Netzwerk Recht und Open Research im Aufbau: Email-Verteiler für Interessierte

Das neue Netzwerk „Recht und Open Research“ ist ein Vorhaben der Kompetenz- und Vernetzungsplattform open-access.network (finanziert durch das BMFTR) in Kooperation mit dem Legal Helpdesk Berlin (finanziert durch die VolkswagenStiftung). Das Netzwerk soll den Austausch und die Vernetzung zu konkreten rechtlichen Fragen genauso befördern wie zur strategischen rechtspolitischen Interessenvertretung in Sachen Open Research. Für Interessierte steht ab sofort ein moderierter Emailverteiler („recht-offen“) zur Verfügung.

Bildquelle: PxHere, Lizenz: Creative Commons Zero (CC0).

Ziel des Netzwerks ist es, Potentiale und Synergien an der Schnittstelle von Recht und Open Research auszuschöpfen. Dafür sind zwei inhaltliche Schwerpunkte maßgeblich:

  1. Der Austausch zu konkreten juristischen Fragen, Herausforderungen und Lösungswegen in der Open-Research-Praxis und die Kommunikation von best practices, Materialien und aktueller rechtlicher Entwicklungen.
  2. Die strategische Aufstellung in rechtspolitischen Belangen, um zu einem Open-Research-freundlich(er)en Recht zu gelangen. Der institutionalisierte Austausch liefert die Grundlage dafür, gemeinsame rechtspolitische Ziele zu besprechen, im Idealfall in aktuelle juristische Vorhaben einzubetten und Positionspapiere oder Stellungnahmen koordiniert auf den Weg zu bringen.

Über den Email-Verteiler

Interessierte können sich ab sofort unter dem Punkt „Abonnieren von recht-offen“ eintragen: https://lists.fu-berlin.de/listinfo/recht-offen (mit Ihrer persönlichen Emailadresse und/oder der Funktionsadresse ihrer Einrichtung).

Erwünscht sind beispielsweise allgemeine Anfragen, Diskussionswünsche und Aufrufe zur Beteiligung (CfPs und ähnliches), Hinweise auf einschlägige Veranstaltungen, Materialien und rechtliche Entwicklungen sowie natürlich Vernetzung zu strategischen und rechtspolitischen Herausforderungen. Angesprochen sind Mitarbeiter*innen von Legal Helpdesks, Rechtsinfomations- und Beratungsstellen, Rechtsämtern und Justiziariaten, Forschungsprojekten und Infrastruktur-Einrichtungen aus Wissenschaft und Kultur, einschlägigen ziviligesellschaftlichen Initiativen sowie natürlich interessierte Einzelpersonen.

Ziel ist es, die Vernetzung an der Schnittstelle von offener Forschung und Recht institutionell besser zu verankern.  Wir freuen uns, wenn Sie sich auf den Verteiler eintragen und einbringen möchten. Leiten Sie diesen Aufruf gerne an geeignete Kolleg*innen oder Initiativen weiter.

Informationen über Netzwerk und Verteiler finden sich auf der Website des open-access.network.

Hintergründe und Entstehungsimpulse

Ausschlaggebend für die Gründung des Netzwerks ist unsere Beobachtung, dass es zahlreiche Rechtsfragen und -unsicherheiten rund um den Komplex Open Research (offenes Publizieren, offene Daten, OER, offene Infrastrukturen, Open Source etc.) gibt, die Forschung, Lehre, Infrastruktur-Einrichtungen, Verwaltung und andere Kreise beschäftigen. Vor allem das Immaterialgüterrecht, insbesondere das Urheberrecht, und das Datenschutzrecht (DSGVO), aber auch Arbeitsrecht, KI-Verordnung (AI Act), Digital Services Act (DSA, hier insb. der Forschungsdatenzugang), Haushaltsrecht, Informationsfreiheitsgesetz (IFG) und weitere Rechtsgebiete spielen regelmäßig eine Rolle.

Im Netzwerk sollen sich die hiesigen Legal Helpdesks, Beratungs- und Rechtsinformationsstellen sowie Rechtsämter und Justiziariate von Wissenschafts- und Kulturerbe-Einrichtungen mit einschlägigen juristischen Initiativen, Forschungsprojekten und interessierten Einzelpersonen verbinden. Elementar ist dabei der interdisziplinäre Gedanke zwischen Open-Access-Community, Recht, Wissenschaft und Kultur. Unserer Auffassung nach ist insbesondere die Brücke zwischen juristischen und praktischen Akteur*innen entscheidend, damit beide Seiten die jeweils andere besser verstehen, sich intern weiterentwickeln und Open Research gemeinsam rechtssicher voranbringen können.

 

Über die beteiligten Projekte

Das open-access.network ist ein Verbundprojekt, das seit 2019 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert wird. Als Informations- und Vernetzungsangebot hat es den Auftrag, vorhandene Initiativen zu aktivieren und überregional zu vernetzen sowie den Austausch innerhalb der Wissenschaft zu Open Access nachhaltig zu verbessern. Dazu werden disziplinübergreifend, zentral und zuverlässig Informationen zu Open Access zur Verfügung gestellt. 
· Über das Informations- und Vernetzungsangebot open-access.network.
· Die Vernetzungsaktivitäten des open-access.network im Überblick.
· Weiterführenden Informationen zur dritten Förderphase (2026-2028).

Der Legal Helpdesk Berlin ist ein von der VolkswagenStiftung gefördertes Projekt, das am Open Research Office Berlin und der Technischen Universität angesiedelt ist. Das Projekt hat das Ziel, eine Berlin-weite juristische Informationsstelle für Wissenschaft und Kultur aufzubauen. Weiterführende Informationen finden sich hier:
· Projektantrag im Open Access bei Zenodo: https://doi.org/10.5281/zenodo.15297028.
· Hintergrund des Projekts: https://doi.org/10.59350/t55az-vpp89. 
· Rückblick auf die ersten Workshops 2025: http://doi.org/10.59350/g2yvs-db929.

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