{"id":4165,"date":"2026-07-14T11:49:42","date_gmt":"2026-07-14T09:49:42","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/?p=4165"},"modified":"2026-07-14T11:53:55","modified_gmt":"2026-07-14T09:53:55","slug":"zwischen-karrieredruck-und-politischem-anspruch-wie-gestalten-wir-gerechte-publikationsstrukturen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/2026\/07\/14\/zwischen-karrieredruck-und-politischem-anspruch-wie-gestalten-wir-gerechte-publikationsstrukturen\/","title":{"rendered":"Zwischen Karrieredruck und politischem Anspruch: Wie gestalten wir gerechte Publikationsstrukturen?"},"content":{"rendered":"<p>Am 5. Mai 2026 bot Lorenz Weinberg vom Open Research Office Berlin im Rahmen des BMFTR-gef\u00f6rderten Projekts open-access.network beim Promovierendenforum der <a href=\"https:\/\/www.boell.de\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung<\/a> einen Grundlagenworkshop zu <a href=\"https:\/\/open-access.network\/informieren\/glossar#c6219\">Open Access<\/a> an, der auf gro\u00dfes Interesse stie\u00df.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<div class=\"ce-textpic ce-center ce-above\">\n<div class=\"ce-bodytext\">\n<div class=\"ce-textpic ce-center ce-above\">\n<div class=\"ce-bodytext\">\n<pre>Dieser Beitrag erschien zuerst im <a href=\"https:\/\/open-access.network\/blog\/zwischen-karrieredruck-und-politischem-anspruch-wie-gestalten-wir-gerechte-publikationsstrukturen\">oa.blog<\/a>, dem Blog des BMFTR-gef\u00f6rderten Projekts <a href=\"https:\/\/open-access.network\/startseite\">open-access.network<\/a>. Vgl. Weinberg, Lorenz (2026): Zwischen Karrieredruck und politischem Anspruch: Wie gestalten wir gerechte Publikationsstrukturen? open-access.network. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.64395\/mekj9-ncs63\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">10.64395\/mekj9-ncs63<\/a><\/pre>\n<p>Mit dem Workshop kooperierte das Projekt open-access.network zum ersten Mal mit einem Begabtenf\u00f6rderwerk einer politischen Stiftung, um Nachwuchswissenschaftler*innen f\u00fcr die Themen Open Access und Offene Wissenschaft zu sensibilisieren. Auf dem j\u00e4hrlich stattfindenden Promovierendenforum stellen die Promotionsstipendiat*innen der Stiftung ihre Forschungsprojekte vor und tauschen sich zu wissenschaftspolitischen Themen aus. Die dreit\u00e4gige Veranstaltung in den Berliner R\u00e4umen der Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung stand in diesem Jahr unter dem Motto &#8222;Wissenschaftler*innen zwischen Neutralit\u00e4t und Aktivismus &#8211; Darf oder muss Wissenschaft politisch sein?&#8220;. Der Workshop mit dem Titel &#8222;Zwischen Karrieredruck und politischem Anspruch: Wie gestalten wir gerechte Publikationsstrukturen?&#8220; widmete sich den strukturellen und gesellschaftspolitischen Aspekten von Open Access, wissenschaftlichem Publizieren sowie Forschungsbewertungspraktiken und spiegelt das Spannungsfeld wider, in dem sich viele Promovierende bewegen.<\/p>\n<p>Bereits im Vorfeld zeigte sich, dass der Ansatz, die gesellschaftspolitische Dimension von Open Access in den Mittelpunkt zu stellen, auf fruchtbaren Boden fiel: Deutlich mehr als die H\u00e4lfte der Teilnehmenden des Forums entschied sich f\u00fcr das Angebot von open-access.network gegen\u00fcber anderen parallel stattfindenden Sessions. Als Workshopleiter habe ich mich sehr \u00fcber das gro\u00dfe Interesse gefreut. Wissenschaftler*innen geh\u00f6ren generell zu jenen Zielgruppen, die von der OA-Community oft schwerer zu erreichen sind. Das gro\u00dfe Interesse und die aktive Teilnahme der Promovierenden k\u00f6nnten als Anregung gewertet werden, \u00f6fter auch die politische Wirkkraft von Open Access und Debatten rund um Reputation und dem wissenschaftlichen Publikationswesen st\u00e4rker in die Einf\u00fchrungsworkshops zu Open Access miteinzubeziehen.