{"id":4139,"date":"2026-06-22T10:34:56","date_gmt":"2026-06-22T08:34:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/?p=4139"},"modified":"2026-07-15T15:16:59","modified_gmt":"2026-07-15T13:16:59","slug":"tu-berlin-20000-veroeffentlichungen-depositonce","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/2026\/06\/22\/tu-berlin-20000-veroeffentlichungen-depositonce\/","title":{"rendered":"Die TU Berlin feiert 20.000 Ver\u00f6ffentlichungen auf DepositOnce"},"content":{"rendered":"<p>Seit der Verabschiedung der Berliner <a href=\"http:\/\/doi.org\/10.17169\/refubium-26319\">Open-Access-Strategie im Jahr 2015<\/a> haben die Publikationsinfrastrukturen an den Berliner Wissenschaftseinrichtungen stark an Bedeutung gewonnen: Institutionelle Repositorien sind zu zentralen Bausteinen f\u00fcr das Publizieren nach den Prinzipien von Open Access geworden. Ein Jubil\u00e4um wird derzeit an der TU Berlin gefeiert: 20.000 Open-Access<strong>&#8211;<\/strong>Publikationen sind mittlerweile \u00fcber DepositOnce erschienen!<\/p>\n<p><em>Ein Gastbeitrag von Maxi Kindling und Jana Schildhauer (beide Universit\u00e4tsbibliothek der TU Berlin)<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<pre><strong>Zitiervorschlag:<\/strong> Kindling, Maxi &amp; Schildhauer, Jana (2026): Die TU Berlin feiert 20.000 Ver\u00f6ffentlichungen auf DepositOnce, Open Research Blog Berlin. 22.06.2026. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.59350\/63n9r-jsa84\">https:\/\/doi.org\/10.59350\/63n9r-jsa84<\/a>.<\/pre>\n<h1>Repositorien als zentraler Baustein der offenen Infrastruktur<\/h1>\n<p>Forschende und Einrichtungen nutzen Repositorien f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung diverser Publikationsformen und machen so einen beachtlichen Anteil ihres Forschungsoutputs frei zug\u00e4nglich und nachnutzbar mittels einer Infrastruktur, die in der Hand der Wissenschaft liegt.\u00a0Die enge Zusammenarbeit unter den betreibenden Bibliotheken und die gemeinsame Weiterentwicklung dieser Dienste haben die Qualit\u00e4t gest\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Repositorien sind weit mehr als technische Plattformen. Die betreibenden Einrichtungen bieten eine Vielzahl von Services zur Unterst\u00fctzung der Forschenden an: Sie erm\u00f6glichen Erstver\u00f6ffentlichungen, darunter Ver\u00f6ffentlichungen der universit\u00e4tseigenen Verlage oder Dissertationen sowie Habilitationen, sie begleiten Forschende bei der Zweitver\u00f6ffentlichung (Green OA) und unterst\u00fctzen bei der Lizenzierung sowie der Einhaltung von Standards wie den FAIR-Prinzipien. Die kontinuierliche Zunahme der Ver\u00f6ffentlichungen unterstreicht ihre Bedeutung in einer nachhaltigen offenen und souver\u00e4nen Wissenschaft.<\/p>\n<h1>20.000 Ver\u00f6ffentlichungen \u2013 ein Meilenstein f\u00fcr offene Wissenschaft an der TU Berlin<\/h1>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/06\/DepositOnce.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4145 size-full alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/06\/DepositOnce.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/06\/DepositOnce.