{"id":846,"date":"2022-03-15T12:31:45","date_gmt":"2022-03-15T11:31:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/?p=846"},"modified":"2024-02-15T15:59:32","modified_gmt":"2024-02-15T14:59:32","slug":"empfehlung-fuer-eine-landesinitiative-open-research-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/2022\/03\/15\/empfehlung-fuer-eine-landesinitiative-open-research-berlin\/","title":{"rendered":"Empfehlung f\u00fcr eine Landesinitiative Open Research Berlin"},"content":{"rendered":"\r\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Zitiervorschlag: Open-Access-B\u00fcro Berlin (2022). Empfehlung f\u00fcr eine Landesinitiative Open Research Berlin, Open Access Blog Berlin. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.59350\/gbv5b-p6y47\">https:\/\/doi.org\/10.59350\/gbv5b-p6y47<\/a>.<\/pre>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-verse\"><em>Hintergrund: In ihrer Sitzung vom 8. Dezember 2020 begr\u00fc\u00dfte die <a href=\"http:\/\/www.open-access-berlin.de\/aktivitaeten\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">AG Open-Access-Strategie Berlin<\/a> unter der Leitung des damaligen Staatssekret\u00e4rs f\u00fcr Wissenschaft und Forschung Steffen Krach und des leitenden Direktors der Universit\u00e4tsbibliothek der Freien Universit\u00e4t Berlin Dr. Andreas Brandtner, zeitnah die Entwicklung einer Berliner Landesinitiative f\u00fcr Open Research aufzunehmen. Diese soll auf der derzeit geltenden erfolgreichen Open-Access-Strategie f\u00fcr Berlin aus dem Jahr 2015 aufbauen und aus mehreren Komponenten bestehen. Die von der AG empfohlenen Komponenten fassen wir in diesem Blogpost zusammen. Wir greifen zus\u00e4tzlich einige neue Entwicklungen auf.<\/em><\/p>\r\n<p><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von der Open-Access-Strategie zu einer Landesinitiative Open Research<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Zahl der Berliner wissenschaftlichen und kulturellen Landeseinrichtungen mit einer Open Access Policy hat seit der Verabschiedung der <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.17169\/refubium-26319\">Berliner Open-Access-Strategie im Jahr 2015<\/a> stark zugenommen. Inzwischen haben beispielsweise zehn von vierzehn Berliner Hochschulen eine Open Access Policy verabschiedet und bieten entsprechende Infrastruktur- und Unterst\u00fctzungsangebote an bzw. bauen diese auf. An den drei Universit\u00e4ten wird au\u00dferdem das Forschungsdatenmanagement in Form von Policies adressiert. Diese Einrichtungen haben auch entsprechende Services und Abteilungen f\u00fcr das Forschungsdatenmanagement aufgebaut.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Policies, die eine offene Wissenschaft mit Bezug zum gesamten Forschungsprozess und zu den verschiedenen Handlungsfeldern von Open Science bzw. Open Research adressieren, gibt es ebenfalls bereits an Berliner Einrichtungen. Zuletzt hat die Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz eine Open-Science-Erkl\u00e4rung verabschiedet. Beispiele f\u00fcr bereits ver\u00f6ffentlichte Policies an Berliner Einrichtungen sind:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li><a href=\"https:\/\/www.preussischer-kulturbesitz.de\/schwerpunkte\/digitalisierung\/open-science.html\">Open-Science-Erkl\u00e4rung der SPK<\/a> (Offener Zugang f\u00fcr Forschung und Kultur \u2013 Die Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz f\u00f6rdert den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen)<\/li>\r\n<li><a href=\"https:\/\/nbn-resolving.org\/urn:nbn:de:kobv:b4-opus4-31360\">Leitbild Open Science<\/a> (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissen schaften)<\/li>\r\n<li><a href=\"https:\/\/web2.ecdf.tu-berlin.de\/fileadmin\/Digital-Future\/Bilder\/Dokumente\/ECDF_Statement_OpenScience.pdf\">Statement on Open Science<\/a> (Einstein Center Digital Future)<\/li>\r\n<li><a href=\"https:\/\/www.bam.de\/Content\/DE\/Nachrichten\/2020\/2020-04-16-bam-foerdert-nutzen-von-open-source-software.html\">Erkl\u00e4rung