<\/p>\n<h2>Eine interdisziplin\u00e4re Gruppe mit politischem Bewusstsein<\/h2>\n<figure id=\"attachment_4212\" aria-describedby=\"caption-attachment-4212\" style=\"width: 840px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4212 size-large\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-1024x735.png\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"603\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-1024x735.png 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-300x215.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-768x552.png 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-1536x1103.png 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-1200x862.png 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-250x180.png 250w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-550x395.png 550w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-800x574.png 800w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-251x180.png 251w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-418x300.png 418w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-696x500.png 696w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_-210x150.png 210w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2026\/07\/Was-verbindest-du-mit-den-Begriffen-\u201eOpen-Access-und_oder-\u201eOffene-Wissenschaft_.png 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4212\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: Wortwolke zur Frage &#8222;Was verbindest du mit den Begriffen &#8218;Open Access&#8216; und\/oder &#8218;Offene Wissenschaft&#8216;?&#8220; Erstellt mit edkimo; das Bild ist gemeinfrei.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<div class=\"ce-textpic ce-center ce-above\">\n<div class=\"ce-bodytext\">\n<p>Die 27 Teilnehmenden des Workshops kamen aus verschiedenen Fachdisziplinen und waren aus unterschiedlichen St\u00e4dten des deutschsprachigen Raums angereist.<\/p>\n<p>Der Wissenstand zu Open Access innerhalb der Gruppe war recht heterogen. Ein kurzes Stimmungsbild per Handzeichen verdeutlichte, dass ein Gro\u00dfteil der Gruppe bereits Ber\u00fchrungspunkte mit Open Access hatte. Doch es gab auch einige, f\u00fcr die das Thema neu war. Allerdings zeigte bereits die erste interaktive \u00dcbung, dass die Teilnehmenden hochmotiviert und politisch sensibilisiert waren und ihre engagierten Perspektiven auch auf die Thematik Open Access \u00fcbertrugen. Mittels einer Umfrage zu der Frage \u201eWas verbindest du mit den Begriffen \u201aOpen Access\/Offene Wissenschaft\u2018?\u201c wurden Themen wie \u201eBildungsgerechtigkeit\u201c, \u201eWissensgerechtigkeit\u201c, \u201eFairness\u201c, \u201eZug\u00e4nglichkeit\u201c oder \u201eausbeuterische Wissenschaftsverlage\u201c genannt, noch bevor sie im Workshop vertieft wurden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"quote-link\">\n<h2>Teil 1: Grundlagen zu Open Access und die gesellschaftspolitische Dimension<\/h2>\n<div class=\"ce-textpic ce-center ce-above\">\n<div class=\"ce-bodytext\">\n<p>Da nicht alle Teilnehmenden mit Open Access vertraut waren, begann der Workshop mit einem kompakten Input zu den Grundlagen. Im Anschluss folgte die erste Kleingruppenphase, in der die Teilnehmenden fiktive Szenarien zur Relevanz von Open Access entlang verschiedener Personas diskutierten. Hier kam das Material &#8222;<a href=\"https:\/\/zenodo.org\/records\/18655342\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Und Du? Warum ist Open Access f\u00fcr Dich wichtig?<\/a>&#8220; (<a href=\"https:\/\/open-access.network\/blog\/zwischen-karrieredruck-und-politischem-anspruch-wie-gestalten-wir-gerechte-publikationsstrukturen#c31393\">Schicketanz, 2026<\/a>) zum Einsatz. In den Diskussionen entwickelten die Teilnehmenden Anwendungsbeispiele und sprachen \u00fcber eigene Erfahrungen.