.05.024\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ijinfomgt.2019.05.024<\/a><\/li>\r\n<li>Riedel, N., Kip, M. and Bobrov, E., 2020. ODDPub \u2013 a Text-Mining Algorithm to Detect Data Sharing in Biomedical Publications. Data Science Journal, 19(1), p.42.\u00a0<a href=\"http:\/\/doi.org\/10.5334\/dsj-2020-042\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/doi.org\/10.5334\/dsj-2020-042<\/a><\/li>\r\n<li>Wilkinson, M., Dumontier, M., Aalbersberg, I. et al. The FAIR Guiding Principles for scientific data management and stewardship. Sci Data 3, 160018 (2016).\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/sdata.2016.18\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/sdata.2016.18<\/a><\/li>\r\n<\/ol>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autorinnen: Maaike Duine (ORCiD) und Maxi Kindling (ORCiD) Zitierhinweis: Duine, Maaike &amp; Kindling, Maxi (2022) Das Projekt BUA Open Science Dashboards: die Entwicklung disziplinspezifischer Open-Science-Indikatoren. Open Access Blog Berlin. DOI: https:\/\/doi.org\/10.59350\/26ft6-dmv65 Open-Science-Praktiken Open Access, Open Data, Open Educational Resources, Open Hardware, Open Software, Open Code, Citizen Science:\u00a0Das Konzept von Open Science umfasst viele Praktiken, die &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/2022\/05\/12\/das-bua-open-science-dashboard-projekt-die-entwicklung-disziplinspezifischer-open-science-indikatoren\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDas Projekt BUA Open Science Dashboards: die Entwicklung disziplinspezifischer Open-Science-Indikatoren\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6994,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[586236],"tags":[448378,448962,7066],"class_list":["post-1034","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bua-open-science-dashboards-magnifiers","tag-open-science-indicators","tag-open-science-monitoring","tag-infrastruktur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1034","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6994"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1034"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1034\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2523,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1034\/revisions\/2523"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1034"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1034"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1034"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}