zur F\u00f6rderung von Open-Source-Software<\/a> (Bundesanstalt f\u00fcr Materialforschung und -pr\u00fcfung)<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Eine \u00dcbersicht zu Open Access Policies und weiteren Aktivit\u00e4ten von Einrichtungen in Verantwortung des Landes Berlin hat das OABB <a href=\"http:\/\/www.open-access-berlin.de\/open-access\/oa_berlin\/index.html\">hier<\/a> zusammengestellt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>An allen Berliner wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen bestehen bereits Initiativen und Projekte offener Wissenschaft. Der Forschungsverbund der Berlin University Alliance, der das Ziel verfolgt, eine Forschungskultur gepr\u00e4gt von Qualit\u00e4t, Offenheit und Transparenz zu etablieren, unterst\u00fctzt dieses Ziel durch verschiedene Ma\u00dfnahmen und Projekte. Zu den Aktionsfeldern geh\u00f6rt <a href=\"https:\/\/www.berlin-university-alliance.de\/commitments\/research-quality\/openx\/index.html\">beispielsweise die OpenX-Initiative<\/a> und die F\u00f6rderung von Projekten in den Themenfeldern <a href=\"https:\/\/www.berlin-university-alliance.de\/commitments\/sharing-resources\/index.html\">Open Access und Forschungsdaten in Objective 5<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.berlin-university-alliance.de\/commitments\/research-quality\/project-list-20\/index.html\">Open Science in Objective 3<\/a>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der Ansatz der empfohlenen Landesinitiative Open Research Berlin ist nun, die offene Wissenschaft an den Wissenschafts- und Kultureinrichtungen des Landes Berlin zu st\u00e4rken. Die Landesinitiative ist langfristig angelegt und soll die bestehenden Aktivit\u00e4ten und Ma\u00dfnahmen im Kontext von Open Research an den Berliner Einrichtungen aufnehmen, sichtbar machen und weiterentwickeln sowie die Berliner wissenschaftlichen und kulturellen Landeseinrichtungen bei den kommenden Herausforderungen unterst\u00fctzen. \u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist Open Research?<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Bezeichnungen Open Research und Open Science beschreiben im Sinne der Landesinitiative verschiedene Konzepte und Praktiken der wissenschaftlichen Kommunikation und Arbeitsweise, um einen offenen und nachhaltigen Zugang zu Publikationen, Forschungsdaten einschlie\u00dflich Kulturdaten, wissenschaftlicher Software, Bildungsmaterialien und weiteren Forschungsergebnissen und -quellen zu erreichen. Open Research verfolgt das Ziel, \u00f6ffentlich gef\u00f6rderte Wissenschaft, Forschung und Lehre aller Disziplinen f\u00fcr eine breite \u00d6ffentlichkeit finanziell, rechtlich und technisch uneingeschr\u00e4nkt zug\u00e4nglich und nachnutzbar zu machen, die Teilhabe zu erm\u00f6glichen sowie die Transparenz der Wissenschaft und damit ihre Qualit\u00e4t zu verbessern. Das schlie\u00dft u.a. die offene Bereitstellung der Forschungsmethoden und Workflows (Open Methodology) sowie Forschungsinformationen und offene Begutachtungsformen (Open Peer Review) ein. Um die Nachnutzbarkeit von Daten zu erm\u00f6glichen sollten die <a href=\"https:\/\/www.go-fair.org\/fair-principles\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">FAIR Guiding Principles for scientific data management and stewardship<\/a> ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Empfehlung verwendet die Bezeichnung Open Research, weil mit Open Science h\u00e4ufig eher naturwissenschaftliche Disziplinen verbunden werden. Eine Landesinitiative sollte aber explizit auf offene wissenschaftliche Kommunikation und Arbeitsweisen in allen Wissenschaftsdisziplinen, im Bereich von Kunst und Kultur, aber auch in wirtschaftlichen Einrichtungen (Open Innovation) ebenso wie gemeinn\u00fctzigen Initiativen ausgerichtet sein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ziele f\u00fcr das Land Berlin<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>F\u00fcr das Land Berlin sind mit einer St\u00e4rkung und Weiterentwicklung von offener Wissenschaft und Kultur die folgenden Zielstellungen verkn\u00fcpft:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Offene Wissenschaft ist die Wissenschaft der Zukunft.