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/06\/DepositOnce-250x224.png 250w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/06\/DepositOnce-201x180.png 201w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a>Die Repositorien an den Berliner Universit\u00e4ten weisen eine lange Tradition auf: Nach dem <a href=\"https:\/\/edoc.hu-berlin.de\/\">edoc-Server<\/a> der HU Berlin, der den Betrieb bereits 1997 als einer der ersten Dissertationsserver Deutschlands aufnahm, folgte die TU Berlin im Jahr 1999 mit einem eigenen Dokumentenserver. Dieser wurde 2014 durch <a href=\"https:\/\/depositonce.tu-berlin.de\/\">DepositOnce<\/a> auf der Basis von DSpace abgel\u00f6st (siehe\u00a0<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20151004020428\/https:\/depositonce.tu-berlin.de\/\">Archivversion<\/a> im Internet Archive). DepositOnce fungiert an der TU Berlin seitdem als institutionelles Open-Access-Repositorium und hat sich zu einer zentralen Plattform f\u00fcr den freien Zugriff auf wissenschaftliche Werke entwickelt. Aktuell feiert DepositOnce einen bedeutenden Meilenstein, denn das Repositorium verzeichnet 20.000 Ver\u00f6ffentlichungen.<\/p>\n<p>DepositOnce steht f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung von Forschungsergebnissen allen TU-Angeh\u00f6rigen kostenfrei zur Verf\u00fcgung. Als Kernst\u00fcck der Open-Access-Strategie der Universit\u00e4t sowie des gemeinsamen <a href=\"https:\/\/www.berlin-university-alliance.de\/commitments\/research-quality\/open-science\/Leitbild-fuer-OS\/index.html\">Open-Science-Leitbilds im Rahmen der Berlin Universities Alliance (BUA)<\/a> unterst\u00fctzt es die Umsetzung der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/go4430\/\">Open-Access-Policy<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/go35000\/\">Forschungsdaten-Policy<\/a>\u00a0der TU Berlin. Denn das Repositorium tr\u00e4gt dazu bei, Forschung transparent, reproduzierbar, nachhaltig und zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n<h1><strong>Was auf DepositOnce publiziert wird<\/strong><\/h1>\n<p>Unter den nunmehr 20.000 Open-Access-Ver\u00f6ffentlichungen von \u00fcber 30.000 Autor*innen finden sich aus dem F\u00e4cherkanon der Universit\u00e4t entsprechend publizierte Forschungsergebnisse aus allen wissenschaftlichen Disziplinen, darunter:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>Qualifikationsschriften wie Dissertationen oder Habilitationen;<\/li>\n<li>Zweitver\u00f6ffentlichungen von Beitr\u00e4gen, die bei Verlagen bislang Closed Access publiziert wurden (daher nur f\u00fcr Personen oder Institutionen mit kostenpflichtigen Abos zug\u00e4nglich sind) und dank der Open-Access-Version in DepositOnce nun weltweit uneingeschr\u00e4nkt zug\u00e4nglich verf\u00fcgbar sind;<\/li>\n<li>Forschungsdaten aus verschiedenen Fachrichtungen und in unterschiedlichen Datenformaten;<\/li>\n<li>Forschungs-, Projekt- oder Jahresberichte;<\/li>\n<li>Konferenzb\u00e4nde;<\/li>\n<li>Buchver\u00f6ffentlichungen des Verlags <a href=\"https:\/\/www.berlin-universities-publishing.de\/\">Berlin Universities Publishing<\/a> (BerlinUP);<\/li>\n<li>Preprints, die bereits vor der formalen Ver\u00f6ffentlichung \u00fcber einen Verlag f\u00fcr die wissenschaftliche Community verf\u00fcgbar gemacht werden \u2013 eine g\u00e4ngige Praxis v.a. in naturwissenschaftlichen Disziplinen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als Online-Plattform f\u00fcr Ver\u00f6ffentlichungen aus der Wissenschaft fungiert DepositOnce als vermittelnde Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft, auf der gesellschaftsrelevante Forschungsergebnisse und in Projekten erarbeitete Handlungsempfehlungen f\u00fcr Entscheidungstr\u00e4ger*innen sichtbar, zug\u00e4nglich und nachnutzbar gemacht werden.