{"id":3590,"date":"2025-10-22T08:00:43","date_gmt":"2025-10-22T06:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/?p=3590"},"modified":"2026-10-06T19:11:35","modified_gmt":"2026-10-06T17:11:35","slug":"interview-thorsten-philipp-open-access-week-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/2025\/10\/22\/interview-thorsten-philipp-open-access-week-2025\/","title":{"rendered":"Thorsten Philipp im Interview: \u201eWir m\u00fcssen alternative Publikationsformen f\u00f6rdern.\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Gastbeitrag des Open-Access-Teams der TU Berlin<\/strong><\/p>\n<p>Das dritte Interview zur Open Access Week 2025 f\u00fchrte das Open-Access-Team der TU Berlin mit dem Kommunikationswissenschaftler und wissenschaftlichen Referenten f\u00fcr transdisziplin\u00e4re Lehre an der TU Berlin <span style=\"color: #467886\"><u><a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/go202957\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PD. Dr. Thorsten Philipp<\/a><\/u><\/span>. F\u00fcr ihn erleichtert Open Access den Unialltag enorm und er pl\u00e4diert daf\u00fcr, mehr alternative offene Publikationsformen zu f\u00f6rdern, die nicht zu Lasten der Wissenschaftler*innen und Studierenden gehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2025\/10\/OA-Week-2025-Thorsten-Philipp-DIN-A1-quer-20251008.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3581\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2025\/10\/OA-Week-2025-Thorsten-Philipp-DIN-A1-quer-20251008.jpg\" alt=\"\" width=\"9992\" height=\"7087\" \/><\/a><!--more--><\/p>\n<div id=\"meta-origin\" data-coolorigin=\"https%3A%2F%2Foffice.cloud.tu-berlin.de%2Fcool%2Fclipboard%3FWOPISrc%3Dhttps%253A%252F%252Fbox.fu-berlin.de%252Findex.php%252Fapps%252Frichdocuments%252Fwopi%252Ffiles%252F733535122_oc65d6d7fc83%26ServerId%3D2e655e38%26ViewId%3D4%26Tag%3D9acfa976d9101650\">\n<p><b>Open-Access-Team der TU Berlin: Open Access ist ein strategisches Ziel der TU Berlin und der BUA. Wie sieht das in Ihrem Forschungsalltag aus? In welchen Kontexten nehmen Sie Diskussionen zu Open Access wahr?\u00a0<\/b><\/p>\n<p><strong>Thorsten Philipp:<\/strong> Open Access ist l\u00e4ngst eine bestimmende Norm bei der Ver\u00f6ffentlichung von Forschungsergebnissen geworden. Die Frage l\u00e4sst sich nicht mehr umgehen. Wann immer ich in den letzten Jahren B\u00fccher oder wissenschaftliche Artikel ver\u00f6ffentlicht habe, war mir klar, dass ich irgendeinen Weg finden muss, die Texte auch Open Access zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n<pre><u>\u00dcber den Interviewpartner:<\/u> Thorsten Philipp ist Privatdozent f\u00fcr Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Politische Kommunikation. Als wissenschaftlicher Referent im Pr\u00e4sidium der TU Berlin besteht seine Mission in der F\u00f6rderung transdisziplin\u00e4rer Lehrprojekte am Begegnungsort von Universit\u00e4t und Gesellschaft.<\/pre>\n<p><b>Open Access hat den offenen Zugang zu wissenschaftlicher Information zum Ziel. Im letzten Jahr haben Sie sich sehr darum bem\u00fcht, dass Ihre Ver\u00f6ffentlichungen f\u00fcr alle weltweit frei lesbar sind: Wenn sie nicht \u00fcber den Verlag Open Access publiziert wurden, haben Sie die <\/b><span style=\"color: #467886\"><u><a href=\"https:\/\/depositonce.tu-berlin.de\/browse\/author?value=Philipp,%20Thorsten\"><b>Beitr\u00e4ge<\/b><\/a><\/u><\/span><b> noch \u00fcber das TU Repositorium <\/b><span style=\"color: #467886\"><u><a href=\"https:\/\/depositonce.tu-berlin.de\/home\"><b>DepositOnce<\/b><\/a><\/u><\/span><b> online gestellt. Wie kam es zu der Entscheidung, Ihre Artikel auf diese Weise Open Access zweitzuver\u00f6ffentlichen?<\/b><\/p>\n<p>Es begann, als ich einmal einen <span style=\"color: #467886\"><u><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.14279\/depositonce-21247\">englischsprachigen Beitrag zu einem Sammelband<\/a><\/u><\/span> verfasst hatte \u2013 und der fertige Band am Ende zu einem absurden St\u00fcckpreis von 285 USD im Buchhandel angeboten wurde. Wer kann sich solche B\u00fccher leisten? Mir war klar, dass ich eine L\u00f6sung finden musste, um insbesondere Studierenden einen Zugang zu er\u00f6ffnen. Zum Gl\u00fcck gestattete die Policy des Verlags die Archivierung der finalen Verlagsversion auf einem institutionellen Repositorium. Heute ist der Artikel kostenfrei auf DepositOnce abrufbar.<\/p>\n<p><b>Gab es bereits konkrete Situationen in Ihrem Forschungsalltag, in denen Open Access hilfreich war?<\/b><\/p>\n<p>Open Access hat meinen Alltag in der Lehre enorm vereinfacht. Meine Studierenden k\u00f6nnen unkompliziert und kostenfrei auf alle meine Publikationen zugreifen; das spart Zeit und Ressourcen in der Vorbereitung von Seminarsitzungen und Diskussionen, Referaten und Hausarbeiten.