<\/strong> Die dr\u00e4ngende Notwendigkeit der effizienten Bew\u00e4ltigung globaler Krisen wie der COVID- 19-Pandemie, des Klimawandels und anderer aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen, macht den Bedarf an einer in jeder Hinsicht offenen Wissenschaft deutlicher als jemals zuvor. Eine solche Wissenschaft ist auf offenen Informationsaustausch und F\u00f6rderung des Transfers der Ergebnisse in die Gesellschaft ausgerichtet. Ihre Prinzipien sind Transparenz, Partizipation, Fairness und die Anerkennung von Diversit\u00e4t. Die Wissenschaftspolitik ist jetzt gefordert, die Weichen in Richtung einer z\u00fcgigen Entwicklung von Open Research zu stellen: regional, national und international.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Offene Wissenschaft st\u00e4rkt den Wissenschaftsstandort Berlin.<\/strong> Die Berliner Wissenschafts- und Forschungslandschaft besticht durch eine gro\u00dfe Vielfalt. Ihre gleichzeitige Heterogenit\u00e4t und Exzellenz bilden eine ideale Ausgangslage zur Entwicklung einer Open-Research-Strategie, die eine Open-Research-Infrastruktur einrichten muss, die den Wissenschaftsstandort Berlin langfristig und nachhaltig st\u00e4rkt und die Anschlussf\u00e4higkeit an internationale Entwicklungen sichert.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Die Landesinitiative Open Research Berlin forciert die langfristige Kooperation. <\/strong>Sie ist als gemeinsame Initiative des Landes Berlin f\u00fcr die in der in Verantwortung des Landes stehenden Wissenschafts- und Kultureinrichtungen, der <a href=\"https:\/\/www.berlin-university-alliance.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Berlin University Alliance<\/a> und des Verbunds der <a href=\"https:\/\/www.br50.org\/br50\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Berlin Research 50<\/a> f\u00fcr die au\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungseinrichtungen sowie die Bundeseinrichtungen und die Einrichtungen des kulturellen Erbes angelegt. Die Landesinitiative folgt damit dem Leitgedanken: Open Research f\u00fcr mehr Transparenz, Forschungsqualit\u00e4t und Partizipation.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Empfehlungen der AG Open-Access-Strategie Berlin<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#8211; Rahmenbedingungen<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Open-Research-Strategie 2022\u20132026<\/strong>: F\u00fcr das Land Berlin sollte eine Open-Research-Strategie f\u00fcr die Jahre 2022\u20132026 entwickelt werden. Die Verst\u00e4ndigung \u00fcber den Begriff, die Handlungsfelder, Grundprinzipien und Werte sollte im Zuge des partizipativen und transparenten Entwicklungsprozesses der Strategie im Dialog mit den Forschenden an den Berliner wissenschaftlichen und kulturellen Landeseinrichtungen stattfinden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Verankerung von Open Research im BerlHG<\/strong> (<em><a href=\"https:\/\/gesetze.berlin.de\/bsbe\/document\/jlr-HSchulGBE2011V27P41\">bereits umgesetzt<\/a>)<\/em>: In das BerlHG sollte Open Research als Zielstellung und dar\u00fcber hinaus in Form von Unterst\u00fctzungsangebote, wie z.B. eine Incentivierung von Open-Research-Aktivit\u00e4ten insbesondere in Berufungsverfahren, Repositorien, Open-Access-Publikationsfonds und Beratungsangebote f\u00fcr die Open-Research- Handlungsfelder, aufgenommen werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#8211; Infrastruktur, Beratung und Services<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Dezentrale Beratungsservices<\/strong>: An den Hochschulen sollten bezogen auf die Handlungsfelder von Open Research dezentrale Beratungsservices einschlie\u00dflich der Ma\u00dfnahmen zum Kompetenzaufbau