<\/p>\n<p>Das Themenspektrum ist divers: Es reicht von an <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.14279\/depositonce-14989\">W\u00e4nden kletternden Robotern<\/a>, \u00fcber\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.14279\/depositonce-21607\">interaktive Spiele als Handlungsempfehlungen<\/a> an Praktiker*innen aus Bildung, Planung, Politik und Verwaltung oder modellgest\u00fctzte Untersuchung zu Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung von COVID-19 des Projekts <a href=\"https:\/\/depositonce.tu-berlin.de\/search?query=dc.title:%22Modus%20Covid%22\">Modus Covid<\/a> bis zu Ver\u00f6ffentlichung von Sonderforschungsbereichen wie der <a href=\"https:\/\/depositonce.tu-berlin.de\/browse\/series?value=SFB%201265%20Working%20Paper\">Reihe des SFB 1265<\/a> (SFB <em>Re-Figuration von R\u00e4umen<\/em>).<\/p>\n<h1>Aktiver Baustein der offenen Wissenschaftsinfrastruktur<\/h1>\n<p>DepositOnce ist eine Plattform zum Online-Publizieren, bei der Offenheit und Nutzen f\u00fcr die wissenschaftliche Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen \u2013 betrieben auf Basis offener Software, mit offenen Schnittstellen und Metadaten und zur Verbreitung m\u00f6glichst offen lizenzierter Forschungsergebnisse.\u00a0Sie ist damit ein aktiver Teil der wissenschaftlichen Infrastruktur der TU Berlin und sichert ab, dass TU-Forschungsergebnisse mit einem DOI referenzierbar, dauerhaft zug\u00e4nglich und digital souver\u00e4n frei verf\u00fcgbar sind. \u00dcber die automatisierte Pflichtablieferung ist sichergestellt, dass Publikationen auch bei der Deutschen Nationalbibliothek recherchierbar sind und langzeitarchiviert werden.<\/p>\n<h1>Zuk\u00fcnftige Pl\u00e4ne<\/h1>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt f\u00fcr DepositOnce beinhaltet Updates zur neuesten DSpace-Version und verbesserte Unterst\u00fctzung f\u00fcr gro\u00dfe Datenmengen. Im Rahmen eines EFRE-gef\u00f6rderten Projekts (2025\u20132028) wird der Fokus darauf liegen, die DSpace-Performance zu verbessern (insbesondere im Bereich der Ver\u00f6ffentlichung von Forschungsdaten). Auch die Integration mit Diensten wie <a href=\"https:\/\/orcid.org\/\">ORCID<\/a> steht auf der Agenda, um die eindeutige Zuordnung von Ver\u00f6ffentlichungen zu Personen zu unterst\u00fctzen. Interoperabilit\u00e4t und Auffindbarkeit haben Priorit\u00e4t, daher wird der Qualit\u00e4t von Metadaten und technischen Schnittstellen stets besondere Aufmerksamkeit gewidmet.<\/p>\n<p>Aktuell nutzen alle drei gro\u00dfen Berliner Universit\u00e4ten f\u00fcr ihre Repositorien die Software DSpace. DepositOnce wird als lebendiger Teil der offenen Wissenschaftsinfrastruktur in Berlin und an der TU Berlin weiterentwickelt, um Open Science zu unterst\u00fctzen und zu f\u00f6rdern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit der Verabschiedung der Berliner Open-Access-Strategie im Jahr 2015 haben die Publikationsinfrastrukturen an den Berliner Wissenschaftseinrichtungen stark an Bedeutung gewonnen: Institutionelle Repositorien sind zu zentralen Bausteinen f\u00fcr das Publizieren nach den Prinzipien von Open Access geworden. Ein Jubil\u00e4um wird derzeit an der TU Berlin gefeiert: 20.000 Open-Access&#8211;Publikationen sind mittlerweile \u00fcber DepositOnce erschienen! 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