<\/p>\n<p><b>Damit eine fl\u00e4chendeckende Umstellung zu Open Access gelingen kann, sind \u00c4nderungen in ganz verschiedenen Bereichen erforderlich \u2013 u.a. Finanzierungsstrukturen, Kriterien der Forschungsbewertung und Berufungsverfahren, Ausbau von alternativen Publikationsangeboten, Governance von Publikationsorganen&#8230; Welche Aspekte sollte die TU Ihrer Meinung nach in den n\u00e4chsten Jahren priorisieren?<\/b><\/p>\n<p>Alle diese Aspekte sind wichtig. Gerade in der Frage der Bewertung von Forschungsleistung und bei Berufungsverfahren wird nach meiner Erfahrung viel zu wenig gewichtet, inwieweit sich Forscher*innen um eine breite Zug\u00e4nglichkeit ihrer Forschung bem\u00fchen.<\/p>\n<p>Vor kurzem erst erhielt ich eine Einladung, zu einem englischsprachigen Sammelband beizutragen. Das E-Mail war KI-generiert, und erst auf der Website fand ich im Kleingedruckten den Hinweis, dass ich f\u00fcr die Publikation meines Artikels h\u00e4tte zahlen m\u00fcssen. An solchen unseri\u00f6sen Gesch\u00e4ftsmodellen zeigt sich deutlich, was im Verlagswesen inzwischen alles schiefl\u00e4uft. Es ist h\u00f6chste Zeit, alternative Publikationsformen zu f\u00f6rdern, die nicht zu Lasten der Wissenschaftler*innen und der Studierenden gehen.<\/p>\n<p><b>Kurz und knapp in einem Satz: Was finden Sie gut an Open Access?<\/b><\/p>\n<p>Open Access tr\u00e4gt dazu bei, die vielf\u00e4ltigen H\u00fcrden und Hierarchien abzubauen, denen der Zugang zu Wissen immer noch unterliegt. Die gro\u00dfen Herausforderungen der Gegenwart l\u00f6sen wir aber nur dann, wenn es uns gelingt, eine Vielzahl an Wissensressourcen in die Problembearbeitung einzubeziehen. Mit Open Access entsteht eine transdisziplin\u00e4re Wissensallmende.<\/p>\n<p><b>Geben Sie uns zum Abschluss einen Einblick in Ihr Forschungsfeld f\u00fcr Disziplinfremde. Mit welchen Fragen und Erkenntnissen besch\u00e4ftigen Sie sich?<\/b><\/p>\n<p>Meine Forschung untersucht Popmusik als Resonanzraum \u00f6kologischer Krisen \u2013 und als Aushandlungsraum der Nachhaltigkeitsdebatte.<\/p>\n<pre><strong>Zitiervorschlag:<\/strong>\r\nOpen-Access-Team der TU Berlin (2025, Oktober 22). Thorsten Philipp im Interview: \"Wir m\u00fcssen alternative Publikationsformen f\u00f6rdern.\". Open research office berlin. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.59350\/g9hb6-0m177\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.59350\/g9hb6-0m177<\/a><\/pre>\n<\/div>\n<h3>Zum Weiterlesen:<\/h3>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"vP3pIjcFJy\"><p><a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/2025\/10\/09\/open-access-week-2025-berlin-brandenburg\/\">Vom 20. bis 26. Oktober: Open Access Week 2025 \u201eWho owns our knowledge?&#8220; \u2013 Veranstaltungen in Berlin und Brandenburg<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Vom 20. bis 26. Oktober: Open Access Week 2025 \u201eWho owns our knowledge?&#8220; \u2013 Veranstaltungen in Berlin und Brandenburg&#8220; &#8212; Open Research Blog Berlin\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/2025\/10\/09\/open-access-week-2025-berlin-brandenburg\/embed\/#?secret=NCn7y5cGgN#?secret=vP3pIjcFJy\" data-secret=\"vP3pIjcFJy\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gastbeitrag des Open-Access-Teams der TU Berlin Das dritte Interview zur Open Access Week 2025 f\u00fchrte das Open-Access-Team der TU Berlin mit dem Kommunikationswissenschaftler und wissenschaftlichen Referenten f\u00fcr transdisziplin\u00e4re Lehre an der TU Berlin PD. Dr. Thorsten Philipp. F\u00fcr ihn erleichtert Open Access den Unialltag enorm und er pl\u00e4diert daf\u00fcr, mehr alternative offene Publikationsformen zu &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/2025\/10\/22\/interview-thorsten-philipp-open-access-week-2025\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eThorsten Philipp im Interview: \u201eWir m\u00fcssen alternative Publikationsformen f\u00f6rdern.\u201c\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":7740,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[448981,1960,586242,586269],"class_list":["post-3590","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-oaweek","tag-interview","tag-thorsten-philipp","tag-oaweek-interview"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7740"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3590"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3590\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3700,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3590\/revisions\/3700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}