in der Lehre und Weiterbildung durch die Hochschulen sowie Qualifizierungsma\u00dfnahmen f\u00fcr Forschende, Lehrende, Verwaltung und Serviceeinrichtungen auf- und ausgebaut werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Zentrale Clearing-Stelle f\u00fcr die Rechtsberatung<\/strong>: Es sollte eine zentrale Clearing-Stelle f\u00fcr die Rechtsberatung bei der \u00f6ffentlichen Dokumentation und Verbreitung wissenschaftlicher Arbeitsschritte und Forschungs(teil)ergebnisse im internationalen Kontext (insbesondere urheberrechtliche, datenschutzrechtliche und informationsethische Beratung) aufgebaut werden. Wichtige Voraussetzungen f\u00fcr die Etablierung einer solchen Clearing-Stelle sind die dauerhafte Finanzierung und die Abstimmung<br \/>u.a. mit dem im Rahmen der Berlin University Alliance aufzubauenden Center for Open and Responsible Research (CORe).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Landesma\u00dfnahme Forschungsdatenmanagement<\/strong>: In Anlehnung an Initiativen anderer Bundesl\u00e4nder sollte eine zentrale langfristige Dateninfrastruktur und -servicel\u00f6sung f\u00fcr die Speicherung und Verf\u00fcgbarmachung von Forschungsdaten und weiteren Forschungsmaterialien im Rahmen einer Landesma\u00dfnahme zum Forschungsdatenmanagement entwickelt werden. Wie bereits in der Open-Access-Strategie von 2015 dargestellt wurde, befinden sich die Konzepte f\u00fcr eine Langzeitarchivierung in einer dynamischen Entwicklung und der Betrieb entsprechender Infrastrukturen \u00fcbersteigt die Kapazit\u00e4ten der einzelnen Institutionen, so dass hier zentrale oder kooperativ betriebene Services sinnvoll sind.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#8211; Finanzierung<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Koordinierungsstelle Open Research Berlin als Weiterentwicklung des Open-Access-B\u00fcro Berlin<\/strong>: Das Land Berlin sollte eine langfristig angelegte Koordinierungsstelle Open Research aufbauen, die aus dem bestehenden Open-Access-B\u00fcro Berlin weiterentwickelt wird. Diese Koordinierungsstelle sollte auf eine enge Kooperation mit den Open-Research-Ma\u00dfnahmen der Berlin University Alliance und dem Verbund Berlin Research 50 angelegt sein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Zielvereinbarung und Finanzausstattung in den Hochschulvertr\u00e4gen<\/strong>: Umfassende Ma\u00dfnahmen und Unterst\u00fctzungsangebote zu Open Access und Open Research an den Hochschulen sowie die Koordinierungsstelle Open Research Berlin sollten jenseits von Tarif-, Besoldungs- und sonstigen Kostensteigerungen als echte Zusatzfinanzierung in die Hochschulvertr\u00e4ge aufgenommen werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><em>Bereitstellung von Mitteln f\u00fcr die Open-Access-Transformation: <\/em>Es sollten sowohl Mittel f\u00fcr die Finanzierung der Transformation von subskriptions- auf publikationsbasierte Modelle als auch Mittel f\u00fcr die Finanzierung von alternativen Modellen und Publikationsformaten (z.B. konsortiale Modelle, scholarled publishing) bereitgestellt werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><em>Bereitstellung von Mitteln f\u00fcr die Open-Research-Transformation: <\/em>Um neben Text-Publikationen weitere Handlungsfelder von Open Research zu unterst\u00fctzen, sollten z.B. F\u00f6rderma\u00dfnahmen auf Wettbewerbsbasis zur Transformation vorhandener Wissenschaftspraxen und Entwicklung neuer Open-Research-Praxen (Bereitstellung von Open Research Data, Werkzeuge, Labs, Methoden, Kommunikationsmittel) auf Basis von Open-Source-Infrastruktur und in Kooperation mit not-for-profit-Organisationen entwickelt werden. Die offene Bereitstellung von Bildungsmaterialien (nach der <a href=\"https:\/\/en.unesco.org\/themes\/building-knowledge-societies\/oer\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Definition von Open Educational Resources<\/a>, OER) an den Berliner Hochschulen k\u00f6nnte als ein weiteres Handlungsfeld von Open