<\/p>\n<p>Die 15-min\u00fctige Kleingruppendiskussion h\u00e4tte problemlos doppelt so lange dauern k\u00f6nnen, so intensiv waren die Gespr\u00e4che. In der anschlie\u00dfenden Plenumsrunde brachten die Teilnehmenden die Kapitalinteressen der Gro\u00dfverlage als zentrales Hindernis f\u00fcr Open Access zur Sprache. Einer der ersten Wortbeitr\u00e4ge kam von einer Person, die sich bisher noch nicht mit Open Access besch\u00e4ftigt hatte und fragte, warum sich Open Access noch nicht als Regelfall durchgesetzt habe, wenn die Vorteile doch so offensichtlich seien. Direkt darauf verwiesen andere auf die Macht der Gro\u00dfverlage. Die gesellschaftliche Relevanz von Open Access wurde in der Gruppe als offensichtlich angesehen. Gleichzeitig betonten die Teilnehmenden, dass Open Access noch breiter gedacht werden m\u00fcsse. So w\u00e4re es w\u00fcnschenswert, Forschungsergebnisse und Fachtexte so zu verfassen, dass sie f\u00fcr mehr Menschen verst\u00e4ndlich und damit zug\u00e4nglich sind. Als Beispiel wurde die Praxis aus der Psychologie genannt, bei der den Studien eine<i> Lay Summary\u00a0<\/i>vorangestellt wird, in der Ergebnisse in einem kurzen Text ohne Fachjargon pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p>Ein weiteres zentrales Thema war die Monopolstellung der gro\u00dfen Verlage, die als Problem identifiziert und als weiterer Grund f\u00fcr die Notwendigkeit insbesondere von <a href=\"https:\/\/open-access.network\/informieren\/glossar#c6223\">Diamond Open Access<\/a> angef\u00fchrt wurde. Zudem wurde \u00fcber M\u00f6glichkeiten gesprochen, an Literatur zu kommen, ohne an einer Universit\u00e4t eingeschrieben zu sein. Hier wurde deutlich, wie sehr sich Menschen ohne institutionelle Zug\u00e4nge abgeschnitten und benachteiligt f\u00fchlen. In diesem Zusammenhang sprach eine Teilnehmerin \u00fcber die Zeit des Jura-Referendariats, in der sie nach dem Studium ohne Uni-Mitgliedschaft kaum noch Zugang zu Fachliteratur hatte. Auch die globale Ungleichheit durch unterschiedlichen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen wurde von den Teilnehmenden angesprochen. Als Vorteil von Open Access wurde zudem die Mehrsprachigkeit genannt, da Open Access den Zugang zu wissenschaftlichen Fachpublikationen in verschiedenen Sprachen erm\u00f6glicht. Die weltweit freie und vor allem digitale Zug\u00e4nglichkeit macht diese Texte leichter erreichbar.<\/p>\n<p>Insgesamt zeigte sich, dass die gesellschaftspolitische Relevanz von Open Access im Speziellen und offener Wissenschaft im Allgemeinen in der Gruppe sehr klar erkannt wurde. Neben den in den Personas skizzierten Szenarien brachten die Teilnehmenden viele weitere Felder ein und arbeiteten die gesellschaftspolitische Bedeutung von freiem Zugang zu wissenschaftlicher Literatur heraus. Da sich die Gruppe in dieser Einsch\u00e4tzung einig war, konnte der Workshop etwas fr\u00fcher zum zweiten Teil \u00fcbergehen, der sich in der Vorstellungsrunde noch einmal explizit gew\u00fcnscht wurde.<\/p>\n<h2>Teil 2: Karrieredruck, Publikationsentscheidungen und Forschungsbewertung \u2013 aus dem Alltag als Promovierende*r<\/h2>\n<p>Im zweiten Teil ging es nun explizit um eigene Publikationsentscheidungen und damit verbundene politische Implikationen und karrieretechnische Auswirkungen. Als Workshop-Leiter stellte ich folgende These in den Raum, die die Teilnehmenden in Kleingruppen erneut engagiert diskutierten:<\/p>\n<blockquote><p><i>\u201eAufgrund von Karrieredruck, dem Druck, m\u00f6glichst viel publizieren zu m\u00fcssen oder in m\u00f6glichst renommierten Zeitschriften zu publizieren, habe ich keine Zeit, mir \u00fcber \u00fcbergeordnete Fragestellungen zu Wissenschaftspolitik und Publikationskultur Gedanken zu machen.\u201c<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion in der gro\u00dfen Runde wurde deutlich, dass insbesondere kumulativ promovierende Nachwuchswissenschaftler*innen einem deutlichen Karrieredruck unterliegen. Ein Teilnehmer f\u00fchrte in Bezug auf die Eingangsthese aus, dass er eigentlich genug Zeit habe, um sich \u00fcber das Publizieren Gedanken zu machen und gerne alles im Open Access ver\u00f6ffentlichen w\u00fcrde. Gleichzeitig sei er nur ein \u201ekleines R\u00e4dchen\u201c, das allein sowieso nichts ver\u00e4ndern k\u00f6nne. In diesem Zusammenhang wurden auch der <a href=\"https:\/\/open-access.network\/informieren\/glossar#c6214\">Impact-Faktor<\/a> und die Rankings von Journals generell angesprochen. Einige Teilnehmende wiesen darauf hin, dass sie in ganz bestimmten Zeitschriften mit hohem Renommee ver\u00f6ffentlichen m\u00fcssten, um promoviert zu werden oder um sp\u00e4ter einen guten Job zu bekommen. Die starren Strukturen des Wissenschaftsbetriebs wurden als einengend beschrieben und der angesprochene Karrieredruck von mehreren Personen best\u00e4tigt. Die Teilnehmenden beschrieben die Promotionszeit als sehr herausfordernd und anspruchsvoll.