Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) hat Erfreuliches zu berichten: Seit kurzem sind an der HTW vier Ambassadors für Open Science benannt. Wir haben Alessandro D’Arcangeli, der die Aufgabe als Ambassador für Open Access übernimmt und in der Bibliothek der HTW beschäftigt ist, ein paar Fragen zum Engagement der HTW bezüglich Open Science gestellt.
Laut Darstellung auf der eigenen Website hat die HTW vier Ambassadors (zu Deutsch: Botschafter*innen) für Open Science ernannt, um die bisherigen Initiativen zu stärken:
Die HTW Berlin engagiert sich mit Initiativen zu Open Access, Forschungsdatenmanagement, Citizen Science und offener Lehre für eine Kultur des Teilens und der Zusammenarbeit. Übergeordnetes Ziel ist es, Wissen nachhaltig verfügbar zu machen und Innovationen durch Partizipation zu fördern – ganz im Sinne einer offenen und verantwortungsvollen Wissenschaftspraxis.
Die vier Open Science-Ambassadors an der HTW sind: · Citizen Science Ambassador: Julia Brandt · Open Access Ambassador: Alessandro D'Arcangeli · Open Educational Resources Ambassador: Jörg Maier-Rothe · Open Data-Ambassador: Dr. Constance Holman
Um Genaueres zu erfahren, schickten wir Alessandro D’Arcangeli vier Fragen, die er schriftlich per Mail beantwortete.
Alessandro, Du bist zum Ambassador für Open Access ernannt worden: Was möchtest Du im Rahmen dieser Aufgabe an der HTW gerne erreichen?
Als Ambassador für Open Access möchte ich dazu beitragen, die Sichtbarkeit und Akzeptanz offener Publikationsformen an unserer Hochschule weiter zu stärken. Ein zentrales Ziel ist es, Forschende und Lehrende dabei zu unterstützen, ihre wissenschaftlichen Ergebnisse möglichst frei zugänglich zu machen und sich aktiv mit den Prinzipien von Open Science auseinanderzusetzen. Darüber hinaus möchte ich den Austausch innerhalb der Hochschule fördern und dazu beitragen, bestehende Initiativen miteinander zu vernetzen.
Welche gemeinsamen Aufgaben verfolgen die Ambassadors? Wie greifen ihre Arbeiten ineinander?
Die Ambassadors verfolgen das gemeinsame Ziel, Open Science strukturell und kulturell an der Hochschule zu verankern. Dabei fungieren wir zunächst als Anlaufstellen bzw. Ansprechpartner*innen für das Thema. Man kann auf uns zukommen, wenn man Fragen oder Ideen dazu hat. Außerdem bringen wir unsere verschiedenen Perspektiven und Expertisen ein und arbeiten eng zusammen, um Informationsangebote, Beratungsformate und Austauschmöglichkeiten zu entwickeln. Durch diese Zusammenarbeit entstehen Aktivitäten, die sich gegenseitig ergänzen und die Sichtbarkeit sowie die praktische Umsetzung von Open Science stärken.
Welche Rahmenbedingungen braucht es ganz allgemein, um Open Science und Open Research in Berlin voranzubringen?
Um Open Science und Open Research nachhaltig zu fördern, braucht es sowohl institutionelle Unterstützung als auch engagierte Personen und Netzwerke innerhalb der Wissenschaft. Transparente Richtlinien, geeignete Infrastrukturen und Anreizsysteme für offene Praktiken sind wichtige Voraussetzungen für eine breite Umsetzung. Gleichzeitig spielen Bottom-up-Initiativen eine zentrale Rolle. Ein gutes Beispiel dafür ist die „Interessensgemeinschaft Open Science“ an unserer Hochschule, deren Arbeit wesentlich dazu beigetragen hat, das Thema institutionell zu stärken und sichtbar zu machen. Solche Netzwerke sind zentral, weil sie Austausch ermöglichen, Erfahrungen bündeln und die Entwicklung einer offenen Wissenschaftskultur aktiv vorantreiben.
Angenommen, ich habe eine Idee oder ein Anliegen zu Open Science und möchte mich einbringen: Wie kann ich Kontakt mit den Ambassadors aufnehmen?
Interessierte können sich jederzeit mit ihren Ideen oder Fragen an die Ambassadors wenden, etwa über die auf der Open-Science-Seite der Hochschule genannten Kontaktmöglichkeiten. Ein zentraler Anlaufpunkt ist zudem die schon erwähnte „Interessensgemeinschaft Open Science“, die verschiedene Initiativen an der Hochschule miteinander vernetzt und den Austausch fördert. Neue Impulse und Beteiligung von den Hochschulangehörigen oder anderen Interessierten sind ausdrücklich willkommen, da Open Science nur durch gemeinsames Engagement weiterwachsen kann.
Vielen Dank an Alessandro D’Arcangeli für die Beantwortung der Fragen!