Research unterst\u00fctzt werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Fortsetzung der Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes im<br \/>Kultur- und Wissenschaftsbereich<\/strong>: In der Berliner Open-Access-Strategie von 2015 wurde angeregt, dass \u00fcber die Digitalisierung kultureller Objekte und Sammlungen hinaus auch f\u00fcr die Digitalisierung alter, wertvoller und wissenschaftsrelevanter Archiv- und Literaturbest\u00e4nde der Berliner wissenschaftlichen Einrichtungen, Bibliotheken und Archive ressort\u00fcbergreifend zus\u00e4tzliche Mittel zur Verf\u00fcgung gestellt werden sollten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Mittel, die f\u00fcr den Kulturbereich im Rahmen der F\u00f6rderma\u00dfnahme Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes durch den Senat f\u00fcr Kultur und Europa bereitgestellt werden, sind im Jahr 2018 verstetigt worden. In gleichem Ma\u00dfe sollten basierend auf wettbewerblicher F\u00f6rderung von Projekten und zentraler Koordinierung und Unterst\u00fctzung durch das <a href=\"https:\/\/www.digis-berlin.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung<\/a> (digiS) Mittel f\u00fcr die Digitalisierung von Objekten wissenschaftlicher Sammlungen durch den Senat f\u00fcr Wissenschaft und Forschung (jetzt: Senat f\u00fcr Gesundheit, Wissenschaft, Pflege und Gleichstellung) bereitgestellt werden. Ma\u00dfgabe f\u00fcr Digitalisierungsprojekte sollten die Grundprinzipien von Open Research sein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Begleitprojekt Berlin Open Research and Culture<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Empfehlung wird durch das von der Berlin University Alliance finanzierte Projekt <a href=\"http:\/\/www.open-access-berlin.de\/projekte\/berlin_open_research\/index.html\">Berlin Open Research and Culture<\/a> des Open-Access-B\u00fcros begleitet. In Rahmen dieses Projekts wurden in 2020 eine Befragung unter Berliner Forscher*innen und im Open-Research-Umfeld aktiven Menschen durchgef\u00fchrt. Die Konsultation hat wissenschaftliche und kulturelle Landeseinrichtungen in Berlin zu wichtigen Handlungsfeldern, zu bestehenden und geplanten Aktivit\u00e4ten und zu den Werten und Prinzipien von Offenheit in der Wissenschaft befragt. In einer anschlie\u00dfenden Interviewstudie in 2021 wurden ausgew\u00e4hlte Berliner Kulturerbeinstitutionen zu strategischen Positionen sowie zu Ma\u00dfnahmen und ihren Bedarfen hinsichtlich Open Access und Open Research befragt. Die Ergebnisse der Gespr\u00e4che werden im Rahmen des Workshops <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/2022\/02\/14\/berlin-open-glam-open-access-praktiken-in-berlins-kulturerbeinstitutionen\/\">Berlin Open GLAM: Open-Access-Praktiken in Berlins Kulturerbeinstitutionen<\/a> am 26. April 2022 geteilt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontakt<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>F\u00fcr R\u00fcckfragen steht das <a href=\"http:\/\/www.open-access-berlin.de\/kontakt\/index.html\">Open-Access-B\u00fcro Berlin<\/a> gerne zur Verf\u00fcgung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Referenzen<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Kindling, Neufend, Stiller, Trkulja, Kobialka, Wenninger (2021) Open-Access-Landesstrategien und der Weg zur offenen Wissenschaft \u2013 M\u00f6glichkeiten und Herausforderungen am Beispiel Berlin. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.5535754\">https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.5535754<\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Kindling, Neufend, Stiller, Trkulja (2021) Ergebnisbericht Online-Konsultation Berlin Open Research. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.4558710\">https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.4558710<\/a><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zitiervorschlag: Open-Access-B\u00fcro Berlin (2022). 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