<\/p>\n<blockquote><p><i>\u201eMan ist eh schon hart \u00fcberfordert mit allem beim Promovieren und es braucht viel Kraft und Zeit, um sich Wissen, einen kritischen Blick auf Strukturen und eine Haltung zum Publizieren anzueignen.\u201c<\/i><\/p>\n<p>\u2013 Einsch\u00e4tzung einer Teilnehmerin \u2013<\/p><\/blockquote>\n<div class=\"ce-textpic ce-center ce-above\">\n<div class=\"ce-bodytext\">\n<p>Es entwickelte sich eine Diskussion \u00fcber das Spannungsfeld zwischen Individualkritik und Systemkritik. Nicht alle Teilnehmenden stimmten der Aussage zu, dass man als Einzelperson nichts machen k\u00f6nne. Dennoch kristallisierte sich bald die Position heraus, dass politische Lobbyarbeit f\u00fcr Open Access wichtig ist. Hier wurde auf die Unterst\u00fctzung von unabh\u00e4ngigen, kleinen, m\u00f6glicherweise genossenschaftlich organisierten OA-Verlagen verwiesen und schlussendlich \u00fcber Universit\u00e4ten als die besten Anker f\u00fcr solche Verlage gesprochen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"quote-link\">\n<h2>Fazit: Ein Workshop mit Nachhall<\/h2>\n<div class=\"ce-textpic ce-center ce-above\">\n<div class=\"ce-bodytext\">\n<p>Der Workshop zeigte, dass Open Access die Kernfragen wissenschaftlicher Praxis ber\u00fchrt und eine klare politische Dimension und gesellschaftliche Relevanz mit sich bringt. Dass diese Debatte gerade mit politisch engagierten Nachwuchswissenschaftler*innen gef\u00fchrt wurde, ist ein wichtiger Schritt, um Open Access-Themen aus der \u201eBubble\u201c der Bibliotheks- und Infrastruktur-Community herauszuholen. Die Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung bekundete bereits ihr Interesse, die Zusammenarbeit ausbauen zu wollen.<\/p>\n<p>Als Learnings aus dem Workshop lassen sich drei zentrale Erkenntnisse formulieren:<\/p>\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ol>\n<li><strong>Politisches Bewusstsein<\/strong> ist bei den Nachwuchswissenschaftler*innen vorhanden: Die Teilnehmenden brachten eigene Perspektiven ein und zeigten, dass Open Access f\u00fcr sie kein abstraktes Konzept, sondern eine konkrete Forderung nach gesellschaftlicher Teilhabe und Zug\u00e4nglichkeit von Wissen ist.<\/li>\n<li><strong>Karrieredruck vs. Idealismus:<\/strong> Die Spannung zwischen individuellen Zw\u00e4ngen und kollektivem Wandel wurde deutlich. Die Gruppe sah hier Handlungsspielr\u00e4ume durch gemeinsame Forderungen oder die Unterst\u00fctzung alternativer Publikationsmodelle.<\/li>\n<li><strong>Raus aus der OA-Bubble:<\/strong> open-access.network hat mit diesem Workshop erstmals ein Angebot zum Thema Open Access f\u00fcr Promotionsstipendiat*innen einer politischen Stiftung geschaffen. Dass es so gut angenommen wurde, unterstreicht die Notwendigkeit, OA-Debatten in politische Kontexte zu tragen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<hr \/>\n<header>\n<h2>Literatur und weiterf\u00fchrende Links<\/h2>\n<\/header>\n<div class=\"ce-textpic ce-center ce-above\">\n<div class=\"ce-bodytext\">\n<ul>\n<li>Materialien der TIB Hannover zu OA-Workshops: Schicketanz, K. (2026, February 16). &#8222;Und Du? Warum ist Open Access f\u00fcr Dich wichtig?&#8220; &#8211; Material f\u00fcr einen Pr\u00e4senz-Workshop zum Thema Open Access. Technische Informationsbibliothek Hannover.\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.18655342\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.18655342<\/a><\/li>\n<li>Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung \u2013 Begabtenf\u00f6rderungswerk, Promotionsf\u00f6rderung:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.boell.de\/de\/promotionsfoerderung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.boell.de\/de\/promotionsfoerderung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 5. 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