Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Evangelische Hochschule Berlin (EHB) veröffentlichen jeweils eigene Policies und ernennen eigene Beauftragte für Open Access: Steffen Amling ist bereits seit Sommer 2025 Beauftragter für Open Access an der EHB, Marcel Wrzesinski seit Anfang 2026 an der Charité.
Erstmalig seit der Verabschiedung der Open-Access-Strategie Berlin aus dem Jahr 2015 haben nun alle 14 Hochschulen Open-Access-Beauftragte benannt und 12 von 14 Hochschulen haben eigene Open Access Policies verabschiedet.
Evangelische Hochschule Berlin
Die Evangelische Hochschule Berlin (EHB) konnte im Sommer 2025 wichtige Neuigkeiten in Sachen Open Research und Open Access verkünden: Steffen Amling, wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Schwerpunkt Forschung, Forschungsreferent an der EHB sowie dort für die Promotiosnförderung zuständig, wurde am 16. Juli 2025 durch den Akademischen Senat als Open-Access-Beauftragter der EHB offiziell ernannt. Außerdem unterzeichnete Michael Komorek, Vizepräsident für Forschung und Lehre an der EHB, die „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ aus dem Jahr 2003.
Im gleichen Zuge verabschiedete die EHB erstmalig eine eigene Open-Access-Policy, in der die Hochschule sechs Empfehlungen und Maßnahmen formuliert, um in Anlehnung an die Forderungen aus der Berliner Erklärung die „Öffnung in Lehre und Forschung an der EHB nachhaltig voranzubringen“. In den sechs Punkten spricht sich die EHB unter anderem für den Gebrauch offener Lizenzen (wie etwa CC BY) bei Publikationen, die Nutzung des gesetzlichen Zweitveröffentlichungsrechts sowie die Veröffentlichung von Forschungsdaten in geeigneten Repositorien aus.
Weitere Informationen zu Open Access hat die EHB auf dieser Website zusammengestellt.
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Erfreuliche Nachrichten erreichen uns auch von der Charité: Marcel Wrzesinski, Leiter Open Access und Publikationsdienste der Medizinischen Bibliothek, wurde im Anfang 2026 als Open-Access-Beauftragter der Charité – Universitätsmedizin Berlin ernannt. Wrzesinski (OrCID) leitet das Team Open Access und Publikationsdienste in der Medizinischen Bibliothek der Charité, ist in der Verlagskoordination beim Berliner Universitätsverlag Berlin Universities Publishing (BerlinUP) aktiv sowie Co-Leiter eines Teilprojekts in der DFG-finanzierten Servicestelle für Diamond Open Access (SeDOA).
Der Fakultätsrat der Charité beschloss im Januar 2026 zudem eine neue Open-Access-Policy für die Einrichtung. Die neue Policy benennt neun Leitlinien, die hier eingesehen werden können. Neben der Bekräftigung der Berliner Erklärung und ihrer Ziele stützt sich die Charité in der Präambel zur Policy explizit auf die Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA), die eine Reform der Mechanismen und Praktiken der Forschungsbewertung vorsieht. Zudem ermutigt die Charité ihre Angehörigen unter anderem dazu, „gebührenfrei im Universitätsverlag ‚Berlin Universities Publishing‘ zu publizieren” und hebt „die Notwendigkeit offener Infrastrukturen für die nachhaltige Transformation zu fairem Open Access” hervor.
Die neue Open-Access-Policy der Charité ersetzt die bisherige Quest Open Access Policy des Berlin Institute of Health, das an der Charité angesiedelt ist. Diese Policy stammte aus dem Jahr 2023 (PDF).
Eine Übersicht über Open-Access und Open-Research-Services und -Strategien an Berliner Hochschulen finden Sie hier.
Zitiervorschlag: Open Research Office Berlin (2026): Open-Access-Policies von Charité und Evangelischer Hochschule veröffentlicht sowie Beauftragte für Open Access ernannt. Open Research Blog Berlin. https://doi.org/10.59350/r0be0-ybr51.

